Frauenquoten - der Gerechtigkeitsbegriff wird pervertiert
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Heison Full Member


Anmeldungsdatum: 05.12.2006 Beiträge: 380
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Verfasst am: 14 März 2012 - 14:41:44 Titel: |
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Aktuelle Studie: Frauenquote vernichtet Unternehmenswerte
Eine weitere, aktuelle Studie aus Norwegen hat u.a. Folgendes herausgefunden:
"Einst männerdominierten Unternehmen ging es durch die Quote wirtschaftlich mehrere Jahre lang erheblich schlechter [...]"
"Die Effekte lassen sich weder mit der Größe der Unternehmen erklären noch mit der Branche, in der sie aktiv sind, stellen die Forscher fest."
"Unternehmen, die ihren Frauenanteil im Verwaltungsrat erst durch die Quote stark erhöhen mussten, wurden nicht nur kurzfristig abgestraft. Sie mussten über mehrere Jahre lang deutliche Kursabschläge hinnehmen, stellen Ahern und Dittmar fest. Ursprünglich männerdominierte Firmen wurden im Jahr 2007 - fünf Jahre nach der Ankündigung der Quote - im Schnitt rund 17 Prozent niedriger bewertet als andere Unternehmen. „Das Gesetz hatte große negative Effekte auf den Wert der Firmen, die ihre Verwaltungsräte massiv neu organisieren mussten“, lautet das Fazit. "
"Die Forscher erklären diese Abschläge damit, dass die Unternehmen erhebliche Probleme hatten, schnell genügend erfahrende weibliche Kandidaten zu finden. Dafür sprächen eine Reihe von Indizien: Von den Frauen, die nach Einführung der Quotenreglung in die Verwaltungsräte geholt wurden, hatten nur 31 Prozent vorher ein Unternehmen geleitet - bei den Männern waren es 70 Prozent. Zudem waren sie im Schnitt acht Jahre jünger als ihre männlichen Kollegen."
http://www.handelsblatt.com/politik/oekonomie/nachrichten/studie-aus-norwegen-alter-und-erfahrung-sind-wichtige-faktoren/6317182-2.html
Dass der Marktwert von Unternehmen sinken kann, wenn mehr Frauen in Führungspositionen gezwungen werden, haben auch Studien in 2008 (Ryan und Haslam) und in 2007 (Lee und James) herausgefunden.
17% Einbruch bei Unternehmenswerten - das muss sich eine Volkswirtschaft wirklich leisten können!
Die derzeit diskutierte Frauenquote ist also nicht nur diskriminierend, bevormundend, freiheitsfeindlich und ideologisch, sie ist auch ganz konkret eine Bedrohung für den Wohlstand, vor allem, wenn sie nicht auf den Pool von Frauen Rücksicht nimmt, der überhaupt zur Verfügung steht.
Wie alle Ideologien, die Ergebnisgleichheit statt Chancengleichheit wollen (Sozialismus, Kommunismus usw.) hat auch die Quotenideologie in erster Linie die Konsequenz, dass letztlich alle den gleichen Wohlstands-Schaden nehmen, je nach Ausmaß der Quotenregelungen. _________________ Migration ist keine Einbahnstraße - für eine intelligente Einwanderungs-, Rückführungs- und Integrationspolitik |
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Jockelx Senior Member


Anmeldungsdatum: 24.06.2005 Beiträge: 3306
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Verfasst am: 16 März 2012 - 16:34:09 Titel: |
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Ich bin zwar auch gegen die Frauenquote, aber habe ich auch keine Alternativvorschläge zu bieten.
Und hier hab ich jetzt auch noch nix gelesen.
Jetzt kann man die bisherige Ungerechtigkeit leugnen/schön reden oder durch eine andere Ungerechtigkeit (die Quote) ersetzen.
Beides empfinde ich als Mist. |
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Julius_Dolby Senior Member


Anmeldungsdatum: 22.06.2008 Beiträge: 3096
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Verfasst am: 17 März 2012 - 03:54:37 Titel: |
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| Jockelx hat folgendes geschrieben: |
| die bisherige Ungerechtigkeit |
Mir ist nicht ganz klar, welche "Ungerechtigkeit" da eigentlich ersetzt würde..?
Was ist an der heutigen Situation eigentlich ungerecht? |
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Pauker Moderator


Anmeldungsdatum: 26.05.2005 Beiträge: 7763 Wohnort: Schwäbisch Hall
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Julius_Dolby Senior Member


Anmeldungsdatum: 22.06.2008 Beiträge: 3096
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Verfasst am: 17 März 2012 - 12:39:18 Titel: |
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Aha: deutlich mehr Männer als Frauen sprechen mit Ihrem Chef und fördern so ein berufliches Fortkommen. 71% der Frauen, die eine Beförderung "fordern", bekommen sie auch. Wo ist da jetzt eigentlich die Benachteiligung?
""Viele Frauen steigen nach der Geburt ihrer Kinder nicht auf ihren vorherigen Positionen wieder ein und erreichen später nicht die Positionen, die sie von ihrer Qualifikation her bekleiden könnten"
So what? Betrifft das Männer, die eine Auszeit nehmen, etwa nicht? Ist eine Auszeit oder Teilzeit eines fähigen Mitarbeiters nicht für jeden Arbeitgeber ein Verlust, ein Risiko? Haben es Männer, die nicht voll arbeiten (können?) nicht auch schwerer? Gibt es aus Sicht des Unternehmens nicht handfeste sachliche Gründe dafür, diesen nicht unbedingt Führungsaufgaben zu übertragen? Aber diese Frauen haben dies ja selbst so gewählt. Niemand wird zum Kinderkriegen gezwungen!
Wo ist da jetzt die frauenspezifische Benachteiligung?
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Frauen-verdienen-viel-weniger-article5677866.htm
"Wegen des Fachkräftemangels könne sich Europa auch wirtschaftlich nicht mehr erlauben, auf das Potenzial von Frauen an der Spitze zu verzichten"
Wenn wir uns es ohnehin nicht leisten können, wozu brauchen wir dann noch eine Quote? Ich bin fest davon überzeugt, dass der weit überwiegenden Mehrheit der Unternehmer und Aktionäre heutzutage der Geschäftserfolg ("das Portemonnaie") wichtiger ist als irgendein Geschlechterverhältnis.
"Der Verband deutscher Unternehmerinnen ist dagegen für die Quote"
Soll das ein (Aber-)Witz sein, oder verstehe ich da einfach nur etwas falsch? Ausgerechnet der "Verband deutscher Unternehmerinnen"? Gerade Unternehmer sind es ja, die doch letztendlich das Sagen über die Personalentscheidungen - Frau oder Mann - haben. Gerade die haben es doch SELBST IN DER HAND! Also sollen sie einfach die Schnauze halten, in ihren eigenen Unternehmen die Gleichberechtigung herstellen (oder meinetwegen auch Frauenquoten einführen) und dabei erfolgreiche Unternehmen aufbauen.
Oder sind von Männern geführte Unternehmen etwa doch erfolgreicher, weil Männer das halt einfach besser können -und ist die Absicht, diese durch Einführung einer Zwangsquote zu schwächen?
Wie auch immer: Wen verwundert diese Forderung? Dieser Verein ist halt eine Lobby-Organisation, die sich (schon aufgrund ihres Namens) nur an ein Geschlecht richtet. Ein "Verband unternehmender Männer" könnte genauso gut höhere Männerquoten fordern. Bezeichnend, dass der Verband, der Männern und Frauen offensteht gegen Quoten ist. |
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Pauker Moderator


Anmeldungsdatum: 26.05.2005 Beiträge: 7763 Wohnort: Schwäbisch Hall
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Verfasst am: 17 März 2012 - 14:09:30 Titel: |
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Die Frau hat dann also nur die Wahl entweder Familie oder Karriere? Und da siehst du keine Benachteiligung. Für Männer lässt sich i.d.R. beides bewerkstelligen. Das klassische Rollenmodell ist doch wirklich praktisch.
Im Übrigen fällt Frau trotz allem guten Willen mindestens für 1/2 Jahr aus rein biologischen Gründen vor und nach der Geburt aus.
Und dass es i.d.R. nicht um Leistung sondern ums Klappeaufreißen geht, ist wohl nicht nur in Behörden so, sondern in der "freien" Wirtschaft mehr als üblich. Ander ist wohl kaum zu erklären warum Leistung und Fähigkeiten alleine nicht ausreichen sollen.
Gruß
Pauker _________________ and remember: the light at the end of the tunnel may be you! |
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Julius_Dolby Senior Member


Anmeldungsdatum: 22.06.2008 Beiträge: 3096
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Verfasst am: 17 März 2012 - 23:44:12 Titel: |
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Eine Frau kann Kinder bekommen. Ein Mann dagegen kann das Wunder der Schwangerschaft und Geburt gar nicht nachvollziehen.
Nochmal: Niemand wird zum Kinderkriegen bekommen. Für Frauen ist es nur eine zusätzliche Option - die Männer gar nicht haben!
Iich sehe da weder eine Benachteiligung, noch sehe ich, warum man den Frauen das Kinderkriegen komplett "kostenlos" machen sollte, d.h., sie von den Konsequenzen Ihres Tund und Lassens entheben sollte.
Im übrigen ist eine Hausmannrolle für Männer sozial immer noch sehr verpönt, wohingegen sie Frauen immer noch recht problemlos offensteht. |
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Clarice Senior Member


Anmeldungsdatum: 24.07.2007 Beiträge: 591
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Verfasst am: 19 März 2012 - 18:23:33 Titel: |
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| Pauker hat folgendes geschrieben: |
Die Frau hat dann also nur die Wahl entweder Familie oder Karriere? Und da siehst du keine Benachteiligung. Für Männer lässt sich i.d.R. beides bewerkstelligen. Das klassische Rollenmodell ist doch wirklich praktisch.
Gruß
Pauker |
Wie gut, dass ich unpraktisch lebe. |
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xmisterDx Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 11.11.2008 Beiträge: 7573
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Verfasst am: 19 März 2012 - 18:47:14 Titel: |
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Armer Julius... da will er gegen die Quote argumentieren und liefert dann mit seinem unglaublichen Dünnschiss den besten Beweis, warum eine Quote unumgänglich ist...
Wunder der Geburt, das sollte der Frau ja wohl Lohn genug sein! Wie kommt sie auf die Idee, sie dürfe neben diesem Lohn auch noch Karriere machen und womöglich noch Männern was zu sagen haben?
Niemand wird zum Kinderkriegen gezwungen! (mal gucken wer deine Rente zahlt Julius...)
Kinderkriegen darf auf keinen Fall "kostenlos" sein! Bestraft die Frau für diese Sauerei!
Hausmannrolle ist verpönt! Sollen Frauen doch froh sein, dass sie am Herd stehen und vollgeschissene Windeln wechseln dürfen, ohne das Gespött im Dorf zu sein!!
Unfassbar, dass solche Meinungen im 21. Jahrhundert noch bei relativ jungen Menschen zu finden sind. Ganz schön beschämend für unser Land  |
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Julius_Dolby Senior Member


Anmeldungsdatum: 22.06.2008 Beiträge: 3096
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Verfasst am: 20 März 2012 - 00:59:48 Titel: |
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| xmisterDx hat folgendes geschrieben: |
Unfassbar, dass solche Meinungen im 21. Jahrhundert noch bei relativ jungen Menschen zu finden sind. Ganz schön beschämend für unser Land  |
Diese "solchen Meinungen", die du so unfassbar findest, sind doch nicht meine Meinungen, sondern irgendetwas, dass du mir hier suggestiv unterschieben willst. Vielleicht solltest du mal lesen, verstehen - und dann nicht anderen Menschen (mir) irgendwas in den Mund legen, was sie nicht gesagt bzw. geschrieben haben.
| xmisterDx hat folgendes geschrieben: |
| mal gucken wer deine Rente zahlt Julius... |
Na dann hoffe ich mal, dass die Frauen Ihrer erhabenen Pflicht für die Volksgemeinschaft nachkommen, denn doch die wunderbarste Aufgabe, die sie erfüllen kann, ist die, ihrem Volk zukünftige Rentenzahler zu schenken.
Unfassbar, dass solche Meinungen wie deine im 21. Jahrhundert bei noch relativ jungen Menschen wie dir zu finden sind, die die Frauen als Gebärmaschinen für benötigte Kinder ansehen!
… um es mal so hyperbolisch wie du zu formulieren. Im Ernst: Die Tatsache, dass die Rentenversicherung auf einem generationenbasierten Umlagesystem basiert, ist ein dummer Konstruktionsfehler des Rentensystems, der sich noch demographisch rächen wird. Der Konstruktionsfehler des Rentensystems ist aber doch kein gescheites Argument für das Kriegen von Kindern!
| xmisterDx hat folgendes geschrieben: |
| Wunder der Geburt, das sollte der Frau ja wohl Lohn genug sein! |
Das habe ich nicht gesagt.
Aber zur Sache: Ich denke - bzw. ich hoffe! - dass Frauen bzw. Paare primär Kinder bekommen, weil sie es aus einer emotionalen Motivation heraus "möchten", sozusagen aus der puren Freude und Lust daran, dass sie sich darin gewissermassen "selbst verwirklichen" können - wie immer man es nennen mag.
| xmisterDx hat folgendes geschrieben: |
| Wie kommt sie auf die Idee, sie dürfe neben diesem Lohn auch noch Karriere machen und womöglich noch Männern was zu sagen haben? |
Ein billiger rhetorischer Kunstgriff. Du insinuierst hier, ich hätte was dagegen, wenn Frauen Karriere machten und ggf. Männern weisungsberechtigt sind. Das ist nicht der Fall.
| xmisterDx hat folgendes geschrieben: |
| Kinderkriegen darf auf keinen Fall "kostenlos" sein! |
Die Betonung liegt darauf: ich sehe auch nicht, wieso man das Kinderkriegen für die Frau "komplett", d.h. vollumfänglich kostenneutral" machen sollte. Es ist ihre Entscheidung, bzw. eine gemeinsame mit ihrem Partner zusammen. Warum sollten dafür Dritte bzw. die Solidargemeinschaft) "vollumfänglich" aufkommen? (Wobei ich prinzipiell gegen eine gewisse Unterstützung für Eltern gar nichts habe)
| xmisterDx hat folgendes geschrieben: |
| Bestraft die Frau für diese Sauerei! |
Ich habe nicht gesagt, dass man Frauen dafür bestrafen solle.
Es geht auch gar nicht um "Bestrafung". Wer Frauenquoten mit Hinweis auf das Kinderkriegen fordert, der fordert doch genau das Gegenteil: Frauen sollen für das Kinderkriegen belohnt werden. Das "Belohnen" von Kinderkriegen ist in meinen Augen genauso widersinnig wie das "Bestrafen" dafür.
| xmisterDx hat folgendes geschrieben: |
| Hausmannrolle ist verpönt! Sollen Frauen doch froh sein, dass sie am Herd stehen und vollgeschissene Windeln wechseln dürfen, ohne das Gespött im Dorf zu sein!! |
Auch das ist nichts weiter als ein billiger rhetorischer Kunstgriff.
Ich denke, wir müssen vermutlich nicht darüber streiten, wenn ich sage, dass die Hausmannrolle immer noch sozial oft verpönt ist. Ähnliches gilt, denke ich, mit umgekehrten Vorzeichen auch für "Karrierefrauen" mit Kind, die nicht selten als "schlechte Mutter" angesehen werden, die ihre Kinder vernachlässigt, weggibt, etc…
Es geht doch gar nicht darum, wie man diverse Rollen nun genau selbst findet, fände bzw. bewertet. Für andere ist eine Rolle als Hausfrau/Hausmann halt eine entspannte Geschichte, bei der man sich dem Stress und Konkurrenzkampf der Arbeitswelt entziehen kann und sich, dank eines Mehr an verfügbarer Freizeit auch persönlich, hobbymässig etc. entfalten kann. Ich kenne einige Frauen selbst, die über eine als Hausfrau sehr froh sind und darin Erfüllung finden.
Um das noch einmal zusammenzufassen: Ich bin durchaus dafür, dass Frauen einen Kündigungsschutz aufgrund Schwangerschaft geniessen.
Ich sehe eine Frauenquote für Führungspositionen nicht dadurch gerechtfertigt, dass Frauen Kinder bekommen. Wenn eine Frau eine Führungsposition anstrebt, dann muss sie halt ggf. weniger Kinder bekommen (das findet ja auch tatsächlich statt). Ich sehe nicht, was darin verwerflich wäre. Sachlich erscheint es aus Sicht des Arbeitgebers auch nicht ungerechtfertigt, dass jemand, der über längere Zeit als Mitarbeiter(in) ausfällt bzw. nur eingeschränkt verfügbar ist, zumindest weniger oft für eine Führungsposition in Frage kommt, als jemand, der zuverlässig mit voller Leistung für das Unternehmen verfügbar ist. Männer in Führungspositionen haben schliesslich auch oft ihre "Opfer" dafür gebracht. |
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Julius_Dolby Senior Member


Anmeldungsdatum: 22.06.2008 Beiträge: 3096
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Verfasst am: 20 März 2012 - 01:07:53 Titel: |
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Um es noch mal ganz grundsätzlich zu formulieren:
Ich bin grundsätzlich dafür, dass der Gesetzgeber bzw. der Staat zwischen Männern und Frauen nicht diskriminiert, d.h. dafür, dass er keinen Unterschied macht.
Ich bin auch grundsätzlich dafür, dass Benachteiligungen aufgrund des Geschlechts von Gesetzes wegen verboten bzw. sanktioniert werden.
Aber ich bin nicht dafür, dass der Staat dafür zusätzliche Diskriminierung vorschreibt.
Ich möchte (ggf. vorhandene) private Diskriminierung nicht gegen Diskriminierung unter staatlicher Hoheit und Gewalt* eintauschen.
Ich sehe nicht, was an dieser Meinung für das 21. Jahrhundert "beschämend" sein sollte.
Die Ablehnung einer Frauenquote ergibt sich nur konsequenterweise aus dem gesagten.
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* nichts anderes ist eine gesetzliche Frauenquote |
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Heison Full Member


Anmeldungsdatum: 05.12.2006 Beiträge: 380
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Verfasst am: 20 März 2012 - 15:20:48 Titel: |
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@xmisterDx, wer gleich im ersten Satz einen Meinungsgegner mit einer Fäkalbeleidigung angreift (wird in diesem Forum offenbar toleriert), hat sich gründlich disqualifiziert. Für eine solche Diskussionskultur sollte man sich schämen. Vielleicht zeigt so ein Verhalten aber auch nur die argumentative Verzweiflung des Urhebers.
Im Übrigen hat Julius hier absolut sachlich argumentiert, weswegen ich diesen Ausfall erst recht nicht verstehe. Man muss dem User ja nicht zustimmen.
@Jockelx: Es stört mich gerade besonders bei den Quotenbefürwortern, dass sie gar keine Belege für vermeintliche Ungerechtigkeiten vorlegen. Um überhaupt einen Ansatz für Ungleichbehandlung vorzuweisen, müsste man den möglichen Pool an Bewerben für die entsprechenden Posten analysieren. Das wird aber nie getan. Gerade zu mystische Beschwörungen von "Seilschaften" und "Männerzirkel" sind auch bei stetiger Wiederholung alles andere als überzeugend.
Statistische Unterschiede sind ebenfalls nicht hinreichend. Korrelationen sind keine Kausalitäten.
Auch sind irgendwelche frei gewählten Aufteilungen zwischen Ehepartnern kein Argument. Natürlich "behindert" es die Karriere (im Speziellen: das Sammeln beruflicher Erfahrungen), wenn man ein Kind nach dem anderen bekommt. Na und? Das gilt für den Hausmann genau so. Ist Kinderkriegen heutzutage Schicksal, das unkontrolliert über einen hineinbricht?
Ich will dabei nichts gegeneinander ausspielen. Aber: Man kann im Leben nicht alles haben. Es ist Zeitgeist, das Gegenteil zu suggerieren. Kind, Karriere, Ehrenamt, Freunde und Familie - alles kein Problem, alles ohne Abstriche unter ein Dach zu bringen? Schwachfug! Irgendetwas leidet immer, weil a) die Zeit endlich ist und b) ebenso die Kräfte des Menschen. Es ist kein Zufall, dass ausgerechnet Übermutter Leyen das Quotenaushängeschild werden soll. Hier werden gewaltige Trugbilder aufgebaut.
Wenn Frauen beschließen, dass ihr Lebensglück mehr darin besteht, glückliche Kinder großzuziehen und ein Heim zu pflegen anstatt mit Vorstandskollegen um die Welt zu jetten, um Aquisition zu betreiben, dann ist das ihre ganz eigene, höchstpersönliche Entscheidung, in die sich verdammt noch mal kein Oberlehrer und Gesellschaftstransformer einzumischen hat. Was ist das eigentlich für ein unglaublich dreister, beschämender und bevormundender Ansatz, solche Lebensmodelle zu verurteilen? Da kann man eigentlich nur wütend werden! Und wenn Frauen/Männer versuchen, Kompromisse einzugehen, sollte ihnen die Grundlage dazu erleichtert werden; Kinder-Betreuungsmöglichkeiten auszubauen, kann daher eine sinnvolle Sache sein.
In gar keinem Fall ist aber auch eine Ungleichbehandlung Einzelner eine Rechtfertigung, gegen das Grundgesetz zu verstoßen. Der Staat MUSS gegenüber dem Individuum neutral bleiben. Er als Vertreter aller war der große und inakzeptable Diskrimininator der Vergangenheit. Im Privatleben darf ich ungleich behandeln, das ist Teil der Freiheit des Menschen, seiner Gefühle, seines Gutdünkens, seiner privaten, auch geheimen Vorlieben. Die Freiheit des Menschen ist Teil seiner Menschenwürde. Nur totalitäre Systeme, nur totalitäre Führer von Hitler, über Stalin bishin zu Mao wollten den Menschen umformen und die Gesellschaft vom Reißbrett planen. Ich empfinde Abscheu gegenüber diesem Ungeist, der sich manchmal auch in der Quotenideologe widerspiegelt.
Daher stört mich auch gewaltig, dass ständig Chancen- und Ergebnisgleichheit, Gleichberechtigung und Gleichstellung/Gleichmacherei in einen Topf geworfen werden. In eine freitliche Demokratie gehört Chancengleichheit gegenüber dem Staat, in den Marxismus und Kommunismus Ergebnisgleichheit gegenüber dem Staat. Das ist auch der Grund, warum der politische Feminismus auf den Quotenzug aufgesprungen ist, denn er wurde seit den 60er Jahren stark vom Marxismus beeinflusst. Grund genug, da sehr kritisch hinzusehen. Denn es geht langfristig um die Freiheit aller. _________________ Migration ist keine Einbahnstraße - für eine intelligente Einwanderungs-, Rückführungs- und Integrationspolitik |
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Heison Full Member


Anmeldungsdatum: 05.12.2006 Beiträge: 380
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Verfasst am: 16 Mai 2012 - 23:01:07 Titel: |
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Quotenwahn, x. Teil: Frauenquote für Wahllisten. Auf nichts anderes als ein Betätigungs-Verbot nichtfeministischer Parteien laufen aktuelle Pläne der Grünen und der von ihnen mitgeschleiften SPD in Baden-Württemberg hinaus.
Für Parteien, die nicht der fest geplanten 50%-Frauenquote in ihren Wahllisten bei Kommunalwahlen folgen (erstmal beschlossen, droht später höchstwahrscheinlich die Ausweitung auf Landtags- und Bundestagswahlen), soll in Zukunft gelten:
"Wenn sich eine Partei nicht an die Vorgaben hält, soll sie von den Wahlen ausgeschlossen werden."
http://www.neckar-chronik.de/Home/leserbrief-schreiben_artikel,-Gruene-wollen-Frauenquote-in-den-Kommunen-_arid,173297.html
(Der Artikel irrt übrigens mit der Behauptung, es gäbe einen Gleichstellungsauftrag im GG, allenfalls gibt es einen Gleichberechtigungsauftrag.)
Allerdings verdienen ein Verbot wenn überhaupt die Grünen selbst, denn diese Partei verstößt selbst gegen die Verfassung, was im Zeitalter des politikorrekten Gender-Meinstreamings offenbar nicht als pervers erscheint, sondern akzeptabel.
Das Grundgesetz schreibt nämlich vor, dass Parteien von der inneren Struktur her demokratischen Grundsätzen entsprechen müssen. Allerdings privilegiert das sogenannte "Frauenstatut" der Grünen Frauen gegenüber Männer - Frauen werden mehr Rechte eingeräumt (z.B. Vetorecht, Wahllisten-Struktur). Diese systematische Männer-Diskriminierung widerspricht eindeutig demokratischen Grundsätzen, ergo: Die Grünen als Partei sind von ihrer inneren Struktur her zumindest in diesem Punkt nicht grundgesetzkonform.
Daher scheint es nur folgerichtig, dass die Partei der Radikalfeministen mit dieser Farce nun die Demokratie auch noch an anderen Fronten untergraben will. Der Zweck heiligt eben die Mittel. _________________ Migration ist keine Einbahnstraße - für eine intelligente Einwanderungs-, Rückführungs- und Integrationspolitik |
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