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Logistik
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Baldiger-Bwler
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Anmeldungsdatum: 01.12.2010
Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: 07 Feb 2011 - 19:07:46    Titel: Logistik

Hi,

Ich studiere BWl und mache mir momentan Gedanken um meine Schwerpunktwahl. Dabei finde ich Logistik recht interessant. Dabei geht es mir jedoch jetzt nicht um Spedition usw. sondern allgemein den Gedanken interessant, Prozesse zu optimieren und Sachen zu Planen. Ich denke, dass man hier zu viel in diesem Bereich finden kann.

Doch genau kann ich mir darunter nichts vorstellen. Es gibt in Industrieunternehmen normalerweise ja keine Logistikabteilungen, da diese Leute eher in Schnittstellen sitzen, soweit ich weiß.

Könnt ihr mir vielleicht sagen, was es da für zukünftige Möglichkeiten gäbe?

Zu mir gesagt: Ich kann gut logisch denken, Arbeite gerne mit Zahlen (würde wohl kleine Vertiefung Controlling machen), komm gut mit Excel aus, womit ich auch gerne viel arbeiten würde, bin jedoch schlecht im technischen Umgang. Und genau daher, weil ich nicht so technisch begabt bin, frage ich mich, ob Logistik doch was für mich ist.

In wie fern gibt es Stellen für Bwl Logistiker wirklich im kaufmännischen?

Weiter hört sich für mich das Supply Chain Management als ein sehr interessanter Bereich an? aber leider kann ich mir darunter doch nicht so viel vorstellen.

Wäre schön, wenn mir einer sagen könnte, was es vielleicht für mich später für reizvolle Möglichkeiten gäbe.
derFuxx
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Anmeldungsdatum: 11.06.2007
Beiträge: 1002

BeitragVerfasst am: 07 Feb 2011 - 19:32:51    Titel:

Zitat:
Weiter hört sich für mich das Supply Chain Management als ein sehr interessanter Bereich an? aber leider kann ich mir darunter doch nicht so viel vorstellen.

Kannst du mir mal erklären, warum du dir unter Logistik etwas vorstellen kannst, unter Supply Chain Management aber nicht? Wie grenzt du die beiden Konzepte denn gegeneinander ab?

Am Ende aber auch die Frage was die Uni XYZ darunter versteht und welche Inhalte konkret verbunden sind. Hauptunterschied ist ja letztendlich, dass Logistik eher die operativen Vorgänge im Unternehmen betrachtet und das SCM als strategisches Konzept die einzelnen Logistikketten der Aktionspartner integriert betrachtet.

Legt man dieses Verständnis zu Grunde, würde ich den SCM-Ansatz sehr viel interessanter finden und er stellt ja auch eine Erweiterung des Logistikgedankens dar.

Zitat:
Es gibt in Industrieunternehmen normalerweise ja keine Logistikabteilungen, da diese Leute eher in Schnittstellen sitzen, soweit ich weiß.
Hmmh, erst einmal würde ich die Aussage bezweifeln und es gibt viele Logistik oder SCM-Abteilungen im Unternehmen (bei meinem Unternehmen z.B. locker über 100 verschiedene Teams), bei kleineren Unternehmen entsprechend weniger und selbst wenn die Leute nur in Schnittstellen sitzen, ist das doch auch egal und gerade interessant? Wink
Einzeller
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Anmeldungsdatum: 05.01.2009
Beiträge: 172

BeitragVerfasst am: 07 Feb 2011 - 19:43:39    Titel:

Ich habe die Erfahrung bei uns, dass die interessanten und besser dotierten Stellen im SCM meistens mit Wings oder Informatikern besetzt sind!

Hast du den gleichen Eindruck bei euch @Fuxxx?
Baldiger-Bwler
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Anmeldungsdatum: 01.12.2010
Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: 07 Feb 2011 - 19:50:34    Titel:

derFuxx, danke erst mal für deine Antwort.

Wie du schon erkennen konntest, hab ich nicht so ganz viel Ahnung von dem Thema. Aber es erscheint mir interessant und gerade daher bin ich dabei mich zu informieren Smile

Hmm, ich hätte die beiden Begriffe so voneinander abgegrenzt, dass Logistik der Oberbegriff darstellt und alles sein kann von Spedition (Gütertransport), Produktionslogistik und halt auch SCM. Und SCM veruscht die die Abläufe vom Einkauf bis zum Verkauf zu optimieren. Nicht richtig?

Jedoch wie soll man sich das vorstellen? Haben diese Leute keine tagtäglichen wiederholenden Arbeiten? Und wird hierbei nicht wahrscheinlich wieder spezialisiert, dass die einen für die Lieferanten und die anderen mehr für die Kunden zuständig sind usw.?

Wie muss man sich so einen Arbeitstag ungefähr vorstellen? Klar, ist der je nach Firma unterschiedlich, aber so genau verstehe ich das nicht? Die laufen ja nicht den ganzen Tag rum und suchen nach Verbesserungen?

Wieso genau sollen sie meistens ein sehr gutes Zahlenverständnis haben ( was mir zusagt)? Verhandelt man viel mit Kunden /Lieferanten und ist demzufolge dann auch Englisch wichtig? Muss man auch Reisen oder bezieht sich das eher aufs Unternehmen? Teamarbeit? Und muss man zwangläufig viel von Technik verstehen (werden nämlich hier auch viele Ingenieure gesucht) oder gehen diese Leute eher in den Bereich der Materialwirstchaft?

Ich gib dir recht, der strategische Aspekt erscheint mir auch als sehr spannend.

Ok, dass wusste ich nicht, dass es diese Abzeilung oft gibt. Also ist das ein ganz offizieller Bereich in den Unternhemen und ich kann auch dirket nach dem Bereich für ein Praktikum fragen. Danke
Baldiger-Bwler
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Anmeldungsdatum: 01.12.2010
Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: 07 Feb 2011 - 20:02:57    Titel:

Einzeller, die Frage hatte ich auch, ob das so ist.

Also die Wirtschaftsinformatiker werden wohl überall bedeutsam sein, wo es Prozessotimierung über die EDV und WWS geht. Die Wi-In sind wohl sehr bedeutsam bei der Warenwirtschaft bzgl. Lagerhaltung usw. und mehr im Einkaufbereich bei eher Unternehmen, die viel mit technischeren Produkten zu tun haben.

Aber z.B. in der Lebensmittelbranche, die Verbidung vom Einkauf und Verkauf usw..... passen da nicht sehr gut BWLer hin?
derFuxx
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Anmeldungsdatum: 11.06.2007
Beiträge: 1002

BeitragVerfasst am: 08 Feb 2011 - 22:41:06    Titel:

Zitat:
Ich habe die Erfahrung bei uns, dass die interessanten und besser dotierten Stellen im SCM meistens mit Wings oder Informatikern besetzt sind!

Hast du den gleichen Eindruck bei euch @Fuxxx?

Fuxx bitte mit zwei X Very Happy ^^ bei drein kommt manch einer vielleicht noch auf andere Gedanken Wink

Hmmh, würde ich bald nicht sagen Wink Einige Stellen sind sicherlich von Leuten mit einer interdisziplinären Ausbildung besetzt. Darum würde ich auch eher Wirtschaftsinformatiker sagen, als Informatiker Wink Wenn du aber von besser dotierten Stellen sprichst, ist es bei den Leuten die ich kenne so, dass sie doch fast alle eher ne wirtschaftswissenschaftliche Ausbildung genossen. Sieht auf Teamleiterebene vielleicht noch nicht so, aber wenn man dann mal 3-4 Stufen weiter nach oben geht Wink Ist halt wieder die Frage, was du mit gut dotiert meinst Wink

Zitat:
Hmm, ich hätte die beiden Begriffe so voneinander abgegrenzt, dass Logistik der Oberbegriff darstellt und alles sein kann von Spedition (Gütertransport), Produktionslogistik und halt auch SCM. Und SCM veruscht die die Abläufe vom Einkauf bis zum Verkauf zu optimieren. Nicht richtig?
Bemüh vllt. mal bisschen stärker die Suchmaschine deines Vertrauens bzw. lies dir nen paar Aufsätze dazu durch oder einfach ein allgemeines Lehrwerk.

Die gebräuchliche Einteilung die ich kenne:
Logistik: Konzept, dass eher das einzelne Unternehmen bezüglich seiner operativen Warenflussläufe in die Betrachtung zieht.
SCM: Erweitert das Logistikverständnis, betont stärker die strategische Komponente, leistet eine integrierte Betrachtung der kompletten Supply Chain bezüglich Waren- und Geldflüsse.

Ist jetzt aber nur meine Erinnerung an eine lang zurückliegende Veranstaltung Wink

Zitat:
Wie muss man sich so einen Arbeitstag ungefähr vorstellen? Klar, ist der je nach Firma unterschiedlich, aber so genau verstehe ich das nicht? Die laufen ja nicht den ganzen Tag rum und suchen nach Verbesserungen?
Kann man überhaupt nichts zu sagen. Das Feld ist einfach viel zu weit und meine Praxiserfahrung hilft dir da leider nicht weiter, weil ich mich da eher mit der technischen Seite im SAP APO beschäftigt habe.

Zitat:
Wieso genau sollen sie meistens ein sehr gutes Zahlenverständnis haben ( was mir zusagt)? Verhandelt man viel mit Kunden /Lieferanten und ist demzufolge dann auch Englisch wichtig? Muss man auch Reisen oder bezieht sich das eher aufs Unternehmen? Teamarbeit? Und muss man zwangläufig viel von Technik verstehen (werden nämlich hier auch viele Ingenieure gesucht) oder gehen diese Leute eher in den Bereich der Materialwirstchaft?
Zahlenverständnis und gutes Englisch ist immer wichtig Wink Zwei generisch formulierten Anforderungen, die sich doch in jeder Stellenbeschreibung wiederfinden Wink Reisetätigkeit ist durchaus höher als bei anderen Bereichen, z.B. Controlling find ich. Oft schaust dir aber auch einfach die Abläufe und technischen Anlagen vor Ort an, hast Berührungspunkte zu deinen Kunden und Lieferanten oder auch im Rahmen deines "Sales and operations planning"-Prozesses reist viel rum.

Ist aber halt auch wieder stark unternehmens-/Tätigkeitsspezifisch.

Zitat:
Ok, dass wusste ich nicht, dass es diese Abzeilung oft gibt. Also ist das ein ganz offizieller Bereich in den Unternhemen und ich kann auch dirket nach dem Bereich für ein Praktikum fragen. Danke
Hängt halt wieder von der Aufbauorganisation des Unternehmens ab, wie sie es dann letztendlich nennen, aber Aufgaben im SCM hat jedes Industrieunternehmen zu verteilen und du schreibst beim Praktikum einfach rein "Stelle im Supply Chain Management" Wink

Ansonsten, ist es auch nur ne Schwerpunktwahl. Du vertiefst etwas in diesem Bereich, legst dich ja aber noch nicht drauf fest ... außerdem erwartet keiner später, dass du dann der Riesenexperte bist. Das kommt sowieso dann erst zu späteren Zeitpunkten und sonstigen Fortbildungen.
Nick321
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Anmeldungsdatum: 27.07.2008
Beiträge: 163

BeitragVerfasst am: 09 Feb 2011 - 01:36:26    Titel:

Im Internet hab ich mittlerweile so einiges darüber gelesen. Manche stellenanzeigen scheinen dabei sehr interessant (Projekte, Kontakt und Verhandlungen mit Kunden und Lieferanten und keine technische Arbeit). Diese Stellen scheinen oft zudem sehr abwechslungsreich.

Sorgen mache ich mich nur, dass es halt auch viele Stellen gibt, wo man auch mit Wirtschaftsingenieruen konkurrieren muss. Es geht weniger darum,dass ich das nicht möchte, sondern viel mehr darum, dass das wohl auch bedeutet, dass bei dieser Stelle ein technisches Verständis gefordert wird. Zum Beispiel sehe ich das viel bei der Materialwirtschaft, aber genau diese würde mich aus diesen Gründen auch weniger interessieren.

Aber scheinbar gibt es ja auch Möglichkeiten, sich hier speziell im wirtschaftlichen Bereich zu entfalten.

Speziell in meinem Fall wäre auch eine Firma interessiert, die zu dem Lateinameriaknischen Markt Kontakte knüpfen, denn speziell dieser interessiert mich (u.a. auch wegen eines 18 monatigen Aufenthalts). aber auch soetwas wird es wohl vereinzelt geben?

Also zusammengefasst meinst du schon, dass es da was für mich gäbe? (hab ja doch bisschen über mich erzählt Smile)

Zudem, wie sehen eigentlich die Verdienstmöglichkeiten aus? In der Logistik nicht so gut oder?
Aber ist nicht so wichtig, denn hört sich schon sehr interessant an Smile
Lena1986
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Anmeldungsdatum: 02.08.2005
Beiträge: 993

BeitragVerfasst am: 09 Feb 2011 - 11:43:48    Titel:

Der Logistikbereich ist eine Teildisziplin von SCM (wobei einige Unis noch nicht so ganz auf der Höhe sind und einfach nur die Logisitikvorlesungen umbenannt haben). SCM beschäftigt sich mit dem Prozess der gesamten Güterbeschaffung.
Quasi vom Rohstofflieferanten bis zum Endkunden. Dort werden dann Prozesse optimiert.

Wenn du interesse an Prozessoptimierung hast, dann wähl doch auch BPM als Fach. Ansonsten würde ich dir eher SCM als Logistik empfehlen. Was du später als Job damit anfängst bleibt dir überlassen. Allerdings solltest du schon eine Affinität zu Software und Prozessdenken haben.
Schludrigkeit
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Anmeldungsdatum: 09.06.2005
Beiträge: 1052

BeitragVerfasst am: 09 Feb 2011 - 12:02:44    Titel:

Wo jetzt genau der Unterschied zwischen Logistik und SCM liegt ist wohl eine eindeutig definitionsabhängige Frage. In Euren Statements zum SCM habt Ihr sicherlich alle Recht und habt das auch treffend beschrieben wie ich finde, aber Logistik ordnen die Mehrheit von Euch nach meinem Verständnis komplett falsch ein (mit Ausnahme des Threaderstellers). Logistik ist der Oberbegriff, Supply Chain Management ein spezielles Gebiet der Logistik (zumindest wird es bei uns so gelehrt und taucht auch in einigen Lehrbüchern so auf). Denn Logistik ist halt nicht nur Waren- und Informationsflüsse entlang der Supply Chain optimieren, sondern eben auch z.B. die Wahl geeigneter Transportmittel, die Wahl von Lagerbehältnissen etc. (natürlich immer im Hinterkopf die Frage nach der Kompatibilität der Entscheidungen mit der Supply Chain). Summa summarum: bevor Ihr Euch weiter auslasst über Logistik vs. Supply Chain, solltet Ihr Euch nochmal in Erinnerung rufen, dass das lediglich eine Sache der Definition ist (und die werden zweckmäßig aufgestellt).

Ach, und abschließend nochmal zur Frage, mit welchen Leuten man im Logistik/SCM-Bereich so zu tun hat. Generell tummeln sich da drei verschiedene Fachrichtungen: Techniker/Ingenieure, Informatiker/WIler und BWLer (teilweise aber mit deutlich unterschiedlichen Aufgabenbereichen!).
Lena1986
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Anmeldungsdatum: 02.08.2005
Beiträge: 993

BeitragVerfasst am: 09 Feb 2011 - 12:32:08    Titel:

Um das jetzt auszudiskutieren müßte man zunächst einmal Logisitik definieren. Es gibt auch genug Bücher in denen Logisitik als Teilbereich des SCM definiert wird.
Muss sich jeder seine eigene Meinung zu bilden. SCM ist für mich persönlich auf jeden Fall die frotschrittlichere Disziplin. Ich hab nichts für Abteilungsdenken über und das ist bei Logisitik leider häufig der Fall. Es werden dort die Prozesse in der Logisitik betrachtet und optimiert. SCM betrachtet auch die darüber hinausgehenden Prozesse die etwas mit der Wertschöpfungskette zu tun haben.
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