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Tat- und Täterbezogene Merkmale
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tyros7
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Anmeldungsdatum: 08.02.2011
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 08 Feb 2011 - 13:41:27    Titel: Tat- und Täterbezogene Merkmale

Ich habe ein wenig Schwierigkeiten bei der Prüfung des Anstifters vernünftig auf die §§ 28 I und II einzugehen. Habt ihr irgendwelche Formulierungsvorschläge für die Klausur?

Ich habe folgenden Fall:

A stiftet H dazu an, dessen Erbonkel O mittels einer Bombe zu töten. T gefällt der Gedanke, da er so an das Erbe des O gelangen kann. Er tötet O, jedoch mit einen Schuss.

H handelt habgierig also Mord § 211 (+) Keine Schwierigkeiten bei der Prüfung

A wollte einen Mord mit Hilfe eines gemeingefährlichen Mittel erreichen. Hier Prüfe ich ganz normal Anstifter, jedoch habe ich dann Schwierigkeiten am Schluss in Bezug auf die eventuelle Tatbestandsverschiebung § 28 II oder nach Rechtsprechung § 28 I schlüssig einzugehen. Bzw. eine gute Formulierung abzugeben.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen und meine Frage ist verständlich formuliert Wink
Pflex
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Anmeldungsdatum: 31.08.2010
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 09 Feb 2011 - 11:22:23    Titel:

Servus,

ich bin bin mir nicht Sicher aber ich glaube so wärs nachvollziehbar:
I. § 211, 26
1) OT
Vorzätzlich rechtswidrige Tat (+)
Hervorrufung des Tatentschlusses (+)

2) ST
doppelter Anstiftervorsatz (+)

3) Akzessorietätslockerung
Da A den H angestiftet hat den O mit einem gemeingefährlichen Mittel zu töten, dieser jedoch aus Habgiergehandelt handelt,
ist fraglich ob dies Auswirkungen auf die Strafbarkeit des A hat.
a)Nach der Rechtsprechung sind § 212 und § 211 voneinander unabhängige Sondertatbestände.
Die führt dazu, dass Mordmerkmale die Strafe erst begründen und einer Anwendung des § 28 I.
Somit würde dies auf eine Strafmilderung hinauslaufen, außer die gekreuzten Mordmerkmale sind vergleichbar.

b)Nach h. Lit. ist 212 Grundtatbestnad zu 211. Dies führt dazu, dass Mordmerkmale die Strafe lediglich modifizieren und
§ 28 II zu Anwendung kommt. Eine Strafmilderung käme sonit nicht in Betracht.

c)Eine dritte Meinung sieht Schuldmerkmale i.S.v. § 29 einschlägig. So dass Strafmilderungen ebenfalls ausgeschlossen wären.

d)Stellungnahme
Als vorraussetzung für eine Lockerung muss nach allen Meinungen ein täterbezogenes Merkmal beim Teilnehmer vorliegen.
Dies sind diejenigen der 1. und 3. Gruppe. A beabsichtigt jedoch die Verwendung eines
gemeingefährlichen Mittels welches ein Merkmal der 2. Gruppe ist. Eine Akzessoritätslockerung kommt nicht in Betracht. Der Streit kann also offen gelassen werden.
( Bloß um den Streit mal kurz zu formulieren; in der Klausur würde ich die besonderen persönlichen Merkmale direkt nach dem Tatbestand verneinen und dann sofort eine versuchte Anstifung prüfen)


II. § 211, 26, 30 I 1 Alt +
III. § 212, 26 +
tyros7
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Anmeldungsdatum: 08.02.2011
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 10 Feb 2011 - 13:12:44    Titel:

Danke für die Antwort!

Beste Grüße,

Tyros
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