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Frage zur Sachmangelhaftung beim Grundstückskauf
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Frage zur Sachmangelhaftung beim Grundstückskauf
 
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MarenK
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Anmeldungsdatum: 12.07.2006
Beiträge: 222

BeitragVerfasst am: 12 Feb 2011 - 17:41:45    Titel:

Daphney hat folgendes geschrieben:
Weiß niemand dazu etwas?
Kann man den kompletten Abriss und Neubau eines Hauses wirklich noch unter Nachbesserung subsumieren?


Hab ich vor 2 Tagen erst gehabt so einen Fall. Laughing
Kompletter Abriss und Neubau wäre zwar Nachbesserung, aber hier kann sich der Schuldner auf § 275 II (faktische Unmöglichkeit) berufen wegen des groben Missverhältnisses.


Zuletzt bearbeitet von MarenK am 12 Feb 2011 - 17:43:07, insgesamt einmal bearbeitet
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 12 Feb 2011 - 17:42:29    Titel:

Im zweiten Fall hatte ich § 437 Nr. 2 BGB vergessen zu erwähnen.
Daphney
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Anmeldungsdatum: 03.05.2009
Beiträge: 214

BeitragVerfasst am: 12 Feb 2011 - 17:47:02    Titel:

MarenK hat folgendes geschrieben:
Daphney hat folgendes geschrieben:
Weiß niemand dazu etwas?
Kann man den kompletten Abriss und Neubau eines Hauses wirklich noch unter Nachbesserung subsumieren?


Hab ich vor 2 Tagen erst gehabt so einen Fall. Laughing
Kompletter Abriss und Neubau wäre zwar Nachbesserung, aber hier kann sich der Schuldner auf § 275 II (faktische Unmöglichkeit) berufen wegen des groben Missverhältnisses.


Dann ist hier aber tatsächlich § 437 Nr. 3, 311 a II die AGL und nicht § 437 Nr. 3, 280 I, III, 283.

Das Problem mit dem Dachdecker bleibt auch, also den bekommt man nur über 284.
MarenK
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Anmeldungsdatum: 12.07.2006
Beiträge: 222

BeitragVerfasst am: 12 Feb 2011 - 21:33:21    Titel: Re: Frage zur Sachmangelhaftung beim Grundstückskauf

d00d hat folgendes geschrieben:
Soviel zu meiner Lösung. Leider habe ich in Ermangelung der Zeit nicht auf die gesamten Folgen des § 281 eingehen können, beispielsweise 346-348, 275 BGB, 275 BGB. Auf diese Fallfrage gab es 20 Punkte, die ganze Klausur hatte 60. Was denkt ihr, wieviel werd ich bekommen? War die Lösung einigermaßen richtig?


Das soll jetzt nicht böse klingen aber du wolltest ja auch eine ehrliche Antwort. Ich würde an deiner Stelle kopfmäßig lieber ganz stark davon ausgehen, dass du die Klausur nicht bestanden hast.

Gründe u.a.: Die SE-AGL ist schonmal falsch (erstmal - wie Marina85 schon sagte - gehört § 440 nicht in die AGL..gut, mag man es dir verzeihen aber selbst den § 281 in der AGL zitierst du falsch (denn der lautet §§ 280 I, III, 281 I 1 Alt.2; ABER: selbst das ist hier falsch denn es liegt ein anfänglicher Mangel vor, also wäre § 311a II hier einschlägig). Zum - nach Fallfrage gewünschtem -Rücktritt schreibst du gar nichts.

Deine SE-Prüfung ist dann leider auch alles andere richtig. Ob A Eigentümer ist, ist total irrelevant (wir sind hier insgesamt im SchuldR und nicht im SachenR!!!) und sogar falsch überhaupt zu prüfen. Vielmehr muss überhaupt erstmal ein Kaufvertrag vorliegen, das erwähnst du nichtmal.

Ob der Sachmangel verjährt ist: wenn du den Satz so geschrieben hast: autsch. Wie soll ein Sachmangel denn verjähren??? Der Anspruch z.B. auf Nacherfüllung oder Schadensersatz kann verjähren oder der Rücktritt unwirksam sein, aber ein Sachmangel und verjähren.. Confused Weiterhin prüft man dies auch eher ganz am Ende unter dem (gedachten Punkt) "Anspruch durchsetzbar" und nicht mittendrin bevor du überhaupt nichtmal zu den SE-Voraussetzungen gekommen bist. Auch das zeigt leider das du den ganzen Zusammenhang gar nicht verstanden hast was den Aufbau angeht.

Deine Prüfung des § 281 geht leider auch völlig daneben (abgesehen davon das § 281 hier nichtmal die richtige SE-Grundlage war) und ist total wirr und unstrukturiert.

Mir scheint dir fehlt einfach noch etwas der Durchblick und das ganze systematische Verständnis. Ich will mir nicht anmaßen deine Lösung zu kennen und wie du sie formuliert hast, aber dadurch dass hier doch mehr als nur einiges schon erheblich durcheinander ist und schlichtweg auch fehlt (Rücktritt wurde gar nicht geprüft, der SE der geprüft wurde wurde komplett wirr und falsch geprüft, dann auch noch mit falscher AGL, zu den Architekten-Kosten wurde gar nichts gesagt) und vieles auch komplett falsch ist (sowohl formuliert als auch fachlich), wage ich stark zu bezweifeln das man mit dem verbleibenden Teil noch 4 Punkte schafft da doch erhebliche Fehler drin sind - auch wenn man nicht Jura studiert.

Ein Bekannter hat auch was anderes studiert und Jura nur als Nebenfach belegen müssen: das dort sehr viel "netter" korrigiert wurde war nicht der Fall - er ist beim ersten Mal auch durch die Klausur gefallen und musste sie dann nochmal schreiben - und er hatte weit weit weniger Fehler gemacht.

Mehr als 5 Punkte (wenn wie du sagst 20 die Gesamtpunktzahl für den Fall sind) würde ich, wäre ich Prof und rein von dem was ich jetzt hier von deiner Lösung gesehen habe, dir leider nicht geben.

Das soll jetzt kein schlechtmachen sein aber du wolltest ehrliche Einschätzungen und nur Popo pudern mit "ach das wird schon" wird dir ja nichts bringen. Wink Ich drück dir dennoch die Daumen. Kannst ja mal posten wie es lief wenn du das Ergebnis hast. Smile
MarenK
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Anmeldungsdatum: 12.07.2006
Beiträge: 222

BeitragVerfasst am: 12 Feb 2011 - 21:50:35    Titel:

Daphney hat folgendes geschrieben:
MarenK hat folgendes geschrieben:
Daphney hat folgendes geschrieben:
Weiß niemand dazu etwas?
Kann man den kompletten Abriss und Neubau eines Hauses wirklich noch unter Nachbesserung subsumieren?


Hab ich vor 2 Tagen erst gehabt so einen Fall. Laughing
Kompletter Abriss und Neubau wäre zwar Nachbesserung, aber hier kann sich der Schuldner auf § 275 II (faktische Unmöglichkeit) berufen wegen des groben Missverhältnisses.


Dann ist hier aber tatsächlich § 437 Nr. 3, 311 a II die AGL und nicht § 437 Nr. 3, 280 I, III, 283.


Das § 311a II BGB einschlägig ist sieht man auch schon eindeutig am Sachverhalt. Denn laut Sachverhalt wird das Haus im März 2010 gekauft und dann findet man kurz darauf heraus, dass das komplette Haus schon seit über einem Jahr mit dem Holzwurm durchzogen ist (was also schon lange vor Vertragsschluss war). Zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses im März lag das Leistungshindernis also schon längst vor und entstand ja gerade nicht erst NACH Vertragsschluss (nur dann wäre § 283 einschlägig).
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