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mittelbare Täterschaft: PRoblem Vorsatz?
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knusperbrot
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Anmeldungsdatum: 10.02.2011
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 15 Feb 2011 - 02:15:28    Titel: mittelbare Täterschaft: PRoblem Vorsatz?

Kann mir bitte jemand helfen?

Wie löse ich folgendes Problem: Das Werkzeug begeht eine gefährliche Körperverletzung mit einer Waffe. Der Hintermann begeht die Körperverltzung in mittelbarer Täterschaft (zwingt ihn dazu).

Es ist nicht ausdrücklich erwähnt, ob er vorsatz bzgl. der Waffe hat. Aber es handelt sich um eine Körperverletzung, die man ohne Waffe nicht begehen kann (er zwingt sein Werkzeug dazu jemand anderem ein Körperteil zu entfernen)?

Würdet ihr jetzt Vorsatz des Hintermannes bzgl. der Waffe annehmen?
Oder wenn man den Vorsatz verneinen würde, ist 224 dann komplett raus? und er ist nur mittelbarer Täter bzgl. 223?
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 15 Feb 2011 - 07:35:06    Titel:

Begeht der Vordermann die Tat wirklich mit einer Waffe? Ich stelle mir das etwas schwer vor und denke, es handelt sich eher um ein gefährliches Werkzeug? Jedenfalls würde ich mit der von dir genannten Argumentation zumindest von dolus eventualis des Hintermannes ausgehen.
Wenn es doch eine Waffe war, dann wäre eine SV-Schilderung ganz gut und dann fände ich den Vorsatz auch nicht mehr so unproblematisch.
knusperbrot
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Anmeldungsdatum: 10.02.2011
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 16 Feb 2011 - 00:13:35    Titel:

Marina85 hat folgendes geschrieben:
Begeht der Vordermann die Tat wirklich mit einer Waffe? Ich stelle mir das etwas schwer vor und denke, es handelt sich eher um ein gefährliches Werkzeug? Jedenfalls würde ich mit der von dir genannten Argumentation zumindest von dolus eventualis des Hintermannes ausgehen.
Wenn es doch eine Waffe war, dann wäre eine SV-Schilderung ganz gut und dann fände ich den Vorsatz auch nicht mehr so unproblematisch.


Hallo Marina,

Danke für deine Antwort. Die Körperverletzung wird mit einem Schwert begangen.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 16 Feb 2011 - 08:06:40    Titel:

Schwert ist ein gefährliches Werkzeug, keine Waffe, weil nach § 224 StGB mit Waffen nur Waffen im technischen Sinne gemeint sind. Falls du Vorsatz bejahst, solltest du auf jeden Fall was zum Thema sagen, ob es genügt, dass sich der Vorsatz auf irgendein gefährliches Werkzeug bezieht und nicht auf das konkrete Werkzeug. Im Fischer-Kommentar findest du zum Thema Vorsatz nur, dass dieser die Umstände umfassen muss, aus denen sich die Eigenschaft einer Sache als gefährliches Werkzeug ergibt (Fischer, § 223, Rn. 13). Von diesem Gesichtspunkt aus könnte man Vorsatz bejahen.
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