Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

wer ficht an bei irrtum des vertreters
Gehe zu Seite Zurück  1, 2
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> wer ficht an bei irrtum des vertreters
 
Autor Nachricht
JuraHD2010
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 10.03.2010
Beiträge: 500

BeitragVerfasst am: 27 März 2011 - 00:59:43    Titel:

Der Grundsatz muss doch eher der sein, dass nur derjenige, der durch das Rechtsgeschäft gebunden wird, ein Anfechtungsrecht hat. Ansonsten besteht keine Schutzbedürftigkeit des Einzelnen und - wenn man so will - der Vertrauensschutz geht vor.

Ein Vertreter wird durch die Abgabe seiner Willenserklärung in fremdem Namen ebenso wenig an das Rechtsgeschäft gebunden wie ein x-beliebiger Dritter. Warum sollte ihm also ein eigenes Anfechtungsrecht zustehen?

Allenfalls kann er wiederum dazu ermächtigt werden, das Anfechtungsrecht des Vertretenen auszuüben.
Ronnan
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 08.09.2008
Beiträge: 2295
Wohnort: Karlsruhe, Residenz des Rechts

BeitragVerfasst am: 27 März 2011 - 11:45:19    Titel:

man müsste sich doch zunächst am gesetz orientieren und nicht an sonstigen wertungen

Wer bei der Abgabe einer Willenserklärung über deren Inhalt im Irrtum war oder eine Erklärung dieses Inhalts überhaupt nicht abgeben wollte, kann die Erklärung anfechten, wenn anzunehmen ist, dass er sie bei Kenntnis der Sachlage und bei verständiger Würdigung des Falles nicht abgegeben haben würde

die ausnahme könnte man dann aus §166I irgendwie rauslesen
ergibt sich allerdings nicht unmittelbar und ist daher zumindest etwas begründungsbedürftig

und der vertreter könnte durchaus ein größeres interesse an einer anfechtung haben als ein sonstiger dritter:
überschreitet er seine befugnisse, würde er andernfalls im innenverhältnis haften
JuraHD2010
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 10.03.2010
Beiträge: 500

BeitragVerfasst am: 27 März 2011 - 15:39:24    Titel:

ja natürlich ist das begründungsbedürftig, meine begründung steht da oben.

wenn der vertretene ein eigenes anfechtungsrecht hätte, könnte er den vertrag im zweifeln sogar gegen den willen des vertretenen zu fall bringen. das mutet doch auch sehr merkwürdig an.
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> wer ficht an bei irrtum des vertreters
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2
Seite 2 von 2

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum