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Achim H. Pollert: Die drei Stufen der Rechthaberei
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AchimPollert
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Anmeldungsdatum: 24.03.2011
Beiträge: 14
Wohnort: Schweiz & Frankreich

BeitragVerfasst am: 24 März 2011 - 20:50:47    Titel: Achim H. Pollert: Die drei Stufen der Rechthaberei

DIE DREI STUFEN DER RECHTHABEREI

Achim H. Pollert (*), Journalist und Ghostwriter,
ueber das Leben mit einem Arschloch

Man fragt sich, was schlimmer ist.

Ist es schlimmer, mit einem Arschloch leben zu muessen? Als Chef, als
Ehepartner, als Verwandter, als Nachbar - oder sonstwie verbandelt
damit. So ein unangenehmer Zeitgenosse, dem man bei seiner eigenen
Lebensfuehrung nicht so recht aus dem Weg gehen kann - obwohl man es
sehr gerne wuerde. So eine richtig bloede Sau, die es sich zum
Lebensinhalt gemacht hat, einem das Leben zu versauern. Die einem
regelmaessig herzhafte Tobsuchtsanfaelle beschert. Die einem immer
neue von ihr geschaffene Probleme auftischt. Die keine Demuetigung,
keinen Kontrollverlust und keine Gemeinheit auslaesst, um einem das
Leben schwer zu machen.

Ist es schlimmer, sich mit so einem Arschloch jeden Tag aufs neue
auseinandersetzen zu muessen?

Oder ist es schlimmer, selber so ein Arschloch zu sein?

Selber so ein schwieriger Mensch zu sein. Der immer mal wieder aneckt.
Der immer wieder feststellen muss, dass alle anderen froh sind, wenn
sie ihn von hinten sehen. Bei dem sich Ehepartner und/oder
Lebensgefaehrten "im Dutzend billiger" abwechseln. Der bei
Arbeitskollegen verhasst und als Chef gefuerchtet ist. Und bei dem es
nicht einmal eigene Kinder laenger als unbedingt noetig aushalten.

Was ist schlimmer?

Wer muss einem mehr leid tun?

Die Frau, die sich jeden Morgen aufs neue fragt, wie sie das saudumme
Geschwaetz, die ewigen Boshaftigkeiten und die grundlosen
Eifersuchtsattacken ihres Ekels von Ehemann heute ertragen soll?

Oder die Frau, die selber ein Ekel ist und ihren Mann mit
Schreikraempfen, Gewuehle in seinen Privatsachen, staendig neuen
Vorwuerfen und immer neuen Belastungen terrorisiert?

Dieses sicher auch Anlass fuer eine eigene Diskussion.

Wie auch immer.

WAS WAERE DAS BESTE?

Wir nehmen jetzt einmal, dass ich kein Arschloch bin.

Das ist heimtueckisch, weil natuerlich auch die Arschloecher
behaupten, sie waeren keine Arschloecher (vielleicht viel lauter als
die anderen). Und vergessen sollte man dabei sicher auch nicht, dass
selbst der groesste Stinkstiefel ein Mensch ist und bestimmte
Grundrechte hat. Zu diesen Grundrechten gehoert nicht, dass er das
Leben von anderen Menschen vermurksen darf (egal ob Lebenspartner,
Kind, Eltern, Arbeitgeber u.s.w.).

Angenommen, ich bin selbst kein Arschloch, bin aber nun bei einem
anderen Arschloch haengen geblieben.

Dann waeren wir uns sicher einig, dass es am besten waere, wenn ich
von Anfang an nicht bei so einer Type haengen geblieben waere. Mancher
Mensch wird den Tag verfluchen, an dem er auf dieses Arschloch
hereingefallen ist. Und manch anderer hat bis heute noch nicht den
Nerv, sich ueberhaupt das alles einzugestehen.

Ob wir nun auf Grund unserer persoenlichen Praegung geneigt sind, sie
wahrzunehmen, ist eine Seite.

Aber dass es ganz erhebliche Fruehwarnzeichen gibt, die das Arschloch,
den Stinkstiefel, den schwierigen Menschen schon ganz fruehzeitig
kennzeichnen, das steht ausser Frage.

Denken wir einmal zurueck: Zu erkennen war das Arschloch - dieser
Mensch, der uns zu Anfang unserer Bekanntschaft doch ziemlich
faszinierte - schon fruehzeitig an der Art, wie es sich im Gespraech
und der Argumentation verhielt.

RECHTHABEREI

Denn Rechthaberei ist eins der ganz bezeichnenden Merkmale dieser Form
der Charakterstoerung.

Es geht um das Rechthaben an sich - nicht darum, ob die Sache selbst
auch nur die geringste Bedeutung haette.

Heftigste Diskussionen kann ein solcher Mensch vom Zaun brechen - auch
darueber, ob Costa Rica nun eine Republik oder eine Monarchie ist, ob
die Hauptrolle in "Niagara" nun von Marlene Dietrich oder Marilyn
Monroe gespielt wird oder ob die Rostlaube, das man als Student einst
fuhr, nun gruen oder beige war. Und zwar gaenzlich unabhaengig davon,
ob das nun der Wahrheit entspricht oder nicht.

Nachmittage- und naechtelange Diskussionen sind so moeglich - auch
wenn man nicht die Absicht hat, nach Costa Rica in Urlaub zu fahren,
kein Dietrich- oder Monroe-Fan ist und sein Studium vor 20 Jahren
schon abgeschlossen hat. Diskussionen und Debatten, die Lebenszeit und
Kraft rauben.

Wie gesagt: Wir nehmen hier an, dass ich kein Arschloch bin.

Also koennte ich solchen Debatten ja schlussendlich doch recht einfach
aus dem Wege gehen. Ich brauchte mich ja nicht darauf einzulassen.
"Wenn Du sagst, in Costa Rica gibt es einen Koenig..." - "Wenn Du
sagst, es war die Dietrich..." - "Wenn Du sagst, es war gruen..." -
dann soll es mir recht sein. Ist ja wirklich egal.

Aber - wir alle ahnen es - die Rechthaberei ist damit keineswegs zu
Ende.

Ploetzlich behauptet ein Lebensgefaehrte oder WG-Mitbewohner, man habe
diese oder jene Arbeit im Haus nicht korrekt gemacht. Die
Spuelmaschine war nicht ordentlich eingeraeumt. Das Auto stand nicht
richtig auf dem Parkplatz.

Erheblich ueblere Varianten sind dann etwa Eltern, die ihre zehn- und
zwoelfjaehrigen Kinder "zur Rede stellen" und fuer das eine oder
andere Vorkommnis "verantwortlich machen". Oder Lehrer, die solche
rechthaberischen Debatten inszenieren (oft auch nur um Bagatellthemen,
die nur eine Bedeutung erhalten, weil sie spaeter Basis fuer eine
Benotung bilden).

Oder Polizisten und Richter, die haarspalterisch - oft eben am Kern
der Sache vorbei - auf etwas herumreiten koennen und damit
anstaendigen, unschuldigen Menschen das Leben versauern.

Oder auch Chefs, die zunaechst eine Weisung treffen. Geht dabei jedoch
etwas schief, dann haben sie damit nichts zu tun und von allem nichts
gewusst. Als Arbeitnehmer unter so einem Vorgesetzten geraet man
durchaus in die absurde Lage, fuer jede erteilte Weisung eine
schriftliche Bestaetigung verlangen zu muessen.

Und hier sind wir bei der ersten Argumentationshuerde, an der sich das
Arschloch mit seinem Charakter offenbart.

"ES IST NICHT WAHR..."

Was immer man der Meinung eines solchen Gespraechspartners
entgegenhaelt - moeglicherweise sogar ein kritisches Argument! -, es
wird grundsaetzlich verleugnet. "Ueberhaupt nicht wahr!" - "Stimmt
nicht!" - "Luege!" - "Das habe ich nie gesagt!"

Dieses Ableugnen wiederum ist voellig unabhaengig von der
unbestreitbaren Faktenlage.

Was immer vorgebracht wird, ist zunaechst einmal "nicht wahr". Es ist
selbst dann nicht wahr, wenn es als Tatsache offen auf der Hand liegt.
Als normaler Mensch passiert einem nicht selten, dass man vor so einer
offensichtlichen Wahrheitsleugnung beinahe fassungslos steht.

Es handelt sich bei dieser Uebung um ein Ablenkungsmanoever.

Anstatt ueber die ernsthafte Sache selbst - und moegliche Konsequenzen
daraus - soll darueber diskutiert werden, ob es denn ueberhaupt so
ist, wie es ist. Je mehr man sich nun auf diesen Dikussionsfaden darum
einlaesst, ob denn die Faktenlage wirklich den Tatsachen entspricht,
desto weiter entfernt man sich vom wirklichen Thema.

"Das habe ich nie gesagt!" - "Das hast Du mir nie gesagt!" - "Da waren
wir noch nie!"

Und so weiter. Und so fort.

Mit einem solchen Menschen kann einem auch ohne weiteres passieren,
dass er ganz alltaegliche banale Naturgesetzmaessigkeiten einfach
ableugnet.

Endlose Gespraeche, in denen man das Gegenueber zunaechst einmal davon
ueberzeugen muss, die offen zu Tage liegende Wahrheit als solche
anzuerkennen.

In einer Auseinandersetzung wird damit das Ziel verfolgt, moeglichst
von einer eigenen Verantwortlichkeit abzulenken. Allerdings hat das
Ganze auch noch einen tieferen Sinn. Der tiefere Hintergrund dieses
Ableugnens der Realitaet besteht schlicht und einfach darin, den
anderen fertigzumachen.

Wer zunaechst einmal lange Debatten um alltaegliche Wahrheiten fuehren
soll, wer beweisen soll, dass zwei und zwei vier ist, der muss schon
viel Kraft aufbringen, bevor er auch nur in die Naehe des eigentlichen
Themas kommt. Moeglicherweise zieht sich so ein Dreschen von leerem
Stroh bis in die Nacht. Man geht schlafen, und am naechsten Tag nimmt
der Andere dann seine Behauptung vielleicht leicht verschoben wieder
auf. Neue Debatten darueber, was gewesen ist. Wer so etwas mit
Regelmaessigkeit erlebt, wird mit der Zeit entkraeftet und
ausgehoehlt.

Und das immerhin - seine Mitmenschen zu strapazieren und zu schwaechen
- gehoert mit zu den hauptsaechlichen Anliegen des Arschlochs.

"ICH HATTE JA EINEN GRUND"

Besonders im persoenlichen Bereich koennen aber auch die absurdesten
Argumente meist nicht verhindern, dass eine falsche Behauptung
irgendwann dann eben doch aufgegeben werden muss. Irgendwann kommt der
Punkt, an dem eingeraeumt wird, dass zwei und zwei in der Tat vier
ist.

Das loest dann aber beim Arschloch den Uebergang zu einem neuen
Verhalten aus. Von jetzt an naemlich wird debattiert in Richtung: "Ich
hatte einen guten Grund."

Dabei ist ganz egal, dass derselbe Mensch noch vor kurzem behauptet
hat, das waere alles nicht so. (Ich wuerde ihn aber nicht darauf
ansprechen, dass er das bestritten hat - Stoff fuer neue
Diskussionen!)

Jetzt jedenfalls dreht sich das Gespraech ganz und gar darum, dass er
schliesslich einen Grund dafuer hatte. Oft wird sogar genau diese
Ausdrucksweise gewaehlt.

"Ich wollte es gut machen." - "Ich hatte gar keine andere Wahl." -
"Ich war gezwungen dazu." - "Ich war berechtigt dazu."

Das kann im verbrecherischen Bereich durchaus auch einmal zu
menschlich sehr abstossenden Rechtfertigungen fuehren, wenn
beispielsweise der Kinderschaender erzaehlt, "die Kleine waere scharf
auf ihn gewesen und haette ihn angemacht".

Um Rechtfertigung geht es dann auch. Dieser Mensch will
"grundsaetzlich" den Eindruck erwecken, dass alles, was er tut,
voellig in Ordnung ist. Und folglich wird er - sobald er der Ansicht
ist, dass sich das Ableugnen nicht mehr halten laesst - zu dieser
Taktik uebergehen. Von jetzt an wird alles - was immer es auch war -
"nicht ohne Grund" und "in Ordnung" gewesen sein.

Wie lange diese Debattierphase anhaelt, kommt nicht zuletzt auch auf
die Schwere des Themas an. Sind Bagatellen betroffen, dann kann diese
Phase der Rechtfertigung auch gar nie so recht zu Ende kommen.
Besonders auch in der politischen Diskussion wird ja nicht selten mit
solchem Rechtfertigungsgeschwaetz operiert - nicht selten gar ueber
Jahrzehnte hinweg.

Waehrend man Politiker auf der oeffentlichen Buehne nicht recht fuer
voll nimmt, wenn sie mit dergleichen kommen, koennen solche Debatten
um die Rechtfertigung dieses oder jenes Verhaltens im persoenlichen
und geschaeftlichen Leben Formen annehmen, die ebenfalls wieder darauf
angelegt sind, das Gegenueber zu erschoepfen und auszuhoehlen.

Wie gesagt: Eins der wesentlichen Lebensziele eines solchen Menschen.
Auch das als solches wuerde er bestreiten. (Und ich wuerde ihn auch
hier wieder nicht unbedingt darauf ansprechen...)

Aber gerade auch im ueberschaubaren, alltaeglichen Bereich lassen sich
solche Rechtfertigungen nicht immer und unter allen Umstaenden - und
gegen alle Vernunft - aufrecht erhalten.

Und dann geht das Arschloch in Phase drei ueber.

"DIE ANDEREN HABEN AUCH SCHULD"

Das ist dann der Augenblick, in dem dieser Mensch von seinem
Verteidigungsverhalten in den Angriff uebergeht. In ernsthafteren
Auseinandersetzungen - etwa in Gerichtsverfahren - markiert dies den
Moment, in dem der Betreffende meint, nichts mehr zu verlieren zu
haben. Und dann geht er in den Angriff ueber.

Das erfolgt nach dem Muster: "Die anderen haben schliesslich auch
Dreck am Stecken!" oder noch direkter gegenueber jemandem, der ihm
etwas vorhaelt: "Du machst ja schliesslich auch nicht alles richtig!"

Das ist dann der Versuch, eigenes Fehlverhalten mit dem Fehlverhalten
anderer aufzurechnen, sich selbst wieder mehr in die Rolle des
Anklaegers zu versetzen.

Solche Gegenvorwuerfe brauchen dabei nicht der Wahrheit zu
entsprechen.

Wenn etwa eine Mutter ihrem erwachsenen Kind gegenueber in heftig zur
Schau gestellter Schein-Ironie herausplatzt: "Na, bitte - ich habe
wieder mal alles falsch gemacht... aber DU hast immer alles richtig
gemacht. DU hast nie Fehler gemacht..."

Und die Rede ist von Ereignissen, die sich in der Kindheit des
Angesprochenen abgespielt haben. Somit saehe ein heute Erwachsener
sich konfrontiert mit Vorwuerfen, die sein Verhalten als Kind
betreffen. (Also nicht nur dass einem Kind Vorhaltungen gemacht werden
- schlimmer noch: Es wird dem spaeteren Erwachsenen vorgehalten.)

Ebenso spielt keine Rolle, dass genau derselbe Mensch gerade eben noch
- in Phase zwei der Arschloch-Argumentationstechnik - behauptet hat,
sein Handeln waere ja sowieso sauber und in Ordnung gewesen. Jetzt
jedenfalls raeumt er ein, dass er durchaus "Dreck am Stecken" hat -
eben so wie die anderen auch.

Die Gegenvorwuerfe des Arschlochs brauchen dabei, wie gesagt, nicht
Hand und Fuss. Es genuegt, dass der Vorwurf vorgebracht wird - und
zwar um ihn zu verrechnen. Darum geht es naemlich: um das Verrechnen.
Wenn man naemlich erfolglos versucht hat, das Ganze abzuleugnen und
danach schoen zu reden, dann kommt jetzt eben die Phase des
Aufrechnens.

Wer immer auch das Arschloch mit einem Fehlverhalten konfrontiert und
bis hierher durchgehalten hat, kann sich jetzt sehr schnell selber in
der Rolle des Angeschuldigten wiederfinden. Schlagartig kann einem
passieren, dass man zwar selber Geschaedigter ist, dass einem aber
trotzdem Vorwurf um Vorwurf um die Ohren gehauen wird.

Oder auch dass man ploetzlich selber saemtliche Dinge reparieren soll,
die man gar nicht verursacht hat. (Wer es schon einmal erlebt hat,
kennt diese Situation...)

WAS LERNEN WIR DARAUS?

In vielen Faellen wird man dann in Zukunft gerne darauf verzichten,
sich mit einem solchen Arschloch ueberhaupt auf eine Debatte
einzulassen - selbst wenn man voellig im Recht ist. Denn die
Geschichte zur Sprache zu bringen, das ist etwa so, als wuerde man um
etwas zusaetzlichen Aerger bitten. Und normale Menschen gehen solchem
Alltagsaerger gerne aus dem Weg.

Dieses Argumentationsverhalten stellt nicht unbedingt ganz und gar
bewusstes und geplantes Handeln dar. Oft liegen hier reine
Verhaltensmuster vor, die auf eine bestimmte charakterliche Formung
zurueckgehen.

Das ist auch der Grund, warum man auf diese Taktik bei den
verschiedensten Leuten trifft, ohne dass die sich untereinander
abgesprochen haetten. Im privaten Bereich genauso wie am Arbeitsplatz.
In der Politik ebenso wie in der Familie.

Man denke nur etwa an alle, die mit den Nazis sympathisieren. Wenn die
Rede auf die entsetzlichen Verbrechen kommt, dann wird zunaechst alles
bestritten (bis hin zu der Absurditaet: "Auschwitz wurde nach dem
Krieg fuer Propagandazwecke aufgebaut."). Wenn das nichts mehr zu
nuetzen scheint, dann wird das gerade Bestrittene als begruendet und
legitim dargestellt. (etwa mit solchen Spruechen wie: "Rassehygiene
muss sein." - "Die Juden sind schliesslich selbst daran schuld, dass
sie so verhasst sind."). Und wenn das dann auch nichts mehr nuetzt,
dann kommt unweigerlich das Aufrechnen. (im Stil von: "Haben denn die
anderen keinen Dreck am Stecken. Was war denn mit den Indianern? Und
was hat Stalin alles verbrochen?")

Immer wieder diese Dreier-Gliederung, die tiefer blicken laesst. Ich
habe das nicht getan - ich war aber berechtigt, es zu tun - ausserdem
sind die anderen auch keine Engel.

Wer sich in dieser Weise verhaelt, wird einem auch spaeter nicht allzu
viel Freude bereiten. Denn diese Form von - kindischer - Rechthaberei
beschreibt einen Charaktertypus, mit dem sich das Zusammenleben
insgesamt ausserordentlich schwer gestalten kann. Wir nennen den hier
Arschloch - man vergleiche die Erlaeuterungen zu Eingang.

Diese Form des rechthaberischen Argumentierens in drei Stufen ist also
ganz klar ein Fruehwarnzeichen.

Wenn man dies bei einem moeglichen Lebensgefaehrten, Geschaeftspartner
oder Projektbegleiter in der fruehen Anfangsphase bereits erkennt,
waere es - fuer mich - ein Grund, um von einem solchen Menschen Hand
abzuziehen.

Denn das wird schlimmer...
Daemion
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Anmeldungsdatum: 20.09.2010
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 11 Apr 2011 - 14:56:58    Titel:

Es ist doch aber interessant, dass solche Menschen immer (bis auf wenige Ausnahmen) mit diesem Verhalten durchkommen?
Was sagt das über unsere Gesellschaft aus?
AchimPollert
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Anmeldungsdatum: 24.03.2011
Beiträge: 14
Wohnort: Schweiz & Frankreich

BeitragVerfasst am: 12 Sep 2011 - 14:44:18    Titel: ... vielleicht...

... ja, vielleicht kommen sie ja auch so gut damit durch, weil die anderen eben nicht so recht darauf vorbereitet sind... wenn man ganz persönlich darauf vorbereitet ist, dürfte man am ehesten mit der Strategie des Ignorierens durchkommen...
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