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Nur Versuch?
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sunnyme
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Anmeldungsdatum: 20.09.2010
Beiträge: 70

BeitragVerfasst am: 30 März 2011 - 00:17:41    Titel: Nur Versuch?

Hallo zusammen!

Ich habe eine Frage zu der Problematik einer "gedachter"" Straftat. Also wenn jemand zum Beispiel etwas stehlen will und ihm jemand zuvor kommt und dies deswegen nicht klappt, weil die Sache schon weg ist. Also dann hatte er ja einen Tatentschluss, setzte jedoch nicht unmittelbar zur Wegnahme an.
Ich mein, eine Straftat zu planen ist ja nicht strafbar. Aber übersehe ich vielleicht etwas?Ich weiss ja nicht genau, wonach ich in der Literatur suchen müsste..
Danke, falls mir da jemand weiterhelfen kann!
hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1205
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 30 März 2011 - 01:27:03    Titel:

Nö, in der Regel nicht. Allerdings kommt bei Verbrechen eine Strafbarkeit nach §30 II StGB in Betracht.
sunnyme
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Anmeldungsdatum: 20.09.2010
Beiträge: 70

BeitragVerfasst am: 30 März 2011 - 10:02:00    Titel:

Mhh aber er erklärt ja nichts. Er DENKT ja nur....und denken ist ja bekanntlich nicht strafbar...
Gibt es in der Literatur vielleicht irgendwas, wo es um das unmittelbare Ansetzen geht, dass das evtl schon beim denken anfängt oder sowas (ich weiss, ziemlich verrückt^^)..Aber ich weiss echt null was ich bei sowas prüfen muss.. :/
FlyingCircus
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Anmeldungsdatum: 05.08.2009
Beiträge: 469

BeitragVerfasst am: 30 März 2011 - 10:43:25    Titel:

Zitat:
Also wenn jemand zum Beispiel etwas stehlen will und ihm jemand zuvor kommt und dies deswegen nicht klappt, weil die Sache schon weg ist. Also dann hatte er ja einen Tatentschluss, setzte jedoch nicht unmittelbar zur Wegnahme an.

Dein Beispiel ist zu vage formuliert. Das könnte man so verstehen:
Variante 1 - D1 stiehlt aus der Villa des R einen Kunstgegenstand. Als D2 die Villa des R betritt, sieht er, dass der Kunstgegenstand bereits weg ist.
Variante 2 - D2 denkt darüber nach, den Kunstgegenstand des R zu stehlen. Liest nun aber in der Zeitung, dass die Sache bereits von D1 gestohlen wurde.

Ich vermute, du meinst Variante 2. Es ist definitv nicht strafbar an eine Tat zu denken, denn wir haben in Deutschland kein Gesinnungsstrafrecht.
sunnyme
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Anmeldungsdatum: 20.09.2010
Beiträge: 70

BeitragVerfasst am: 30 März 2011 - 12:10:42    Titel:

Ja genau, ist wie Beispiel 2 !
Also der A sieht auf der Straße ein Handy. Dann kommt B vorbei und nimmt es, dabei sagt A :"lassen sie es liegen, ich bringe es zur Polizei."
B sagt, dass er das gleiche vorhatte und nimmt das Handy.
Dabei hatte A vorgehabt, das Handy selbst zu behalten.

Da frag ich mich allerdings, was ich da ansprechen muss?Wenn in einer Klausur/Hausarbeit nach der Strafbarkeit des B UND des A gefragt wird, muss ich doch dazu was schreiben, was über: "er ist nicht strafbar" hinausgeht..oder sehe ich das falsch?
Rhyeira
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 3012

BeitragVerfasst am: 30 März 2011 - 13:46:37    Titel:

sunnyme hat folgendes geschrieben:
Wenn in einer Klausur/Hausarbeit nach der Strafbarkeit des B UND des A gefragt wird, muss ich doch dazu was schreiben, was über: "er ist nicht strafbar" hinausgeht..oder sehe ich das falsch?

Naja, je nach Fallgestaltung müsstest du ja ggf. noch erklären, wie du zu dem Schluss gekommen bist, dass derjenige nicht strafbar ist - also z.B. indem du darlegst, warum aus deiner Sicht noch kein unmittelbares Ansetzen vorlag.
sunnyme
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Anmeldungsdatum: 20.09.2010
Beiträge: 70

BeitragVerfasst am: 30 März 2011 - 18:57:58    Titel:

Naja aber es versteht sich doch eigentlich von selbst, dass kein unmittelbares Ansetzen vorliegt, oder? Wäre das nicht irgendwie schon zu übertrieben, dies zu erörtern..?
Kann es denn vielleicht ein untauglicher versuch sein?Weil er von Anfang an zum scheitern verurteilt ist, weil das Handy ja schon weg ist...
Ich komm einfach nicht auf die Lösung Confused
Mxl
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Anmeldungsdatum: 11.11.2006
Beiträge: 37
Wohnort: Pasewalk

BeitragVerfasst am: 30 März 2011 - 21:41:24    Titel:

"1. fomal-objektive: hiernach muss der Täter mit der tatbestandsmäßigen Handlung begonnen haben.

2. subjektive: hiernach liegt ein uA vor, wenn der Täter nach seiner Vorstellung unmittelbar zur Rechtsgutgefährdung angesetzt hat.

3. subjektiv-objektive Theorie: stellt darauf ab, ob der Täer nach seiner Vorstellung durch die jeweilige Handlung bereits eine unmittelbare Rechtsgutgefährdung herbeiführen sollte."*


Ich hatte total keine Lust (die oben genannte Ansichten) das alles selbst zu schreiben.
und zwar: nach der formel-objektiven Ansicht (-). Nach 2 weiteren (+). Wieso verneinst du am Anfang schon 'unmittelbares Ansetzen' zur Tat?

*kopiert von http://www.elbelaw.de/forum/thread-3356-post-52516.html#pid52516
sunnyme
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Anmeldungsdatum: 20.09.2010
Beiträge: 70

BeitragVerfasst am: 31 März 2011 - 09:43:57    Titel:

Ich dachte eigentlich, dass die subj. und die obj. mit dem Gesetz gar nicht mehr vereinbar sind und fand, dass das dann gar nicht erörtert werden muss, weils klar ist, dass heute die obj.-subj. Theorie vertreten wird, das ja eigentlich aus dem Gesetz hergeleitet ist.
In was ist denn das unmittelbare Ansetzen zu sehen?Durch die Aufforderung, dass der B das Handy liegen lassen soll, um es selbst zu nehmen?
Mxl
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Anmeldungsdatum: 11.11.2006
Beiträge: 37
Wohnort: Pasewalk

BeitragVerfasst am: 31 März 2011 - 16:03:52    Titel:

Wie du siehst, gibts 3 Ansichten - welche du annimmst ist deine Sache.
Vertrittst Du die Meinung der subj-obj. ist dein Kumpel wegen Versuch des Diebstahls nicht strafbar. In Betracht kommt nur Hausfriedensbruch etc.
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