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Prüfung unzulässig/anfechtbar?
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Foren-Übersicht -> Ingenieurwissenschaften -> Prüfung unzulässig/anfechtbar?
 
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Anmeldungsdatum: 28.10.2007
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BeitragVerfasst am: 01 Apr 2011 - 12:31:18    Titel:

Caio hat folgendes geschrieben:
Er wird ja wohl zwischen einer harten und einer unfairen Klausur unterscheiden können nach X Semestern Studium?

Nein, das kann er nicht. Wie sollte er auch? Die 'guten' Studenten sacken ihre 'guten' Noten ein und sind zufrieden. Die 'schlechten' schieben ihre schlechte Leistung auf die "unfaire" Prüfung und übersehen dabei, dass eben auch sehr gute Noten möglich waren. Diese werden dann aber als "Streber ohne Privatleben" abgetan, statt darüber nachzudenken, ob

ukloiu hat folgendes geschrieben:
50% Durchfallquote ist imho noch viel zu wenig, wenn man bedenkt, wer so alles ein Studium aufnimmt.

nicht vielleicht doch recht hat.
Masor
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Anmeldungsdatum: 16.07.2006
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BeitragVerfasst am: 01 Apr 2011 - 14:44:23    Titel:

Du verstehst nicht. Ich kann dir BWL-Klausuren zeigen, die so korrigiert sind. Bei den Ings ist es viel schlimmer. Ich habe selber solche Klausuren korrigiert. Ich habe auch schon sicherlich mehr Unis von innen (= nicht als Besucher) gesehen als die meisten Leute in meinem Alter. Daher ist es schön, dass du auf alle Klausuren an allen Unis(!) verallgemeinerst. Denn dann langt ja ein einziger Gegenbeweis.

Mal was, was ich vor vielen Jahren mitgeschrieben habe: http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:http%3A%2F%2Fwww.mathematik.uni-kl.de%2F~uebungen%2FSzyschweigert%2Fkombana%2Fergebnisse.pdf

Wenn man da ne 2,7 (= aufgerundet 3) hat, ist man äußerst zufrieden. Besser wurde es ohne Zusatzpunkte aus den Übungen nicht. Naja, jedenfalls laufen deine Aussagen allesamt ins Leere.

Und das ist keine krasse Ausnahme, sondern nur das erstbeste was ich gefunden habe, wo die Ergebnisse immer noch online sind. Natürlich gibt es besseres, aber auch schlechteres. Durchfallquote mit knapp 2/3 ja noch harmlos.

Edit: Und unfair war die Prüfung überhaupt nicht. Nur eine 1,x gibts eben nur alle Schaltjahre mal für einen Ausnahmekönner. Ist doch auch völlig in Ordnung - was sollen die sonst bekommen? Fragt mal bei den Juristen nach.
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Anmeldungsdatum: 28.10.2007
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BeitragVerfasst am: 01 Apr 2011 - 15:07:44    Titel:

Nun, zunächst gebe ich dir recht. Der Notenspiegel ist...sonderbar (bescheuert). Volle Noten gibt es für eine Spanne von Punkten, Zwischennoten nicht.

Aber:

Es gab also mehr als 25 Verrechnungspunkte. Normalerweise mit 12.5 die Note 4. Hier bereits mit 11. Ein Großteil hat 7 und weniger, wo offensichtlich 16 und mehr möglich waren, das ist erbärmlich. Die Aussage von ukloiu trifft hier besonders zu. "Ich habe schon immer gern gedaddelt" ist einfach zu wenig für ein Info-Studium.

War das eine Prüfung oder tatsächlich nur eine Art Zwischenklausur? Eine Prüfung, bei der es einen Bonus gibt, gibt es doch höchstens bei Provinz-Unis Razz


EDIT: ahh, du sagst also auch, dass die Prüfung nicht unfair war. Dann sind wir uns ja einig.
Masor
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Anmeldungsdatum: 16.07.2006
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BeitragVerfasst am: 01 Apr 2011 - 15:20:46    Titel:

Ich kenne wirklich kaum unfaire Prüfungen, das habe ich aber auch nie behauptet, da sind uns schon lange einig. Nur ist "faire Prüfung = 1,x ist immer möglich" halt ein unsinniger Schluss, man muss den Notenspiegel nicht dort anfangen und es wird auch in der Realität oft nicht gemacht. Daher sind es nicht Märchen, von schlechten Studenten, die da erzählt werden...

Dass die Leute, die gerne mit Computern basteln und Autos bauen wollen, dazu beitragen, bezweifelt doch keiner. Die müssen alle erst mal raus. Das geht aber durchaus effektiv so.

Das war ne echte Prüfung. Bonuspunkte gabs wohl nur für die WIs, die da mitgeschrieben haben...sonst fallen ja noch mehr durch. Das ist aber soweit ich weiß auch alles passé mit dem Bachelor. Ich kanns dir aber auch wirklich an anderen Unis zeigen. (Btw KL ist klein, aber hat durchaus eine der top Mathe- und Info-Fakultäten des Landes. Wink)
Pitar
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Anmeldungsdatum: 21.03.2010
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 03 Apr 2011 - 14:13:42    Titel: mhh

Also, ich möchte mir im 6.Semester, nachdem ich schwierigen KLausuren (Mathe 1-3, TM 1-3, ET etc.) im ersten Versuch ganz gut bestanden habe, unterstellen, dass ich durchaus nicht zu den ungeeignesten Leuten in diesem Studium zähle! Auch kann ich ganz gut einschätzen, wann eine Prüfung schwierig und wann unfair ist.

Ich wechsel die Uni deshalb nicht, da ich den Bachelor nach MM2 im Prinzip in der Tasche habe und nur dieses Fach mich daran hindern kann.

Das Problem an der Prüfung ist, dass nicht technisches Verständnis, sondern Abschreiben unter Zeitdruck über die Note entscheidet und dass zudem NOten willkürlich vergeben werden. Die Leute, die da tatsächlich gute Noten erhalten, haben also zum Teil auch sehr viel Glück gehabt.
Im übrigen reden wir hier nicht mehr von Diplomstudiengängen. In die Bachelornote fließt alles ein. Die Profs, die zu faul sind, ihre alten Vordiplomsprüfungen etwas an aktuelle Zeiten anzupassen, versauen den Studenten im Grunde hiere Bachelornote und damit ihre Jobchancen! Hinterher fragt nämlich kein Personaler mehr, ob die Prüfung unfair war oder 90% der absolventen eine 3,7 oder schlechter erlangt haben.

Mein Problem ist, dass ich in Prüfungen nicht der Schnellste bin, da ich mich durch einen gewissen Perfektionismus auszeichne. Aber fachlich bin ich einfach gut! Muss ein Ingenieur vorrangig schnell sein? Kommt es nicht vielmehr auf Exaktheit und das Finden guter Lösungen an? Welcher Arbeitgeber wird von mir verlangen, in 30min eine Wellenfestigkeit zu prüfen?
In Zeiten des Fachkräftemangels sollte man überlegen, ob man fähige Leute, die nahezu fertig sind, nicht wenigstens etwas durch durchdachte (nicht einfache) Prüfungen unterstützt bzw. wenigstens einen mündlichen Drittversuch anbietet (auch das gibt es nicht!). Stattdessen setzt man auf "Willkür".Unitechnisch ist das alles pillepalle, volkswirtschaftlich ein riesen Schaden und verschwendete Lebenszeit.
Masor
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Anmeldungsdatum: 16.07.2006
Beiträge: 256

BeitragVerfasst am: 03 Apr 2011 - 14:33:32    Titel: Re: mhh

Pitar hat folgendes geschrieben:
Das Problem an der Prüfung ist, dass nicht technisches Verständnis, sondern Abschreiben unter Zeitdruck über die Note entscheidet und dass zudem NOten willkürlich vergeben werden. Die Leute, die da tatsächlich gute Noten erhalten, haben also zum Teil auch sehr viel Glück gehabt.
Im übrigen reden wir hier nicht mehr von Diplomstudiengängen. In die Bachelornote fließt alles ein. Die Profs, die zu faul sind, ihre alten Vordiplomsprüfungen etwas an aktuelle Zeiten anzupassen, versauen den Studenten im Grunde hiere Bachelornote und damit ihre Jobchancen! Hinterher fragt nämlich kein Personaler mehr, ob die Prüfung unfair war oder 90% der absolventen eine 3,7 oder schlechter erlangt haben.

Och, ordentliche Personaler wissen das schon. Natürlich nicht die einzelne Prüfung, aber die Durchschnittsnoten und für sowas gibt es ja auch Statistiken wo man sieht wie man im Jahrgang steht.
Insgesamt wird man dir - vor allem und gerade an der TU Darmstadt, die ich auch gut kenne - sagen, dass du eh den Master dranhängen musst. Gibt ja keine Notenbeschränkung bei der Zulassung, daher ist der Unterschied zu Vordiplom/Hauptdiplom nicht sehr groß...


Pitar hat folgendes geschrieben:

Mein Problem ist, dass ich in Prüfungen nicht der Schnellste bin, da ich mich durch einen gewissen Perfektionismus auszeichne. Aber fachlich bin ich einfach gut! Muss ein Ingenieur vorrangig schnell sein? Kommt es nicht vielmehr auf Exaktheit und das Finden guter Lösungen an? Welcher Arbeitgeber wird von mir verlangen, in 30min eine Wellenfestigkeit zu prüfen?
In Zeiten des Fachkräftemangels sollte man überlegen, ob man fähige Leute, die nahezu fertig sind, nicht wenigstens etwas durch durchdachte (nicht einfache) Prüfungen unterstützt bzw. wenigstens einen mündlichen Drittversuch anbietet (auch das gibt es nicht!). Stattdessen setzt man auf "Willkür".Unitechnisch ist das alles pillepalle, volkswirtschaftlich ein riesen Schaden und verschwendete Lebenszeit.

Das ist ein ganz anderes Thema, ob die Sache gesellschaftlich/volkswirtschaftlich so sinnvoll ist. Gibt auf jeden Fall Argumente dafür und dagegen und verbesserungswürdig ist so einiges. Ist aber wie gesagt ein anderes Thema und alles was du beschreibst, haben alle Ings mehr oder weniger die letzten 50 Jahre so oder ähnlich erlebt. Übrigens ist Leistung ja durchaus Arbeit/Zeit.
Dass die Ausbildung an einer TU unabhängig von allem wenig mit (Industrie-)Realität zu tun hat - vor allem in den Grundlagen - solltest du nach 6 Semestern aber auch schon gemerkt haben.
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7572

BeitragVerfasst am: 03 Apr 2011 - 14:40:59    Titel: Re: mhh

Pitar hat folgendes geschrieben:

Mein Problem ist, dass ich in Prüfungen nicht der Schnellste bin, da ich mich durch einen gewissen Perfektionismus auszeichne. Aber fachlich bin ich einfach gut! Muss ein Ingenieur vorrangig schnell sein? Kommt es nicht vielmehr auf Exaktheit und das Finden guter Lösungen an? Welcher Arbeitgeber wird von mir verlangen, in 30min eine Wellenfestigkeit zu prüfen?


Ein guter Ingenieur arbeitet wenns drauf ankommt schnell UND exakt...

Wie stellst du dir das Berufsleben vor? Wenn die Anlage beim Kunden stilltsteht und jede Minute Produktionsausfall 10 000 Euro kostet?
Meinst du dann kannst du erstmal in dein Denkerstübchen gehen und bei Kaffee und Kuchen eine möglichst perfekte Lösung ergrübeln?

Man erwartet von dir als Ingenieur, dass du Termine einhälst. Dass du fehlerfreie und exakte Arbeit ablieferst ist selbstverständlich und braucht gar nicht erwähnt zu werden...
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