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Selli Oe Junior Member

Anmeldungsdatum: 01.04.2011 Beiträge: 25
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Verfasst am: 03 Apr 2011 - 10:04:47 Titel: Umfrage |
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Hi
Ich muss eine Umfrage machen zu dem Begriff Zivilisation.
Könntet ihr bitte eure Meinung reinschreiben??
Wie würdet ihr den Begriff Zivilisation definieren?
In welcher Gesellschaftsschicht ist sie(In Entwicklungsländern, in Fortschrittsländern,...)?
Liebe Grüße
Selli  |
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Klimperkasten Senior Member

 Anmeldungsdatum: 14.02.2007 Beiträge: 3323
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Verfasst am: 03 Apr 2011 - 17:57:52 Titel: |
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Eine Umfrage ist etwas Anderes! - Hier sollen Andere dir die Hausaufgaben machen! - Die musst du schon selbst erledigen!
Civilis lat.= der Bürger - Schau erst einmal hinter das Wort!
Wiki machts möglich!
 _________________ "Je ne supporte pas les gens qui ne savent pas accordé le participe passer!"  |
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Selli Oe Junior Member

Anmeldungsdatum: 01.04.2011 Beiträge: 25
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Verfasst am: 05 Apr 2011 - 17:07:07 Titel: |
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Nein!!!
Das ist vollkommen ernst gemeint
Meine Definition ist mir schon lange klar...:
Ich finde nämlich, dass die Zivilisation nicht in eine besondere Schicht geordnet werden kann. Wenn man sich das Wort nur kurz anschaut finde ich, dass man an große Städte, Industrie und sonstigen Fortschritt denkt, wenn man sich aber überlegt d, dass "Im Zivil sein" bei einem Polizisten wieder der Anfang ist, wodurch man wieder die Zivilisation bei Eingeborenen oder Entwicklungsländern findet.
Meine eigene Meinung hab ich nur nicht dazugeschrieben, weil ich wollte, dass sich jeder von alleine etwas überlegt und nicht sich ein Beispiel an meinen Überlegungen nimmt. So hat die Umfrage jetzt nämlich gar keinen Sinn mehr!!!
Selli Oe |
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Feanorr Full Member

 Anmeldungsdatum: 27.10.2010 Beiträge: 55 Wohnort: DE
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Verfasst am: 14 Apr 2011 - 18:18:25 Titel: |
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Natürlich ist es unsinnig zu sagen: Der Westen ist Zivilisation, die Entwicklungsländer sind es nicht - allerdings kann man den Grad an Zivilisation in Relation zueinander stellen. Sicherlich ist der Westen in der Entwicklung der Zivilisationen weiter vorangeschritten als alle anderen Kulturkreise, der Westen ist geradezu so sehr die Speerspitze der menschlichen Zivilisation, dass er in seiner Definition nicht mehr von ihr zu trennen ist. Sollte sich China z.B. als mächtigere und fortschrittlichere Zivilisation hervortun, so ist China eben noch westlicher als der Westen selbst.
Zivilisation ist ein Projekt, in dem sich jede Gesellschaft befindet, von Anfang an. Zivilisation als Projekt ist auch nichts anderes als Aufklärung, die Aufklärung ist bloß eine spezielle Episode und Formulierung dieses Projekts. Die Analogien kann man endlos weiterbilden. Zivilisation bedeutet den Menschen durch Sublimierung seiner Triebe gesellschaftsfähig zu machen - würde es keine Zivilisation geben, würden wir alle mit unseren Vätern um unsere Mütter kämpfen und beim Versuch sterben. Wir würden gar nicht erst in die Gesellschaft, in das soziale und symbolische Netz eingegliedert werden, sondern in den Sphären der Familie verbleiben, um die Hoffnung unserer Todessehnsucht, deren Ziel der Schoß der Mutter ist, aufrecht zuerhalten. Daher ist eines der ersten Prinzipien der Zivilisation das Inzesttabu.
Beim Wort Zivilisation fällt mir noch etwas ein...
Tacitus empfand, und das erkennt man an dem Ton seiner "De situ et origine germanorum liber" deutlich, die Unverdorbenheit der unzivilisierten Germanen als edel und faszinierte sich für ihre prä-institutionalisierten Wege, Religion oder Politik auszuüben (natürlich waren selbst ihre simplen Rituale, durchgeführt ohne jegliche eigentliche Institution, schon eine Art Institutionalisierung, da das zeitliche Zusammentreffen und das Anleiten durch einen spirituellen Führer schon eine ungemeine Zivilisierung bzw. Rationalisierung des vorangegangen Animismus war - dazu schreibt Adornos viel in seiner "Dialektik der Aufklärung"). Tacitus Faszination ist im Grunde auch keine andere als die von Guido von List, einer der Wegbereiter der rechtsextremen Esoterik. |
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Franziska83 Junior Member

Anmeldungsdatum: 06.04.2011 Beiträge: 20
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Verfasst am: 04 Jul 2011 - 20:45:27 Titel: |
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Wann beginnt denn die Umfrage ???
LG Franzi |
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Selli Oe Junior Member

Anmeldungsdatum: 01.04.2011 Beiträge: 25
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Verfasst am: 03 Dez 2011 - 16:55:42 Titel: Ergebnis der Umfrage |
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Danke für eure Hilfe, bzw. die von Feanorr. Die Organisation im welcher diese Umfrage zustande gekommen ist, ist zu dem Schluss gekommen, dass die Menschen oft sich nicht wirklich für ihre Aussagen interessiern, was heißt, dass jene Leute immer nur die Länder bzw. Menschen, welche gepflegt sind, Geld haben und in ihren BMW und Mercedes umherfahren, alleine sich im Zentrum der Zivilisation sehen
Zudem ist noch ein sehr auffälliges Muster zu Stande gekommen, in welchem gezeigt wird, dass in Baden-Württenberg die Befragten (3.427.865) zu 71% sich selbst in der Zivilisation sehen aber doch immerhin 20% meinten die Zivilisation liegt im Ursprung, die restlichen 9% konnten nichts mit dem Begriff anfangen oder hatten keine Meinung dazu.
In Schleswig-Hostein meinten 83% der Befragten (864.296), dass natürlich die Zivilisation nicht in Entwicklungsländern vorhanden ist und nur 17% meinten keine Definition zu diesem Begriff zu wissen.
In Bayern meinten die Befragten (8.236.923) fast ausschließlich, dass nur in "Europa und Amerika" eine Form der Zivilisation wäre, wobei man Europa und Amerika in so viele kleine verschiedene Länder und Arten aufteilen kann, dass dieses Ergebnis uns reichlich komisch vorkam. Auf jeden Fall hat uns diese Umfrage weitergebracht und um auf Franzi zurückzukommen... Die Umfrage ist seit Oktober vorbei  |
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Gott ist Liebe Senior Member

 Anmeldungsdatum: 10.03.2008 Beiträge: 1040 Wohnort: Schweiz, männlich
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Verfasst am: 04 Dez 2011 - 02:57:47 Titel: |
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Lieber Selli
| Selli Oe hat folgendes geschrieben: |
Wie würdet ihr den Begriff Zivilisation definieren?
In welcher Gesellschaftsschicht ist sie(In Entwicklungsländern, in Fortschrittsländern,...)? |
Definitionen sind das Werkzeug von Wissenschaftlern, um damit Erkenntnisse zu schöpfen und wiederzugeben. Oft gibt es von einer Bezeichnung je nach fachspezifischer Verwendung unterschiedliche Begriffe, will heissen: der Soziologe hat einen anderen Begriff als der Jurist, der Theologe etc.
Zivilisation kommt vom Wort civilis und bezeichnet einen Zusammenschluss von Menschen zur Erreichung gemeinsamer Ziele in Politik und Recht (Sicherheit und Frieden), Wissenschaft (Zugang zur Bildung), Wirtschaft (soziale Sicherheit), Kunst und Kultur (das, was das Menschsein letztlich ausmacht), darunter auch der Grad an Zustimmung aller Gesellschaftsmitglieder in einen "contrat social", der einen minimalen Respekt vor der Conditio Humana des Indivituums hat, nämlich die Gewährung von individuellen Menschenrechten, wie Meinungsäusserungsfreiheit und Religionsfreiheit, insbesondere auch das Diskriminierungsverbot und der freien Entfaltungsmöglichkeit eines jeden Individuums nach seinen Neigungen und Fähigkeiten. Ich habe das Kriterium "Reichtum" bewusst weggelassen, denn Reichtum beurteilt sich - wie schon gesagt wurde - unter Umständen anhand nicht-monetärer Kriterien, die nicht so einfach zu definieren sind.
Bei Anwendung solcher Kriterien lässt sich der Grad der Zivilisation recht gut bemessen. Es ist auffällig und wird auch durch Exponenten der muslimischen Welt anerkannt, dass der (christlich geprägte) Westen einen höheren Zivilisationsgrad erreicht hat als die islamisch regierten Länder, die praktisch in allen Punkten, die zum Gradmesser der Zivilisation zählen, als rückständig gelten.
GIL |
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Frankx Senior Member

Anmeldungsdatum: 02.08.2010 Beiträge: 319
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Verfasst am: 04 Dez 2011 - 20:09:11 Titel: |
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| Zitat: | | nämlich die Gewährung von individuellen Menschenrechten, wie Meinungsäusserungsfreiheit und Religionsfreiheit, insbesondere auch das Diskriminierungsverbot und der freien Entfaltungsmöglichkeit eines jeden Individuums nach seinen Neigungen und Fähigkeiten. |
| Zitat: | | Es ist auffällig und wird auch durch Exponenten der muslimischen Welt anerkannt, dass der (christlich geprägte) Westen einen höheren Zivilisationsgrad erreicht hat als die islamisch regierten Länder, die praktisch in allen Punkten, die zum Gradmesser der Zivilisation zählen, als rückständig gelten. |
Der (christlich geprägte) Vatikanstaat bildet dabei sozusagen nach obigen Kriterien die Spitze der zivilisierten Welt. GIL Du kannst das ruhig so klar und deutlich sagen, bitte keine falsche Bescheidenheit.
MfG. Frank |
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dornbusch Senior Member

Anmeldungsdatum: 26.10.2007 Beiträge: 3811
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Verfasst am: 04 Dez 2011 - 23:38:51 Titel: |
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Hallo Gil
| Zitat: | | Bei Anwendung solcher Kriterien lässt sich der Grad der Zivilisation recht gut bemessen |
Soweit stimme ich dir zu. Hinzufügen möchte ich den zeitlichen Aspekt von Zivil (!).
Zivilisation eignet immer auch Geschichte in Form/Gedanken von Historie und Futur an.
Nur Zivilisiertes kann Gestern als unzivilisiert bedauern und das gegenwärtig Zivilisierte gegeneinander aufstellen.
| Zitat: | Es ist auffällig und wird auch durch Exponenten der muslimischen Welt anerkannt, dass der (christlich geprägte) Westen einen höheren Zivilisationsgrad erreicht hat als die islamisch regierten Länder, die praktisch in allen Punkten, die zum Gradmesser der Zivilisation zählen, als rückständig gelten.
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Mein lieber Freund GIL, warum so pauschal? Zivilisation ist immer auch etwas mit Zukunft behaftetes. Momentaufnahmen und Gestriges sind selbstverständlich auch ziviles! Aber wie ist es mit zivilem Futur?
Gegenwart zeigt mit eine Desintegration sowohl des muslimischen wie auch des christlichen Zivil.
Sogar Kapital und Material scheint Zukunft zu verfehlen.
"Credo", "dignitas", "metanoia" und "inteligentia" sind Paradigmen für jede Zivilisation, die sich diese aneignen möchte
"An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen"
Jetzt verfehlt Islam Menschenrechte, jetzt verfehlt Christentum Zukunft
Dennoch wagen wir es, und zivilisiert zu nennen
Nur Mut
Gruß Dornbusch |
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Frankx Senior Member

Anmeldungsdatum: 02.08.2010 Beiträge: 319
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Verfasst am: 05 Dez 2011 - 08:38:48 Titel: |
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@GIL
| Zitat: | | Es ist auffällig und wird auch durch Exponenten der muslimischen Welt anerkannt, dass der (christlich geprägte) Westen einen höheren Zivilisationsgrad erreicht hat als die islamisch regierten Länder, die praktisch in allen Punkten, die zum Gradmesser der Zivilisation zählen, als rückständig gelten. |
Jene von Dir gepriesenen Gradmesser der Zivilisation wurden in moderner Zeit gerade und um so mehr erreicht, als man sich von jeglichem und insbesondere vom christlich geprägtem religiösem Fanatismus (Staatsreligion, Hexenverfolgung etc) und dabei auch gegen den Widerstand der katholischen Kirche, löste.
Dabei steht die Auswahl der Kriterien als Gradmesser der Höhe der Zivilisation noch auf einem ganz anderem Blatt.
Es gehört schon ein gewisses Maß an Arroganz dazu, mittels eigens herausgesuchter Bedingungen die eigene Kultur über andere zu erheben.
Das haben ja in historischer Hinsicht schon ab und zu ganz andere gemacht.
Nach obigen Kriterien dürften die Zivilisationen z.B. der alten Ägypter oder die alten mittelamerikanischen Hochkulturen im Zivilisationsgrad weit hinter den urzeitlichen Jäger- und Sammlerkulturen stehen, da in jenen urzeitlichen Kulturen mit Sicherheit ein höherer Grad an individueller Freiheit in fast jeder Hinsicht herrschte, als in den genannten Hochkulturen.
MfG. Frank |
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Gott ist Liebe Senior Member

 Anmeldungsdatum: 10.03.2008 Beiträge: 1040 Wohnort: Schweiz, männlich
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Verfasst am: 05 Dez 2011 - 13:58:22 Titel: |
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Lieber Dornbusch
| dornbusch hat folgendes geschrieben: |
| Gott ist Liebe hat folgendes geschrieben: | | Bei Anwendung solcher Kriterien lässt sich der Grad der Zivilisation recht gut bemessen |
Soweit stimme ich dir zu. Hinzufügen möchte ich den zeitlichen Aspekt von Zivil (!).... Nur Zivilisiertes kann Gestern als unzivilisiert bedauern und das gegenwärtig Zivilisierte gegeneinander aufstellen. |
Guter Einwurf!
| dornbusch hat folgendes geschrieben: |
| Gott ist Liebe hat folgendes geschrieben: | | Es ist auffällig und wird auch durch Exponenten der muslimischen Welt anerkannt, dass der (christlich geprägte) Westen einen höheren Zivilisationsgrad erreicht hat als die islamisch regierten Länder, die praktisch in allen Punkten, die zum Gradmesser der Zivilisation zählen, als rückständig gelten. |
... Momentaufnahmen und Gestriges sind selbstverständlich auch ziviles! ...
Gegenwart zeigt mit eine Desintegration sowohl des muslimischen wie auch des christlichen Zivil.
Sogar Kapital und Material scheint Zukunft zu verfehlen.
"Credo", "dignitas", "metanoia" und "inteligentia" sind Paradigmen für jede Zivilisation, die sich diese aneignen möchte |
Mir ging es um den Begriff der "Zivilisation" im allgemeinen Sprachverständnis, ohne diesen zu werten.
Natürlich vertritt jede Zivilisation (und damit meine ich das, was unter "civilis" gemeint ist) ihr ganz eigenes Gesellschaftsbild, wozu auch das Menschenbild gehört, das automatisch mit religiösen Inhalten zusammenhängt (auch Atheisten kommen darum nicht herum).
| dornbusch hat folgendes geschrieben: | | "An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen" |
Was meintest Du damit?
Das sagte Jesus auf die Frage, woran man die falschen Propheten erkennen werde.
| dornbusch hat folgendes geschrieben: | | Jetzt verfehlt Islam Menschenrechte, jetzt verfehlt Christentum Zukunft |
Warum "Jetzt"? Welchen Islam meintest Du?
Verstehen wir uns richtig, dass es nur einen Allah, nur einen Mohammed, nur einen Koran und nur ein Paradies gibt? Und dass der Koran, der sich selber als unerschaffen definiert und daher ewig gilt, die zentrale Richtschnur des islamischen Glaubens ist, worin steht, dass alle Ungläubigen - auch die Juden und Christen - umgebracht werden müssen?
Das wahre Christentum ist das, wie es uns Jesus lehrte, und nicht was irgend eine Politik daraus machte. Jesus lehrte uns die Umkehr und damit die Ausrichtung auf das spirituelle, das ewige Leben. Wie bringst Du nun Deine Aussage, das Christentum verfehle die Zukunft, mit dem Evangelium in Einklang? Womit ich mit Dir einig gehe: Die christliche Kirche zeigt tatsächlich etlichen Entwicklungsbedarf.
@Frank
Ich unterscheide zwischen der Politik, die sich allenfalls christlich nennen mag, dem religiösen Fanatismus und dem wahren Christentum, wie es von Jesus gelehrt wurde, nachzulesen im Evangelium. Ohne überheblich zu sein erscheint mir der Respekt vor dem Individuum und seinem Recht, das Leben ganz nach seinen persönlichen Vorstellungen zu gestalten, als zivilisierter im Vergleich zu religiösen Zwang welcher Art auch immer. Die Zivilisation bemisst sich auch an der Komplexität staatlicher Organisation, die die Durchsetzung von Rechten erst garantiert - das hast Du bei Deinem Beispiel mit der urzeitlichen Jäger- und Sammlerkulturen übersehen.
GIL |
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Frankx Senior Member

Anmeldungsdatum: 02.08.2010 Beiträge: 319
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Verfasst am: 05 Dez 2011 - 17:24:53 Titel: |
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| Zitat: | | Ich unterscheide zwischen der Politik, die sich allenfalls christlich nennen mag, dem religiösen Fanatismus und dem wahren Christentum, wie es von Jesus gelehrt wurde, nachzulesen im Evangelium. |
Nein, Du hast ganz pauschal von christlich geprägten Ländern gesprochen und diese zivilisatorisch über jene islamisch geprägten Länder gehoben.
| Zitat: | | Ohne überheblich zu sein erscheint mir der Respekt vor dem Individuum und seinem Recht, das Leben ganz nach seinen persönlichen Vorstellungen zu gestalten, als zivilisierter im Vergleich zu religiösen Zwang welcher Art auch immer. |
In Deinem Vergleich christlich bzw. islamisch geprägter Kulturen hast Du übersehen, dass gerade der Vatikanstaat als Inbegriff christlicher Kultur nach diesem Kriterium als recht unzivilisiert gelten muss.
Desweiteren hast Du übersehen, dass es die von Dir als so fortschrittlich genannten christlich geprägten Kulturen und Länder waren, welche die gefährlichsten Massenvernichtungswaffen entwickelt und auch eingesetzt haben und die größten und verheerendsten Kriege vom Zaum gebrochen haben. Wo ist da bitte der Respekt vor dem Individuum?
Wenn es also danach geht, sehe ich keinerlei Grund die westlich, christlich geprägte Kultur als fortschrittlicher oder höher zu bewerten, als eine islamisch geprägte Kultur, es sei denn man bemisst Fortschritt und Zivilisationshöhe am Vermögen einer Kultur möglichst viele Menschen höchst effektiv vom Diesseits ins Jenseits zu befördern.(was durchaus von einigen Leuten so gesehen wird)
Damit wäre auch der Eifer erklärbar, mit dem manche islamischen Länder Interesse an modernen Waffen bekunden. Man will ja zivilisatorisch nicht hinterher hinken.
| Zitat: | | Die Zivilisation bemisst sich auch an der Komplexität staatlicher Organisation, die die Durchsetzung von Rechten erst garantiert - das hast Du bei Deinem Beispiel mit der urzeitlichen Jäger- und Sammlerkulturen übersehen. |
Nein, das habe ich nicht übersehen. Ich habe lediglich Deine oben genannten Kriterien angesetzt um den Grad der Zivilisationshöhe dieser Kulturen zu vergleichen und genau darauf hingewiesen, dass diese Kriterien so nicht richtig sein können.
Abgesehen davon erschließt sich mir nicht, wieso es zivilisatorisch ein Fortschritt sein soll, wenn es erst komplexer staatlicher Organisation bedarf, um individuelle Freiheiten zu garantieren, die es vorher auch ohne diese Organisation gab. Das erinnert mich irgendwie an den Nutzen eines PCs, der genau jene Probleme löst, die man ohne ihn nicht hätte (,aber es lebe der Fortschritt).
Mir scheint, Du hast Dich in Deinem blinden, missionarischem Eifer mal wieder etwas vergaloppiert. Ich finde das jedenfalls lustig.
MfG. Frank
PS. Die Performance hier ist wieder zum k...en. Ich gebe es vorerst mal wieder auf. |
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Gott ist Liebe Senior Member

 Anmeldungsdatum: 10.03.2008 Beiträge: 1040 Wohnort: Schweiz, männlich
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Verfasst am: 06 Dez 2011 - 13:26:58 Titel: |
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Lieber Frank
| Frankx hat folgendes geschrieben: | | Gott ist Liebe hat folgendes geschrieben: | | Ich unterscheide zwischen der Politik, die sich allenfalls christlich nennen mag, dem religiösen Fanatismus und dem wahren Christentum, wie es von Jesus gelehrt wurde, nachzulesen im Evangelium. |
Nein, Du hast ganz pauschal von christlich geprägten Ländern gesprochen und diese zivilisatorisch über jene islamisch geprägten Länder gehoben.
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Ein islamischer Staat ist nicht islamisch geprägt, sondern er wird nach den islamischen Gesetzesbestimmungen regiert. Umgekehrt gibt es keine christlichen Rechtsregeln, nach denen ein Staat regiert werden könnte, sondern im Zusammenhang mit einer Gesellschaftskultur kann höchsten von einer Prägung durch christliche Werte die Rede sein. Ich hatte dies so gemeint und auch gesagt. Ich bitte Dich, diese Unterscheidung nachzuvollziehen.
| Frankx hat folgendes geschrieben: | | Gott ist Liebe hat folgendes geschrieben: | | Ohne überheblich zu sein erscheint mir der Respekt vor dem Individuum und seinem Recht, das Leben ganz nach seinen persönlichen Vorstellungen zu gestalten, als zivilisierter im Vergleich zu religiösen Zwang welcher Art auch immer. |
In Deinem Vergleich christlich bzw. islamisch geprägter Kulturen hast Du übersehen, dass gerade der Vatikanstaat als Inbegriff christlicher Kultur nach diesem Kriterium als recht unzivilisiert gelten muss. |
Warum?
Dieser Staat heisst "Vatikanstadt" und ist kein Völkerrechtssubjekt, sondern er steht unter der Autorität des "Heiligen Stuhls", der quasi als NGO - analog zum IKRK - Völkerrechtsstatus hat. Daher kann der Vatikan keine eigene Staatsbürgerschaft verleihen, verfügt also nicht über ein Staatsvolk, sondern er wird höchstens bewohnt von Funktionären der katholischen Kirche, alles hochqualifizierte Akademiker.
Punkto Zivilisiertheit verfügt der Vatikan über einen hohen Standart an innerer Organisation, kennzeichnend hiefür z.B. die eigene Universität (darunter mit naturwissenschaftlicher Fakultät), diverse Bibliotheken und Institute sowie Museen. Seit ich zurückdenken kann, hat noch jeder amerikanische Präsident den Papst mindestens einmal in seiner Regierungszeit besucht. Der Papst wird in andern Staaten wie ein Staatsoberhaupt mit allem Pomp und Ehren empfangen.
| Frankx hat folgendes geschrieben: | | Desweiteren hast Du übersehen, dass es die von Dir als so fortschrittlich genannten christlich geprägten Kulturen und Länder waren, welche die gefährlichsten Massenvernichtungswaffen entwickelt und auch eingesetzt haben und die größten und verheerendsten Kriege vom Zaum gebrochen haben. Wo ist da bitte der Respekt vor dem Individuum? |
Christlich wäre, das Schwert niederzulegen und die andere Wange hinzuhalten. Der Vatikan als solcher führte nie einen Krieg, sondern er war höchstens mit der Verteidigung des Papstes beschäftigt.
Wichtig in dem Zusammenhang ist auch, dass Jesus predigte, man solle dem Staat das geben, was dem Staat gehört, und Gott, was Gott gehört, sprich: eine Trennung zwischen den staatlichen Pflichten als Bürger und den göttlichen Pflichten als Gläubige. Immerhin wirkt die christliche Moralvorstellung auf den Staat insofern ein, als beispielsweise der Resozialisierungs-Grundsatz anstelle von grausamen Strafen getreten ist (Steinigung, Handabhacken, Folterung, öffentliches Auspeitschen - früher noch Kreuzigung), aber auch die Achtung individueller Persönlichkeitsrechte anstelle von Willkür, Diskriminierungen und Unmenschlichkeit (Sklaverei, krasses Unrecht und Ungleichbehandlung z.B. von Frauen, Andersgläubigen, Verletzung von grundlegenden Menschenrechten etc.). Ich kann mir vorstellen, dass Du mir darin weitgehend folgen könntest und nur Einwendungen bezüglich der Einwirkung von christlichen Grundanliegen auf die Rechtssetzung hättest. Jesus predigte bekanntlich die Nächstenliebe und den bedingungslosen Gewaltverzicht, er liess sich mit Sündnern/Straftätern ein, bewahrte sie vor dem Tod (Steinigung), stellte ein neues Gerechtigkeitsprinzip auf (verlorene Sohn, Entlöhnung der Traubenleser etc. siehe auch Vergebung der Sünden) verlangte die Vermeidung von Hass und wertete die aufopfernde Hingabe höher ein als die Einhaltung kirchlich erlassener Gesetze (barmerziger Samariter). Diese Haltung entspricht beispielhaft derjenigen des Wohlfahrtsstaates und war zu Zeiten Jesu alles andere als selbstverständlich. Landläufig ist diese Haltung bekannt als christliche Werte, und solche Werte gelten als Kulturfaktor sowie als ein wesentlicher Beitrag zur Zivilisierung einer Gesellschaft. Ähnliche - auch nur annähernde - Werte kennt der Islam nicht, und man kann die konkreten Auswirkungen davon täglich in den aktuellen Medien nachverfolgen.
| Frankx hat folgendes geschrieben: | | Abgesehen davon erschließt sich mir nicht, wieso es zivilisatorisch ein Fortschritt sein soll, wenn es erst komplexer staatlicher Organisation bedarf, um individuelle Freiheiten zu garantieren, die es vorher auch ohne diese Organisation gab. |
So habe ich es nicht gesagt, sondern ich sagte, es gehöre zum allgemeinen Sprachbegriff des Begriffs von "Zivilisation", dass sich deren Grad anhand der Komplexität der Organisation bemisst, weil (bzw. sofern) dadurch die Durchsetzung von Rechtsansprüchen garantiert wird. Dazu gehören z.B. wirtschaftliche Sicherheit, Bildungschancen etc., was ich völlig wertfrei verstanden und einzig mit Blick auf den allgemeinen Sprachgebrauch über den Begriff "Zivilisation" erklärt hatte.
Wenn ich es hätte werten wollen, hätte ich beispielsweise gesagt, dass eine überregulierte Organisation sogar zur Pervertierung des Systems führen kann (leicht nachvollziehbar unter Umständen in gewissen Steuerbestimmungen).
GIL |
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A.H.Hattray Senior Member

Anmeldungsdatum: 11.07.2011 Beiträge: 893
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Verfasst am: 07 Dez 2011 - 01:29:06 Titel: Zivilisation ist eine die Barberei ablösende Kultur |
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die den Menschen allmählich zum Zusammenwirken seinesgleichen erzieht und damit die Kultur schafft. Zivilisation ist das was Kultur hervorbringt je nach dem Stand der Bedingungen und Entwicklungen.
Abdul |
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