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Deutschland studiert sich kaputt! Fachkräftemangel = Märchen
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Sarrazin
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Anmeldungsdatum: 23.04.2011
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 23 Apr 2011 - 21:49:22    Titel: Deutschland studiert sich kaputt! Fachkräftemangel = Märchen

Das könnte im Sinne des Wortes eine neuer Buch-Knaller von Tilo
Sarrazin sein, bergen die hier genannten Wahrheiten eine ebensolche
Brisanz! (Postet den Artikel an Eure Kommilitonen weiter!)

Ich denke einmal das sich nicht wenige Absolventen, egal welcher Fachrichtung
gewundert haben dürften, das von 150 Bewerbungen pro Jahr 140++ Absagen ins
Haus geflattert sind und für allgemeine Verwunderung und nicht zuletzt für
Frustration gesorgt haben! Die letzen 10 waren dann Einladungen zur
Vorstellung, aber letztlich ohne erfolgreiche Einstellung.

Und das unter dem dauernden Werbe-Trommelfeuer, der jeweiligen Branchenverbände
wie z.B. in der Informatik BitCom. Wer die Links unten gelesen hat versteht dann
auf einmal, warum es Absagen en Masse hagelt, wo doch angeblich so verzweifelt
nach Fachkräften gesucht wird!

Hier mal die die Absolventen-Zahlen einsehen:

http://www.uni-due.de/isa/auswahl_frm.htm

Netter Paukenschlag nicht ?

Nehmen wir mal das Fach Informatik:

http://www.uni-due.de/isa/fg_naturwiss/informatik/informatik_hs_frm.htm

Wenn man nun bei

www.Monster.de

oder

www.it-jobs.stepstone.de

das Suchwort Informatik eintippt und sucht, bekommt man die Jobangebote der
letzten 60 Tage. Teilt man diese Anzahl durch 60 und multipliziert dann mit 365
bekommt man in etwa die zirka ~ Jobangebote pro Jahr heraus.

Beides sind die größten Portale und die aktuellsten, da beim Arbeitsamt meist
nur Karteileichen zu finden sind, wobei die Stellen schon lange besetzt sind.

Wie kann man 16.000++ frische Absolventen auf gerade mal 5.000-6.000 IT-Stellen
verteilen, so das jeder zufrieden seine Brötchen verdienen kann ?
Da ich was von Mathe verstehe, würde ich mir gerne so einen
Verteilungsvorschlag ansehen. Smile

Soll heißen, mit nur EINEM Absolventen-Jahrgang eines jeweiligen Faches, kann
man in etwa 2-3 mal eine offene Stelle besetzen!

Großes Problem dabei ist, dass die Hochschulen kein Produktwissen vermitteln
und das ist auch nicht deren Auftrag!
Genau dieses Produktwissen wird aber gefordert, zumal nach jahrzehntelanger
Weisheit ein Ingenieur der teuerste Lehrling der Welt ist, und erst nach
ca. 3 Jahren im Job richtig produktiv wird und schwarze Zahlen schreibt!

Genau diesen Umstand will die Masse der Firmen durch überzogene Leistungs-
anforderungen in in den Anzeigenprofilen umgehen, was aber mangels Masse
dann dennoch in die Hose geht, weil selbst erfahrene Fachleute von so etwas
verschreckt werden. In etwa so:
{
Sie sind, Sie haben, Sie können und technische Wunder in Rekordzeit
vollbringen Sie auch......
Da Bescheidenheit zu Ihrem Charakter gehört halten wir 2500,-€ brutto /mtl.
für angemessen.....(2500,- brutto = ~ 1617,- netto in Steuerkl.1)
}

Amerkung:
{
Ohne es zu ahnen, trifft es die artverwandten Mathematiker noch härter, denn
deren Studium ist mit das härteste und entsprechend geringerer Erfolgsquote!
~3600 Absolventen kommen Jährlich aus den Hochschulen und bei Steptone.de
oder Monster.de findet man dann jährlich etwa ~1200 Stellenangebote.
}

Wenn man nun die Absolventen der vergangenen 10 Jahre aufrechnet sind im
Schnitt 66% der Absolventen arbeitslos bzw. werden mittels Harz4 (ALG2)
aus der Statistik heraus gelogen!

Wenn man nun die vermeintlichen 3 Millionen offiziellen Arbeitslosen ALG1-Leute
mit den 6,7 Millionen ALG2 Leuten zusammen zählt haben wir faktisch 9,7
Millionen Arbeitslose und eben nicht 3 Millionen, denn jeder der Harz4
sprich ALG2 bekommt wird aus der Statistik heraus gelogen! So auch Absolventen,
die wegen der Ausbildung, zuvor nie versicherungsspflichtig mit Ausnahme der
Ferien gearbeitet haben!

Demzufolge ist das was Merkel, Westerwelle, Brüderle, Gabriel & Co als
Aufschwung und Jobwunder verkaufen wollten nichts anderes als eine Lüge mehr!

Ich kann mich noch erinnern als unter Kanzler Schröder der Hype nach den
vermeintlich besseren Informatik-Indern los ging. Alle Softwareklitschen
wollten diese tollen Inder haben.

Als Schröder sagte OK, ihr könnt die Inder als Topspezialisten haben,
allerdings verdient jeder Inder dann als Top-Spezialist mindestens 100.000 DM
brutto also rd. 50.000++ €uro brutto Jahresgehalt, geschah das, was man im
allgemeinen als nächtliches Wunder bezeichnet!

Keiner wollte mehr diese Super-Inder haben und das über Nacht!
Seltsam nicht ?

Kurzum, wer heute noch dem Irrglauben erliegt durch Fleiß als Akademiker
ein finanziell besseres Leben führen zu können wird spätestens nach
dem Diplom ein extrem böse Überraschung erleben!

Soll heißen, außer Spesen "nix" gewesen, denn es ist schon verwunderlich,
wenn private Banken Kredite für die Semester-Gebühren anbieten, die 66-70% der
Absolventen nicht mehr zurückzahlen können, weil sie keine angemessene dem
Studiengang entsprechende Arbeit bekommen. Die Zeche für die Ausfälle zahlt
dann der Steuerzahler. Für die Banken ein todsicheres und lohnendes Geschäft!
Aber nur für die!

Davon ab, was verdienen Ingenieure/Informatiker/Mathematiker monatlich brutto ?

3.000 €uro - FH/BA............ca. ~ 1.874.13 € netto in Steuerklasse 1
3.300 €uro - UNI/TH...........ca. ~ 2.023.06 € netto in Steuerklasse 1

Oftmals sogar deutlich weniger, denn das sind wünschenswerte Soll-Gehälter!

Nur einer von 10 Ingenieuren/Informatikern/Mathematikern überschreitet die
5000,- € Brutto-Grenze, allerdings erst nach mindestens 10 eher nach 15 Jahren
Berufserfahrung. Bei dem Überangebot an Absolventen, von 2-3 Pro Arbeitsplatz
und Jahr dürfte es für mindesten 66% der Absolventen ausgesprochen schwierig
werden überhaupt nur ein bisschen Berufserfahrung zu sammeln!

Handwerker & Angestellte mit normalem IHK-Beruf verdienen im
Vergleich 1300-1700 € netto OHNE Studium!

Allenfalls sind nach dem Berufsstart in 3 Jahren Bruttosteigerungen von 10%
drin und danach ist erst mal wieder gut Pause bei Gehaltserhöhungen mit dem
freundlichen Hinweis des Personalfritzen, dass da draußen noch
20 Andere auf die Stelle scharf sind und auf Abruf springen!

Vorausgesetzt man bekommt überhaupt einen der hart umkämpften Arbeitsplätze ?
Falls nicht bleibt einem trotz guter Ausbildung und Engagement nur Hartz4!

Des weiteren muss man vom Nettoverdienst oben noch für etwa 10 Jahre
monatlich rd. 200 €uro an Bafög-Rückzahlung herunter rechnen, und die
Semester-Gebühren noch mal extra! Das dürften 4-5 Jahre auch noch mal 100 €
monatlich sein, weil kaum einer das Studium in der Regelzeit schafft.

Berechenbare Tatsache ist, dass ein Arbeiter am Fließband über die Jahre
gerechnet genauso viel verdient, und erst nach 17-20 Jahren hätte der
angestellte Diplomer den Fließbandarbeiter beim Einkommen überholt!

Und die Lebensweisheit der Älteren sagt:

Nur die Jahre von 18-39 sind allgemein die schönsten des ganzen Lebens.
Danach kommt nur noch Eintracht....das war's dann!

Gut gemeinter Rat:

Soll heißen, verschwendet Eure kostbare Lebenszeit nicht dafür, weil etwaige
Polit-Schmierer oder deren Vasallen aus den Vorstandsetagen der Wirtschaft
Euch mit niemals real existieren Karriere-Chancen die Taschen voll lügen!

Ich selbst hab es 2001 beim Platzen der IT-Blase selber erlebt,
Studieren lohnt sich finanziell nicht!

Und wer in der Not in die Fänge von Ingenieur-Adressenschiebern sprich
Personal-Schiebern gerät, ist noch schlechter dran. Soll heißen
3 bis max. 12 Monate Job und dann „nickes“ mehr für unbestimmte Zeitfenster.
Rechnet man die Ausfälle gegen das Einkommen hat ein kontinuierlich
arbeitender Fließbandarbeiter deutlich mehr!

Zum Thema Voraus-Leistungen:

Muss man gerade bei Ingenieurstudiengängen einen gut 12 stündigen
Lern-Arbeitstag voraussetzen, um das Studienziel zu erreichen und zwar
auch am Wochenende!

Leider hatte meine Generation noch kein warnendes Internet, das kam erst 7-8
Jahre später, sonst hätte ich diese Studienklamotte nach heutiger Erfahrung
sausen lassen!

Vielleicht wird das für den einen oder anderen, eine warnende Lehre sein,
das hoffe ich zumindest.

Alternative:

Nach dem Abitur oder der FOS12 in einer Firma anfangen eine normale Ausbildung
machen und danach ein Studium über eine Fern-Uni oder Fern-FH laufen lassen.
Da hat man im Zweifelsfall immer noch den alten Job, wenn man als Diplomer
später nichts bekommen sollte, und insbesondere fallen die Bafög-Schulden
und die Semester-Schulden weg, zumal sich die Profs an den privaten
Hochschulen keine Starallüren leisten können, wie es meist verbeamtete
Pauker an den staatlichen Hochschulen tun.

Bei der Einstellung als AZUBI dringlichst darauf achten, dass im
Ausbildungsvertrag eine Übernahmeklausel steht, sofern die IHK-Prüfung
bestanden wurde!

Ich bín mir durchaus bewusst, das dieses Posting mit WAHREN Inhalten Wellen
schlägt, aber das soll es auch, denn ich finde es geschmacklos junge Menschen
mit erlogenen Karrierechancen und ebenso erlogenen Traumgehältern auf die
Hochschulen zu locken, wohl wissend, das 66% der Absolventen danach keinen
Job im erlernten Fach findet und sich dann als Tagelöhner oder 1€-Jobber
verdingen muss!

Die Erhöhung des Renten-Eintritts-Alters hierzulande auf 67-68 Jahre verschärft
die Sache noch, wie man z.B. auch in Frankreich an den Protesten der Studenten
dort ablesen konnte, weil dort ohnehin nur 25% der Absolventen einen Job bekamen.
Dort sollte das Renten-Eintritts-Alter von 60 auf 62 Jahre erhöht werden.
rOYAL.
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Anmeldungsdatum: 19.06.2008
Beiträge: 2037
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BeitragVerfasst am: 23 Apr 2011 - 22:18:51    Titel:

Deine gesamte Argumentation stützt sich auf die Annahme, dass 100% der zu vergebenen Jobs auf einem Online-Portal ausgeschrieben werden? Bisschen dämlich, findest du nicht?
_________________
Wird Sperma [...] durch das Verschulden eines anderen vernichtet, dann steht dem Spender unter dem Gesichtspunkt der Körperverletzung ein Anspruch auf Schmerzensgeld zu.
BGH NJW 1994, 127
Whitis
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Anmeldungsdatum: 21.04.2011
Beiträge: 106

BeitragVerfasst am: 23 Apr 2011 - 22:43:43    Titel:

Tut mir Leid rOYAL. aber das kann man sicher auch auf einem netteren Niveau ausdrücken.
DelphiMann
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Anmeldungsdatum: 01.02.2007
Beiträge: 1081
Wohnort: Glasgow, UK

BeitragVerfasst am: 23 Apr 2011 - 23:01:24    Titel:

Was Du sagst mag an bestimmter Stelle stimmen und an anderer nicht ...

Jeder von uns hat solche Gedanken. Man kann nun mal nicht in die Zukunft schauen; aber man kann vorausschauend in die Zukunft blicken.

Beispielsweise macht es keinen Sinn sich nur Zahlen aus Deutschland anzuschauen wenn es darum geht einen Job zu bekommen. Es macht natuerlich Sinn wenn man die Lage in Deutschland erkundigen moechte. Deutchland ist nun mal in der EU. Da ich englisch, deutsch, italienisch und spanisch spreche, werde ich in der EU nach arbeiten schauen. Selbst wenn man die Sprache des jeweiligen Landes nicht beherrscht, solange man Englisch kann, sollte man zumindest nach 'internationalen' jobs in der EU schauen. Ausserdem sollte man, meiner Meinung nach, auch ausserhalb der EU schauen. Es gibt bestimmte Lander (ausserhalb der EU) in der gegenwaertigen Situation, die bestimmt Fachkraefte fehlen. Praktisch meine ich: Nehme an, dass Statistiker in Deutschland nicht gefragt sind (oder Deutschland hat zu viele Statistiker) und gleichzeitig Singapur viele Statistiker braucht (oder zu wenig Statistiker ausbildet). Warum nicht die Koffer packen und nach Singapur ziehen? Wir leben in einer globalen Welt. Man sollte die Vorteile nutzen! Sobald Deutschland wieder meint, nicht genug Statistiker zu haben, gehst Du zurueck.

Is halt meine Meinung. Ich werde mich mit Sicherheit nicht nur in Deustchland bewerben ... wofuer habe ich die Sprachen gelernt? Nun ja, bestimmt nicht nur weil ich Literatur liebe.
_________________
Julius_Dolby
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Anmeldungsdatum: 22.06.2008
Beiträge: 2991

BeitragVerfasst am: 24 Apr 2011 - 00:15:17    Titel:

Sarrazin hat folgendes geschrieben:
Ich selbst hab es 2001 beim Platzen der IT-Blase selber erlebt,
Studieren lohnt sich finanziell nicht!

(...)

Leider hatte meine Generation noch kein warnendes Internet, das kam erst 7-8
Jahre später, sonst hätte ich diese Studienklamotte nach heutiger Erfahrung
sausen lassen!

Wenn du als Akademiker (Ingenieur/IT/Mathe) auch nur so halb so oberflächlich und dreist arbeitest bzw. "argumentierst" und das dann noch als aufsehenerregende Erkenntnise und "Wahrheiten" verkaufen willst, wie hier... da muss man sich über nichts mehr wundern.
Sarrazin hat folgendes geschrieben:
Kurzum, wer heute noch dem Irrglauben erliegt durch Fleiß als Akademiker ein finanziell besseres Leben führen zu können wird spätestens nach dem Diplom ein extrem böse Überraschung erleben!

Die Arbeitslosenquote für Akademiker liegt momentan deutlich und langfristig unter 5% - im Grunde Vollbeschäftigung. Du darfst uns jetzt gerne - aber bitte mit Belegen - das allgemein übliche Argument anführen, dass und wie diese niedrige Quote "hinbetrogen" wurde…
donjonbovi
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Anmeldungsdatum: 18.02.2010
Beiträge: 375

BeitragVerfasst am: 24 Apr 2011 - 00:43:57    Titel:

Ohje, das wirsche Gelaber geht einem ja schon mehr auf die Nerven als die Fachkräftemangel-Geschichten. Rolling Eyes
-stopfkind-
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Anmeldungsdatum: 27.02.2010
Beiträge: 1775

BeitragVerfasst am: 24 Apr 2011 - 00:52:51    Titel:

Whitis hat folgendes geschrieben:
Tut mir Leid rOYAL. aber das kann man sicher auch auf einem netteren Niveau ausdrücken.


was war daran unfreundlich?
_________________
http://www.youtube.com/watch?v=LMpmW4DTBi0
nAim
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Anmeldungsdatum: 04.12.2007
Beiträge: 2003

BeitragVerfasst am: 24 Apr 2011 - 09:33:50    Titel:

Mathematiker arbeiten nicht nur in Berufen die für Mathematiker ausgeschrieben werden. Die findet man z.B. auch in Ingenieursberufen oder in Banken.

Das verlässlichste Kriterium sind die Gehälter und da werden MINT Berufe (und Wirtschaftswissenschaften) nur noch von Ärzten und Piloten geschlagen.

Und Informatiker verdienen mal locker 50-100% mehr als z.B. Architekten oder Germanisten.
nAim
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Anmeldungsdatum: 04.12.2007
Beiträge: 2003

BeitragVerfasst am: 24 Apr 2011 - 09:45:55    Titel: Re: Deutschland studiert sich kaputt! Fachkräftemangel = Mär

Sarrazin hat folgendes geschrieben:
Berechenbare Tatsache ist, dass ein Arbeiter am Fließband über die Jahre
gerechnet genauso viel verdient, und erst nach 17-20 Jahren hätte der
angestellte Diplomer den Fließbandarbeiter beim Einkommen überholt!

Und die Lebensweisheit der Älteren sagt:

Nur die Jahre von 18-39 sind allgemein die schönsten des ganzen Lebens.
Danach kommt nur noch Eintracht....das war's dann!

Gut gemeinter Rat:

Soll heißen, verschwendet Eure kostbare Lebenszeit nicht dafür, weil etwaige
Polit-Schmierer oder deren Vasallen aus den Vorstandsetagen der Wirtschaft
Euch mit niemals real existieren Karriere-Chancen die Taschen voll lügen!


Oh man, arbeite du mal 20 Jahre an einem Fließband, dass sind Gewiss nicht die schönsten deines Lebens




Zitat:
Muss man gerade bei Ingenieurstudiengängen einen gut 12 stündigen
Lern-Arbeitstag voraussetzen, um das Studienziel zu erreichen und zwar
auch am Wochenende!


Bullshit


Zitat:

Bei der Einstellung als AZUBI dringlichst darauf achten, dass im
Ausbildungsvertrag eine Übernahmeklausel steht, sofern die IHK-Prüfung
bestanden wurde!


Als Azubi Bewerber ist man nicht in der Position soetwas duchzusetzen.
Justav
Moderator
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Anmeldungsdatum: 31.01.2006
Beiträge: 2150

BeitragVerfasst am: 24 Apr 2011 - 10:00:28    Titel:

Zitat:
Ich denke einmal das sich nicht wenige Absolventen, egal welcher Fachrichtung
gewundert haben dürften, das von 150 Bewerbungen pro Jahr 140++ Absagen ins
Haus geflattert sind und für allgemeine Verwunderung und nicht zuletzt für
Frustration gesorgt haben! Die letzen 10 waren dann Einladungen zur
Vorstellung, aber letztlich ohne erfolgreiche Einstellung.


Kann ich so nicht bestätigen. Bei den Firmen wo ich zuletzt war, war es eher so, dass man sich als Ingenieur bald aussuchen konnte welche von 2-3 ähnlichen Stellen man am interessantesten fand.

Die Erhebung deiner Stellenzahlen entbehrt übrigens jeglicher sinnvoller Grundlage.

Zitat:
Großes Problem dabei ist, dass die Hochschulen kein Produktwissen vermitteln
und das ist auch nicht deren Auftrag!


Das ist zwar richtig, aber was ist die Schlussfolgerung daraus? Eine Hochschule soll Fachwissen und selbstständiges Arbeiten ermöglichen und nicht beibringen, welche und wieviele Schrauben ich für welches Auto von BMW brauche.

Zitat:
Ohne es zu ahnen, trifft es die artverwandten Mathematiker noch härter, denn
deren Studium ist mit das härteste und entsprechend geringerer Erfolgsquote!


Am härtesten ist immer das, was man nicht kann. Ich habe letztens noch mit einem Mathematiker gesprochen der sich über das Ingenieursstudium bei uns empört habe, die Mathematik sei völlig verschmutzt von Anwendung und hochgradig unrein. Laughing

Ansonsten - naja, Enttäuschung und Frust, dass man nicht gleich Millionär wird, weil man sich durchs schwere Studium geprügelt hat?
xerex
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 03.12.2008
Beiträge: 402

BeitragVerfasst am: 24 Apr 2011 - 10:57:24    Titel:

Justav hat folgendes geschrieben:

Kann ich so nicht bestätigen. Bei den Firmen wo ich zuletzt war, war es eher so, dass man sich als Ingenieur bald aussuchen konnte welche von 2-3 ähnlichen Stellen man am interessantesten fand.


An dieser Stelle muss man vorsichtig mit solchen Aussagen umgehen.

Du warst bei bei Firmen. OK ... Aber als wer - Praktikum-, Diplomarbeit- oder Arbeitsstellesuchender ?

Jede von diesen Ausbildungsphasen hat ihre Eigenheiten und kann nicht mit den anderen vergliechen werden. Also man kann nicht aufgrung von einer ausgezeichneter Stellenlage bei Praktika oder Diplomarbeiten auf den brumenden Arbeitsmarkt schliessen. Aus unternehmerischer Sicht gibt es zwischen beiden Gruppen signifikante Unterschiede.

Ich bin eindeutig mit dem Thresdersteller nicht einverstanden. Wobei einige von ihm genannten Punkte schon der Wahrheit entsprechen.


Ich würde aber gerne von dir erfahren, aufgrund von welcher Informationen du zu der oben zitierten Aussage gekommen bist.
Justav
Moderator
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Anmeldungsdatum: 31.01.2006
Beiträge: 2150

BeitragVerfasst am: 24 Apr 2011 - 11:18:40    Titel:

Zitat:
Du warst bei bei Firmen. OK ... Aber als wer - Praktikum-, Diplomarbeit- oder Arbeitsstellesuchender ?


Es ging ja nicht darum als was ich persönlich da war, sondern um das was ich als dort arbeitender mitbekommen habe. Persönlich war ich bisher nur Praktikant, Werkstudent usw. aber man hat doch immer mal ein Auge auf die aktuellen Bewerbungen geworfen und wurde dazu zu seiner Meinung gefragt, auch wenn ich gar nicht weiß ob das Datenschutztechnisch erlaubt ist.

Du hast schon recht, dass die Aussage nicht unbedingt zu verallgemeinern ist, und es je nach Unternehmen, Bewerberprofil usw. auch Unterschiede gibt.

Beispiel 1: Mittelgroßes Maschinenbauunternehmen, es gibt freie Stellen im Bereich FuE, Systementwicklung (nahezu identisch aber andere Abteilung), Service/Beratung, Vertrieb und Inbetriebnahme. Für alles braucht man mehr oder weniger (mal vielleicht von Ausnahme des Vertrieblers) Maschinenbauingenieure. Wir hatten 2-3 Bewerber von der RWTH Aachen die ähnliche Profile hatten und im Gespräch gefragt wurden, welche dieser Stellen sie am ehesten interessieren könnten. Unabhängig von der rein fachlichen Qualifikation ist das ja schon ein Unterschied ob jemand als Vertriebsingenieur oder Inbetriebnehmer weltweit unterwegs ist, oder als Entwickler eher zu 99% am Hauptsitz beschäftigt ist.

Beispiel 2: Mittelgroßes Beratungsunternehen, es gibt freie Stellen für Consultants in einem bestimmten Fachbereichen, aber auch für Business Developer, und andere artverwandte Stellen. Hier kommt es gar nichtmal auf das Studium inhaltlich an, es werden Mathematiker genauso eingeladen wie Ingenieure, Psychologen, Geographen oder Betriebswirte. Es muss einfach "passen", und wenn es das tut ist auch das Aufgabenfeld sehr flexibel und individuell.

Die Aussage, das man von 150 Bewerbungen als fertiger Ingenieur etwa 140 Absagen bekommt, halte ich aber für ziemlich falsch und übertrieben. Mir würden auf Anhieb etwa 100 Firmen einfallen, die alle in ihrem Bereich Marktführer sind, hochinteressant und mit größerer FuE-Abteilung, an die ich meine Bewerbungen schicken würde, wenn ich in der Situation wäre. Natürlich informiert man sich vorher über das Unternehmen, die wirtschaftliche Lage und die ausgeschriebenen Stellen. Dann denke ich, würde man zumindest wenn man sich nicht allzu fachfremd bewirbt, gute Noten und Zusatzqualifikationen hat zu 60, 70% oder mehr zum Gespräch eingeladen. Was sich danach ergibt, ist natürlich dann von einem selbst abhängig. Wer sich nur bei Porsche und BMW bewirbt, naja...
Whitis
Full Member
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Anmeldungsdatum: 21.04.2011
Beiträge: 106

BeitragVerfasst am: 24 Apr 2011 - 11:28:44    Titel:

-stopfkind- hat folgendes geschrieben:
Whitis hat folgendes geschrieben:
Tut mir Leid rOYAL. aber das kann man sicher auch auf einem netteren Niveau ausdrücken.


was war daran unfreundlich?


"Dämlich" ist ja wohl eindeutig nicht freundlich und geht auf eine unsachliche, beleidigende Ebene. So etwas sollte einem schon in der Schule abgewöhnt werden.
Alternativen wären bspw. "unüberlegt", "undifferenziert" etc.
FH-Spacken
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 20.04.2009
Beiträge: 926

BeitragVerfasst am: 24 Apr 2011 - 12:37:49    Titel:

Das ist doch inzwischen schon ein alter Schuh. Jeder weiß doch, dass es keinen Fachkräftemangel gibt - spätestens seit der letzten DIW-Studie müsste das jeder noch so lebensblinde begriffen haben.

Dass der - von er Wirtschaft gewünschte - Konkurrenzdruck unter den Akademikern entsprechend hoch ist, dürfte klar sein. Man macht sich deshalb durch hohe Qualifikation und niedrige Gehaltsforderungen attraktiv. Auch hier ist ein Grund zu sehen, warum wir in Deutschland eine Netto-Abwanderung von Fachkräften haben. Im Ausland wird einfach besser bezahlt und behandelt. Die ganzen IT-Inder haben nicht umsonst das Weite gesucht. In ihrem Heimatland sind die Gehälter nämlich fast genauso hoch wie unsere. Da lohnst sich das abwandern kaum.

Das soll aber keine Schwarzmalerei sein. Denn es gilt immer noch: Wer gut ist, dem stehen (auch noch in Deutschland) alle Türen offen.
_________________
B.Sc. Wirtschaftsinformatik (7 Semester)
Software-Ingenieur/IT-Consultant

Forum Informatiker für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V.
Luna123
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Anmeldungsdatum: 04.05.2007
Beiträge: 630

BeitragVerfasst am: 24 Apr 2011 - 16:29:09    Titel:

jepp, wer gut ist bekommt auch einen Job.
Kann dieses ewig gejammer von wegen Arbeitslosigkeit echt nicht mehr hören Confused
Wenn man das hier teilweise liest, könnte man meinen, die Arbeitslosenquote läge bei 80% oder so Smile
Habe mit Hauptschulabschluss damals nach einem Praktikum direkt eine Ausbildungsstelle angeboten bekommen, und heute ist es auch kein Problem neben dem Studium sich des öfteren einen neuen Nebenjob zu suchen. Klar spiegelt das nicht den Akademiker Arbeitsmarkt wieder- Aber ich finde es echt übertrieben, dass manche derart Panik vor Arbeitslosigkeit bekommen. Natürlich ist der Fachkräftemangel ein Märchen-trotzdem ist es nicht so, dass der Großteil der Akademiker nach dem Studium ohne Arbeit dasteht.

Das ganze hat auch viel mit der eigenen Einstellung zutun: Ich sag mir, ich bin gut und bekomme den Job. Mit positiver und überzeugender Einstellung fällt vieles leichter.
Wer schon von Anfang an in Panik ausbricht, weil er Angst hat, keinen Job zu bekommen, strahlt das auch aus. das zeugt ja auch von mangelndem Selbstvertrauen, wenn man sich nicht gut genug qualifiziert fühlt.
Qualifikation ist nicht alles- Persönlichkeit und vorallem Selbstvertrauen entscheiden doch oft, ob man eine Stelle bekommt.
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 6192

BeitragVerfasst am: 24 Apr 2011 - 16:46:57    Titel:

Es gibt sicherlich keinen Fachkräftemangel, aber durchaus einen Fachkräftemangel...

Unlogisch? Nö. Denn es besteht durchaus in manchen Bereichen ein eklatanter Mangel an fähigen(!) Fachkräften, in anderen Bereichen ist das nicht so und an durchschnittlichen bis unfähigen Fachkräften herrscht(e) sicherlich nie ein Mangel...
Sarrazin
Newbie
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Anmeldungsdatum: 23.04.2011
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 24 Apr 2011 - 20:45:40    Titel: Hochmut kommt vor dem Fall und nach dem Fall kommt Leiden

So ein Zitat von Goethe, was sich heute mehr den je als Richtig erweist.
Das z.B. Hochschulen von einer Überproduktion von Fachleuten nichts
wissen wollen ist doch klar, denn die leben von Steuergeldern und wenn
tatsächlich nur noch Leute gemäß der zu erwartetenden Stellen
ausgebildet werden, also rund 33% dürten mal eben 60% der
finanziellen Mittel wegbrechen, was zurecht diese teils aufgeblasenen
Verwaltungsfuzzis als erste erwischt.

Ich kann mich noch an 2007 erinnern, als ein Bundeswirtschaftsminister
namens Michael Glos auf der CBit Interviews gab. Am Selben Tage um
18:45 wurde auf RTL ein sehr interessantes Statement von Glos ebracht

Zitat:
{
In den letzten Jahren sind ja ganze Jahrgänge von Ingenieuren garnicht eingestellt worden!
}

In der darauf folgenden ZDF-Heute Sendung war die Passage schon
rausgeschnitten, ich ans Telefon Bekannte angerufen damit diese
während ich 20:00 ARD sehe die dann die Sat1 Nachrichten zur selben
Zeit abfangen. Ergebnis:

Überall wurde diese Passage raus geschnitten!
Als ich dann um 0:00 Uhr das RTL-Nachtjournal kontrollierte wurde
gleicher Film nochmal gezeigt, aber die entscheidende Passage wo Glos
obigen Satz sagte war auch rausgeschnitten.

Was damit beabsichtigt was fürfte klar sein, denn einmal mehr sollten die
Leute, besonders mögliche Studienanfänger für blöd verkauft werden!

Sieht man sich mal die politsche Zugehörigkeit der jeweiligen
Aufsichtsräte der jeweiligen Sender an kommt man auf etwa folgendes
Bild:

ARD+Subsender = SPD
RTL+Subsender = SPD

ZDF+Subsender = CDU/CSU
Sat1+Pro7-Gruppe = CDU/CSU

Während man sich vor dn Mikrophonen öffentliche Redeschlachten
liefert, macht man hinter verschlossenen Türen gemeinsame Sache, denn
keine Krähe hackt der anderen ein Auge aus......Allenfalls füllt man sich
kräftig die eigenen Taschen mit dem Geld der Steuerzahler.
Sarrazin
Newbie
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Anmeldungsdatum: 23.04.2011
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 24 Apr 2011 - 21:16:29    Titel: Statistik Marke Arbeitsamt

Man sehe folgenden Link

http://www.abi.de/arbeitsmarkt/arbeitsmarktberichte/mn/informatiker05147.htm?imageid=3519

Was man dabei geflissentlich verschweigt ist, dass ab Januar 2005
alle die bis zum Zeitpunkt ALG2 bekamen dann auf Harz4 gesetzt wurden,
und damit aus dieser Statistik herrausgelogen wurden. Soll heissen,
zählt man die Weggelogenen mit, würde die Kurve bis heute immer noch
steil ansteigen. Desweiteren macht man beim Arbeitsamt gerne davon
gebrauch Fachleute in Fachfremden Berufen unter zu bringen z.B. als
Taxifahrer, womit man die Kurve auch ein Stück flacher lügen kann,
denn seit dem jeder zu irgend einer X-beliebigen versicherungspflichtigen
Arbeit gezwungen werden kann, ähnlich den 1€ Jobs ist es kaum
verwunderlich, das solche geschönten Grafiken zustande kommen.
cyrix42
God of Posting
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 21523

BeitragVerfasst am: 24 Apr 2011 - 22:04:36    Titel:

*g* Süß.

You made my day. Smile

Cyrix
_________________
Die Wurzel
--
-stopfkind-
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Anmeldungsdatum: 27.02.2010
Beiträge: 1775

BeitragVerfasst am: 24 Apr 2011 - 23:37:38    Titel:

allein die aussage das "ganze jahrgänge" komplett ohne arbeit da steht und vollkommen lächerlich und kann nur einen blöde politker floskel sein.

ob raus geschnitten oder nicht.
_________________
http://www.youtube.com/watch?v=LMpmW4DTBi0
Whitis
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Anmeldungsdatum: 21.04.2011
Beiträge: 106

BeitragVerfasst am: 25 Apr 2011 - 10:30:33    Titel:

Haben hier ja einen richtigen Verschwörungstheoretiker.
Wo bleiben in deinen Erläuterungen eigentlich die Illuminaten?!
donjonbovi
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Anmeldungsdatum: 18.02.2010
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BeitragVerfasst am: 25 Apr 2011 - 11:01:59    Titel:

Ist wirklich herrlich so etwas zu lesen. Laughing
Ist mir ganz neu, dass wir in Weißrussland oder China leben wo das mit den Medien vielleicht so läuft. Smile
bimbo_nr_1
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Anmeldungsdatum: 16.09.2007
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BeitragVerfasst am: 25 Apr 2011 - 15:21:30    Titel:

Ist vielleicht übertrieben oder bezieht sich vielleicht auf bestimmte Fachrichtungen. Die Bauingenieure hatten es ja oft gar nicht so einfach, soviel ich weiß. Auch wenn seit den letzten Jahren ja immer wieder gesagt wird dass ja bald soviele Ingenieure in den Ruhestand gehen und dann ihre Stunde wieder geschlagen hat.

Naja, in der Realität sah es dann oft etwas anders aus.



Zitat:
Ist wirklich herrlich so etwas zu lesen. Laughing
Ist mir ganz neu, dass wir in Weißrussland oder China leben wo das mit den Medien vielleicht so läuft. Smile


Ich glaube nicht, dass das in dem Fall wirklich so stimmt. Die Ingenieure von Fachrichtungen wie Elektrotechnik, Chemietechnik oder Maschinenbau stehen nach wie vor recht gut da.

Aber zu behaubten die Medien in Deutschland seien gänzlich frei von politischer Manipulation halte ich für mindestens genauso naiv. Jeder der ein bischen mitdenkt sieht doch, dass permanent Stimmungsmache betrieben wird, dass Feindbilder aufgebaut werden und dass kritische Meinungen in den Medien zugelassen werden um den Schein der Demokratie zu wahren aber diesen Stimmen wird nur wenig Raum gelassen.

Dass Statistiken geschönt und Halbwahrheiten verbreitet werden. Wenn man sich mal die kritischen Reportagen ansehen will, dann laufen die häufig mitten in der Woche sagen wir mal am Mittwoch um halb 12, damit ja nicht zu viele Leute zu dumme Ideen deswegen bekommen und wiederholt werden die in der Regel auch nicht.

Aber es ist ja alles gut, unsere Politiker sagen immer nur die Wahrheit und wir sollten uns nicht beschweren, weil es in anderen Ländern ja viel schlimmer ist...
Luna123
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Anmeldungsdatum: 04.05.2007
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BeitragVerfasst am: 25 Apr 2011 - 16:03:36    Titel:

Ich glaube vieles würde besser laufen, wenn man Fernsehn,Internet und Zeitungen in die Tonne treten würde- mal überspitzt gesagt. Dann würde jeder studieren was ihm liegt, und nicht was gerade ach so tolle Aussichten hat und diese ganze Panikmache würde aufhören. Wenn ich schon sehe wie die Leute im Winter die Regale von Desinfektionsmitteln leerkaufen, nur weil in der BILD stand, dass die Schweinegrippe "comeback feiert", wird mir schlecht Rolling Eyes
Informationen schön und gut, aber wie so manches dargestellt wird, und in welche Ecken es leute treiben soll, ist manchmal echt zum würgen.
cotangens
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Anmeldungsdatum: 12.03.2009
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BeitragVerfasst am: 08 Jan 2012 - 20:12:58    Titel:

Zitat:
Neujahrs-Präsent für die Wirtschaft
Die neue „Blue Card“ für Arbeitskräfte aus Ländern außerhalb der EU soll einen Mangel bekämpfen, den Arbeitslose gar nicht erkennen können


Rechtzeitig zum Jahreswechsel hat die Bundesregierung der Wirtschaft ein Präsent gemacht: die „Blue Card“ zur erleichterten Anwerbung hochqualifizierter Arbeitskräfte aus Ländern außerhalb der Europäischen Union. Die „Expertenweihen“ hierzu lieferte die „Hochrangige Konsensgruppe Fachkräftebedarf und Zuwanderung“, die wirtschaftsnahe Stiftungen ins Leben gerufen hatten.

Mit der Neuregelung wird die EU-Hochqualifizierten-Richtlinie von 2009 in nationales Recht umgesetzt. Nun sinkt die „Gehaltsschwelle“ für Fachkräfte aus dem Ausland von bisher 66.000 Euro auf 48.000 Euro Jahresgehalt. In Mangelberufen – etwa Ingenieure oder Ärzte – sind es nur noch 33.000 Euro. In diesen Fällen entfällt die „Vorrangprüfung“ der Bundesagentur für Arbeit. Denn eigentlich darf ein Ausländer nur beschäftigt werden, wenn kein Inländer oder EU-Bürger zur Verfügung steht. Erleichtert wird auch die Beschäftigung von ausländischen Absolventen deutscher Hochschulen.

Doch kaum geht die „Blue Card“ an den Start, schon mahnt die Wirtschaft weitere Schritte zur Lockerung der Zuwanderung an. Die Grundmelodie dabei ist immer die gleiche: Seit Jahren warnen Unternehmen vor Fachkräftemangel – in jüngster Zeit nun mit immer dramatischeren Untertönen. Dabei hat der Zufluss neuer, junger, potenziell billiger Arbeitnehmer eine Kehrseite am deutschen Arbeitsmarkt. Vor allem ältere Arbeitslose – darunter auch etliche gut Qualifizierte – suchen oft immer noch vergebens nach geeigneten Stellen. Die Hoffnung auf verbesserte Beschäftigungschancen infolge der Demographie könnte für sie platzen.

Entgegen dem allgemein positiven Trend steigt derzeit die Arbeitslosigkeit von Älteren, Migranten und Menschen mit Behinderungen. Frauen konnten ihre Beschäftigungsquote zwar erhöhen, aber um den Preis anhaltender Lohndiskriminierung. Auch nach Verabschiedung des Aktionsplanes der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenkonvention ist die geforderte Teilhabe in Bildung, Ausbildung, Beschäftigung und Gesellschaft für die betroffenen Menschen weit entfernt. Die Hochrangige Konsensgruppe hat dies anerkannt und festgestellt, ohne bessere Beschäftigungschancen für die Menschen in der Bundesrepublik sei keine Unterstützung für weitere Zuwanderung zu erzielen. Doch kommt die Erkenntnis nicht zum Tragen; die angemahnte „Willkommenskultur“ für qualifizierte Menschen aus dem Ausland ist damit ebenfalls nicht in Sicht.

Von Green zu Blue

Die „ Blue Card“ der Bundesregierung hat einen Vorläufer: die „Green Card“ des ehemaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder aus dem Jahr 2000. Und auch die Hochrangige Konsensgruppe konnte an Befunde der Unabhängigen Zuwanderungskommission unter der Leitung der ehemaligen Bundestagspräsidentin Rita Süßmuth anknüpfen. Von damals bleibt die Erkenntnis: Die Zuwanderungsinitiativen von Rot-Grün verursachte in Zeiten steigender Arbeitslosigkeit erhebliche Unruhe. Das 2005 eingeführte Zuwanderungsgesetz beschränkte sich denn auch auf eine „gebremste“ Zuwanderung Hochqualifizierter auf Zeit, die einen Arbeitsvertrag mit einem hohen Einkommen vorweisen mussten. Entsprechend gering fiel auch die Zuwanderung aus. Sie blieb eine Ausnahme von dem generellen Anwerbestopp. In den vergangenen Jahren sind demzufolge mehr qualifizierte Menschen ab- als zugewandert.

Nun empfiehlt die Hochrangige Konsensgruppe also eine bessere Eingliederung der bisher auf dem Arbeitsmarkt benachteiligten Menschen. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Von dem 80 Milliarden Euro schweren Kürzungspaket der Bundesregierung zur Finanzierung des ersten Banken-Rettungsschirmes von 2008 geht ein erheblicher Teil zu Lasten der Förderung von Arbeitslosen. Das Gesetz mit dem irreführenden Titel „Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt“ wird die Ausgaben für die Arbeitsmarktpolitik in den nächsten Jahren halbieren.

Kompliziert wird die Lage auch durch die Euro- und Finanzkrise. Denn gerade in den überschuldeten Euro-Ländern steigt die Arbeitslosigkeit, besonders unter jungen Menschen. Arbeit in Deutschland – für EU-Bürger auch unabhängig von der Blue Card möglich – sehen viele als Chance. Die Konsensgruppe schlägt vor, einfach mittels Werbekampagnen die Fachkräftelücke mit Zuwanderern zu füllen. Nötig wäre jedoch, den Menschen, die in der Bundesrepublik arbeiten wollen, mit flankierenden sozialen Maßnahmen zu helfen. Das Wichtigste wären Entwicklungsperspektiven in ihren eigenen Länden. Dazu müssten beschäftigungspolitische Maßnahmen in der EU ausgebaut werden.

Bisher spielen von den Empfehlungen der Konsensgruppe eigentlich nur die Vorschläge zur Erleichterung der Zuwanderungen aus Drittländern in der öffentlichen Debatte eine Rolle. Diese überlagert die Defizite bei der Beschäftigung der Menschen in der Bundesrepublik und in der EU. Der notwendige Paradigmenwechsel in der Zuwanderungskultur kann aber nur gelingen, wenn gleichzeitig benachteiligte Menschen jedweder Herkunft eine Chance bekommen.


http://www.freitag.de/datenbank/freitag/2012/01/zum-jahreswechsel-ein-pr-sent-f-r-die-wirtschaft/print
konstantin87
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BeitragVerfasst am: 09 Jan 2012 - 01:14:54    Titel:

finde ich gut. wie soll unser rentensystem sonst in ein paar jahrzehnten funktionieren? der bessere setzt sich nun mal durch. dauerhaft mehr abwanderung von hochqualifizierten als deren zuwanderung ist wesentlich schlechter als umgekehrt.
FH-Spacken
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BeitragVerfasst am: 09 Jan 2012 - 08:45:29    Titel:

Ohne realexistierenden(und es existiert keiner) Fachkräftemangel ist das aber lediglich eine Kostensenkung für Unternehmen einhergehend mit schlechteren Arbeitsbendingungen für ältere Arbeitnehmer. Und wenn das so weitergeht, werden auch weiter mehr Fachkräfte abwandern als zuwandern. Im Übrigen ist auch gar nicht gesagt, dass so viele ausländlische Fachrkräfte ins "Arbeitsparadies Deutschland" kommen wollen, wie man einst bei den IT-Indern sehen konnte - die blieben nämlich auch aus.
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BeitragVerfasst am: 09 Jan 2012 - 09:47:37    Titel:

ein großer Teil der Engineering Abteilungen großer Firmen wie Linde, Thyssenkrupp sind jetzt schon vorallem in Indien und China zu finden. Es handelt sich dabei vorallem um detailed Engineering aufgaben. Ein Ingenieur in Indien kann man für 9000€ pro Jahr haben, und das ist ein sehr gutes Gehalt in Indien !
Linde z.B. lässt die Luftzerlegungsanlagen fast komplett in Indien auslegen, Thyssen hat grad nen Stahlwerk in Brasilien von Chinesen bauen lassen obwohl man eigene Kompetenzen hätte, aber zu teuer ist.

Und wenn die chronische Unterfinanzierung der Bildung und Forschung in D so weiter geht dann wandert wohl auch bald das ab !
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 2352

BeitragVerfasst am: 10 Jan 2012 - 00:05:47    Titel:

FH-Spacken hat folgendes geschrieben:
Ohne realexistierenden(und es existiert keiner) Fachkräftemangel ist das aber lediglich eine Kostensenkung für Unternehmen einhergehend mit schlechteren Arbeitsbendingungen für ältere Arbeitnehmer. Und wenn das so weitergeht, werden auch weiter mehr Fachkräfte abwandern als zuwandern. Im Übrigen ist auch gar nicht gesagt, dass so viele ausländlische Fachrkräfte ins "Arbeitsparadies Deutschland" kommen wollen, wie man einst bei den IT-Indern sehen konnte - die blieben nämlich auch aus.


wo beginnt denn ein fachkräftemangel? das müsste man festlegen, bevor das beantwortet werden kann. für mich ist es so weit, wenn der mangel an fachkräften die normale fluktuation deutlich übersteigt, also es wesentlich mehr offene stellen als suchende fachkräfte gibt. extrem wird es sicher dann, wenn mehr leute in rente gehen, als es neue einschreibungen in die jeweiligen studiengänge gibt.
allerdings sollen die unternehmen angeblich viele offene stellen auch nie besetzen wollen. sind dazu zahlen bekannt?
trotzdem kann es in zeiten des demografischen wandels und unserem system nicht das ziel sein ein auswanderungsland zu sein.

natürlich gehen die it-inder lieber in usa, kanada etc., aber deutschland hat es denen auch deutlich schwieriger gemacht und war (ist) damit unattraktiver.
-stopfkind-
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Anmeldungsdatum: 27.02.2010
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BeitragVerfasst am: 10 Jan 2012 - 00:28:03    Titel:

fängt das schon wieder an?

seid ihrs noch nicht leid?
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http://www.youtube.com/watch?v=LMpmW4DTBi0
FH-Spacken
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Anmeldungsdatum: 20.04.2009
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BeitragVerfasst am: 10 Jan 2012 - 08:59:23    Titel:

Warum sollten wir? Sowohl Arbeitsagentur als auch DIW bestätigen die Nicht-Existenz eines Fachkräftemangels (mal abgesehen von "Fachkräften" in der Pflege).
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