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wiwi/(Wirtschafts-)Mathe/BWL - Die Qual der Wahl
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xBacho
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Anmeldungsdatum: 16.10.2010
Beiträge: 38

BeitragVerfasst am: 14 Mai 2011 - 12:14:26    Titel: wiwi/(Wirtschafts-)Mathe/BWL - Die Qual der Wahl

Ab morgen ist es soweit, ich kann mich an der ersten Uni die mir gefallen würde bewerben. Doch langsam stellt sich mir die Frage, ob ich mit BWL wirklich glücklich werde.
Ich habe mein Abitur nun mit einen Schnitt von 2.0 und den LKs Mathe und Physik bestanden, womit ich in Mannheim wahrscheinlich nicht für BWL angenommen werde.
Da ich erst meinen Master an einer privaten Uni machen möchte, bleiben außer Mannheim nicht viele tolle Unis übrig (Vorschläge für gute Unis werden hier gerne gesehen).

Als mein Ziel sehe ich eine Position im mittleren Management (gerne auch im Bereich Banking) oder bei einer Versicherung. Investment Banking kann ich wahrscheinlich von Anfang an streichen, da dafür mein Abi wohl zu grottig ist.

Nun möchte ich von euch wissen, welcher Studiengang wohl am direktesten zu meinem Ziel führt.
Ist ein Mathematik Studium für einen normalen Abiturienten überhaupt noch machbar? Mittlerweile verdient man sich das Abitur ja nicht mehr, sondern bekommt es einfach. Vielleicht bin ich an diesem Punkt auch zu kritisch mit mir selbst, doch ich will keine Lücken in meinem CV nur weil ich ein Studium schmeiße.

Vielen Dank im Voraus

PS: "Zu viele Grossbuchstaben im Titel. Bitte auf korrekte Gross- und Kleinschreibung achten."

"WiWi/(Wirtschafts-)Mathe/BWL - Die Qual der Wahl"
Mister_X
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Anmeldungsdatum: 19.04.2009
Beiträge: 226

BeitragVerfasst am: 14 Mai 2011 - 23:56:49    Titel:

Zitat:
Ich habe mein Abitur nun mit einen Schnitt von 2.0 und den LKs Mathe und Physik bestanden, womit ich in Mannheim wahrscheinlich nicht für BWL angenommen werde.

Zu 100% korrekt.
Zitat:
Da ich erst meinen Master an einer privaten Uni machen möchte,

Das ist imho sehr wenig sinnvoll. Die Stärke der Privaten ist eher das Placement nach dem Bachelor, weniger nach dem Master.
Zitat:
Investment Banking kann ich wahrscheinlich von Anfang an streichen, da dafür mein Abi wohl zu grottig ist.

totaler Schwachsinn. Mit nem sehr guten Schnitt ist das Abi nicht mehr so relevant. Mein Eindruck ist eh, dass im IB die Note (vom Abi) weniger zählt, als in der Beratung. Vlt. reicht es dann trotzdem nicht für Goldman (wobei auch das imho immer noch möglich ist), aber es gibt auch reichlich andere Banken.

Zitat:
Ist ein Mathematik Studium für einen normalen Abiturienten überhaupt noch machbar?

Meiner Meinung nach nur sehr bedingt (side note: ich studiere u.a. Mathe). Einen unterdurchschnittlichen Abschluss in Mathe schafft auch ein ganz guter Abiturient. Will man allerdings einen guten-sehr guten Abschluss in Mathe, muss man entweder ziemlich talentiert sein (was ca. 5% der Absolventen eines Mathestudiums sind, entweder aufgrund natürlicher Intelligenz oder sehr guter Frühförderung) oder sehr interessiert und gleichzeitig sehr fleißig sein. Weder das eine noch das Andere trifft auf den average Abiturienten noch zu.

Zitat:
Mittlerweile verdient man sich das Abitur ja nicht mehr, sondern bekommt es einfach.

Das ist eine korrekte Beobachtung in Zeiten von Bildungsinflation.

Zitat:
ich will keine Lücken in meinem CV nur weil ich ein Studium schmeiße.

Gerade diese Aussage zeigt mir, dass du dich eher gegen ein Mathe-/WiMa-Studium entscheiden solltest. Meiner Meinung nach ist Mathe eines der Fächer, das auch für sehr gute und motivierte Abiturienten eines der höchsten Risiken birgt. Warum?
Ganz einfach: Solche Leute sind es gewohnt schnell vorwärts zu kommen. Genau das Gegenteil ist in einem Mathestudium der Fall(, wobei man gerade hieraus sehr viel lernen kann. So war es zumindestens bei mir der Fall). Dir kann es passieren mehrere Stunden für eine klitzekleine Übungsaufgabe zu brauchen. Damit meine ich nicht, dass du so lange brauchst, weil du irgendwelche Infos suchst, sondern weil du einfach so lange über ein Problem nachdenken musst, bis du zu einer Lösung kommst.

Fazit:
Zitat:
Als mein Ziel sehe ich eine Position im mittleren Management

Wenn das dein Ziel ist, ist ein Mathestudium ein Umweg, da es vor allem auf eine wissenschaftliche Karriere vorbereitet und eher der eigenen Interessenbefriedigung dient.
Meine Empfehlung ist daher direkt BWL an einer der üblichen Verdächtigungen zu studieren (Mannheim, WHU, Münster, München, EBS, Köln), dafür zu sorgen, dass mein notentechnisch ganz gut dabei wegkommt (nicht so schwierig) und vor allem excessiv Praktika zu machen.
emoguy
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Anmeldungsdatum: 08.07.2008
Beiträge: 640

BeitragVerfasst am: 15 Mai 2011 - 04:03:38    Titel:

Mister_X hat folgendes geschrieben:

Meiner Meinung nach nur sehr bedingt (side note: ich studiere u.a. Mathe). Einen unterdurchschnittlichen Abschluss in Mathe schafft auch ein ganz guter Abiturient. Will man allerdings einen guten-sehr guten Abschluss in Mathe, muss man entweder ziemlich talentiert sein (was ca. 5% der Absolventen eines Mathestudiums sind, entweder aufgrund natürlicher Intelligenz oder sehr guter Frühförderung) oder sehr interessiert und gleichzeitig sehr fleißig sein. Weder das eine noch das Andere trifft auf den average Abiturienten noch zu.

korrigiere mich wenn ich falsch liege, aber bei uns an der Uni liegt die Abbrecherquote in Mathe extrem hoch (ca. 50%). Diejenigen die es dennoch schaffen sich durchzubeißen schaffen eigentlich fast alle ihren 1,x-Schnitt. Das jemand keinen guten-sehr-guten Abschluss hingelegt hat kommt wirklich eher selten vor, dafür sind allein die (unbenoteten) Übungsaufgaben der ersten Semester schon viel zu schwer für.
Mister_X
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Anmeldungsdatum: 19.04.2009
Beiträge: 226

BeitragVerfasst am: 15 Mai 2011 - 09:18:42    Titel:

Zitat:
Diejenigen die es dennoch schaffen sich durchzubeißen schaffen eigentlich fast alle ihren 1,x-Schnitt.

Ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber bei uns gilt diese Regelung nicht mehr für den Bachelor. In Diplomzeiten war dieses völlig korrekt, aber in Bachelorzeiten hat sich das gewaltig verändert.
Heute liegt der Durchschnitt eher bei 2,5 vlt. nen Bisschen niedriger. Die schlechteren Noten kommen vor allem durch zwei Sachen zu Stande:
1.) Die Klausuren der ersten Semester zählen für den Bachelor. Fast jeder Mathestudent braucht am Anfang etwas um sich einzugewöhnen.
2.) Die Noten bilden sich hauptsächlich aus Klausuren und nicht aus mündlichen Vordiploms-/Diplomsnoten. Jeder Mathestudent wird dir bestätigen, dass man mit guter Vorbereitung in einer mündlichen Prüfungen bessere Noten erhält.
Warum? In einer Klausur kann es passieren, dass man bei einer Aufgabe überhaupt nicht weiterkommt, keinen Ansatz findet. In einer mündlichen Prüfung gibt der Prof dann nen kleinen Hinweis und man kommt weiter. Vlt. gibt es dann trotzdem am Ende 1,0.
Man kann sich z.B. mal vor Augen führen, dass die Punkteverteilung in Schein-Klausuren bei Diplomern nicht mit der Notenverteilung von Vordiplomsnoten übereinstimmt um meine These zu untermauern.
Hier wird jedes Jahr der nötige Schnitt für den Master von eigentlich 2,0 nach unten korrigiert, damit genügend Leute zugelassen werden.
xBacho
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Anmeldungsdatum: 16.10.2010
Beiträge: 38

BeitragVerfasst am: 15 Mai 2011 - 09:56:22    Titel:

Erstmal vielen Dank für eure Antworten.
Ich habe mich nun an den ersten Unis für BWL beworben, da mir ein sehr gutes bis gutes BWL Studium wahrscheinlich mehr bringt, als ein, wahrscheinlich, mittelmäßiges (Wirtschafts-)Mathematik Studium.
Zudem kann ich mich privat trotzdem weiterhin viel mit Mathe beschäftigen, um den Wissensdurst zu stillen.

Nur sehr schade, dass die Unis zu so unterschiedlichen Zeiten ihre Onlineportale eröffnen...
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