Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Ist das eine textgebundene Erörterung
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Deutsch-Forum -> Ist das eine textgebundene Erörterung
 
Autor Nachricht
Tennismaster7
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 20.11.2010
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 28 Mai 2011 - 14:37:39    Titel: Ist das eine textgebundene Erörterung

In dem Zeitungsartikel „ Bonner Studie enthebt Werbung der Verantwortung „ vom 17. 11. 99 beschreibt der Autor, dass die Werbung nicht für das Alkoholkonsum der Jugendlichen verantwortlich sei.
Er unterstützt seine Hauptthese mit den Argumenten eines Professors, der diese anhand einer Studie festgelegt hat. Denn er meint das die Probleme nicht bei der Werbung liegen, sondern sich aus anderen Faktoren zusammensetzen.
Professor Bergler behauptet, dass die Werbung keineswegs zur Verführung Jugendlicher diene, sondern lediglich die Konsumenten auf eine bestimmte Marke hinführen sollte. Jedoch ist diese Behauptung nicht ganz richtig, denn in der Werbung wird das Alkoholgetränk immer möglichst positiv dargestellt, sodass der Jugendliche etwas Gutes mit dem Getränk konnotiert. Zum Beispiel bei dem Getränk Paulaner wird versucht die einzelnen Personen, darunter auch die Jugendlichen, mit der idyllischen Umgebung zu verführen.
Des weiteren nennt Bergler, dass die Jugendlichen in problematischen Familien eher zur Flasche greifen, da sie nicht wissen, wie sie mit ihrer Pubertät umgehen sollen. Denn einige Jugendliche kommen mit den Veränderungen nicht zurecht. Da sie auch keine Unterstützung von ihren Eltern erhalten, weil sie mit sich selbst beschäftigt sind oder weil sie es einfach nicht interessiert, sind die Jugendlichen meist deprimiert und beschließen Alkohol zu konsumieren.
Das heißt, dass bei einem Jugendlichen, der pubertäre Probleme hat und dies bezüglich keine Aufmerksamkeit von seinen Eltern bekommt, ein erhöhtes Risiko besteht, Alkohol zu missbrauchen.
Professor Bergler betont ebenfalls, dass Alkohol genutzt wird, um seine schulischen Probleme zu bewältigen oder um ein negatives Bild von sich selbst zum Verschwinden zu bringen. Denn einige Jugendliche können mit diesen Problemen nicht umgehen und greifen deshalb zur Flasche, anstatt ihre Probleme selbst zu bewältigen. Sie können nämlich diese durch den Alkoholmissbrauch für eine bestimmte Zeit unterdrücken, da die Jugendlichen sich in dieser Situation lockerer und selbstbewusster fühlen. Ein Jugendlicher, der zum Beispiel in der Schule gemobbt wird, kann dieses Problem durch den Alkoholmissbrauch unterdrücken.
Jedoch hat Bergler den Gruppenzwang, ein sehr wichtiges Argument außer Acht gelassen. Wenn Jugendliche in die Pubertät kommen, wollen sie sich meistens einer bestimmten Gruppe anschließen. Entweder um ihre Beliebtheit zu steigern und um anerkannt zu werden, oder weil sie die gleichen Interessen haben, was jedoch heutzutage immer weniger der Fall ist. In so einer Clique gibt es immer einen Anführer, der Voraussetzungen stellt, damit sich diejenige Person anschließen kann. Darunter auch das Alkoholkonsum. Wenn der Jugendliche, der sich in die Gruppe integrieren will, ablehnt Alkohol zu trinken, wird er von dieser ausgeschlossen. Das heißt der Jugendliche hat im Prinzip keine andere Wahl, als zur Flasche zu greifen, damit er dazugehören kann.
Was Professor Bergler ebenfalls nicht erwähnt hat, ist, dass in Deutschland Alkohol gar nicht mehr als richtige Droge angesehen wird, sondern eher als etwas Positives oder ein Genussmittel. Auf vielen Festen, wie zum Beispiel dem Oktoberfest oder auf Partys ist es üblich Alkohol zu konsumieren. Die Jugendlichen missbrauchen dabei den Alkohol, weil sie ohne ihn keinen Spaß haben können und nicht als Langweiler dastehen möchten, weil ihnen die Party oder das Fest nicht gefallen hat. Heutzutage gibt es außerdem nur noch relativ wenige Partys, bei denen der Alkohol nicht im Vordergrund steht.

Professor Bergler bringt gute Argumente, um die Unschuld der Werbung zu bestätigen. Er hat jedoch die Argumente des Gruppenzwangs und das der Volksdroge außer Acht gelassen. Meiner Meinung nach ist Werbung nicht der Hauptgrund für das Alkoholkonsum. Sie hat jedoch eine Teilschuld. Ein genauer Hauptgrund lässt sich nicht genau festlegen, da sich der Alkoholmissbrauch aus mehreren Faktoren zusammensetzt.
Tennismaster7
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 20.11.2010
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 28 Mai 2011 - 14:59:13    Titel:

Ich bitte euch so schnell wie möglich zu antworten, da ich am Montag eine Arbeit schreibe!!!
Leoni
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 19.05.2005
Beiträge: 1096
Wohnort: Bochum

BeitragVerfasst am: 03 Jun 2011 - 12:59:01    Titel:

Zitat:


Bonner Studie enthebt Werbung der Verantwortung

Gesundheit: Laut Professor Reinhold Bergler beeinflusst Reklame nicht den Alkoholkonsum junger Menschen

BERLIN (dpa). Werbung hat nach einer neuen Studie der Universität Bonn keinen Einfluss auf den Alkoholkonsum von Jugendlichen. Die von der Europäischen Union (EU) und der Weltgesundheitsorganisation WHO geplanten Werbebeinschränkungen für Alkoholika seien ungeeignet zur Lösung von Alkoholproblemen, betonte Professor Reinhold Bergler von der Universität Bonn gestern in Berlin. Volker Nickel vom Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (Bonn) sagte: " Zweck der Werbung ist nicht die Verführung zum Konsum, sondern in einem begrenzten Markt Konsumenten auf eine bestimmte Marke zu vereinen."

Den Grund für übermäßigen Alkoholkonsum in der Jugend sieht Bergler in problematischen Familien, die ihren Kindern zu wenig Anleitung geben, wie sie mit der "hochkonfliktären Pubertät" umgehen können. "Die Kosten des Alkohols wie gesundheitliche Schädigung und Kontrollverlust sind den Jugendlichen wohl bekannt, sie kennen aber auch den Nutzen." Zum "Nutzen" gehört laut Bergler, dass Schulprobleme, Langeweile, Zukunfspessimismus sowie das negative Bild von sich selbst zumindest zeitweise zum Verschwinden gebracht werden könnten.

Bergler und sein Team an der Uni Bonn hatten 997 Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren befragt. Diese auf Eigeninitative gestartete Untersuchung sei mit 40.000 Euro unter anderem von Brauereien bezuschusst worden. Auf die Frage, ob er darin einen Interessenskonflikt sehe, sagte er: "Sie wollen doch damit nicht sagen, dass ich käuflich bin?" Er beschäftige sich seit 30 Jahren mit Gefahrenprävention. Wissenschaftliche Forschung sei immer auf Geldgeber auch aus der Industrie angewiesen.

(General-Anzeiger vom 17.11.99)

Leoni
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 19.05.2005
Beiträge: 1096
Wohnort: Bochum

BeitragVerfasst am: 03 Jun 2011 - 13:16:14    Titel:

Ich denke, ein Zeitungsartikel ist immer eine dankbare Textvorlage für eine textgebundene Erörterung. Denn selten kann man leichter eine strukturierte Textwiedergabe machen. Auch der Aufbau eines Zeitungsartikels ist meistens klar, die Zeitung, der Adressat, der Anlass, Bezug und Hintergründe.

Leider machst du keine Textwiedergabe und gehst auch nicht auf die Textstruktur ein. Zur Zeitung, Gattung, zum Adressaten, Anlass, usw. finde ich in deiner Erörterung auch nichts. Irgendwie fehlt bei dir doch die Hälfte, oder täusche ich mich? Insbesondere die pikante Frage nach der Finanzierung und Überparteilichkeit der Studie.

Nach so einer langen Zeit (12 Jahre) hätte man auch einen Ausblick wagen können, was aus der Problematik geworden ist. Ist Werbung inzwischen für Jugendliche verboten worden? Wink Oder sonstige Alternativen? Altersgrenzen raufgesetzt? Alkoholverbote? Kontrollen verschärft? u.Ä.
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Deutsch-Forum -> Ist das eine textgebundene Erörterung
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum