Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Rechtsvergleichende Seminararbeit
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Rechtsvergleichende Seminararbeit
 
Autor Nachricht
FlyingCircus
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 05.08.2009
Beiträge: 469

BeitragVerfasst am: 05 Jun 2011 - 19:40:01    Titel: Rechtsvergleichende Seminararbeit

Ich kämpfe gerade damit, eine rechtsvergleichende Seminararbeit zu schreiben. Nun bin ich mir hinsichtlich des Aufbaus unsicher. Meine ursprüngliche Idee war es, zu zeigen wie es in der jeweiligen Rechtsordnung ist und dann auf die Unterschiede/Gemeinsamkeiten einzugehen. Eine solche Hernagehensweise habe ich auch als Vorschlag in einem Buch für gerade solche Arbeiten gefunden. Leider aber auch gegenteilige Aussagen, die vor einer Aneinanderreihung von Länderbereichten warnen. Jetzt habe ich natürlich Panik, dass mir genau das mit meinem gewählten Aufbau passieren könnte.

Was meint ihr dazu? Hat jemand grundsätzlich Tipps zu einer rechtsvergleichenden Arbeit?
michaelg
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Junior Member


Anmeldungsdatum: 14.01.2007
Beiträge: 64

BeitragVerfasst am: 08 Jun 2011 - 20:07:17    Titel:

Die Warnung ist schon nicht verkehrt, man läuft insbesondere Gefahr, im Ergebnisteil beim Nebeneinanderstellen von Unterschieden und Gemeinsamkeiten die einzeln vorgestellten Dinge bloß zu wiederholen, was zu inhaltlich sehr ermüdend sein kann.

Den Vergleich hingegen direkt im Fluss mit drin zu haben kann manchmal auch einen unübersichtlichen Eindruck haben, also während des Vorstellens direkt die vergleichende Bezüge einzuarbeiten. Immerhin hat man hier weniger inhaltliche Redundanz.

Trotzdem sind beide Methoden gängig, im Prinzip hat man auch nicht wirklich eine andere Wahl. Worauf es aber wirklich ankommt: nicht bloß Unterschiede/Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten (das gelingt einem im Prinzip mit wachen Augen auch so, beim bloßen Begutachten von zwei oder mehreren Vergleichsobjekten), sondern im Ergebnis qualitativ darzulegen, worin die Unterschiede bestehen, in welchem Ausmaß, hinsichtlich was genau etc. - auch angemessen abstrahiert und verdichtet.

Hilfreich ist, erstmal zu schauen, was schlechte Arbeit wäre -

Der Apfel 1 ist grün, typisch apfelrund, sehr bissfest und schmeckt säuerlich. Der Apfel 2 ist rot, rund, auch relativ bissfest, schmeckt aber süß.

Da bringt es nichts dann im Ergebnis nochmal mit ähnlichen Worten zu sagen, wo sie sich zu unterscheiden, die Abstraktion auf die Kategorien (Farbe, Form, Konsistenz, Geschmack) macht es schon besser ist aber immer noch recht wenig "Erkenntnis". Das kann man alles, auch wenn es scheinbar schon über den Vergleich hinausgeht, noch wunderbar anreichern mit Ursachen, systematischen Bezügen (wo sind die Apfelbäume gewachsen/wie sieht die Rechtsordnung rundherum in Land X und Y eigentlich aus), wem wird welcher Apfel warum besser munden - wem könnte die Rechtslage in Land X eher dienen und wem im Land Y und weshalb vielleicht?


Gang der Arbeit ist auch wichtig, aber mehr Mittel zum Zweck, wichtig ist mir wirklich der Hinweis, nicht in die Falle zu tappen, sich bei so einer Arbeit mit der bloßen oberflächlichen "Herausarbeitung" der Unterschiede etc. zufrieden zu geben.
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Rechtsvergleichende Seminararbeit
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum