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kalkulatorische Abschreibung
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Pantherophis
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Anmeldungsdatum: 10.06.2011
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 10 Jun 2011 - 12:17:11    Titel: kalkulatorische Abschreibung

Hallo,

ich habe mal eine Frage zur kalkulatorischen Abschreibung.

Im Gegensatz zur bilanziellen Abschreibung kann man bei der kalkulatorischen ja frei wählen nach welcher Methode man abschreibt. Wenn ich nun aber alle Werte gegeben habe um sowohl linear, degressiv als auch leistungsbezogen abzuschreiben, für welche Methode entscheide ich mich denn und vor allem warum???

Bilanziell ist es ja sinnvoll viel abzuschreiben um den Gewinn niedrig zu halten zwecks der Steuer, aber wie sieht es bei der kalkulatorischen aus, viel oder wenig abschreiben udn warum?

danke und viele Grüße
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5740
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 10 Jun 2011 - 13:32:16    Titel: Re: kalkulatorische Abschreibung

Pantherophis hat folgendes geschrieben:
Hallo,

ich habe mal eine Frage zur kalkulatorischen Abschreibung.

Im Gegensatz zur bilanziellen Abschreibung kann man bei der kalkulatorischen ja frei wählen nach welcher Methode man abschreibt. Wenn ich nun aber alle Werte gegeben habe um sowohl linear, degressiv als auch leistungsbezogen abzuschreiben, für welche Methode entscheide ich mich denn und vor allem warum???

Vielleicht ist das auch die Frage? Zu erläutern, wo die Vor- und Nachteile der verschiedenen Varianten ist und was hier u.U. am meisten Sinn macht.
Für Dinge die technisch schnell überholt sind macht vielleicht eine geometrisch oder arithmetisch-degressive Abschreibung Sinn. Für Produkte, deren Lebensdauer stark an einen bestimmten Output gekoppelt sind, die leistungsbezogene und für einen Bürotisch die lineare.
Wenn Du z.B. den Gegenstand im ersten Jahr recht wenig aber später immer mehr brauchst - dann vielleicht doch besser arithmetisch progressiv?!

Zitat:
Bilanziell ist es ja sinnvoll viel abzuschreiben um den Gewinn niedrig zu halten zwecks der Steuer,

Das wird zwar immer gerne gesagt, ist aber nicht unbedingt korrekt. Es kann auch Ziel sein möglichst viel Anlagevermögen auszuweisen und daher die Abschreibungen niedrig zu halten. Oder die Abschreibungen erst zu einem späteren Zeitpunkt voll zu nutzen, wenn man durch stark steigende Gewinne in die erhöte Steuerprogression fällt (Achtung natürlich bei Kapitalgesellschaften).

Zitat:
aber wie sieht es bei der kalkulatorischen aus, viel oder wenig abschreiben udn warum?

Weder noch - hier geht es nicht um viel oder wenig, sondern darum, dass du so exakt wie möglich den realen Werteverzehr bestimmst. Da Du die kalk. AfA ja wiederverdienen musst, müssen die in die Kalkulation und da kannst Du Dir zu hohe Abschreibungen nicht leisten - weil die Preise evtl. nicht konkurrenzfähig sind und zu niedrige auch nicht, weil Du dann die Maschine zum Ende der Laufzeit nicht ersetzen kannst, weil Du nicht genug Geld damit verdient hast.

Grüße,
gozo
Otscho
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Anmeldungsdatum: 03.09.2006
Beiträge: 1423

BeitragVerfasst am: 10 Jun 2011 - 13:39:28    Titel: Re: kalkulatorische Abschreibung

Gozo hat folgendes geschrieben:
Weder noch - hier geht es nicht um viel oder wenig, sondern darum, dass du so exakt wie möglich den realen Werteverzehr bestimmst. Da Du die kalk. AfA ja wiederverdienen musst, müssen die in die Kalkulation und da kannst Du Dir zu hohe Abschreibungen nicht leisten ...


GERADE in der Kalkulation kommt es nicht auf die exakte Bestimmung der AfA an, sondern auf eine möglichst stetige AfA. Dem Kunden ist es nicht vermittelbar, wenn er weil eine neue Maschine angeschafft wurde die im Gegensatz zur alten eine AfA hat nun mehr zahlen soll. Eine kalkulatorische AfA kann da auch einfach so aussehen, dass man nach kompletter Abschreibung die AfA-Werte kalkulatorisch in gleicher Höhe fortführt, um keinen Bruch zu haben.
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5740
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 10 Jun 2011 - 14:11:47    Titel:

Das ist von Prinzip richtig....aber stetig und zu hoch ist genauso sinnfrei wie stetig und zu niedrig. Beste Wert ist stetig und so exakt wie möglich.

Grüße,
Gozo
Otscho
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Anmeldungsdatum: 03.09.2006
Beiträge: 1423

BeitragVerfasst am: 10 Jun 2011 - 14:21:31    Titel:

Gozo hat folgendes geschrieben:
Beste Wert ist stetig und so exakt wie möglich.


Das Problem ist, dass sich beides im Grunde beißt. Kommt aber sicherlich auch auf das Geschäft an. Ein Auftragsfertiger, der Maschinen u.U. sogar speziell für einen langfristigen Auftrag anschafft kann stark schwankende AfA-Werte einfacher berücksichtigen bzw. weiterreichen als ein Massenfertiger, der seit 10 Jahren das selbe Produkt zum kaum geänderten Preis anbietet.
Pantherophis
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Anmeldungsdatum: 10.06.2011
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 10 Jun 2011 - 20:17:43    Titel:

Danke, dass ihr mir helfen wollt. Leider kann ich Euch nicht so richtig folgen Embarassed

Um das problem mal zu konkretisieren. Ich hab folgende Aufgabe. Ich habe eine Maschine mit folgenden Werten:

Anschaffungskosten 15 000
Wiederbesch.kosten 18 000
Nutzungsdauer 4 Jahre
Leistungsvorrat 60 000 Stück

Nach einem Jahr wurden 11 500 Stück gefertigt.

Jetzt ist die Frage welchen Abschreibungsbetrag ich in der Kostenrechnung verrechnen würde und warum.

Ist das jetzt so banal, dass ich eine Leistungsabschreibung vom Wiederbeschaffungswert vornehme? So hätte ich das nämlich gemacht, aber mir erscheint das irgendwie zu einfach und zu offensichtlich.
faiblesse
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Anmeldungsdatum: 14.06.2005
Beiträge: 1930
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 10 Jun 2011 - 22:01:32    Titel:

Bei der kalk. Abschreibung wählt man eigentlich eher die lineare Abschreibung, da die kalk. Abschreibung nunmal zur Preisbildung angesetzt ist, und es hierbei sinvoll ist, dass die Kosten gleich bleiben.
Du kannst ja schlecht jeden Monat andere Preise verlangen..

Zudem wird hier der Wiederbeschaffungswert angesetzt, da du dir ja über die Preise das Geld für eine neue Maschine verdienst, und da willst du ja nicht den ursprünglichen Kaufpreis "erstattet" bekommen, sondern den Preis den du voraussichtlich für die neue Maschine zahlen musst.

Dennoch muss die kalk. Abschreibung so angesetzt sein, dass die Kunden deinen Verkaufspreis auch zahlen.
berniebaerchen
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Anmeldungsdatum: 09.04.2007
Beiträge: 1860

BeitragVerfasst am: 11 Jun 2011 - 11:03:30    Titel:

Zitat:
Bilanziell ist es ja sinnvoll viel abzuschreiben um den Gewinn niedrig zu halten zwecks der Steuer, aber wie sieht es bei der kalkulatorischen aus, viel oder wenig abschreiben udn warum?


Bilanziell schreibt man ab, um einen periodosierten Gewinn zu ermitteln.
Eine vorgezogene, z:B. degressive Anschreibung; empfiehlt sich bei der Zielsetzung der Steuerbarwertminimierung in der Steuerbilanzl

Eine lineare Abschreibung kann sich empfehlen in der handelsbilanz
bei der Zielsetzung des ausweises eines konstanten gewinnes; und somit den ausweis eines geringeren Risikos.

Die kalkulatorischen Abschreibungen bemisst man so, dass die Kosten möglichst exakt erfasst werden; das kann man doch generell nicht sagen, was da am sinnvollsten ist; das kommt doch auf den Einzelfall an;
vor allen Dingen ist das interen Rechnungswesen nicht normiert;
so dass man da zu unterschiedlichen Auffassungen kommen kann.
Otscho
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Anmeldungsdatum: 03.09.2006
Beiträge: 1423

BeitragVerfasst am: 11 Jun 2011 - 11:27:02    Titel:

Die Aufgabe zielt wohl darauf ab, den Wiederbeschaffungswert in Relation zum tatsächlich verbrauchten Leistungsvorrat zu stellen.
In dem Fall käme dann 3.450 als AfA für das erste Jahr raus.
Das macht auch für die Preiskalkulation insoweit Sinn, als dass die AfA pro Stück auch bei schwankender Auslastung konstant bleibt.
Pantherophis
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Anmeldungsdatum: 10.06.2011
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 11 Jun 2011 - 17:58:10    Titel:

@Otscho:
das habe ich auch raus, das ist ja das Ergebnis der leistungsbezogenen abschreibung.

Nur wie begründe ich es so abzuschreiben? Um möglichst den genauen Werteverzehr zu erfassen?
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