Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Gedankenspielchen zur Unterlassungsdogmatik
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Gedankenspielchen zur Unterlassungsdogmatik
 
Autor Nachricht
Scrattor
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 16.03.2009
Beiträge: 27
Wohnort: Tübingen

BeitragVerfasst am: 10 Jun 2011 - 15:10:59    Titel: Gedankenspielchen zur Unterlassungsdogmatik

Hallo zusammen!

Ich befass mich gerade mit der Unterlassungsdogmatik und die ist in vielen Teilen dermaßen umstritten, dass man schonmal auf die Idee kommen kann, sich auch was neues einfallen zu lassen.

Wie euch bekannt ist wird nach h.L. und der sog. Funktionenlehre in Beschützer - und Überwachungsgaranten unterschieden.

Nehmen wir jetzt mal an das Vorstandsmitglied wäre Beschützergarant der juristischen Person. Das wird in der Regel der Fall sein. Das Vorstandsmitglied hat also die Pflicht die juristische Person vor allen Gefahren aus allen Richtungen zu beschützen.

Schließt das jetzt auch Gefahren ein, die der juristischen Person aus dem Unternehmen selbst drohen?

Gemeint ist folgendes:
A, B, C ... X, Y, Z sind Mitglieder des Vorstandes einer AG. Jeder hat die Pflicht die AG vor allen Gefahren zu beschützen. Eine Gefahr könnte es beispielsweise darstellen, wenn Vorstandsmitglied Z den Müll des Unternehmens im Wald entsorgt. Damit spart das Unternehmen zwar Geld und hat unmittelbar keinen Schaden. Jedoch entsteht mittelbar die Gefahr von Ermittlungsgefahren, SE-Ansprüchen, schlechter PR. Das ist der drohende Schaden.
Diesen müssten die restlichen Vorstandsmitglieder abwenden.

Das würde bedeuten: Jedes einzelne Vorstandsmitglied ist Beschützergarant der juristischen Person und hat daher Straftaten seiner Kollegen zu verhindern, weil die Begehung von Straftaten mittelbar für die juristische Person nachteilig ist.

Ja? Nein?
Wink


Grüße
Ronnan
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 09.09.2008
Beiträge: 2295
Wohnort: Karlsruhe, Residenz des Rechts

BeitragVerfasst am: 11 Jun 2011 - 23:36:45    Titel:

die garantenstellung muss schon im hinblick auf die konkrete tat bestehen
umweltdelikte schützen die allgemeinheit und nicht die juristische person

einschlägig wäre die garantenstellung eher bei sachbeschädigung am eigentum der juristischen person, wobei der vorstand vlt auch nicht verpflichtet ist jeglichen gefahr abzuwenden
evtl abstellen auf die tatsächliche übernahme
beim compliance officer im hinblick auf korruption, untreue etc
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Gedankenspielchen zur Unterlassungsdogmatik
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum