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Strafrecht für Fortgeschrittene, Marburg, WS 2011/2012
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Strafrecht für Fortgeschrittene, Marburg, WS 2011/2012
 
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rini125
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Anmeldungsdatum: 31.03.2011
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 18 Jul 2011 - 14:43:39    Titel: Strafrecht für Fortgeschrittene, Marburg, WS 2011/2012

Jemand Lust sich auszutauschen? Wink
Fehde
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Anmeldungsdatum: 22.07.2011
Beiträge: 42

BeitragVerfasst am: 22 Jul 2011 - 16:54:59    Titel:

Der Tatbestand des § 222 fahrlässige Tötung ?!

Fraglich ist mir die "objektive Sorgfaltspflichtverletzung".
Er fährt ja die erlaubten 50 Km/h innerhalb einer geschlossenen Ortschaft.

Ein Verstoß gegen das StVO könnte allenfalls beim Überholen in Betracht kommen, (Seitenabstand). Aber im Sachverhalt steht nichts von einem Überholvorgang.

Weiterhin denke ich, dass er im vorliegenden Fall sich nicht auf den Vertrauensgrundsatz verlassen konnte, angesichts dessen, dass der Skateboardfahrer im jugendlichen Leichtsinn die Straße befuhr und sich der Gefahren nicht oder nicht im Ganzen bewusst war.
rini125
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Anmeldungsdatum: 31.03.2011
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 23 Jul 2011 - 11:29:50    Titel:

Hey, was meinst du mit dem Vertrauensgrundsatz? Wo kann ich den nachlesen? Habe ich persönlich noch nichts von gehört. Question Zur Fahrlässigen Tötung kann ich dir später was sagen.
Fehde
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Anmeldungsdatum: 22.07.2011
Beiträge: 42

BeitragVerfasst am: 23 Jul 2011 - 14:42:48    Titel:

Der Vertrauengrundsatz besagt, dass jemand der sich im Verkehr normgemäß verhält, sich auf das normgemäße Verhalten der anderen vertrauen darf.
A ist ja mit 50 Km/h gefahren, also normgemäß, so durfte er auch auf das normgemäße Verhalten der anderen vertrauen.
Das greift aber vorliegend nicht, denn der 16-Jährige O handelte im jugendlichen Leichtsinn als er auf der Straße mit seinem Skateboard fuhr.

Der Vertrauensgundsatz ist unter § 222 im Kommentar zu finden oder auch in Lehrbüchern, meist auch im AT.

Was kannst du denn zum Sachverhalt sagen?
rini125
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Anmeldungsdatum: 31.03.2011
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 24 Jul 2011 - 11:17:31    Titel:

Was hälst du davon, wenn man sich mal zusammen im Seminar trifft und das Ganze bespricht? Fände ich ganz super. Wenn du Interesse hast, kann ich dir ja mal meine IcqNr schicken.
engelchen0604
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Anmeldungsdatum: 11.08.2008
Beiträge: 78

BeitragVerfasst am: 24 Jul 2011 - 19:58:30    Titel:

Hallöle!

Will die HA auch mitschreiben, um meinen Schein aufzubessern.

Vorschriften der StVO sind hier doch gar nicht zu prüfen (siehe Aufgabenstellung!).

Zudem scheint A den O auch nicht überholt zu haben, da er ihn ja laut SV "mit der LINKEN Fahrzeugseite" erfasste. Allerdings weiß ich nicht, wie das möglich ist. Höchstens wenn es eine Einbahnstraße ist und A links fuhr. Das würde bedeuten, dass O womöglich nicht auf der Straße, sondern vorschriftsmäßig auf dem Bürgersteig fuhr und nur versehentlich auf die Straße kam (im SV: "auf seinem Skatebord fahrend in den Fahrbahnbereich des A gelangt"). Was aber weiter bedeuten würde, dass sich beide vorschriftsmäßig oder zumindest nicht leichtsinnig verhalten haben.

Oder liege ich hier völlig falsch??? Embarassed

Bei einem Treffen im Seminar wäre ich auch dabei. Könnt Euch ja via PN melden, wenn Interesse besteht! Very Happy
Fehde
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Anmeldungsdatum: 22.07.2011
Beiträge: 42

BeitragVerfasst am: 24 Jul 2011 - 20:22:34    Titel:

Nun, es ist zuzugeben, dass Vorschriften des StVO nicht zu prüfen sind.

Bei der Prüfung des § 222 muss man jedoch auf die "objektive Sorgfaltspflichtverletzung" eingehen und hierbei die Fahrlässigkeit prüfen. Bevor man auf die schwammige Formulierung "die im Verkehr erforderliche Sorgfalt" näher erörtert, muss man die allgemein anerkannten Vorschriften prüfen, namentlich des StVO. Die Prüfung findet also innerhalb des § 222 statt. Erst nach dessen Ablehnung ( so wird es auch sein, da keine Angaben im Sachverhalt sind, dass A irgendwie gegen StVO verstoßt ) gehe ich auf die schwammige Formulierung der Fahrlässigkeit ein.

Die linke Fahrzeugseite ist meines Erachtens die Beifahrerseite, da O sicher nicht mitten auf der Straße gefahren ist. Eine Einbahnstraße ist auszuschließen, da es sich um eine große Innenstadtstraße handelt. Innenstadtstraßen sind höchst wahrscheinlich zweispurig befahrbar.

Der Sachverhalt hält sich kurz, aber beinhaltet in jedem Satz ausschlaggebende Informationen.

Gliedert ihr auch in Tatkomplexe?
Aktives Tun geht vor Unterlassen, daher prüfe ich im 1. Tatkomplex den Unfallhergang
engelchen0604
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Anmeldungsdatum: 11.08.2008
Beiträge: 78

BeitragVerfasst am: 24 Jul 2011 - 21:21:12    Titel:

Naja, Innenstadtstraßen in Frankfurt können auch zweispurige Einbahnstraßen sein! Wink

Ich hab in zwei Tatkomplexe gegliedert, und zwar in "Unfall" und "Blitzer".
Fehde
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Anmeldungsdatum: 22.07.2011
Beiträge: 42

BeitragVerfasst am: 25 Jul 2011 - 17:42:45    Titel:

Welche Tatbestände bearbeitest du im 1. Tatkomplex?

Also ich fange mit § 222 an (als aktives Tun, geht ja vor Unterlassen), welches ich dann verneinen werde.

Weiterhin müsste man ja Totschlag durch Unterlassen prüfen, fraglich ist ja hierbei der Tötungsvorsatz des A, er steht dem Schicksal des O gleichgültig gegenüber, geht aber davon aus, dass der O schon irgendwie wohl gefunden werde, während die Straße ja leergefegt ist.

Abgrenzung zwischen Eventualvorsatz und bewusster Fahrlässigkeit?!
rini125
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Anmeldungsdatum: 31.03.2011
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 25 Jul 2011 - 22:46:41    Titel:

Bei Totschlag durch Unterlassen ist schon die Quasi-Kausalität fragwürdig.
Er wäre so und so gestorben, auch wenn der A Hilfe geholt hätte. Soit scheiterts doch schon an der Quasi-Kausalität. Die da lauten würde: Hätte A Hilfe geholt hätte O mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gerettet werden können. Das ist aber nicht der Fall, O wäre mit und ohne Hilfe gestorben. Oder sehe ich das falsch? Very Happy
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