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Strafrecht für Fortgeschrittene, Marburg, WS 2011/2012
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Strafrecht für Fortgeschrittene, Marburg, WS 2011/2012
 
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rini125
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Anmeldungsdatum: 31.03.2011
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2011 - 22:00:20    Titel:

engelchen ich hab dir ne pn geschrieben! Wink
rini125
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Anmeldungsdatum: 31.03.2011
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 29 Jul 2011 - 13:07:31    Titel:

Totschlag durch Unterlassen und danach den Versuch prüfen, das ist so komisch, weil wenn man logisch denkt, ist das ja kein Versuch, sondern vollendet. O ist tot. War ja kein Versuch, sonst würde der ja noch leben. Irgendwie ist das komisch, das zu prüfen, nur weil nicht alle Tatbestandsmerkmale des Totschlags durch Unterlassen erfüllt sind. Kann man den Versuch nicht umgehen?
Shadow09
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Anmeldungsdatum: 23.03.2010
Beiträge: 24
Wohnort: Marburg

BeitragVerfasst am: 30 Jul 2011 - 13:11:00    Titel:

Ich schreib auch mit. Da ich mir die erste Woche als Jura-freie Zeit gegönnt habe, hab ich jetzt erst angefangen.

Ich habs auch in 3 Komplexe unterteilt. Den Unfall an sich, nach dem Unfall am Unfallort und das Rasen durch die Stadt.

Was mir beim der vorangegangen Beiträge aufgefallen ist: Was ist mit §227?
Fehde
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Anmeldungsdatum: 22.07.2011
Beiträge: 42

BeitragVerfasst am: 30 Jul 2011 - 15:09:29    Titel:

@ Shadow09: Hallo, erst einmal. Der A ist doch gar nicht "gerast", sondern mit der zulässigen Geschwindigkeit gefahren.

Wir fliegen ja bei Totschlag durch Unterlassen raus, weil die Kausalität des Unterlassens nicht zum Erfolgseintritt geführt hat, er wäre ja auch bei einer früheren Benachrichtigung der Rettungskräfte gestorben.

Danach kommen wir zum versuchten Totschlag durch Unterlassen, wobei ich deren Eingriff jetzt schon bezweifle, der Vorsatz scheint mir sehr fraglich bei A.

Danach kommen wir meines Erachtens zur Aussetzung nach § 221, der einschlägig zu sein scheint. Wenn ich das bejahe, dann werden die §§ 223-226 einschließlich §227 als Erfolgsqualifiziertes Delikt, von § 221 konsumiert und verdrängt. Erwähnenswert ist es aber.
Shadow09
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Anmeldungsdatum: 23.03.2010
Beiträge: 24
Wohnort: Marburg

BeitragVerfasst am: 30 Jul 2011 - 15:59:27    Titel:

Da ich noch am Anfang stehe, bin ich noch nicht so im Thema drin. Deshalb schonmal danke für die Ausführungen! Werde mich in den nächsten Tagen tiefer einarbeiten
Fehde
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Anmeldungsdatum: 22.07.2011
Beiträge: 42

BeitragVerfasst am: 31 Jul 2011 - 15:54:57    Titel:

Bin nun endlich im zweiten Tatkomplex und prüfe den versuchten Totschlag durch Unterlassen, hierbei bin ich bei der Vorsatzerörterung des A.

Wer lässt es durchgehen, bzw. kommt zu dem Ergebnis, dass zumindest Eventualvorsatz lag?
Shadow09
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Anmeldungsdatum: 23.03.2010
Beiträge: 24
Wohnort: Marburg

BeitragVerfasst am: 31 Jul 2011 - 19:23:29    Titel:

Ich würde den Eventualvorsatz bejahen. A geht zwar davon aus, dass auf der belebten Straße irgendwann jemand den O finden würde. Aber er sieht ja keine konrekte Person, die in unmittelbarer zeitlichen Nähe O finden würde und den Rettungsdienst benachrichtigen würde.

Kurz: A nimmt es in kauf, dass O nicht direkt gefunden wird und er so auch keine Hilfe bekommt.
Fehde
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Anmeldungsdatum: 22.07.2011
Beiträge: 42

BeitragVerfasst am: 31 Jul 2011 - 20:25:00    Titel:

Ja, in der Tat Herr Kollege oder Frau Kollegin.

Nach mehrstündigem lesen und nach Abwägung der objektiven Gegebenheiten im Fall, würde ich auch den Eventualvorsatz bejahen.

Die ganzen Theorien sind aber bei Tötungsdelikten zweitrangig, denn der BGH fordert bei Tötungsdelikten eine Überschreitung der besonderen Hemmschwelle ( JA 2002, S.142 ) es kommt auf die objektiven Merkmale der Tat an, in Verbindung mit der inneren Täterseite.
Aber auch hier wieder die Ausnahme; dass ist nicht auf Tötungen wegen Unterlassen anwendbar, diese hohe Hemmschwelle greift nicht. Die Rechtsprechung sagt hier, dass die hohe Hemmschwelle gar nicht von nöten sei.

Im Ergebnis komme ich aber auch zur Bejahung des Eventualvorsatzes.
Es spricht einfach zu viel dafür, dass A den Tod des O billigend in Kauf nahm. Er erkennt, dass er schwerverletzt ist, sieht niemanden auf der Straße, es ist dunkel, ihm ist das Schicksal gleichgültig, er fährt weg.

So ein Depp der A Very Happy
Shadow09
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Anmeldungsdatum: 23.03.2010
Beiträge: 24
Wohnort: Marburg

BeitragVerfasst am: 31 Jul 2011 - 20:54:34    Titel:

Kollegin Wink

Danke für die Fundstelle. Meine Ausführungen waren rein aus dem Wissen, was ich noch habe.
Gizzily
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Anmeldungsdatum: 27.07.2011
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 31 Jul 2011 - 22:39:25    Titel:

Ich hab auch Vorsatz angenommen, spricht halt mehr dafür als dagegen Smile
Wie siehts mit dem Vorsatz bezüglich der Kausalität usw. aus.
Ist A wegen Versuchs bei euch strafbar?. Unmittelbares Ansetzen stellt ja kein Problem dar.
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