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Strafrecht für Fortgeschrittene, Marburg, WS 2011/2012
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Fehde
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Anmeldungsdatum: 22.07.2011
Beiträge: 42

BeitragVerfasst am: 31 Jul 2011 - 22:20:48    Titel:

Bitte.

Vorsatz bzgl. Kausalität, es steht zwar nichts im Sachverhalt drin, aber er fuhr ja fort, entfernte sich von der Unfallstelle, mit ausgeschaltetem Licht. Mithin liegt dann schlüssiges Verhalten vor. Dann hatte er auch Eventualvorsatz bezüglich der Kausalität.

Oder ?

Im Ergebnis dann §§ 212, 13 ( + )
Die Garantenstellung ergibt sich bei mir aus dem Verstoß gegen § 1 Abs.2 StVO, welches ich innerhalb des § 222 geprüft habe, also im 1. Tatkomplex.

Übrigens, der Fall hat sich in Frankfurt am Main in Rödelsheim ereignet. Der Skater-Prozess, leider lassen sich hierzu keine Urteile finden vom Landgericht Frankfurt.

Aber damals fuhr ein 28 Jähriger Mann einen 14 Jährigen Skateboardfahrer an und begang Unfallflucht. Er wurde wegen Unfallflucht und unterlassener Hilfeleistung verurteilt. Es bestanden zu viele Zweifel, sodass in-dubio-pro-reo zugunsten des Angeklagten eingriff.

Aber jeder Fall ist eben anders zu bewerten, wir haben einen bereinigten Sachverhalt.

Wie gestaltet ihr den Streitstand mit den ganzen Theorien?
Erst alle Theorien erwähnen mit deren Folgen für den Fall dann die Stellungnahme?
Gizzily
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Anmeldungsdatum: 27.07.2011
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 01 Aug 2011 - 01:11:35    Titel:

Bei der Garantenstellung gibt es ja auch noch Zweifel. Ein sorgfaltspflichtwidirges Vorverhalten kann man vielleicht noch annehmen, aber den Pflichtwidrigkeitszusammenhang nicht.
Da gibt es ja auch ein Streit zu pflichtgemäßem Vorverhalten, wenn der Zusammenhang fehlt und je nachdem wie man sich entscheidet, kann man die Garantenstellung sicher auch verneinen.
Bin mir nämlich nicht so sicher, ob ich die bejahen soll. Dann fällt natürlich auch Aussetzung raus.. bleibt "Unfallflucht" und unterlassene Hilfeleistung
rini125
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Anmeldungsdatum: 31.03.2011
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 01 Aug 2011 - 15:03:39    Titel:

sehe ich auch so gizzily.. bleiben nur noch § 142 I Nr. 1 StGB und § 323 c StGB. Ähm, ich hab mal ne Frage, durch das Unterlassen bzw., dass er einfach abhaut, könnte man auf den Gedanken kommen, dass der Führerschein entzogen wird bzw. die Wiedererlangung der Fahrerlaubnis gesperrt wird. §§ 69, 69 a StGB. Das würde ich dann noch beim 2. Geschehensabschnitt " Das Wegfahren vom Unfallort " unterbringen.
Fehde
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Anmeldungsdatum: 22.07.2011
Beiträge: 42

BeitragVerfasst am: 03 Aug 2011 - 00:28:58    Titel:

Dann entfällt auch der versuchte Totschlag durch Unterlassen aufgrund des fehlenden Pflichtwidrigkeitszusammenhanges bei der Garantenstellung ?
rini125
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Anmeldungsdatum: 31.03.2011
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 03 Aug 2011 - 15:15:14    Titel:

also leute bei versuchtem totschlag durch unterlassen scheiterts bei mir nun am vorsatz bzgl der kausalität.. weil es gibt keine kausalität zwischen dem wegfahren und dem tod des o.. er wäre so und so gestorben, ob er weggefahren ist oder nicht, ob er geholfen hätte oder nicht, spielt alles keine rolle, o wäre so und so gestorben.. somit weise ich nochmal auf totschlag durch unterlassen hin, die ja an der quasi-kausalität gescheitert ist.. seh ich das richtig? wenns also keine kausalität gibt, wie soll er dann vorsatz bzgl einer gehabt haben? *kopf kratz*
Gizzily
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Anmeldungsdatum: 27.07.2011
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 03 Aug 2011 - 16:37:26    Titel:

Weil man auf das subjektive Empfinden des Täters abstellen muss und nicht darauf was wirklich vorlag oder nicht? Woher sollte A denn wissen, dass es keine Rettungschance mehr gegeben hat.

Bei mir scheitert es jetzt an dem fehlenden Pflichtwidrigkeitszusammenhang und daran, dass A sich auch keine Garantenstellung vorgestellt hat, obwohl es keine gab.
Fehde
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Anmeldungsdatum: 22.07.2011
Beiträge: 42

BeitragVerfasst am: 03 Aug 2011 - 17:36:10    Titel:

Also ich flieg erst bei der Garantenstellung aus der Prüfung.
Den Vorsatz bejahe ich.

Wieso A keine Garantenstellung innehat:

Nur dann, wenn dem Unterlassenden bereits aufgrund seiner pflichtwidrigen Vorhandlung die abzuwendende Gefahr und damit auch die sich aus ihr entwickelnden Rechtsgutsverletzung objektiv und fahrlässig bewirkt zugerechnet werden können, hat er aufgrund dieser Vorhandlung auch als Garant nach § 13 rechtlich dafür einzustehen, dass die von ihm pflichwidrig geschaffene Gefahr sich nicht in einem tatbestandsmäßigen Unrechtserfolg realisiert. Wollte man hier anders entscheiden, so liefe dies letzlich darauf hinaus, dass die Vorhandlung, aufgrund derer dem Täter der verursachte Erfolg gerade nicht zugerechnet werden kann und darf, doch dazu herangezogen würde, um dem Täter diesen Erfolg nunmehr über den Umweg eines UNterlassens gleichwohl zuzurechnen.
Fehde
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Anmeldungsdatum: 22.07.2011
Beiträge: 42

BeitragVerfasst am: 07 Aug 2011 - 19:17:00    Titel:

Und, seit ihr fertig ?

Ich bin nun beim letzten Abschnitt, also im dritten Tatkomplex, die Blitzer Geschichte.
engelchen0604
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Anmeldungsdatum: 11.08.2008
Beiträge: 78

BeitragVerfasst am: 12 Aug 2011 - 10:30:30    Titel:

Sprecht ihr bzgl. des Unfalls den § 212 I und die §§ 227 I, 224 I nur kurz an, um sie dann sofort abzulehnen, oder sind die genauer zu prüfen? Beide scheiden ja mangels Vorsatzes aus, weshalb ich sie bislang nur kurz angeschnitten habe.
Was meint ihr?
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