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Kann man im Teleskop Antimaterie von Materie unterscheiden?
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Foren-Übersicht -> Physik-Forum -> Kann man im Teleskop Antimaterie von Materie unterscheiden?
 
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nikh
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Anmeldungsdatum: 05.07.2008
Beiträge: 88

BeitragVerfasst am: 20 Jul 2011 - 21:22:39    Titel: Kann man im Teleskop Antimaterie von Materie unterscheiden?

Zu allererst möchte ich darauf hinweisen dass ich noch Schüler bin. Also entschuldigt meine Ignoranz. Wahrscheinlich werde ich mir durch meine Frage lächerlich machen aber die Antwort ist es mir Wert.

Es gibt ja folgendes Problem:
Wenn Energie in Masse umgewandelt wird, dann entsteht ja zu gleichen Teilen Antimaterie und Materie. Das Problem ist nun dass beim Urknall anscheinend nicht zu gleichen Teilen Materie und Antimaterie entstanden sind, da sie sich nicht vollständig ausgelöscht haben und auch keine Antimaterie im Weltraum zu finden ist.

Nun ist meine Frage voher rührt diese Sicherheit, dass es keine Antimaterie im Weltraum (zumindest keine größeren Vorkommen) gibt? Ich meine Antimaterie kann genauso Atome ja sogar Chemische verbindungen bilden. Und Anti-Protonen könnten genauso in Sternen zu Anti-Helium Fusionieren.
Könnte es nicht sein, dass es Antimaterie-Galaxien gibt? Die würden sich doch in den Spektrallinien nicht von "Materie-Galaxien" unterscheiden oder? Soweit ich weiß hängt das doch nur mit den Atom Orbitalen und den Energieniveaus der jeweiligen Elemente zusammen. Wenn die Ladungen invertiert sind und sich halt positive Positronen in Orbitalen um einen negativen Atomkern befinden müsste das doch an den Spektrallinien nichts ändern oder?
Wenn mann annimt es gäbe Antimaterie-Galaxien dann würde das nicht nur das oben genannte Problem lösen sondern auch die Gammablitze erklären, deren Entstehung immer noch nicht vollständig geklärt ist und villeicht sogar die beschleunigte Ausdehnung des Universums. Beides könnte dann seine Energie aus der Anihilation von Materie und Antimaterie ziehen.

Also nochmal die Abschließende Frage: Wie erkennt man im Teleskop, dass es sich nicht um Antimaterie Handelt?
Cheater!
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Anmeldungsdatum: 28.10.2007
Beiträge: 5224
Wohnort: Stuttgart

BeitragVerfasst am: 20 Jul 2011 - 21:43:37    Titel:

Zitat:
Es wurde bislang keine Annihilationsstrahlung, die an den Grenzgebieten entstehen sollte, nachgewiesen. Auch die direkte Suche nach Anti-Helium-Atomen, die 1998 mit einem Alpha-Magnet-Spektrometer an Bord eines Space Shuttle erfolgte, zeigte in der kosmischen Höhenstrahlung keine Hinweise auf Antimaterie. Insgesamt wurden etwa 3 Millionen Heliumatome detektiert, darunter befand sich aber kein einziges Antiatom.

http://de.wikipedia.org/wiki/Antimaterie#Antimaterie_im_Universum

Wie wärs damit? Smile
Lorli
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Anmeldungsdatum: 02.05.2011
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 30 Sep 2011 - 18:16:24    Titel: Re: Kann man im Teleskop Antimaterie von Materie unterscheid

nikh hat folgendes geschrieben:
Zu allererst möchte ich darauf hinweisen dass ich noch Schüler bin. Also entschuldigt meine Ignoranz. Wahrscheinlich werde ich mir durch meine Frage lächerlich machen aber die Antwort ist es mir Wert.

Es gibt ja folgendes Problem:
Wenn Energie in Masse umgewandelt wird, dann entsteht ja zu gleichen Teilen Antimaterie und Materie. Das Problem ist nun dass beim Urknall anscheinend nicht zu gleichen Teilen Materie und Antimaterie entstanden sind, da sie sich nicht vollständig ausgelöscht haben und auch keine Antimaterie im Weltraum zu finden ist.

Nun ist meine Frage voher rührt diese Sicherheit, dass es keine Antimaterie im Weltraum (zumindest keine größeren Vorkommen) gibt? Ich meine Antimaterie kann genauso Atome ja sogar Chemische verbindungen bilden. Und Anti-Protonen könnten genauso in Sternen zu Anti-Helium Fusionieren.
Könnte es nicht sein, dass es Antimaterie-Galaxien gibt? Die würden sich doch in den Spektrallinien nicht von "Materie-Galaxien" unterscheiden oder? Soweit ich weiß hängt das doch nur mit den Atom Orbitalen und den Energieniveaus der jeweiligen Elemente zusammen. Wenn die Ladungen invertiert sind und sich halt positive Positronen in Orbitalen um einen negativen Atomkern befinden müsste das doch an den Spektrallinien nichts ändern oder?
Wenn mann annimt es gäbe Antimaterie-Galaxien dann würde das nicht nur das oben genannte Problem lösen sondern auch die Gammablitze erklären, deren Entstehung immer noch nicht vollständig geklärt ist und villeicht sogar die beschleunigte Ausdehnung des Universums. Beides könnte dann seine Energie aus der Anihilation von Materie und Antimaterie ziehen.

Also nochmal die Abschließende Frage: Wie erkennt man im Teleskop, dass es sich nicht um Antimaterie Handelt?


Man erkennt es nicht im Teleskop. ..

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behandelt genau deine Fragen und ist sehr verständlich geschrieben
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