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Frage zu BGB AT
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xoxo88
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Anmeldungsdatum: 05.04.2011
Beiträge: 53

BeitragVerfasst am: 02 Aug 2011 - 18:04:05    Titel: Frage zu BGB AT

Folgender Fall:

Ein Heizölhändler, H, macht am 06.03. ein schriftliches Angebot für seinen Kunden, K über 10.000 Liter Heizöl für 0,80€/Liter. H will aber noch einmal darüber nachdenken und den Markt für Heizöl beobachten und legt den Brief zur Seite.

Am 07.03. bringt er diesen Brief zusammen mit anderen Briefen, die er darauf gelegt hat, versehentlich zur Post. Das fällt ihm an 09.03. auf, als er das Annahmeschreiben des K findet. Der Preis für Heizöl ist allerdings auf 0,84€/Liter gestiegen, also ruft er umgehend K an und teilt ihm mit, er könne das Angebot nicht aufrecht erhalten, aber für 0,84€/Liter würde er liefern. K hat tags zuvor noch das Angebot eines anderen Händlers für 0,82€/Liter abgelehnt, braucht das Heizöl aber dringend und nimmt das letzte Angebot des H an.

1. Frage: Kann H nun 8.000€ oder 8.400€ von K verlangen?

2. Frage: Hat auch K Ansprüche gegen H?




Ich finde den Fall so verwirrend und komm nicht weiter Confused

EDIT: Was ich bisher habe:

Vertrag zu 8.000€ kam zustande, H muss sich sein fahrlässig fehlendes Erklärungsbewusstsein zurechnen lassen (Theorie d. Erklärungsfahrlässigkeit), ficht aber dann an (hier unsicher) indem er bei K anruft und vom Vertrag Abstand nimmt.

Aber zu Frage 2 hab ich nichts.
xoxo88
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Anmeldungsdatum: 05.04.2011
Beiträge: 53

BeitragVerfasst am: 04 Aug 2011 - 14:43:26    Titel:

Niemand einen Vorschlag?
Karneades
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Anmeldungsdatum: 09.08.2011
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 10 Aug 2011 - 00:37:20    Titel: Re: Frage zu BGB AT

xoxo88 hat folgendes geschrieben:
1. Frage: Kann H nun 8.000€ oder 8.400€ von K verlangen?


Vertragsschluss über 80ct. (+)
Anfechtung durch H?
-Erklärung (+)
-Grund?
-- 119 -> er wollte die Erklärung nicht abgeben.
-RF: 142 I
-> Vertrag (-)
Vertragsschluss über 84ct. (+)

-> Anspruch auf 8400 Euro


xoxo88 hat folgendes geschrieben:
2. Frage: Hat auch K Ansprüche gegen H?


K hat den Vertrag über 82ct. sausen lassen, weil er dachte, einen über 80ct. wirksam abgeschlossen zu haben.
Stattdessen muss er nun 84ct. zahlen.
Das Ganze resultiert aus der Anfechtung durch H.

Lies § 122 BGB!!!

--> Vertrauensschadensersatzanspruch des K gg H i.H.v. 2ct/ltr.

K kann mit dem SE-Anspruch ggü den 8400 zum Teil aufrechnen, §§ 387, 389
xoxo88
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Anmeldungsdatum: 05.04.2011
Beiträge: 53

BeitragVerfasst am: 10 Aug 2011 - 13:22:00    Titel:

Ach den §122 BGB hab ich überlesen, stimmt ja! Danke Very Happy
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