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Vor einem FH - Studium (BWL) eine Ausbildung sinnvoll ?
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LiveCounsellor
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Anmeldungsdatum: 14.08.2011
Beiträge: 19
Wohnort: Nordrhein - Westfalen

BeitragVerfasst am: 15 Aug 2011 - 13:01:57    Titel: Vor einem FH - Studium (BWL) eine Ausbildung sinnvoll ?

Hallo gemeinsam,

ich würde gerne nach meiner Fachhochschulreife an einer FH, gerne an der FH Münster den Studiengang: Betriebswirtschaftslehre aufnehmen. Die FH Münster hat einen sehr guten Ruf, da sie mit Qualität ausbildet. Zumindest behaupten es Unternehmen und Prof..

Ich habe gehört, dass die meisten FH - Absolventen an der FH Münster eine Berufsausbildung gemacht haben und dies sollen etwa 80 % sein.

Nun gehen mir verschiedene Fragen durch den Kopf. Soll ich auch eine Ausbildung vor dem Studium beginnen? Kann ich mit den anderen mithalten? Und Fragen über Fragen...

Was könnt ihr mir raten bzw. empfehlen?

Ich habe heute mit einem Prof. von einer ganz anderen Hochschule gesprochen, der gesagt hat, dass eine Ausbildung eigtl. nichts verkehrtes ist, aber dass eine Ausbildung nicht notwendig ist. Er meinte, dass man während dem Studium auch Berufserfahrung sammeln kann, wenn man z.B. eine Praxissemester zwischenlegt, die Bachelor-/ Masterthesis in einem Unternehmen schreibt, Praktika in diversen Unternehmen während der Semesterferien macht und vieles mehr.

Was könnt ihr mir raten bzw. empfehlen?

Beste Grüße,
LiveCounsellor
FidesGraecum
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Anmeldungsdatum: 11.04.2008
Beiträge: 210

BeitragVerfasst am: 15 Aug 2011 - 14:41:14    Titel:

Ich bin an der FH Münster und habe auch vorher eine Ausbildung gemacht. Den größten Vorteil hat man in Rechnungswesen, da war das erste Semester echt fast nur Wiederholung, während die ohne Vorkenntnisse ziemlich ackern mussten. Auch in ein paar anderen Fächern hatte man einiges schon gehört, zB Arbeitsschutzgesetze, das war mir zB schon bekannt.

Und es stimmt: Die meisten in meinem Semester haben vorher eine Ausbildung gemacht und manche sogar schon ein paar Jahre gearbeitet.
Ohne Ausbildung ist es aber natürlich auch machbar, lass dich da nicht bekloppt machen Wink
Berliner44
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Anmeldungsdatum: 07.10.2006
Beiträge: 619

BeitragVerfasst am: 15 Aug 2011 - 20:16:53    Titel:

Scheiß auf die Ausbildung. Das ist reine Zeitverschwendung. Der Prof. hat recht, es gibt massenhaft Möglichkeiten neben der Uni ein wenig Praxisluft zu schnuppern, zumal die FHs des Öfteren sowieso schon etwas praxisnäher ausbilden als Universitäten. Den kram der ersten Semester kannst du locker ohne Ausbildung stemmen.
LoLzeBoB
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Anmeldungsdatum: 14.05.2010
Beiträge: 1256

BeitragVerfasst am: 15 Aug 2011 - 21:01:31    Titel:

Halte es nicht für sinnvoll, eine Ausbildung nur als Vorbereitung zu machen, wenn man sowieso schon studieren will. Sie ist sicher nicht Nachteilhaft, aber die zwei Jahre hätte man im Nachhinein als akademische Berufserfahrung mehr als deine Kollegen mit Ausbildung.

Abgesehen davon heisst Ausbildung im Studium nichts, bei uns gab es keinen großen Unterschied zwischen Leuten mit oder ohne Ausbildung, auch nicht im Rechnungswesen. Sie haben zwar vorher schon einige Sachen mal gehört und gemacht, aber es ist nicht so, dass es einem einen wirklich bedeutenden Vorteil gibt. Intelligenz und Fleiß sind zwei Faktoren die deutlich größeren Einfluss auf deinen Erfolg haben werden, als bereits zwei Jahre mit einem winzigen Teil der BWLer Materie jongliert zu haben.

Die Ausbildung würde ich dir NUR dann empfehlen, wenn du dir nicht sicher bist, ob du überhaupt studieren willst. Ansonsten: Lass es.
FidesGraecum
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Anmeldungsdatum: 11.04.2008
Beiträge: 210

BeitragVerfasst am: 15 Aug 2011 - 23:30:29    Titel:

Klar, geht das auch ohne Ausbildung. Ich hab die Ausbildung gemacht, weil ich eig nie vorhatte zu studieren. Trotzdem würde ich jetzt sagen, dass es keine Zeitverschwendung war......

Es liegt ja auch immer an den FHs, wie es gehandhabt wird. Unser Dozent hat eine super Lösung für Buchführung gefunden, aber dennoch waren die ohne Vorkenntnisse am Stöhnen und mussten quasi jedes Tutorium besuchen.
In MS an der FH sind nunmal viele mit Ausbildung, vllt liegts in meinem Semester auch daran, dass ich zum Sommersemester angefangen habe.

Aber nur deshalb würde ich jetzt auch keine Ausbildung machen, denn wie gesagt, es geht auch ohne, wenn man da mit Fleiß rangeht.
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5417
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 16 Aug 2011 - 08:20:47    Titel:

Mit der Ausbildung ist es so eine Sache. Ein klares Ja oder Nein ist da nicht zu geben. Sie vor dem Studium zu machen kann Sinn machen oder eben auch nicht und dabei hängt es sehr stark von der Person selbst und dessen Zielen ab.

Die Diskussion darum hat in den letzten Jahren etwas abgenommen, weil mit dem Hype der um das Alter der Absolventen gemacht wurde es mit seit dem Bachelor wohl etwas unattraktiver wurde. Zu Diplomzeiten war es nicht selten, dass ein Diplomand ohne Ausbildung nur unwesentlich jünger war als einer mit. Heute mag es natürlich optisch mehr auffallen ob jemand 23 oder 25 ist.

Was sind die Vorteile einer vorherigen Ausbildung?
Meiner Meinung und Erfahrung nach folgende:

+ Man hat bereits nach zwei oder zweieinhalb Jahren einen Abschluß, den man nutzen kann, wenn es mit dem Studium nicht läuft
+ es bieten sich einem die besseren Möglichkeiten für Werksstudententätigkeiten und meist Vorteile bei den Praktika (ausgebildete Personen werden gerne gesehen)
+ nach alten Statistiken finden diese Leute eher eine Einstiegsposition (ob das zu Zeiten des Bachelors noch gilt, keine Ahnung)
+ ebenfalls nach alten Statistiken ist das Einstiegsgehalt etwas höher im Schnitt (Achtung: Contra!)
+ Aus Erfahrung: Ex-Azubis tun sich leichter mit dem Stoff und den Zusammenhängen (Achtung: Contra!)
+ Aus Erfahrung: Ex-Azubis sind um einiges zielstrebiger im Studium, wissen eher was sie wollen und warum sie es machen.
+ Aus Erfahrung: Die Abbruchquoten sind niedriger (weil die, denen eine Kaufmännische Ausbildung aufgrund des Stoffes nicht liegt, die werden auch kein Studium draufsetzen)
+ Aus Erfahrung: Auch mal ganz unten auf der Karriereleiter zu sitzen, alle Funktionsbereiche mal gesehen zu haben - sozusagen von der Pike auf zu lernen - ist eine Erfahrung, die einem im späteren Leben immer wieder hilft, wenn auch nicht so offensichtlich
+ Derzeit geht die Tendenz dahin, wieder lieber ältere Absolventen einzustellen, weil diese etwas mehr Lebenserfahrung haben.
+ Aus Erfahrung: Der Praxisschock ist für diese Gruppe ungleich kleiner, wenn überhaupt vorhanden und sie kommen damit merklich schneller in die erste Stelle rein.
+ Man bezahlt bereits etwas in die Rentenversicherung ein Wink


Aber es gibt auch, vor allem zwei ganz wichtige Nachteile:
- Der gehaltliche Vorsprung, sollte er überhaupt noch da sein, bleibt mit der Zeit und Berufserfahrung nicht bestehen. Ob das wenige Mehr inkl. der Ausbildungsvergütung wirklich ausreicht um zwei bis drei Jahre zusätzlich zu machen anstatt zwei Jahre früher als Akademiker zu arbeiten muss jeder für sich selbst entscheiden. Rein aus Rentabilitätsgesichtspunkten, finanziellen Erwägungen ist das wahrscheinlichst keine gute Idee.
- Der in der Ausbildung gelernte Stoff hilft nur rudimentär und anfänglich, vor allem in der Buchhaltung. Abgesehen davon, dass man vielleicht Zusammenhänge eher begreift oder das eine oder andere schon einmal gehört hat, ist der Vorsprung nicht so groß, dass man deswegen automatisch zum Schluss kommen müsste, dass es sich lohnt.

Langer Text, kurzer Sinn:
Eine Ausbildung kann vor allem dann Sinn machen, wenn man für sich selbst es als Vorbereitung und Erfahrungsschatz sieht. Aus finanziellen Gesichtspunkten oder der vemeintlich besseren Ausgangsposition alleine könnte ich persönlich nicht für die Ausbildung plädieren.

btw - wer wirklich noch studieren möchte und noch nicht bereits ein besonderes Ziel hat (z.B. Immobilien, StB/WP, Fonds usw.) der sollte entweder den Bank- oder Industriekaufmann machen, gelten sie doch als die anspruchvollsten kaufmännischen Ausbildungen.

Grüße,
Gozo

PS - ich habe auch erst eine Ausbildung gemacht.
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