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VSD Mitverschulden Elternteil
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herbinjo111
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Anmeldungsdatum: 04.03.2011
Beiträge: 93

BeitragVerfasst am: 05 Sep 2011 - 11:49:51    Titel: VSD Mitverschulden Elternteil

Hi!

Vater und Tochter (4 Jahre) schauen sich bei einer Firma um. Währendessen achtet der Vater "grob fahrlässig" nicht auf seine Tochter, worauf diese in einen Schacht stürzt, der völlig unzulänglich geschützt war, da die Firma sich zu wenig um die Verkehrssicherheit gekümmert hatte.

Die Frage ist, in wie weit den Vater ein Mitverschulden in Bezug auf Schadensersatzansprüche trifft.
Das Kind hat keinen eigenen Anspruch, wird aber als Dritter in das Schuldverhältnis des Vaters nach 311 II aufgenommen.
Nach 1664 hat der Elternteil für grob fahrlässiges Handeln zu haften.

Prüfe ich das nun beim Mitverschulden ? Dies ist doch eigentlich nur in Bezug auf ein Mitverschulden des Dritten selbst gemeint.

Über Hilfe wäre ich dankbar!
Ronnan
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Anmeldungsdatum: 08.09.2008
Beiträge: 2295
Wohnort: Karlsruhe, Residenz des Rechts

BeitragVerfasst am: 05 Sep 2011 - 16:36:18    Titel:

erste frage ist ob man 254II2 auch auf I anwenden kann
h.m. (+)

zweite frage: rechtsgrund oder folgenverweisung?
278 erfordert bereits bestehendes schuldverhältnis, ist das hier auch so?
h.m. (+)

streit aber eventuell egal weil ja ein schuldverhältnis besteht
problematisieren könnte man ob der vsd auch zum nachteil des kindes wirken sollte

nimmt man wohl an und daher zurechnung (+)
kein (mit)verschulden wegen 1664?
gilt der überhaupt gegenüber dritten?
egal, ohnehin grob farhlässig

daher erübrigt sich auch gestörter gesamtschuldausgleich
Flauschi
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Anmeldungsdatum: 30.06.2008
Beiträge: 505

BeitragVerfasst am: 05 Sep 2011 - 19:12:00    Titel:

Ronnan hat folgendes geschrieben:
egal, ohnehin grob farhlässig

daher erübrigt sich auch gestörter gesamtschuldausgleich


gabs da nicht nen meinungsstreit, dass das verschulden der eltern nicht zulasten der kinder gehen darf? das kind hat die schmerzen, es kann ja nix dafür dass der vater so dösig ist. und schmerzensgeld soll ja demjenigen, dem was weh tut, das leben etwas erträglicher machen. und wenn wg dem vater gekürzt wird, wär das schon irgendwie unfair.
Ronnan
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Anmeldungsdatum: 08.09.2008
Beiträge: 2295
Wohnort: Karlsruhe, Residenz des Rechts

BeitragVerfasst am: 05 Sep 2011 - 19:23:18    Titel:

wäre im fall der haftung des kindes wegen §278 ja genauso "unfair"
aber so ist die gesetzlliche konzeption
da ist das kind (theoretisch) ggbfs auf den innenregress zu verweisen

zumal das schmerzensgeld hier ohnehin erstmal den eltern zugute käme
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