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Dialektische Entwicklung- jetzt reicht es!
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Super-Gau
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Anmeldungsdatum: 18.03.2011
Beiträge: 296
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BeitragVerfasst am: 08 Sep 2011 - 16:53:58    Titel: Dialektische Entwicklung- jetzt reicht es!

Die Marxisten haben immer gesagt, dass die Welt sich dialektisch entwickeln würde, und, Recht haben sie gehabt:

Aus den linken Thesen der DDR wurden (nach deren Auflösung) schnell "rechtsradikale Parolen":

In der DDR gab es Arbeitslager, Todesstrafe, Wehrsportgruppen, paramilitärische Erziehung in Kindersendungen, ect.

Die These ist also: Alles, was den Sozialismus unterstützt, muss selber unterstützt werden.

Die Antithese ist: "Arbeitslager" sind kapitalistisch, weil sie den Menschen nur nach seinem Produktionsnutzen nach beurteilen", usw.........

Die Synthese (der Neonazis) ist: "Das Alles ist uns völlig egal, Ordnung muss sein, die habt ihr uns in der DDR als solche beigebracht, und jetzt: Sieg Heil"

Das ganze ist Dialektik!

Nicht nur zu Nazizeiten haben die Rechten alles von den Linken kopiert, von den Konzentrationslagern über die Einheitspartei und die Gleichschaltung hin bis zu der Propaganda; nein, auch die "neue Rechte" hat alles kopiert:

- Rockmusik
- bestzte Häuser
- politische Gewaltaktionen
- Parteigründungen

ect.

Jetzt fehlt aber nur eines: Bei den Linken gab es damals "Spontis", die alles durch den Kakao gezogen haben.

Irgendwie passt das Ganze aber nicht zu den Rechten, finde ich jedenfalls......

Aber, vielleicht haben die auch hier schon nachgezogen; als ich heute durch die Friedrichstrasse ging, fand ich an einem Laternepfahl Wahlplakate aufgehangt; Kandidat der "BIG" (einer Kleinpartei): ein Türke. Darrüber der von der SPD: Auch ein Türke! Darüber der von der CDU: Türke.
Das Plakat von den Grünen ganz unten war verdreht, als ich es gerade richtete: Türkischer Kandidat!

Ganz oben hing dann ein Plakat der NPD: "Jetzt hilft nur eins: NPD".

Gibt es neuerdings auch rechte Spontis?
A.H.Hattray
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Anmeldungsdatum: 11.07.2011
Beiträge: 940

BeitragVerfasst am: 08 Sep 2011 - 20:16:06    Titel: Eine Ansicht die sich lesen lassen kann.

Hier hast Du eine richtige Analyse eingestellt Super-Gau, wofür ich Dir außerordentlich dankbar bin, auch wenn die pauschale Wertung bezüglich "die Marxisten" noch überarbeitet werden kann.

Längst habe ich mir abgewöhnt in herkömmlichen rechts-links Konstellationen zu denken. im Volksmund ist "rechts-links" ohnehin das Synonym für "Halbseidenes" oder "Halbwelt", was wiederrum für die kriminogenen Kreise verwendet wird um eine Lebenshaltung zu skizzieren.

Einfacher beschrieben: Sollte ich ein Linker sein, Sympathien zum "sozialen Netzwwerk" haben, was nicht nur durch meine Verortung der Fall ist, kann ich nicht einfach nur deswegen, eine richtige Meinung eines Konservativen, eines Rechtslobbyisten wie die von Friedrich Merz(CDU) in Sachen Leitkultur ablehnen, nur weil er halt nicht meiner "linken Szene" angehört.

Sollte ich rechts denken, ein christlich/konservatives Weltbild leben wollen, kann ich nicht einfach aus dem Grunde die Thesen von Oscar Lafontaine ablehnen, der beispielsweise die Kosten der "deutschen Einheit" wahrheitsgemäß referiert hat, nur weil der ein Linker ist.

Die Wahrheit oder Tatsachen lassen sich nicht am Weltbild des Einzelnen festmachen. Insofern ist der von Dir entwickelte "fliegende Wechsel" von Gedanken- und Weltbildern aus der EX-DDR in faschistisches Gedankengut heute eine wirklich gesellschaftlich - relevante Angelegenheit, die auch mit der Definition des Sozialismus zu tun hat.

Die Alt- und Neonazis beispielsweise sehen ja im Sozialismus ihre unmittelbare Gegnerschaft mit dem Ausdruck, dass der Sozialismus der Feind des Nationalismus wäre und übersehen vollkommen, dass sich der Nationalsozialismus auch den "Sozialismus" in seinem Logo angehängt hat.

Worin besteht der Etikettenschwindel?

Lassen wir uns nichts von denen erzählen, die den "DDR-Sozialismus" erneuern wollen. Die haben garnicht gewusst was Sozialismus ist, sondern sich nur das Etikett Sozialismus angehängt, weil der Mensch von grundauf ein "Soziales Wesen" ist und mit sozialen Ansichten die meisten Stimmen zu gewinnen sind.

Lassen wir uns nichts von den Nazis erzählen, die ebenfalls den Sozialismus gebrauchen wie in "Nationalsozialismus" nur weil damit die Menschen zu erreichen sind.

Ob jemand sozial denkt kann man nicht an nationalsozialistischen oder pseudokommunistischen Formeln festmachen, sondern an der Geisteshaltung. Da es Kommunismus oder Sozialismus ja noch nie gegeben hat, ist es auch unmöglich darüber Wertungen zu treffen, wohl aber über diejenigen die das soziale Etikett missbrauchten, Supergau und da ist kein Unterschied zwischen Stalin und Hitler, zwischen Ulbricht und Franco, zwischen Tito und Salazar, oder Peron und Castro.

Die real existierenden, größtenteils überwundenen sogenannten sozialistischen Staaten unterhielten eine überwiegend privilegierte Nomenklatura, mit der sich eine Unterscheidung zwischen den rechtsorientierten Nationalstaaten nicht treffen lässt, wenn man einmal von den Verelendungstatbeständen in den christlich - konservativen Gesellschaften Südeuropas und Lateinamericas absieht.

Die soziale Gesinnung ist nicht abhängig von Parteien, aber es ist gut, dass es Parteien gibt. Deshalb bin ich auch gegen ein Verbot der NPD, auch wenn es bedauerlich ist, dass einer der klügsten Köpfe, die Deutschland im 20. Jahrhundert hervorgebracht hat, Horst Mahler, heute ein Neo-Nazi ist.

Andererseits hat die Linksszene die dümmsten Köpfe ausgewürgt, auch Horst Mahler, Baader, Ensslin, Meinhof usw. bei denen sich die Frage stellt, womit diese wohl mehr erreicht hätten, wenn sie ihre Überzeugungen per Argumente, statt mit Attentaten vorgetragen hätten. Dieser Antagonismus ist unüberbrückbar.

Der Verbrauch an Energie mit dem Terrorwahn steht in keinem Verhältnis zu dem was erreicht wird.
Ob nun diesselbe Energie, beispielsweise der Pfarrerstochter Ensslin mehr gebracht hätte wenn sie in Argumenten vorgetragen worden wäre, ist längst eine Analyse wert.

Abdul
Super-Gau
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Anmeldungsdatum: 18.03.2011
Beiträge: 296
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 09 Sep 2011 - 11:07:22    Titel: Re: Eine Ansicht die sich lesen lassen kann.

A.H.Hattray hat folgendes geschrieben:


...................................
Die Alt- und Neonazis beispielsweise sehen ja im Sozialismus ihre unmittelbare Gegnerschaft mit dem Ausdruck, dass der Sozialismus der Feind des Nationalismus wäre und übersehen vollkommen, dass sich der Nationalsozialismus auch den "Sozialismus" in seinem Logo angehängt hat.


Lassen wir uns nichts von denen erzählen, die den "DDR-Sozialismus" erneuern wollen. Die haben garnicht gewusst was Sozialismus ist, sondern sich nur das Etikett Sozialismus angehängt....................

............. Da es Kommunismus oder Sozialismus ja noch nie gegeben hat, ist es auch unmöglich darüber Wertungen zu treffen.............Abdul


@ Hattray:

Nit der "Sozialismusablehnung" der Neonazis bist du zum Teil schief gewickelt; es gibt sehr wohl welche, die diesen Propagieren und ihn ausdrücklich gutheissen.

Zu den anderen Sachen kann ich sagen, zumindest aus materialistischer Sichtweise ist es Unsinn; nicht das Ideal (S"ozialismus" oder aber "Kommunismus") steht zuerst und wird dann verwirklicht, sondern, dieses Ideal entsteht überhaupt erst durch seine Realität, dessen caraktheristische Beschreibung es ist.

Natürlich weiss ich, dass solche materialistischen Thesen Blödsinn sind, aber, wenn schon Kommunist, denn schon auch Materialist.
A.H.Hattray
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Anmeldungsdatum: 11.07.2011
Beiträge: 940

BeitragVerfasst am: 09 Sep 2011 - 21:45:47    Titel: Etiekettenschwindel

Du magst zwar meinen und darauf hereinfallen, dass Nationaolsozialisten auch Sozialismus meinen. Aber bislang können wir die Welt doch nur an dem interpretieren was war.

Der Nationalsozialismus hatte sich zwar den Sozialismus als Etikett angehängt. In Wahrheit war er das Haifischbecken der Konzerne und der Privilegierten.

Was lässt Dich darauf schließen, dass Sozialismus und Nationasozialismus auf das Gleiche hinauslaufen?

Wir hatten ja noch nie Sozialismus oder Kommunismus, außer dass man sich das Etikett anhängte sozialistisch und kommunistisch zu sein, was dazu diente, wie wir alle wissen, die Menschen zu unterdrücken.

Das was in der UdSSR oder der DDR existierte wurde auch mal, auch China "INTERPRETIERT" Sozialfaschismus genannt. Aber Sozial und faschistisch sind inhaltlich nicht kompatibel.

Abdul
Super-Gau
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Anmeldungsdatum: 18.03.2011
Beiträge: 296
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 10 Sep 2011 - 15:10:26    Titel: Re: Etiekettenschwindel

A.H.Hattray hat folgendes geschrieben:
Du magst zwar meinen und darauf hereinfallen, dass Nationaolsozialisten auch Sozialismus meinen. Aber bislang können wir die Welt doch nur an dem interpretieren was war.

Der Nationalsozialismus hatte sich zwar den Sozialismus als Etikett angehängt. In Wahrheit war er das Haifischbecken der Konzerne und der Privilegierten.

Was lässt Dich darauf schließen, dass Sozialismus und Nationasozialismus auf das Gleiche hinauslaufen?

Wir hatten ja noch nie Sozialismus oder Kommunismus, außer dass man sich das Etikett anhängte sozialistisch und kommunistisch zu sein, was dazu diente, wie wir alle wissen, die Menschen zu unterdrücken.

Das was in der UdSSR oder der DDR existierte wurde auch mal, auch China "INTERPRETIERT" Sozialfaschismus genannt. Aber Sozial und faschistisch sind inhaltlich nicht kompatibel.

Abdul


@ Hattray:

Na gut, dann können wir halt auch die Existenz eines "real existierenden Sozialismus auch" an dem interpretieren, was war........
also, aus keinen (rein ideeleelen) Ideen heraus......

Wer aber sagt, dass wir es keine Interpretation eines gesellschaftlichen Zustandes als "Sozialismus" gibt, weil sich ein solcher eben einfach nicht definieren lässt?

Ein weiteres Zitat von dir:

--------------

Der Nationalsozialismus hatte sich zwar den Sozialismus als Etikett angehängt

--------------

Wenn es keinen "Sozialismus" als reine Idee gibt, bei der sich die Statutzuweisung als "Sozialismus" im Bezug auf die Übereinstimmung der Theorie (theoretischer Idee des Sozialismus) mit der Praxis gibt, lässt sich nuneinmal auch nicht feststellen, welche Gesellschaftsordnung denn nun selner "sozialistisch" war, und, welche nicht.......

Einen "Sozialismus" als reine Idee würde aber dem marxistischen Materialismus wiedersprechen..........

Eine andere Sache ist die: Wenn du sagst, bezüglich des Begriffes "Sozialfaschismus", dass "sozial" und "faschistisch" inhaltlich nicht kompatibel seien, gebe ich dir Recht; bezüglich des Begriffes "Rotwein" allerdings sind "rot" und "Wein" inhaltlich aber auch nicht kompatibel; shit happens.......
A.H.Hattray
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BeitragVerfasst am: 13 Sep 2011 - 00:34:04    Titel: Wie immer?

Voreilig geschrieben, voreilig erdacht Super-Gau.

Für Rotwein ist die Kompatibilität durch die Färbung(Rotfärbung) begründet.

Darum ist derr Wein aus blauen-roten Trauben, der sich rötlich färbt zurecht als Rotwein bekannt und auch die ZUsammengehörigkeit von rot und Wein sehr wohl nicht nur kompatibel, sondern logisch.

Sozialismus und /oder Kommunismus gibt es als "Ideologie der Befreiung" und hatte als Grundlage das kommuninistische Manifest.

IN der frühen Auseinandersetzung um die Inhalte der "Ideologie der Befreiung" ist die Auseinandersetzung zwischen Marx und Weitling bekannt geworden, deren Fazit die These des Marx war, dass es einen gewissen Grad an Kennntis braucht, das Bewusstsein und Selbstbewusstsein der unterprivilegierten Klasse zu stärken, um überhaupt revolutions- oder führungsfähig wie der Adel, der Klerus und das Bürgertum zu werden.

An dieser Position hat sich defacto nichts geändert, nur dass einige meinten, man könne dennoch revolutionäre Tendenzen zum Tragen bringen, die halten was sie versprechen. Das war ja, wie wir alle wissen, nicht der Fall.

Als geschichtliches Ereignis wir hier die Oktoberrevolution hervorgehoben, die notwendigerweise scheitern musste, weil Russland ein Agrarstaat war; mit einem hohen Anteil an Bevölkerung, die analphabetisch war.

Abdul
Super-Gau
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Anmeldungsdatum: 18.03.2011
Beiträge: 296
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 16 Sep 2011 - 10:45:10    Titel: Re: Wie immer?

A.H.Hattray hat folgendes geschrieben:
Voreilig geschrieben, voreilig erdacht Super-Gau.

Für Rotwein ist die Kompatibilität durch die Färbung(Rotfärbung) begründet.............
Abdul


@ Hattray:

Falsch, dadurch wird nur die Relation begründet, nicht aber die Kompatibilität;
Wenn ich also sage: Diese Karaffe mit Weißwein fasst mehr Inhalt als jene mit Rotwein", dann sind beide Begriffe zueinander kompatibel, weil sich das Ganze objektiv nachvollziehen lässt.

Wenn ich aber sage: 1 Lieter Rotwein ist extremer als das "Weiss" des Weisweines", dann hat dieser Satz eine ähnlich nichtvergleichbare Bedeutung wie: "Nachts ist es kälter als draussen".
A.H.Hattray
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Anmeldungsdatum: 11.07.2011
Beiträge: 940

BeitragVerfasst am: 16 Sep 2011 - 22:20:29    Titel: ZUviel Wein

trinken schadet Supergau.

Die Kompatibilität von Rotwein und Roten Trauben ist begründet. Sie kann nicht durch Deine Definitionsmühe geändert werden, zumal die Logik, dass rote Trauben auch roten Wein ergeben, nicht zu ändern ist. Von Dir nicht und niemandem sonst, Super-Gau.

Abdul
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