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Briefe an die Front im 2. Weltkrieg
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Biber05
Junior Member
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Anmeldungsdatum: 24.01.2009
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 14 Sep 2011 - 17:54:52    Titel: Briefe an die Front im 2. Weltkrieg

Hallo.

Ich habe letztens ein sehr interessantes Zitat Hitlers gelesen, in dem er behauptet, dass die Briefe der Frauen an ihre kämpfenden Männer an der Westfront im 1. Weltkreig diese demoralisiert und somit zu einer Schwächung der Soldaten geführt haben.

Gab es im 2. Weltkrieg einen derartigen Briefverkehr zwischen Heimat und Front? Oder wurde dies untersagt?

Mich interessiert, ob Hitler Schlüsse aus seinen Erfahrungen gezogen und Veränderungen eingeführt hat.

Vielen Dank!!!
quatsch
Moderator
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Anmeldungsdatum: 31.08.2005
Beiträge: 3232

BeitragVerfasst am: 14 Sep 2011 - 18:16:18    Titel:

Es gab umfangreichen Briefverkehr, ganz kurze Einführung siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Feldpost_im_Zweiten_Weltkrieg
Von einer systematischen Einschränkung der Feldpost ist mir nichts bekannt. Es wurden im Gegenteil normalerweise Feldpostsendungen in Kesseln usw. bis zuletzt befördert. Es gab allerdings eine Zensur (wie in allen Kriegführenden Staaten), die achtete auf die Einhaltung der Vorschriften, letzere verbaten die Angabe militärischer Details, Stellungen, Truppenstärken usw.
tokyob
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 19.06.2006
Beiträge: 1543
Wohnort: Tokyo, Japan

BeitragVerfasst am: 21 Sep 2011 - 03:08:06    Titel:

Das ist ja nur ein Teil der sog. 'Dolchstoss' Theorie, die besagt, dass die im Feld stehenden Truppen von der Heimat quasi von hinten 'erdolcht' wurden, also Munitionsstreiks, 'Friedenspropaganda', etc.
Biber05
Junior Member
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Anmeldungsdatum: 24.01.2009
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 21 Sep 2011 - 21:12:24    Titel:

Ja natürlich aber mich wundert, dass er trotz dieser Behauptung Briefverkehr zwischen Heimat und Front zulässt. Ich dachte Hitler hat versucht aus seinen Lehren aus dem Ersten Weltkrieg zu lernen. Wie man sieht nicht überall.
wasp
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 13.01.2007
Beiträge: 1962

BeitragVerfasst am: 21 Sep 2011 - 23:06:27    Titel:

Falls es wirklich Teil der Dolchstoss Legende ist, könnte man überlegen, inwiefern Hitler diese ernsthaft vertreten hat oder nur als Mittel zum Zweck benutzt hat.
Falls Zweiteres der Fall war, hat er seine Aussage vielleicht deshalb auch nicht umgesetzt.

Aber das überlasse ich mal den Historikern Wink
Historier
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Anmeldungsdatum: 03.02.2010
Beiträge: 152
Wohnort: Uni Bamberg

BeitragVerfasst am: 29 Okt 2011 - 12:17:27    Titel:

Biber05 hat folgendes geschrieben:
Ja natürlich aber mich wundert, dass er trotz dieser Behauptung Briefverkehr zwischen Heimat und Front zulässt. Ich dachte Hitler hat versucht aus seinen Lehren aus dem Ersten Weltkrieg zu lernen. Wie man sieht nicht überall.


Verstehe dein Denkproblem nicht.. Wieso sollte man Feldpost verbieten? Feldpost war als Propaganda der NS-Führung bis zum Schluss geradezu dienlich. Sie diente als Moralverstärker.
- Welcher Soldat war nicht froh, wenn er ein Lebenszeichen aus der Heimat bekam? -> Inhalt sekundär, keinem ging es damals wirklich gut, Hauptsache: sie sind am Leben -> mein Kampf macht einen Sinn
- Was bewirkt die Nachricht vom Tod der Angehörigen durch "angloamerikanische Terrorangriffe" auf den an der Front stehenden Soldaten? Wohl kaum Resignation sondern Hass und Rachegelüste.

Das Wissen um die Einsicht in die Briefe bzw. deren Zensur hat schon genügt, um zersetzenden Tendenzen entgegen zu wirken. Am besten mal im Internet nach Briefen suchen (http://www.museumsstiftung.de/feldpost/) und lesen.
Hitler (und die Wehrmachtsführung) war sich durchaus um den Nutzen der Feldpost bewusst, derartige Zitate sollte man nicht allzu ernst nehmen, weil sie wie schon gesagt wurde im Zusammenhang mit der Dolchstoßlegende anzusiedeln sind.
_________________
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