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Als Referendar Studentenstatus?
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electrofaust
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Anmeldungsdatum: 07.12.2005
Beiträge: 24

BeitragVerfasst am: 25 Sep 2011 - 20:26:41    Titel: Als Referendar Studentenstatus?

Hi,

meine Frage betrifft nicht das Jurastudium, sondern die gesamte Ausbildung zum Volljuristen.
Nach dem 1. StaatsEx verlässt man ja in aller Regel die Universität und beginnt mit dem Referendariat. Als Referendar kriegt man wohl ca. 800€ + x und muss mit diesem Geld auskommen (außer man macht noch etwas nebebei). Da man ja kein Student mehr ist, hat man auch keine "kostenlose" ÖPNV-Beförderung mehr und muss evtl. aus einem günstigen, da subventionierten Studentenwohnheim ausziehen. Wenn man vom LG aus zu einer Sitzungsvertretung als StA in ein 40km entferntes AG geschickt wird, muss man ja auch selbst zusehen, wie man dorthin kommt. Natürlich können Fahrtkosten von der Steuer abgesetzt werden, aber das sind minimale Beträge, die man hinterher rausbekommt.
Jetzt kommt meine Überlegung:
Wäre es nicht vorteilhaft, sich während des Referendariats an irgendeiner Uni einzuschreiben, um offiziell den Studentenstatus zu behalten? In NRW gibt es bekanntermaßen keine Studiengebühren mehr. Der Semesterbeitrag liegt an den Unis bei ca. 200-220€. Dafür kriegt man aber für ganze sechs Monate ein Ticket, das im ganzen Bundesland gültig ist, kann in einem Studentenwohnheim wohnen, zu Studentenpreisen in der Mensa essen gehen, oder am Hochschulsport teilnehmen. Ganz abgesehen davon, dass man auch sonst an vielen Orten noch Ermäßigungen bekommt. Finanziell lohnt es sich auf alle Fälle, da man in einer Großstadt für die ÖPNV-Benutzung schon ca. 50€ für ein Monatsticket ausgibt, das wären 300€ pro Semester.
Und studieren muss man ja nicht wirklich. Wenn man Lust hat, kann man sich natürlich die ein oder andere Vorlesung anhören, oder ein Seminar des jeweiligen Faches besuchen. Dass man keine Leistungen erbringt wird doch niemandem auffallen, auf keinen Fall während der zwei Jahre als Referendar.

Ich frage mich jetzt nur, was gegen einen solchen Plan sprechen würde?

MfG
Ronnan
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Anmeldungsdatum: 09.09.2008
Beiträge: 2295
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BeitragVerfasst am: 25 Sep 2011 - 23:03:05    Titel:

hatte ich mir auch überlegt
aber es ist jedenfalls in BW nicht möglich sich in einer uni einzuschreiben, wenn man das ref macht
ebenso wie es nicht möglich ist, wenn man ne richtige arbeit hat

möglich ist da allenfalls ein promotionsstudium
electrofaust
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Anmeldungsdatum: 07.12.2005
Beiträge: 24

BeitragVerfasst am: 26 Sep 2011 - 11:56:35    Titel:

Wäre für mich jetzt aber neu, dass als Vollzeitbeschäftigter nicht studieren darf.
Gut, man steht bei den Soizialversicherungsabgaben natürlich nicht als Student, sondern als normaler Arbeitnehmer dar. Aber neben der Arbeit zu studieren ist meines Erachtens doch jedem freigestellt.
el tenista
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Anmeldungsdatum: 27.03.2009
Beiträge: 102

BeitragVerfasst am: 26 Sep 2011 - 12:01:26    Titel:

Neben der Arbeit studieren geht definitiv Wink So geschehen in meinem Bekanntenkreis, in dem jemand nach seinem Medizin Studium während seiner Arzttätigkeit noch Jura studierte.
Asterisque
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Anmeldungsdatum: 03.05.2006
Beiträge: 576
Wohnort: Karlsruhe

BeitragVerfasst am: 26 Sep 2011 - 17:13:46    Titel:

Haben bei mir einige Leute zumindest ein Semester lang gemacht, danach hatte glaube ich keiner mehr Lust sich nochmal rückzumelden.

IdR muss man während des Refs doch eher selten irgendwohin (zumindest in den ersten Stationen) und wenn doch, dann gibt es doch Reisekosten. Zumindest in RLP ist das so, wenn man für eine Station einem anderen Ort als der Stammdienststelle zugewiesen wird.
Ich selbst musste für die StA einmal pro Woche 45 pro Strecke zum Sitzungstermin, aber mir war der Aufwand mit Antragstellung für Reisekosten dann doch zu hoch. Ich bin mit meinem Refgehalt aber auch immer bestens ausgekommen.
Für die Wahlstation bin ich in eine andre Stadt und musste während dieser Zeit dann zwei wohnungen zahlen, aber dafür hab ich dann auch keine Mühen gescheut und die entsprechenden Anträge ausgefüllt. Cool
Ronnan
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Anmeldungsdatum: 09.09.2008
Beiträge: 2295
Wohnort: Karlsruhe, Residenz des Rechts

BeitragVerfasst am: 27 Sep 2011 - 14:05:09    Titel:

in BW ist es jedenfalls so, bzw wird jedenfalls im hinblick auf das REF so gehandhabt

§60 LHG BW
(2) Die Zulassung nach Absatz 1 Satz 3 ist zu versagen, wenn
4. die Person in einem Dienst-, Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis steht, sonst beruflich tätig ist oder gleichzeitig zu einem anderen Studiengang zugelassen ist oder zugelassen werden will, es sei denn, dass sie nachweist, dass sie zeitlich die Möglichkeit hat, sich dem Studium uneingeschränkt zu widmen, insbesondere die erforderlichen Lehrveranstaltungen zu besuchen; bei einem Parallelstudium ist auf Grund bisheriger Studienleistungen nachzuweisen, dass die Parallelstudiengänge innerhalb der Regelstudienzeiten erfolgreich beendet werden können; für Teilzeitstudiengänge gilt dies entsprechend,
electrofaust
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Anmeldungsdatum: 07.12.2005
Beiträge: 24

BeitragVerfasst am: 27 Sep 2011 - 17:52:47    Titel:

Soweit ich das verstanden habe, geht es im Absatz zwei aber nur um zulasungsbeschränkte Studiengänge. Schließlich lautet § 60 I S. 3 "In zulassungsbeschränkten Studiengängen setzt die Immatrikulation eine gesonderte Zulassung voraus."

Bei zulassungsfreien Studiengängen wäre demnach ein Studium neben Beruf/Ausbildung möglich.
Ronnan
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Anmeldungsdatum: 09.09.2008
Beiträge: 2295
Wohnort: Karlsruhe, Residenz des Rechts

BeitragVerfasst am: 27 Sep 2011 - 18:56:15    Titel:

stimmt, habe es jetzt nur bezüglich immatrikulation während verbesserungsversuch + ref durchdacht

irgendeinen sonstigen studiengang zu belegen könnte man sich dann tatsächlich überlegen

in bw dürften ja demnächst auch die studiengebühren fallen, wobei ich nicht weiß ob das auch für das zweitstudium gilt
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