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"Occupy Wall-Street"
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> "Occupy Wall-Street"
 
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A.H.Hattray
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Anmeldungsdatum: 11.07.2011
Beiträge: 940

BeitragVerfasst am: 02 Okt 2011 - 12:45:18    Titel: "Occupy Wall-Street"

Wer das Verlassen von demokratischen Spielregeln in den USA beklagt, muss wissen, dass dies nicht mit Guantanomo begonnen hat.

Wer das Wort "Sozial" in den Mund nimmt und dadurch gleich als Kommunist verdächtigt und verurteilt wird, muss wissen, dass die Bldung in der Breite in den USA vernachlässigt ist.

200 Millionen US-Amerikaner leben um oder unter dem Existenzminimum und tauchen in manchen Statistiken diesbezüglich erst gar nicht auf, nur weil sie mehr als 5 Stunden pro Woche arbeiten.

Die Festnahme von 700 Demonstranten aus der "Occupy Wall-Street" -Bewegung macht erneut deutlich, dass das US-Establishment keine "sozialen Bewegungen" will und man auch nicht vor faschistischen und desinformierenden Methoden, wie etwa durch die Tea-Party-Bewegung, Halt macht um solche Menschenansammlungen zu verhindern.

Ein Land das sich 16 Geheim- und Sicherheitsdienste leistet kann nicht demokratisch funktionieren. Dabei ist bei der CIA eine erfreuliche intellektuelle Entwicklung zu beobachten ist, die das Gesetz der "Wahrung unwürdiger Geheimnisse" nicht mehr einhalten.

Auch dass viele in den Geheimdiensten erkannt haben, dass sie letztlich auch missbraucht werden können, ist positiv zu vermerken. Nicht verhindert hat es eine Tragödie um einen jungen Menschen, den Ex-Soldaten Bradley Manning, der Kriegsverbrechen der US-Armee aufdeckte, dafür aber kein Lob bekam, sondern im Gefängnis landete, wo er für die Offenbarung der Tötung von Irak-Zivilisten 50 Jahre Gefängnis zu erwarten hat.

Die USA kaufen sich Bildung, Gebildete lieber ein, obwohl dies letztlich teurer ist, als die eigenen Bürger besser auszubilden. Damit hofft man, dass einerseits die "Gekauften" Willfährige sind und andererseits die Dummen nicht klare Kritik üben und Opposition bilden können. Das jedoch ist ein Teufelskreis für den Staat, der sich in Richtung Theokratie zu entwickeln scheint, in dem der Schwur auf Gott mindestens so inflationär eingesetzt wird, wie in den theokratischen Staaten Iran und Saudi - Arabien.

Abdul
Julius_Dolby
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Anmeldungsdatum: 22.06.2008
Beiträge: 3856

BeitragVerfasst am: 02 Okt 2011 - 18:16:10    Titel: Re: "Occupy Wall-Street"

A.H.Hattray hat folgendes geschrieben:
200 Millionen US-Amerikaner leben um oder unter dem Existenzminimum

Quelle bitte?!?*

Das wären knapp zwei Drittel der Bevölkerung.
Das ist natürlich ziemlicher Unsinn.

* Und bitte nicht (wie schon im anderen Thread) wieder dreist davon sprechen, dass das "Allgemeinbildung" sei - um dann schlussendlich wieder gar keine Belege zu liefern. Vielen Dank.
sergo82
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Anmeldungsdatum: 14.10.2011
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 14 Okt 2011 - 20:51:28    Titel:

Ich hätte da eine Frage:

Warum erlauben die befürworter des ungezügeltem Kapitalismus,das ein einziger Mensch sich zig Millarden dollar anhäufen kann mit den leidigen Argumenten wie Marktwirtschaft,Konsum,Angebot-Nachfrage,Freier wille,

aber tun sich schwer wenn man sagt"Kein Lohn unter 10eu Netto"

Ich bin weissgott kein Kommunist mehr,hab mich echt durch diverse Foren belehren lassen ,das der Kommunismus weder so wie sie gedacht war noch wie sie durchgeführt wurde ,so nicht hinhaut und die Geschichte uns Zeigt:

Der Kapitalismus ist in den letzten 100 Jahren die beste Wirtschaftsform gewesen,weil keiner abstreiten kann,das durch ihn die breite Masse an Wohlstand oder zumindest an den Grundgütern gelangt ist.

Ich betone aber "gewesen ist" denn,wie man sieht hat auch der Kapital.seine hässlige Fratze,nämlich die Superreiche(ich meine jetzt nicht mehrfach millionäre) sondern die ,die zig Millarden haben und mir kann eben keiner weiss machen,das diese Vermögen auf irgendeiner weise gerechtfertigt sind.Nicht wenn noch min .1mrd Menschen hungern.

Ich bin eindeutig für den Kapitalismus,aber bitte mit mehr Fesseln,mehr Tranzparenz und gerecht verteilte Macht und Vermögen verhältnisse.

Mehr Agrarwirtschaft,mehr Brunnen und Schulen für die armen Länder!!!Mehr mehr!!

Wenn man einen Millardär seine Millarden gewährt ,muss man auch den armen seine Schulen und Grundbedürfnisse gewähren oder nicht.

Die Menschliche Spezies ist so verdammt Intelligent das sie eine Gesellschaft und Wirtschaftssytsem schafffen kann ,das ZUmindest keiner Hungern muss!!! Eine absolute gleichstellung an Wohlstand ist weder möglich noch erwünscht .Aber ich mag perversitäten in Sachen Vermögen nicht.
Danke
A.H.Hattray
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Anmeldungsdatum: 11.07.2011
Beiträge: 940

BeitragVerfasst am: 31 Okt 2011 - 18:17:35    Titel: Die Umverteilung ist nicht die Lösung des Problems.

Sie kann ja in beide Richtungen stattfinden:

a) entweder , dass die Armen noch mehr die Rechnungen der Reichen bezahlen

oder b) dass die Reichen nach unten Vermögen durchreichen.

Beides ist aber nicht entscheidend sondern man sollte sich zunächst einmal einigen was eine Solidargemeinschaft sein soll, wobei ich hier auf das "Schweizer Modell" verweise und wie oft kolportiert, wird kaum einer davon ausgehen, dass die Schweiz ein kommunistisches Land ist.

Darum geht es um die "Hilfe zur Selbsthilfe" als Prinzip, das jedem in Not geradenen zuteil werden soll und zwar schon aus der Nächstenliebe, die ja schon lange vor dem Christentum und völlig unabhängig vom Christentum in der griechischen Philosophie formuliert wurde.

Alimentierung ist der falsche Weg, weil derjenige der empfängt eine Bringschuld hat, dass das "Empfangene" dahin eingesetzt worden ist, dass "Selbsthilfe ermöglicht ist.

Die neoliberale christliche Gesellschaft denkt in den klassischen christlichen Almosenstrategien in der die Herrschaft soviel Krümel vom Tisch herab fallen lässt, dass ihre Parteigänger das falsche System erhalten.

Das ist der Weg in die PLeite, in die Ungerechtigkeit und somit keine Lösung der Probleme.

Alle anderen Probleme liegen in der Linie:

geht es um die gute Luft, die Gesundheit, oder den Klimawandel, dann nützen keine Pillen und Atomkraftwerke etwas. Es braucht die Renaturisierung, die im Gegenzuge auch wieder Wohlstand für Mehrheiten bringt, anstatt Kapital und Macht für wenige. Der Kapitalismus ist der verlängerte Arm der Feudalherrschaft. Er ist eine Anmaßung.

Abdul
hinack3
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Anmeldungsdatum: 23.08.2010
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 31 Okt 2011 - 22:01:10    Titel: ?

Ich denke das was wir heuer zu sehen bekommen wird es periodisch alle paar Jahre wieder geben. Das Problem mit den Zinsen und Zinsenzinsen ist eben -wie von jmd oben schon beschrieben- die systemimmanenten Vermögenskonzentrationsprozesse durch den exponentiellen zinsbedingten Kapitalwachstum (ohne realwirtschaftlichen Mehrnutzen für die Bürger einer VW). Die Forderungen des einen sind die Schulden des anderen; die Schere geht immer weiter auseinander, so weit , bis der Löwenanteil des volkswirtschaftlichen Vermögens nur noch ganz wenigen zuzurechnen ist, dann gehen die Bürger auf die Straße und es kommt zu einem Reset / Hair Cut / Neuverhandlungen öä.
Es wird immer mal wieder an den Symptomen rumgedoktert ohne dass es mal jemand klar zur Aussprache bringt: Schuldenkrise = verursacht durch exponentiellen Vermögenszuwachs bedingt durch Zinseszinseffekte, ist doch nichts Schlimmes bei!

Die Frage ist eben: ist dieses System tatsächlich das kleinste Übel von allen oder gibt es noch andere Möglichkeiten. Mir scheint, als ob einige hier das gar nicht in Frage stellen und die gegebenen Umstände als selbstverständlich hinnehmen.

Das was mich atm sehr wütend macht ist die Sozialisierung von Verlusten und das hat bei Leibe nichts, aber auch gar nichts mit Marktwirtschaft zu tun.

Im übrigen muss ich einigen hier widersprechen es handelt sich nicht um eine reine Staatenschuldenkrise, sondern eben auch um eine Bankenkrise; diese sind zu hohe Risiken eingegangen, auch die Deutsche Bank die sich mit Milliardengewinnen rühmt, wäre bei ihrer aktuellen Eigenkapitaldecke ohne Verlustsozialisierung pleite gegangen.
Aber die "Risikorendite" erhalten wieder andere....
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7571

BeitragVerfasst am: 31 Okt 2011 - 22:38:23    Titel:

tex1987 hat folgendes geschrieben:
Das wird euch jeder bestätigen, der mal einen Fuß in eines dieser Länder gesetzt hat.


Das dürfte allerdings daran liegen, dass man die Armut nicht so wirklich mitbekommt, wenn man in Mogadischu am Airport landet und danach sofort mit nem Taxi in die Innenstadt ins Hotel fährt...

Wenn du in Leipzig aus dem Bahnhof kommst, sieht auch alles ganz prima aus. Aber fahr mal ein bißchen weiter, zum Beispiel in den Stadtteil Connewitz oder gar ins Umland. Das ist ne andere Welt...

Insofern ist deine Argumentation schon sehr fragwürdig. Als ob jeder der schonmal in Rio de Janeiro war, auch mal in den Favelas umgesehen hätte. Lächerlich...
A.H.Hattray
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Anmeldungsdatum: 11.07.2011
Beiträge: 940

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2011 - 15:04:30    Titel: Reichtumsprobleme oder der geschlossene Kreis!

Reichtum an sich ist kein Problem. Gibt es legal erworbenen Reichtum, dann ist er dem Bewerber zuzuordnen.

Jener Reichtum der infolge von Ausbeutung oder Betrug erworben ist, der soll umverteilt werden, dorthin, woher erunrechtmäßig erworben wurde.

ES geht darum, dass jemand aus Unkenntnis, fehlender Intelligenz über den Tisch gezogen wurde.

Alle übrigen Auswüchse der Betrügerökonomie wie auf Kosten der Gesundheit der Bürger reich zu werden bringen genügend Mittel um UNgerechti9gkeit auszugleichen.

Aus welcher Region der "Subsahara kommst Du denn? Ich reise manchmal in die Zentralsahara(südlich von Tammanrasset(Algerien).

Abdul
A.H.Hattray
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Anmeldungsdatum: 11.07.2011
Beiträge: 940

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2011 - 15:07:05    Titel: Reichtumsprobleme oder der geschlossene Kreis!

Reichtum an sich ist kein Problem. Gibt es legal erworbenen Reichtum, dann ist er dem Bewerber zuzuordnen.

Jener Reichtum der infolge von Ausbeutung oder Betrug erworben ist, der soll umverteilt werden, dorthin, woher erunrechtmäßig erworben wurde.

ES geht darum, dass jemand aus Unkenntnis, fehlender Intelligenz über den Tisch gezogen wurde.

Alle übrigen Auswüchse der Betrügerökonomie wie auf Kosten der Gesundheit der Bürger reich zu werden bringen genügend Mittel um UNgerechtigkeit auszugleichen.

Aus welcher Region der "Subsahara kommst Du denn? Ich reise manchmal in die Zentralsahara(südlich von Tammanrasset Algerien).

Abdul
MichelNobel
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Anmeldungsdatum: 16.02.2009
Beiträge: 242

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2011 - 21:00:40    Titel:

@ Hattaray

Zitat:
Jener Reichtum der infolge von Ausbeutung oder Betrug erworben ist, der soll umverteilt werden, dorthin, woher erunrechtmäßig erworben wurde.


Vermögen, dass durch Betrug erworben ist wird nicht umverteilt, sondern dem Betrogenem rückzugeführt.

Zitat:
ES geht darum, dass jemand aus Unkenntnis, fehlender Intelligenz über den Tisch gezogen wurde.


Dummheit schützt nicht vor Strafe. Wenn jemand so dumm ist und sein Geld einer Bank anvertraut, um damit Gewinne zu erzielen, so soll er sich nicht wundern, wenn er keinen Gewinn macht. Niemand auf der Welt ist verpflichtet den anderen vor Verlusten zu schützen, es sei denn, es besteht ein besonderes Verhältnis zwischen den Parteien.

Zitat:
Alle übrigen Auswüchse der Betrügerökonomie wie auf Kosten der Gesundheit der Bürger reich zu werden bringen genügend Mittel um UNgerechtigkeit auszugleichen.


Ungerechtigkeit ist objektiv nicht zu messen, sondern immer eine persönliche Anschauung und Empfindung.

Zitat:
Aus welcher Region der "Subsahara kommst Du denn? Ich reise manchmal in die Zentralsahara(südlich von Tammanrasset Algerien).


Sicherlich ist es möglich seine Argumentation auf Erfahrung zu stützen, allerdings ist diese nicht ausreichend, weil Erfahrung wieder was subjektives ist und eher nicht zielführend ist.
MichelNobel
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Anmeldungsdatum: 16.02.2009
Beiträge: 242

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2011 - 21:01:53    Titel:

test
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