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Linkspartei will Konsum von Heroin und Kokain legalisieren
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Linkspartei will Konsum von Heroin und Kokain legalisieren
 
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Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 31 Okt 2011 - 07:38:59    Titel:

Vergleiche mal die Zahl der Alkoholtoten/Alkoholkranken (legal) mit den Drogentoten/Abhängigen bei jeder anderen Droge. (illegal)
Ich denke, dann dürfte klar sein, was eine Legalisierung bewirkt.

Cyrix, nein das wusste ich nicht. Wie ich aber gerade lese, wurde der Beschluss nur aufgrund der verheerenden Außenwirkung nachträglich in diesem Sinne entschärft.

Gruß
Pauker
Super-Gau
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Anmeldungsdatum: 18.03.2011
Beiträge: 296
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 31 Okt 2011 - 10:36:26    Titel: Gefährlichkeit

xmisterDx hat folgendes geschrieben:
Ist denn Kokain tatsächlich gefährlicher als Alkohol und Zigaretten?


Eindeutig Ja!
pundit
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 26.11.2009
Beiträge: 1482

BeitragVerfasst am: 31 Okt 2011 - 11:41:03    Titel:

xmisterDx hat folgendes geschrieben:
Ist denn Kokain tatsächlich gefährlicher als Alkohol und Zigaretten?


Gefährlicher als Alkohol auf jeden Fall...
Lena1986
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Senior Member


Anmeldungsdatum: 02.08.2005
Beiträge: 993

BeitragVerfasst am: 31 Okt 2011 - 17:06:44    Titel:

Zitat:
@Pauker
Es hat doch niemand behauptet, jedenfalls nicht ich, dass die Preise stark sinken sollen. Eine Aufhebung des Verbots würde einen großen Teil der horrenden Margen als Steuer in die Volkswirtschaft leiten. Und es brauchte von diesem Geld nicht einmal ein geringster Teil für Drogenprävention abgezweigt werden; denn dafür fiele Kapital in großem Überschuss aus dem Eingesparten für die "Drogenbekämpfung" an - die ja, wie ich schon andeutete, bloß eine Farce ist (siehe USA, siehe Mexiko - und genauso hier und überall. JEDER weiß doch, wohin die Prohibition in Amiland führte. Das Selbe erleben wir weltweit in Sachen "illegale" Drogen).


Klingt auf den ersten Blick logisch. Wird aber so vermutlich nicht funktionieren. Das das Geld als Steuern in die Volkswirtschaft fließt würde voraussetzen, dass es tatsächlich nicht mehr auf dem Schwarzmarkt verkauft wird. Personen die mit diesem Zeug handeln tun es momentan illegal. Wenn der Markt legalisiert werden würde, impliziert dies nicht, dass diese Personen das Zeug ab sofort legal verkaufen und versteuern.
Beispielrechnung (von den richtigen Marktpreisen hab ich zum Glück keinen Plan): 10g Koks kosten momentan auf dem Markt 100€. Nun wird das ganz legalisiert und es kommen Steuern von mindetsens 19% drauf. Heißt im legal kostet das Zeug jetzt mindestens 119€. Was macht also der halbwegs intelligente Händler der das Zeug vorher schon illegal vertickt hat? Richtig. Er verkauft es weiter unter der Ladentheke und kann so günstiger anbieten als der Markt. Sein Gewinn bleibt der gleiche.




Zitat:
Die perverseste Droge - insofern fragt @xmisterDx völlig zu recht - ist die "legale", und im öffentlichen Fernsehen vor unseren Kindern beworbene, Droge Alkohol. Wir haben es in dieser Hinsicht mit einer asozialen, psychopathischen Gesetzgebung zu tun, die Verbrechertum fördert und auf das Wohl unserer Kinder schxxxx.
Beste Grüße!

Natürlich ist Alkohol genauso als eine Droge anzusehen. Und für Süchtige ist es sicherlich auch kein unterschied, ob sie von Koks oder Alk abhängig sind.
Das Gras rauchen aus medizinischen Zwecken manchmal sogar positiv ist, wie das berühmte Glas Rotwein bestreitet auch keiner. Das Problem an vielen der Drogen ist, dass es Einstiegsdrogen sind. Solange jemand alle 4 Wochen mal einen Joint durchzieht kann er das sein lebenlang machen. Nur leider ist es hier ähnlich wie beim Alk. Erst trinken die 14 jährigen ein Bier und mit 15 liegen sie das erste mal mit Vergiftung im Krankenhaus. Bei Drogen kann das dann auch schon der erste Schuss gewesen sein. Und davon kommen sie dann defintiv nicht mehr weg. Das Alkohol definitiv auf die Liste der Einstiegsdrogen gehört sollte klar sein.
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7571

BeitragVerfasst am: 31 Okt 2011 - 17:27:38    Titel:

Ich trank mit 14 mein erstes Bier, mit 15 hatte ich meinen ersten Vollrausch (dem bis jetzt viele folgten)...

Ich hab nen Studienabschluss, nen festen Job und kriege nicht das Zittern wenn ich 3 Wochen nix trinke...

Es kann also ganz offensichtlich nicht daran liegen, dass man mit 14 zum ersten Mal trinkt. Die Ursachen müssen tiefer liegen...
Gaisler
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Anmeldungsdatum: 12.08.2009
Beiträge: 1275

BeitragVerfasst am: 31 Okt 2011 - 17:43:55    Titel:

Du machst einen Denkfehler Lena: Die Preise sind wegen der Illegalität so hoch. Natürlich wäre es den Drogenbossen lieber, sie könnten nach wie vor die alten Preise verlangen, aber...

...sehr schnell werden neue Anbieter den Markt betreten. Und die werden viel niedrigere Preise anbieten, um Kunden zu locken. Ganz einfacher Angebots-Nachfrage-Mechanismus. Die Preise werden also ohnehin massiv sinken.
BillyZeKick
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Anmeldungsdatum: 19.02.2009
Beiträge: 76

BeitragVerfasst am: 06 Nov 2011 - 20:34:47    Titel:

http://cannabispetition.de/forum/download/file.php?id=1

In den Niederlanden wird Cannabis geduldet. Seit 1976 gibt es das Coffeshop System in NL. Jeder über 18 jährige kann in einen Coffeshop gehen und sich bis zu 5 Gramm Gras kaufen, ganz legal.
Jetzt hab ich mir mal den Spaß gemacht darzustellen wo in Europa mehr gekifft wird als in Holland und wo weniger.
Die Zahlen die der Karte zu Grunde liegen bezeichnet Mechthild Dyckmans (Drogenbeauftragte der BRD, FDP) als die einzig vergleichbaren.
Quelle:
http://www.abgeordnetenwatch.de/mechthild_dyckmans-575-37544--f240397.html#q240397

Rot: Länder mit höherem Cannabiskonsum als die Niederlande
Schwarz: Länder mit etwa gleichen Konsumentenzahlen
Grün: Länder mit niedrigerem Cannabiskonsum im Vergleich zu Holland


Man sollte noch dazu sagen, daß diese Zahlen durch Umfragen gewonnen werden. In NL kann ich mich hinstellen und sagen: Jo ich knall mir jeden Abend die Birne voll und finds prima. Es sind keine Repressionen zu befürchten.
In D sollte man mit so einer Aussage sehr vorsichtig sein, zumindest wenn man Wert auf seinen Führerschein legt. In anderen Ländern (Schweden zB) sind die Strafen für Kiffer derart drakonisch, daß man durch solche Umfragen kaum ein repräsentatives Bild bekommen wird.
Trotzdem sieht die Karte ziemlich Rot aus.
Daß in Osteuropa oft weniger gekifft wird als in NL hat wohl eher historische und wirtschaftliche Gründe.
Die Frage muß also lauten: Ist das strafbewehrte Cannabisverbot geeignet den Konsum zu vermindern?
Die Antwort darauf ist ein klares Nein - die Holländische Drogenpolitik ist wesentlich smarter. Bringt sogar noch Steuereinnahmen durch Cannabis.

Wofür werden also die 150 000 Strafverfahren jährlich in D durchgezogen?

Pauker, wie passt das in Ihre Weltvorstellung, daß ausgerechnet in dem Land in dem de facto Cannabis legal ist, so wenig gekifft wird?

Cyrix, wenn ich Vergleiche zwischen Ländern anstelle, dann beziehen sich die Zahlen dazu immer auf die Bevölkerungszahlen der Länder.Was ist denn das für ein Kindergarten hier, daß man sowas immer noch dazu sagen muß.
HigherConsciousness
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Anmeldungsdatum: 18.09.2008
Beiträge: 2986

BeitragVerfasst am: 08 Nov 2011 - 06:09:42    Titel:

Geist vernebelnde, Schmerz stillende, Leistung steigernde und Lebenserwartung senkende sind ein Segen für jede Art von Herrschaft - auch die "Demo"kratie.
BillyZeKick
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Anmeldungsdatum: 19.02.2009
Beiträge: 76

BeitragVerfasst am: 09 Nov 2011 - 17:22:59    Titel:

Pauker hat folgendes geschrieben:
Auch wenn ich die unbestreitbaren Vorteile bei der Eindämmung der Drogenkriminalität sehe, halte ich die These für gewagt, dass der Konsum bei stark sinkenden Preisen NICHT steigen würde. Wer solch unlogische Thesen in den Raum stellt, sollte sie verdammt gut begründen können.

Immerhin fährt ja halb Grenzdeutschland in die Niederlande um dort legal zu kiffen.

Eine Legalisierung würde diesen Drogen ja geradezu den Stempel "kann ja nicht so gefährlich sein" aufdrücken.

Gruß
Pauker


Ziemlicher Blödsinn!
In NL in den Coffeeshops ist Gras teurer als zB in Berlin/Hasenheide, weil ein sehr hoher Steueranteil in NL erhoben wird.
Halb Grenzdeutschland deckt sich trotzdem lieber in NL ein weil
- es dort kontrollierte Qualität gibt
- man sicher sein kann, daß in NL Gras kein Zucker, Sand, Glas, Brix oder Blei enthalten ist
- man in NL sorglos kiffen kann, weil sich niemand dafür interessiert, schon gar kein Polizist

Ist auch nicht so gefährlich wenn man zB mit Alkohol vergleicht, ein paar Zahlen:
Tote durch Alk/Jahr in der BRD:
ca 40 000
Tote durch Cannabis/Jahr, weltweit:
0
Männer die besoffen Frau und Kind verprügeln
Tausende
Männer die das bekifft machen
0
Gewaltausschreitungen unter Alkoholeinfluss auf Volksfesten, Ubahn etc.
Jeden Tag
Gleiches mit THC
Zeigen sie mir einen Fall!
Entzugseinrichtungen für Alkohol
Mehrere duzend in Deutschland
Entzugseinrichtungen THC
Eine, das Klinikum Hamburg Eppendorf, 20 Betten
Nicht gelten lasse ich all diejenigen, die wegen einer MPU, eine Therapie machen.

Pauker, Frage:

Welche negativen Auswirkungen hat THC auf die Gesundheit, die nicht auch durch Zigaretten verursacht werden?
BillyZeKick
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Anmeldungsdatum: 19.02.2009
Beiträge: 76

BeitragVerfasst am: 09 Nov 2011 - 17:40:18    Titel:

Lena1986 hat folgendes geschrieben:
Zitat:
@Pauker
Es hat doch niemand behauptet, jedenfalls nicht ich, dass die Preise stark sinken sollen. Eine Aufhebung des Verbots würde einen großen Teil der horrenden Margen als Steuer in die Volkswirtschaft leiten. Und es brauchte von diesem Geld nicht einmal ein geringster Teil für Drogenprävention abgezweigt werden; denn dafür fiele Kapital in großem Überschuss aus dem Eingesparten für die "Drogenbekämpfung" an - die ja, wie ich schon andeutete, bloß eine Farce ist (siehe USA, siehe Mexiko - und genauso hier und überall. JEDER weiß doch, wohin die Prohibition in Amiland führte. Das Selbe erleben wir weltweit in Sachen "illegale" Drogen).


Klingt auf den ersten Blick logisch. Wird aber so vermutlich nicht funktionieren. Das das Geld als Steuern in die Volkswirtschaft fließt würde voraussetzen, dass es tatsächlich nicht mehr auf dem Schwarzmarkt verkauft wird. Personen die mit diesem Zeug handeln tun es momentan illegal. Wenn der Markt legalisiert werden würde, impliziert dies nicht, dass diese Personen das Zeug ab sofort legal verkaufen und versteuern.
Beispielrechnung (von den richtigen Marktpreisen hab ich zum Glück keinen Plan): 10g Koks kosten momentan auf dem Markt 100€. Nun wird das ganz legalisiert und es kommen Steuern von mindetsens 19% drauf. Heißt im legal kostet das Zeug jetzt mindestens 119€. Was macht also der halbwegs intelligente Händler der das Zeug vorher schon illegal vertickt hat? Richtig. Er verkauft es weiter unter der Ladentheke und kann so günstiger anbieten als der Markt. Sein Gewinn bleibt der gleiche.




Zitat:
Die perverseste Droge - insofern fragt @xmisterDx völlig zu recht - ist die "legale", und im öffentlichen Fernsehen vor unseren Kindern beworbene, Droge Alkohol. Wir haben es in dieser Hinsicht mit einer asozialen, psychopathischen Gesetzgebung zu tun, die Verbrechertum fördert und auf das Wohl unserer Kinder schxxxx.
Beste Grüße!

Natürlich ist Alkohol genauso als eine Droge anzusehen. Und für Süchtige ist es sicherlich auch kein unterschied, ob sie von Koks oder Alk abhängig sind.
Das Gras rauchen aus medizinischen Zwecken manchmal sogar positiv ist, wie das berühmte Glas Rotwein bestreitet auch keiner. Das Problem an vielen der Drogen ist, dass es Einstiegsdrogen sind. Solange jemand alle 4 Wochen mal einen Joint durchzieht kann er das sein lebenlang machen. Nur leider ist es hier ähnlich wie beim Alk. Erst trinken die 14 jährigen ein Bier und mit 15 liegen sie das erste mal mit Vergiftung im Krankenhaus. Bei Drogen kann das dann auch schon der erste Schuss gewesen sein. Und davon kommen sie dann defintiv nicht mehr weg. Das Alkohol definitiv auf die Liste der Einstiegsdrogen gehört sollte klar sein.


10g Koks kosten zwischen 500 und 1200 €.
Kosten für den kolumbianischen Bauern + hübsche Gewinnmarge 1€/g.
Steuermarge für 1g ~ 100€ und niemand würde mehr auf einem Schwarzmarkt etwas kaufen, weil legale Drogen nicht gestreckt werden, hab ich oben für Cannabis schon erläutert.
Ich weiss nicht ob man Coca auch legalisieren sollte, zu wenig Erfahrung damit. Cannabis nicht legalisieren zu wollen zeugt von Ignoranz.

Einstiegsdroge, mein Lieblingsthema:
Nennen Sie mir eine Substanz die eine Sucht auf eine andere Substanz zur Folge hat, eine nur, bitte, bitte, bitte.
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