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Einstellung zum Studium
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Jecks
Junior Member
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Anmeldungsdatum: 07.08.2011
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 13 Nov 2011 - 14:23:59    Titel: Einstellung zum Studium

Hallo, liebe Community.

Ich hätte folgende Frage, die ich mir persönlich stelle:

Was ist schwerer? Abitur oder Studium? Im eigentlichen ist dies natürlich eine Frage die schwachsinnig erscheint, da es im eigentlichen schon sagt, was schwerer ist. Mir gehts aber um den Punkt, das man für Abitur in allen Bereichen, in den gesellschaftlichen Fächern, sowie in den naturwissenschaftlichen Fächern sich beschäftigen muss.
Im Studium hingegen kann man seinen persönlichen Geschmack wählen, was in meinen Fall ein Chemie Studium wäre.

Ich bin persönlich ein naturwissenschaftlich orientierter Schüler der zurzeitig 10ten Klasse. Persönlich sage ich zu mir, Studium ist gewisserweise "einfacher" als das Abitur selber. Meine Fächer die ich gut beherrsche sind Chemie, Physik, Mathematik und die deutsche Rechtschreibung. Englisch liegt mir nicht gut, aufgrund fehlenden Vorwissens wo ich nachhänge. Jedoch denke ich mir, das geht schon.

Gibt es vielleicht Studenten die schon etwas länger dabei sind, die vielleicht die gleichen Interessen und Schwächen mitbringen wie ich und die mir zu dieser Thematik etwas sagen kann? Ich würde mich gerne informieren da ich keine Fehleinstellung zum Studium haben möchte und dort vielleicht zu leicht ran gehe. Im großen und ganzen hilft es nicht sonderlich viel, es ist nur eine Interessenfrage, da ich mir diese Frage schon seid einiger Zeit stelle.

Ich hoffe auf gute Antworten,

mit freundlichen Grüßen
emoguy
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 08.07.2008
Beiträge: 640

BeitragVerfasst am: 13 Nov 2011 - 15:55:50    Titel:

meine subjektive Antwort sieht folgendermaßen aus:

In der Schule habe ich mich in vielen Fächern (Deutsch, Musik) auch mit Themen rumschlagen müssen, die mich nur sehr begrenzt interessierten, weshalb ich mir wie du damals das Physik-Studium herbeigesehnt habe.

In der Tat haben sich die meisten Erwartungen erfüllt:
Ich kann mich wirklich auf das Konzentrieren was mir Spaß macht, Fächer die mich im Moment wenig interessieren (Chemie als Nebenfach) sind immer noch viel interessanter als Gedichtsinterpretation, etc.)

Nachteilig ist allerdings der höhere Erfolgsdruck - während beim Abitur Versagen höchstens in ein paar schlechtere Noten oder schlimmstenfalls dem Wiederholen einer Jahrgangsstufe resultiert, kann ein Abbruch des Studiums nach 3 Jahren ein viel stärkerer Knick in der "Karriere" sein. Glücklicherweise stand ich noch nie vor dem dritten (und damit letzten) Versuch eine Prüfung zu unternehmen.

Vorteilhaft ist natürlich auch das mit dem Studium verbundene Selbstständigkeit. Man kann auch mal einen ganzen Tag frei machen und selbst entscheiden was man belegt, etc. Dazu kommt das Ausziehen, man genießt einfach soviele Freiheiten, das einen selbst die paar Tage die man Weihnachten zu hause verbringt schon nerven können - aber das muss natürlich nciht bei jedem so sein.

Nebenbei fand ich auf einmal auch viel stärkeres Interesse an Englisch - während ich in der Schule immer durchschnittlich in diesem Fach war, konnte ich in einem Auslandssemster richtig praktisch üben und seitdem haben sich meine Fähigkeiten dadurch auch viel stärker verbessert als durch Unterricht bei den (deutschsprachigen) Lehrern früher


Als Fazit fällt mir gerade noch ein, dass ich letztens geträumt hatte ich müsste in ein paar Tagen mein Deutschabitur schreiben und nach dem Aufwachen doch sehr froh war, zu realisieren, dass es nur ein Traum war.
Alexander8823
Full Member
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Anmeldungsdatum: 09.06.2011
Beiträge: 130

BeitragVerfasst am: 13 Nov 2011 - 16:25:24    Titel:

Hallo Jecks,

die Antwort deiner Frage ist sicher auch von der jeweiligen Persönlichkeit abhängig.
Ich war eher ein zurückhaltender und vor allem auch ein sehr fauler Schüler, der im Grunde genommen immer nur das machte, wozu er Lust hatte.
Ich wusste früh, dass ich ein numerus-clausus-freies Fach studieren werde und entsprechend egal waren mir auch meine Noten.


Darüber hinaus war ich aber überdurchschnittlich intellektuell interessiert, sodass ich den meisten Schulstoff der meisten Fächer schon allein aus Interesse verschlang. In den gesellschaftswissenschaftlichen -und naturwissenschaftlichen Fächern lag in der Regel aber bereits mein Vorwissen weit über dem, was wir dann im Unterricht tatsächlich bloß durchnahmen. So bot mir der Unterricht nur selten wirklich neue Erkenntnisse und entsprechend langweilig fand ich dann die meisten Veranstaltungen.

Eines meiner Lieblingsfächer war ebenfalls Mathe, allerdings war es auch da so, dass ich da eigentlich immer nur dann Hausaufgaben machte, wenn ich sie besonders "herausfordernd" oder interessant fand.
Das galt im Grunde für alle Fächer. Wenn mir Hausaufgaben oder später sogar Klausuraufgaben zu hohl (z.B. das Schreiben von Inhaltsangaben in Deutsch) waren, hab ich sie einfach nicht gemacht und mich nur auf interessantere Aufgaben konzentriert. Entsprechend waren meine Noten auch nicht unbedingt die besten. (Besonders viele 6en durch nicht-gemachte Hausaufgaben.) Mein Abidurchschnitt: 3,0 in Niedersachsen.

Meine Klausurvorbereitungen bestanden in der Regel daraus, einen Abend vor der Klausur vielleicht ein,zwei Stunden meine Unterlagen nochmal vorsichtshalber einmal anzusehen -wenn überhaupt. Trotzdem wurden's in der Regel immer noch wenigstens 8 bis 10 Punkte.
Das Lernen für die Abiprüfungen hielt ich für besonders überflüssig, denn man weiß ja, dass in der Abiprüfung sowieso nichts Neues mehr vorkommen kann, als man sowieso die Schuljahre davor schon gelernt hat.

Lernaufwand in der Schulzeit war für mich letztlich so gut wie gar nicht vorhanden. Den Begriff "Abistress" fand ich auch damals schon lustig. Very Happy

Das sieht im Studium nun mittlerweile ganz anders aus. 2 bis 3 Wochen Intensivlernen ist jetzt schon die Regel für die Klausurvorbereitung. Auch Übungszettel im Semester selbst lassen sich nicht einfach mal so von der Hand rechnen, sondern es gehört schon bisschen mehr Gedankenschmalz dazu.
Mir macht das Studium aber gerade auch deshalb viel mehr Spaß als die Schulzeit, weil mein Spieltrieb regelmäßig mit neuen Herausforderungen gefüttert wird. Man wird eben schon deutlich mehr gefordert und ohne regelmäßiges Lernen geht da nix.
Bobolina1978
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 06.09.2007
Beiträge: 533

BeitragVerfasst am: 13 Nov 2011 - 18:38:28    Titel:

Mir fällt das Studium witzigerweise auch leichter als die Fachhochschulreife. Bei manchen Fächern der FHR musste ich mich schwer durchkauen, außerdem ist das sture Auswendiglernen nichts für mich. Das habe ich im Studium weniger, sondern ich habe immer konkrete Anknüpfungspunkte zur Praxis (ist ein Fernstudium, das ich nebenberuflich mache) und kann so übertragen, statt nur stur zu pauken. Und eben auch die Austauschmöglichkeiten mit anderen Studenten, ich kann mir vieles in der Diskussion und im Austausch erschließen, fällt mir persönlich leichter als das Auswendiglernen. Und last but not least ist das natürlich vom Fachgebiet her eher meins als dieses globale in der FHR.
2,71828
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 12.02.2008
Beiträge: 2203

BeitragVerfasst am: 14 Nov 2011 - 01:03:19    Titel:

Auch im Studium muss man Fächer/Module belegen oder sich mit Themengebieten herumschlagen, für die man sich weniger begeistern kann.

Da ich für jede noch so kleine Prüfung im Studium wesentlich mehr lernen musste als für das gesamte Abi (Abiprüfungen + alle Klausuren der Oberstufe) würde ich sagen, dass für mich das Studium schwerer ist - allerdings macht es auch mehr Spaß.
pa1n
Full Member
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Anmeldungsdatum: 06.12.2006
Beiträge: 196

BeitragVerfasst am: 14 Nov 2011 - 14:08:09    Titel:

Fuer das (NRW) Abi habe ich nahezu gar nicht gelernt. Hausaufgaben wurden vielleicht vor den Studen schnell abgeschrieben, 800 Fehlstunden sollten ueber die 3 Jahre locker zusammengekommen sein. Das Resultat war ein durchschnittliches Abi von einem durchshcnittlichen Schueler.

Im Studium sieht die Sache doch ganz anders aus. Wenn man sich da nicht wirklich ranhaelt und die Sachen paukt, die vorausgesetzt werden, wird es da sehr schnell eng. Was das Interesse betrifft, hast du vollkommen Recht: Das Studium interessiert mich inhaltlich und ich finde es einfach toll mich nach einem anstrengenden Tag noch einmal 2-3 Stunden an meine Projektarbeit zu setzen. Aber trotzdem liegst du falsch, wenn du davon ausgehst, dass der Anspruch geringer ist. Leichte Klausuren besteht man, selbst wenn das Thema einen nicht interessiert. Schwere Klausuren schafft man manchmal auch nicht (beim ersten Versuch), obwohl man dafuer brennt.

Wink
peter.pan1
Junior Member
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Anmeldungsdatum: 22.08.2011
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 20 Nov 2011 - 09:29:37    Titel:

ich war an einem wirtschaftsgymnasium und hatte physik gk und mathematik lk.

bei uns waren der mathematik und naturwissenschaftliche unterricht durch desinteresse von lehrern und schülern verwahnlost, aber der druck blieb gleich.
das resulat war, dass 50% der schüler im mathe-lk 0 punkte hatten.

nun studiere ich physik.
ich expermentalphysik läuft es prima.
nur meine kommilitonen haben einen riesen leistungsvorsprung in mathe und unsere betreuung ist sehr schlecht.

trotzdem ist es leichter als schule Razz
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