Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

MA (Hons) in Psychology
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Psychologie-Forum -> MA (Hons) in Psychology
 
Autor Nachricht
Mordredx33
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 14.11.2011
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 14 Nov 2011 - 19:43:30    Titel: MA (Hons) in Psychology

Hallo!

Ich ziehe es unter anderem in Betracht, nächstes Jahr ein Psychologiestudium in Großbritannien zu beginnen.
Die Universität Dundee bietet zum Beispiel den Abschluss MA (Hons) in Psychology.
Ich habe mich schon durchs Internet gewühlt, und ich sehe bei diesen ganzen Psychologie - Abschlüssen in GB nicht mehr so richtig durch.

Meine Fragen:

1) Was bringt mir der MA (Hons) in Psychology, bzw. was kann ich damit machen? Bin ich dann zB schon qualifiziert, eine eigene Praxis aufzumachen?

2) Wenn nicht, welchen Abschluss brauche ich dafür?

3) Wie sieht das mit der Anerkennung in Deutschland aus?

Vielleicht weiß auch jemand, wie das Studium so aufgebaut ist?
In Deutschland hört man ja vieles von Mathe über Mathe, Statistik über Statistik.
In den englischen Programmbeschreibungen habe ich davon aber nichts gefunden.
Verzichtet man also darauf?!

Danke!
parasol
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 18.11.2011
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 18 Nov 2011 - 17:26:38    Titel:

Hallo,

Ich hab gerade mein Studium an der Uni in Aberdeen abgeschlossen, auch mit dem MA (Hons) in Psychologie. Ich nehme an, die beiden Studiengaenge in Abdn und Dundee werden sich nicht soo viel nehmen, aber werden auch nicht identisch sein, ich hoffe das hilft dir trotzdem ein bisschen weiter Smile

Erstmal zu deinen Fragen:
1) Tja, auf die Frage suche ich auch schon lange eine Antwort. Wenn ich direkt anfrage wie denn der Abschluss gewertet wird z.B. bei einer Bewerbung (an Unis, Kliniken, etc), kriege ich immer die Antwort dass das individuell bewertet wird. Es ist nunmal die Tatsache dass dieser MA kein 'richtiger' MA ist - das heisst aber nicht, dass man meiner Erfahrung nach nicht ein bisschen weiterkommt damit als mit einem BA, wenn das auch einfach am Namen liegen mag. Eine Praxis aufmachen kannst du meiner Meinung nach nicht, dazu muesstest du so oder so erstmal eine Ausbildung zum Therapeuten machen. Ob du an die mit dem MA (Hons) rankommst ist eine gute Frage, vor der ich gerade auch stehe. So wie es aussieht, koennte man da ggf. gar keine schlechten Karten haben. Ich persoenlich wuerde allerdings lieber erstmal noch einen 'richtigen' MA machen (s.u.).

2) Siehe oben... MA, Ausbildung zum Psychotherapeuten.

3) An sich problemlos, wenn ich auch meistens nochmal erklaeren muss was das nun genau ist, aber es ist keine Huerde an sich bei Bewerbungen, manchmal sogar ganz im Gegenteil. Das einzige (und groesste...) Problem hatte ich bei meiner Bewerbung einer Uni in Berlin fuer einen MA in Klinischer Psychologie - das Komitee konnte damit nicht viel anfangen weil mein Abschlusszeugnis recht undetailliert ist (Unterkurse werden unter einem Titel zusammengefasst in den ersten Jahren, i.e. 'Introductory Psychology', und das sagt eben nicht viel ueber die Inhalte aus). Die hatte ich zwar auf einem Extrablatt beschrieben aber das reicht wohl nicht. Ich weiss nicht ob alle Unis so streng sind, aber fuer meine Neubewerbung naechstes Jahr werde ich mir wohl beglaubigte Erklaerungen von meiner Uni in Aberdeen holen muessen. Das ist allerdings kein Anerkennungsproblem an sich.


So, wie ist das Studium aufgebaut - also, ich kann es natuerlich nicht gut mit dem Deutschen vergleichen da ich hier nicht studiert habe, aber es scheint mir sehr, sehr breit gefaechert. Und ein bisschen oberflaechlich, es ist wenig Arbeit (theoretisch reicht es absolut eine Woche vor den Pruefungen (2x im Jahr) anzufangen zu lernen, ohne die Materialien je zuvor angeschaut zu haben oder zu Vorlesungen zu gehen), nur im letzten Jahr konnte ich mir selber Kurse waehlen, allerdings ist das natuerlich auch ein guter Weg zu guten Noten mit wenig Aufwand Wink Ich muss aber auch hinzufuegen, dass ich bis jetzt noch KEINE Defizite entdeckt habe, d.h. ich mache seit einer Weile ein Praktikum in einer Klinik und stand noch nie dumm da. Kann also sein dass das alles in D genauso ist und mir es nur irgendwie leicht fiel. Es gab eine relativ hohe Abbrecherquote, also ganz geschenkt ist es dann auch nicht. Und man sieht eben viele verschiedene Bereiche.
Bei mir war es so dass ich etwa 4 Vorlesungen pro Woche und ein Seminar hatte, und dann alle zwei, drei Wochen einen Essay, dazu in den ersten Jahren praktisches Arbeiten, im letzten Jahr dann eine Abschluss-Studie mit -bericht. Also sehr machbar vom Pensum her.

Mathe - ja, darauf verzichtete man bei uns zumindest fast komplett. Statistik kam natuerlich dran, eigentlich jedes Semester, aber alles am Computer und sofern man nicht komplett bloed ist ist das auch machbar (zum Vergleich: mit meinem Mathe-Schnitt von 5 Punkten im Abi hab ich trotzdem um die 14 Punkte gekriegt immer in Statistik, was nun wirklich kein schlechtes Ergebnis ist fuer meine Mathe-Blindheit Wink ) Also wer damit grosse Probleme hat, dem kann ich das Studium in Schottland nur empfehlen.

Also, langer Text, ich hoffe es stand ein bisschen was Hilfreiches drin Smile Wenn du noch mehr Fragen hast, sag Bescheid.
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Psychologie-Forum -> MA (Hons) in Psychology
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum