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Das Nebelhafte Wissen eines Studiums der Psychologie
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Luxuspsyche
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Anmeldungsdatum: 15.11.2011
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 15 Nov 2011 - 08:47:53    Titel: Das Nebelhafte Wissen eines Studiums der Psychologie

Guten Tag,


ich bringe mein Anliegen direkt auf den Punkt.


Das man im Psychologiestudium ( Grundstudium ) ein enger Freund mit der Methodenlehre werden muss, ist längst allen bekannt.

Ich lese hier im Forum, dass Psychologie absolut nichts mit dem Menschen oder das Verständniss der Seele zu tun hat. Wer dem Menschen Zukünftig helfen möchte; sei falsch im Psychologie Studium.
Kein Wunder, dass die Menschen nicht gesund werden, wenn irgendwelche Mathematik- oder Statistikidioten ( Ironie ) in den Beruf eingreifen. Psychologie - ob die Klinische oder Wirtschaftspsychologie - verlangt ebenso Verstand und Empathie für dieses Berufsfeld.
Wenn Psychologie nicht den Menschen hilft, welche Absichten haben Psychotherapeuten dann bitte? Schiffe versenken spielen? Auch als Psychotherapeut muss vorher das Psychologie Studium als Basis betrachtet werden.

Ich betrachte mich als einen sehr unkonventionellen Menschen mit viel Empathie für Klinische oder Therapeutische Psychologie. Dabei steht Empirisches Arbeiten selbstverständlich auch weit vorne und ohne Biologie bleiben viele Einschätzungen sonst nur dem einfachen "Menschenverständniss" überlassen. Also Stereotypische Verweise auf Persönliche Erfahrungen. Unwichtig, um nicht oberflächlich zu werden.
Nichtsdestotrotz rede ich die Meisten Psychologen an die Wand, weil sie einfach nicht mehr als Methodenlehre oder Statistik zu bieten haben.

Das Folgende Video ist für den Studienführer produziert worden und lässt trotzdem auch meine Ansätze wieder aufblühen.
Das es sehr wohl darum geht, schlussendlich dem Menschen zu helfen und die Seele zu studieren: http://www.studis-online.de/Studienfuehrer/video-fach.php?f=Psychologie

Vielleicht finde ich das Thema hier noch, in dem ausdrücklich beschrieben wird, dass Psychologie nichts mit Menschen helfen und dem Verstand dafür zu tun hat.
Wenn wirklich jeder etwas anderes sagt, ist es anscheinend nicht einheitlich möglich, Psychologie wirklich gerecht zu betrachten.
Langsam nervt es - also auf beiden Seiten! Die 0815-GZSZ Tussi mit ihrem braven Abi und dem Wunsch nach Psychologischer Klarheit im Studium, wie auch die Trockenen "Mathematiker", mit dem Anspruch, den Inhalt der Psychologie für sich zu pachten.

Psychologie ist ein Studium, wo nicht das auswendig lernen, sondern der tatsächliche "Skill" notwendig ist! Wie auch beim Abitur reicht es in manchen Bereichen aus, einfach nur etwas auswendig zu lernen und sich mit einem Blatt Papier zu verkleiden. Das System verkleidet Dumme Menschen großzügig. Leider! Die Realität sieht jedenfalls anders aus, Psychologie fragt nicht nach Talenten oder Tiefsinnigen Genies, es wird nur noch auf kalte Methodenlehre verwiesen.
Mathematik ist mit erlernbar, Psychologie nicht. Du musst nicht nur Wissen - sondern auch verstehen.
FredBWL85
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Anmeldungsdatum: 16.09.2011
Beiträge: 61

BeitragVerfasst am: 16 Nov 2011 - 14:19:17    Titel:

Das was du hier schreibst bestätigt nur, das was ich von Psychologen und ihrem Nachwuchs schon zuvor zur Sprache gebracht habe. Alles nur nettes "Gelaber", ohne jegliche wissenschaftliche Substanz. Dies wird sicherlich noch mehr an eurem mürben Image in der Öffentlichkeit kratzen, insbesondere wenn man die Statistik und Mathe aus dem Studium entfernt, wofür du plädierst, und es nur noch zur schnöden "Seelentrösterei" verkommen läßt...dann degeneriert die Psychologie gänzlich zu einer gemütlichen Alltagsphilopsophie - unter dem Niveau der "universitär" praktizierten Pädagogik. (Letztere studiert meine Freundin und die beschwert sich stetig darüber, das das Studium ein Witz sei, da sie nichts lernt, was sie nicht schon vorher wußte und gut konnte...). Sie wechselt deshalb ihr Studium und macht etwas mit wissenschaftlicher Substanz und Ansehen. Wink
D. Ariely
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Anmeldungsdatum: 13.08.2011
Beiträge: 176

BeitragVerfasst am: 16 Nov 2011 - 22:49:44    Titel:

FredBWL85 hat folgendes geschrieben:
Das was du hier schreibst bestätigt nur, das was ich von Psychologen und ihrem Nachwuchs schon zuvor zur Sprache gebracht habe. Alles nur nettes "Gelaber", ohne jegliche wissenschaftliche Substanz. Dies wird sicherlich noch mehr an eurem mürben Image in der Öffentlichkeit kratzen, insbesondere wenn man die Statistik und Mathe aus dem Studium entfernt, wofür du plädierst, und es nur noch zur schnöden "Seelentrösterei" verkommen läßt...dann degeneriert die Psychologie gänzlich zu einer gemütlichen Alltagsphilopsophie - unter dem Niveau der "universitär" praktizierten Pädagogik. (Letztere studiert meine Freundin und die beschwert sich stetig darüber, das das Studium ein Witz sei, da sie nichts lernt, was sie nicht schon vorher wußte und gut konnte...). Sie wechselt deshalb ihr Studium und macht etwas mit wissenschaftlicher Substanz und Ansehen. Wink


Oh wei, lass Hirn regnen! Unglaublich, was du das sülzt Das kann du unmöglich meinen?!!Shocked
D. Ariely
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Anmeldungsdatum: 13.08.2011
Beiträge: 176

BeitragVerfasst am: 16 Nov 2011 - 23:09:56    Titel:

@ Luxuspsyche.






Zitat:

Psychologie


aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Psychologie ist eine empirische Wissenschaft.
Sie beschreibt und erklärt das Erleben und Verhalten des Menschen, seine Entwicklung im Laufe des Lebens und alle dafür maßgeblichen inneren und äußeren Ursachen und Bedingungen.

Der Begriff stammt aus dem Altgriechischen (ψῦχή psyché „Hauch“, „Seele“, „Gemüt“ sowie λόγος lógos „Lehre“, „Wissenschaft“) und bedeutet ursprünglich Atemkunde oder Lebenslehre, wird heute üblicherweise jedoch mit „Seelenkunde“ wiedergegeben (im Englischen dagegen „study of the mind“).

Psychologie ist als Wissenschaft bereichsübergreifend.
Sie lässt sich weder den Naturwissenschaften, noch den Sozialwissenschaften oder Geisteswissenschaften allein zuordnen. Eine aus dem angelsächsischen Raum stammende Einteilung untergliedert Psychologie im Sinne der Behavioural sciences nur in Verhaltenswissenschaft, Kognitionswissenschaft und Neurowissenschaft.

Neben der akademischen Psychologie existiert eine Alltagspsychologie. Sie ist nur vereinzelt Gegenstand der akademischen Disziplin, von der hier die Rede ist. Sie bedient sich ursprünglich akademisch-psychologischer Konzepte und Begriffe, die in die Alltagssprache eingeflossen sind, und beruft sich gerne auf den sog. „gesunden Menschenverstand“. Dessen Erkenntnisse können wissenschaftlichen Ansprüchen - etwa hinsichtlich ihrer Objektivität, Reliabilität und Validität - jedoch nicht genügen


Standortbestimmung


Entgegen ihrem Bild und dem Verständnis in der Öffentlichkeit, ist die in den akademischen Institutionen betriebene und gelehrte Psychologie eine streng empirische Wissenschaft. Als empirische Wissenschaft vom Erleben und Verhalten obliegt es der Psychologie, Theorien und daraus abgeleitete Modelle, Hypothesen, Annahmen für die Beantwortung einer konkreten Fragestellung usw. mit geeigneten wissenschaftlichen Methoden empirisch zu prüfen. Die Methodik ist überwiegend naturwissenschaftlich quantitativ, in Verbindung mit experimentellem oder quasi-experimentellem Vorgehen. Daher stellt die Mathematik, insbesondere die Statistik und die Stochastik sowie zunehmend Ansätze der Systemtheorie – insbesondere die mathematische Systemanalyse – eines der wichtigsten Werkzeuge der Psychologen dar.



Als empirische Humanwissenschaft unterscheidet sich Psychologie von
verwandten Forschungsgebieten anderer Fächer, die zum Teil eigene „Psychologien“ inkorporieren, wie beispielsweise Philosophie, Soziologie, Pädagogik, Anthropologie, Ethnologie, Politikwissenschaft, Wirtschaftswissenschaften, Allgemeinen Linguistik, Medizin oder Biologie, durch naturwissenschaftlich-experimentelle Ausrichtung: Mentale Prozesse, konkrete Verhaltensmechanismen sowie Interaktionen von mentalen Prozessen und dem Verhalten von Menschen werden beschrieben und erklärt, wobei Überschneidungen bis hin zur gegenseitigen Interdisziplinarität möglich sind. Diese Abgrenzung kann als eine erweiterte Definition der Psychologie gelesen werden.

Methodisch finden sich heute neben den naturwissenschaftlichen Ansätzen auch solche der empirischen Sozialwissenschaften. Eine Schwerpunktsetzung schwankt je nach Ausrichtung eines psychologischen Fachbereiches. Vorherrschend sind hier quantitative Methoden, wiewohl auch qualitative Methoden zum Repertoire gehören, zum Beispiel Grounded Theory oder Inhaltsanalyse. Die Trennung zwischen qualitativer und quantitativer Sozialforschung ist nicht immer eindeutig: Die Psychologie unterscheidet eher zwischen primär naturwissenschaftlichen und primär sozialwissenschaftlichen methodischen Ansätzen, die sehr oft neben den quantitativen in einer gewissen Art und Weise auch qualitative Aspekte beinhalten. Eine Trennung zwischen natur- und sozialwissenschaftlichen Ansätzen ist nicht immer eindeutig möglich.

Insbesondere bei mathematischen und statistischen Modellierungen ist, wie sonst in der quantitativ geprägten psychologischen Arbeitsweise
, das Vorgehen nicht zwingend deduktiv.

Wenig bekannt ist, dass in der Psychologie wie in anderen Naturwissenschaften und der Medizin auch Tierversuche durchgeführt werden, sowohl im Rahmen der psychologischen Grundlagenforschung, vornehmlich der Allgemeinen und der Biopsychologie als auch zum Beispiel in der Klinischen Psychologie. Schon in den 1920er Jahren, vor allem im Rahmen der Lernforschung durchgeführt, wurden sie grundlegender Bestandteil der Aggressions-, Stress- und Angstforschung, später auch der Depressionsforschung und der Wahrnehmungsforschung. Insbesondere bei neuropsychologischen Fragestellungen wurden sie nochmals, besonders in Form von Läsionsexperimenten, verstärkt eingesetzt. Heute werden sie vornehmlich in Forschungen zur Psychoneuroendokrinologie und -immunologie, zur Umweltpsychologie, zur Ernährungspsychologie und zum Beispiel auch in der Erforschung selbstverletzenden Verhaltens, vor allem aber in der Suchtforschung eingesetzt. Auch psychologische Tierexperimente unterliegen weltweit strengen ethischen Standards.


Was Psychologie als moderne Wissenschaftsdisziplin nicht ist


Die Auffassung über Psychologie als Wissenschaft unterliegt einem historischen Wandlungsprozess, immer im Spannungsfeld zwischen Geistes- und Naturwissenschaften liegend.
Eine rein „geisteswissenschaftlich“ verstandene Psychologie lässt sich am ehesten aus der deutschen Philosophie als „verstehenden Psychologie“ (Wilhelm Dilthey) ableiten. Die Psychologie ist nach moderner Auffassung nur insoweit eine „Geisteswissenschaft“, zumindest bezogen auf die englische Bedeutung der „Humanities“, als sie sich mit dem Menschen, genauer gesagt mit den ausgewählten Aspekten des Menschseins, eben dem zu beobachtenden Erleben und Verhalten, befasst.

Dabei darf nicht übersehen werden, dass bis weit ins 19. Jahrhundert hinein die Psychologie ein Teil der Philosophie war und als „spekulative“ oder „rationale“, also nicht-empirische, Psychologie meist der Metaphysik zugeordnet wurde
. Der deutsche Aufklärungsphilosoph Christian Wolff setzte dieser „rationalen“ Psychologie bereits eine „empirische“ entgegen, meinte damit aber eine introspektive, also nach heutigem Sprachgebrauch gerade nicht empirische Psychologie. Wiewohl anfangs die Introspektion anerkannte Methode in den frühen psychologischen Experimenten war und erst später wegen erkannter methodischer Probleme und besserer indirekter Beobachtungsmethoden – besonders durch die Gestaltpsychologie der Würzburger Schule – aus dem Repertoire der Psychologie weitgehend verschwand. Die Seele oder der Geist im metaphysischen oder theologischen Sinn ist nach der gegenwärtigen Auffassung nicht Gegenstand der Psychologie. Bei ihrer Begründung im 19. Jahrhundert wurden metaphysische Elemente explizit ausgeklammert, jedoch deren Gegenstände – natürlich mit Beschränkung auf im gewählten methodischen Zugang auch untersuchbare Bereiche – in Kombination damals neuer Methoden der Biologie und Physik, später auch der Mathematik und Statistik, erforscht.

Die Ausgestaltung der Psychologie als eine eigene akademische Disziplin geht nämlich einher mit der durchaus kompromisshaften Lösung methodologischer Probleme, die schon innerhalb der Philosophie lange Zeit heftig diskutiert wurden, wie beispielsweise auch von Immanuel Kant. Möglich wurde dies durch neue Erkenntnisse der Experimentalphysik und Neuerungen insbesondere der Biologie, genauer: der Sinnesphysiologie des 19. Jahrhunderts. Dadurch bedingt, beschränkt sich die Psychologie in ihrer Arbeitsweise wie auch in ihrem Anspruch (Psychologie ist keine Universalwissenschaft der „menschlichen Seele“ oder „des Menschlichen“); wesentlich ist also auch ein vornehmlich der Physik und besonders der Biologie entlehnter Reduktionismus. Außerhalb dieses Vorgehens bleiben die methodologischen Probleme bestehen, sodass auch nach heute gültigen mehrheitlich vertretenen wissenschaftstheoretischen Ansichten Psychologie als eine eigene Wissenschaftsdisziplin nur unter diesen Prämissen, analog insbesondere zu den Naturwissenschaften, möglich ist.

Insofern bestehen Gebiete mit stärker „spekulativen“ oder „metaphysisch“ geprägten „psychologischen Ansätzen“ oder Seelenlehren, zum Beispiel eingebettet innerhalb der Philosophie und Theologie, teilweise auch in den Kulturwissenschaften und vereinzelt in der Soziologie weitgehend unabhängig von der akademischen Psychologie fort.

Psychologie ist auch nicht – insbesondere im Hinblick auf die Darstellung ihrer Geschichte – mit dem Gebiet der Philosophie des Geistes zu verwechseln. Nach einem weiteren populären Irrtum beschäftigt sich die Psychologie hauptsächlich mit gestörtem Verhalten und „psychischen Problemen“. Tatsächlich stellt die Klinische Psychologie aber nur einen Teilbereich der Angewandten Psychologie dar.

Zuordnung zu den unterschiedlichen Fakultäten

Die Anbindung eines psychologischen Fachbereichs an eine Fakultät (in der Regel naturwissenschaftliche, sozialwissenschaftliche oder philosophische) sagt nicht immer etwas über dessen Ausrichtung (eher naturwissenschaftlich oder eher sozialwissenschaftlich) aus. Diese Anbindungen sind in der Regel historisch und/oder verwaltungstechnisch begründet. Insofern kann man z. B. auch keine analogen Rückschlüsse über den Doktorgrad eines promovierten Psychologen ziehen; anders ausgedrückt: man kann als Psychologe im Extrem einen Dr. phil. mit einer Dissertation in Mathematischer Psychologie erlangen und genauso im Extrem einen Dr. rer. nat. mit einer qualitativ-sozialwissenschaftlichen Arbeit.
Luxuspsyche
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Anmeldungsdatum: 15.11.2011
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 17 Nov 2011 - 10:54:40    Titel:

D.Ariely,


ich habe ja auch betont, dass Empirisches Arbeiten eine Selbstverständlichkeit darstellt.

Ich möchte einfach klarstellen, dass dem Menschen aber letztendlich geholfen wird. Auch wenn man nicht auf Psychotherapie erweitert ( wo das Helfen Primär wird ), kann ich als Psychologe in einer Klinik arbeiten und werde dem Menschen vor mir keine Terminator Mentalität vorspielen. Razz

Psychologische Wissenschaft ohne Empathie und Mentale Überzeugung bringt ebenso wenig, wie ein Stereotypischer Menschenkenner ohne Wissenschaftlichen Haushalt.
Als Mediziner habe ich tautologische Gesetze die ich an allen Patienten gleich bewerten kann, das Gesetz der Natur. Einfach gesagt. Psychische Störungen sind auch mit allen Menschen gleich verbunden, um dem Menschen dort aber helfen zu können, reicht keine einfache Wissenschaft aus, ich muss den Sozialen Intellekt und Emotionalen Tiefsinn des Menschen berücksichtigen. Um dort Veränderungen möglich zu machen, muss ich mein Wissen so "verkleiden", dass es Person X durch Version Y verstehen kann.


Das sind Tatsachen.
D. Ariely
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Anmeldungsdatum: 13.08.2011
Beiträge: 176

BeitragVerfasst am: 17 Nov 2011 - 22:25:09    Titel:

Luxuspsyche hat folgendes geschrieben:
D.Ariely,


ich habe ja auch betont, dass Empirisches Arbeiten eine Selbstverständlichkeit darstellt.


Gut, das wir hier über einstimmen. Psychologie ohne Empirie geht nämlich wirklich nicht. Es kommt auf das Wissenschaftsverständnis an und das wissenschaftliche Werkzeug von Psychologen ist halt mal Statistik und Mathe und was mich anbelangt finde ich es sehr gut, dass dem auch so ist. Ähnlich wie bei den Ökonomen...auch die Ökonomie hat sich in den letzten Jahrzehnte sehr stark mathematisiert. z.B. ein Thema wie Vertrauenbildung, Soziale Interaktion etc. (im Rahmen der Spieltheorie, die eigentlich auch Psychologiestudenten nicht ganz fremd sein sollte) womit sich neben Psychologen auch Ökonomen befassen, kann z.B. so dann in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung aussehen. Wenn es dich interessiert, klicke mal hier drauf

http://www.wiwi.uni-frankfurt.de/Professoren/blonski/papers/trustworthy.pdf

Luxuspsyche hat folgendes geschrieben:

Ich möchte einfach klarstellen, dass dem Menschen aber letztendlich geholfen wird. Auch wenn man nicht auf Psychotherapie erweitert ( wo das Helfen Primär wird ), kann ich als Psychologe in einer Klinik arbeiten und werde dem Menschen vor mir keine Terminator Mentalität vorspielen. Razz


Sorry, nicht jeder der Psychologie studiert will Therepeut werden oder später in einer Klinik arbeiten. ...und selbst in Kliniken wirst du heute nicht ohne Zahlenwerk auskommen kommen.

Wer später in die Wirtschaft will (u.a.Human Ressource Management, Marktforschung, Brand-Management, Coaching, Eignungsdiagnostik..schau mal bei Kienbaum Consultants rein, wo einige Psychologen u.a. im Bereich Managementdiagnostik arbeiten...) da kommst du nicht gut an, wenn du den Mensch nur "erfühlen" willst. Das muß du schon beweisen können!

Wenn du ganz in der Wissenschaft bleiben willst, was ich mir durchaus vorstellen könnte...zumindest bis zur Promotion, kann eine fundierte quantitative Ausbildung in Psychologie keineswegs schaden.

Psychotherapie ist noch einmal etwas ganz anderes und obwohl ein Dipl. oder Masterabschluss einen Voraussetzung für einen Therapeutenausbildung ist, hat die universitäre Psychologie nicht zwangsläufig viel mit einer Therapeutenausbildung zu tun. (Auch das wurde uns explizit gesagt) Im meinem Psychologiestudium muß ich nicht einmal Kurse in klinischer Psychologie machen, dafür ist meine Uni in Psychologie stark quantitativ ausgerichtet und bietet diverses im Bereich Kognitions-, Wirtschafts- und Sozialpsychologie sowie Quantitativen Methoden an....und diese Bereiche finde ich persönlich sehr spannend.


Zitat:
Psychologische Wissenschaft ohne Empathie und Mentale Überzeugung bringt ebenso wenig, wie ein Stereotypischer Menschenkenner ohne Wissenschaftlichen Haushalt.



Das ist eine Frage des Wissenschaftsverständnis, schaue Dir mal den Text an, ist so einiges unterlegt. Ich glaube du bist Apologet der Psychologie des 19. Jhrd. "menschliche Seele", "Empathie" etc.

Zitat:

Als Mediziner habe ich tautologische Gesetze die ich an allen Patienten gleich bewerten kann, das Gesetz der Natur. Einfach gesagt. Psychische Störungen sind auch mit allen Menschen gleich verbunden, um dem Menschen dort aber helfen zu können, reicht keine einfache Wissenschaft aus, ich muss den Sozialen Intellekt und Emotionalen Tiefsinn des Menschen berücksichtigen. Um dort Veränderungen möglich zu machen, muss ich mein Wissen so "verkleiden", dass es Person X durch Version Y verstehen kann.


emotionaler Tiefsinn, soziales Intellekt...sorry, aber diese Kategorien sind mir persönlich noch zu schwammig, obwohl ich weiß worauf du anspielst, da es durchaus interessante empirische Studien im Bereich der "sozialen und emotionalen Intelligenz" gibt..

Psychologie Studium: „Harte Fakten statt Seelenkunde“…genau dies wurde uns auch zu Anfang im Studium eingebläut!


Hierzu gibt es schon einen Thread...


Zitat:


(...)
»Die Psychologie schwebt nicht esoterisch im Raum, sondern trifft als handfestes Fach oft ähnlich klare Aussagen wie etwa die Physik«, sagt die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, Ursula Staudinger (...)
Luxuspsyche
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Anmeldungsdatum: 15.11.2011
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 17 Nov 2011 - 23:56:06    Titel:

Hallo ,


danke für deine Verweise, werde ich verfolgen!




Du darfst mich auch nicht falsch verstehen, ich unterstreiche die Wissenschaftliche Arbeit und könnte auch keine Evidenten Aussagen machen, würde ich irgendeiner
Alice Schwarzer Emma-Psychokolumne vertrauen. Wink


Wenn ich mir diese RTL und Medien- ( "trash" ) Psychologen anschaue, bekomme ich einen Würgereiz. Diese Leute wirken mir eher wie Esoterische Kartenleger und
besitzen oft nur ihr Grundstudium. Doch der Punkt auch dabei ist: Die spielen mit der Menschlichen Empathie und wirken wie Seelenvertraute Psychologen. Als würde
dieses Studium genau solches Verständniss abrufen.

Ich leiste mir also selbstverständlich den Rückhalt, dass auch ich anerkenne: Ohne Emperie oder "trockene" Methodenlehre, stünden wir oft nur im Chaos
der subjektiven Erfahrung.



Was jedenfalls eine sehr erfolgreiche Verknüpfung darstellt, ist das Wissen wie auch die Mentale Wirkung auf den Menschen. Das würde aber auch nur für Therapeutische
Absichten bedeutsam werden.
Dessenungeachtet bleibt der Allgemeine Spielball weiterhin das Wort Psychologie, also das Gesellschaftliche Mutterschiff, womit dem Menschen geholfen werden soll.
Zumindest wurde das der Gesellschaft so suggeriert.
Auch in hundert Jahren wird man da vieles pauschalisieren.



Hasta Pronto und lg.
D. Ariely
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Anmeldungsdatum: 13.08.2011
Beiträge: 176

BeitragVerfasst am: 18 Nov 2011 - 21:00:36    Titel:

Luxuspsyche hat folgendes geschrieben:
Hallo ,


danke für deine Verweise, werde ich verfolgen!




Du darfst mich auch nicht falsch verstehen, ich unterstreiche die Wissenschaftliche Arbeit und könnte auch keine Evidenten Aussagen machen, würde ich irgendeiner
Alice Schwarzer Emma-Psychokolumne vertrauen. Wink


LOL Smile

Luxuspsyche hat folgendes geschrieben:

Wenn ich mir diese RTL und Medien- ( "trash" ) Psychologen anschaue, bekomme ich einen Würgereiz. Diese Leute wirken mir eher wie Esoterische Kartenleger und
besitzen oft nur ihr Grundstudium. Doch der Punkt auch dabei ist: Die spielen mit der Menschlichen Empathie und wirken wie Seelenvertraute Psychologen. Als würde
dieses Studium genau solches Verständniss abrufen.


Da stimm ich Dir völlig zu! Die gehören echt abgeschafft. Sind nur hirnverbrannte Laberheinis und -tussis, die NULL Methodenkompetenz haben, grauenhaft!

Noch schlimmer finde ich aber die sogenannten Coachs (Achtung dieser Begriff ist nicht geschützt in der BRD.....so kann sich jeder Trottel Coach schimpfen, auch wenn er kein Psychologe ist). Hierzu kannst du mal lesen, was Christopher Rauen, Psychologe und einer der wenigen wirklich seriösen (Manager)coachs dazu zu sagen hat.

Was mich total auf die Palme bringt sind Leute wie Oliver Geisselhart http://www.teamgeisselhart.de/ der sich Deutschlands bekanntester Gedächtnis-"coach" schimpft, der Hornochse hat nicht mal Psychologie oder Neurowissenschaften studiert...kassiert aber ein Haufen Geld für Tipps, die man in jedem billigen 5 Euro Lebensratgeber nachlesen kann. Meines Erachtens sollte die Branche Coaching wirklich reglementiert werden. Zu viel unseriöse Leute tummeln sich da rum, die sich als "Psychologen" tarnen.
Irgendjemand muss dem doch mal Einhalt gebieten. Ist echt zum Kotzen!!!

Luxuspsyche hat folgendes geschrieben:

Ich leiste mir also selbstverständlich den Rückhalt, dass auch ich anerkenne: Ohne Emperie oder "trockene" Methodenlehre, stünden wir oft nur im Chaos
der subjektiven Erfahrung.


Yep, völlig d´accord. ....mich persönlich stört aber die Methodenlehre überhaupt nicht, da ich mich persönlich als recht zahlenaffin einstufen würde.


Luxuspsyche hat folgendes geschrieben:

Was jedenfalls eine sehr erfolgreiche Verknüpfung darstellt, ist das Wissen wie auch die Mentale Wirkung auf den Menschen. Das würde aber auch nur für Therapeutische Absichten bedeutsam werden.
Dessenungeachtet bleibt der Allgemeine Spielball weiterhin das Wort Psychologie, also das Gesellschaftliche Mutterschiff, womit dem Menschen geholfen werden soll.



Diesen Anspruch haben fast alle Wissenschaften, auch Nachbardisziplinen wie z.B. die Ökonomie.
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