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Totschweigen der Geschichte
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A.H.Hattray
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Anmeldungsdatum: 11.07.2011
Beiträge: 940

BeitragVerfasst am: 24 Nov 2011 - 21:47:49    Titel: Totschweigen der Geschichte

Wenn von Rechtsradikalismus die Rede ist, dann ist Ausländerfeindlichkeit ein Thema.

Dem Rechtsradikalismus innewohnend ist der Antisemitismus und hier wird die schelchte Vorbildwirkung der Kirchen in Deutschland verschwiegen.

Sowohl die protestantische Kirche mit dem antijüdischen hetzer als Gallionsfigur, als auch die katholische Kirche mit einer über 1700 jährigen antisemitischen Tradition, dienen den Alt- und Neonazis als Vorbild und Rechtfertigung für ihre flachen Positionen.

Warum weder die Kirchen, noch die Politik bereit sind dieses Thema aufzuarbeiten, erschließt sich nicht.

Es hat mit Ignoranz zu tun, aber vor allem mit mächtigen Bündnissen, die sich die "Wahrung unwürdiger Geheimnisse" zur vorrangigen Angelegenheit machen.

Rechtsradikale sind, wie die unkritischen Gläubigen gefährliche Kreise der Gesellschaft. Die Linksextremen, die glauben alles besser zu wissen, sind es auch. Ihr Motto, die Destruktivität, wurde jahrhundertelang von den Kirchen und den Religionen vorgelebt, die eine Blutspur des Massenmords durch Europa zogen um die herschaft von Adel und Klerus zu erhalten.

Das sollte nun wirklich Geschichte sein. Aber ohne Aufarbeiten wird das weiterhin die Gegenwart bestimmen, wie wir aktuell wieder erfahren haben.

Abdul
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Anmeldungsdatum: 01.10.2009
Beiträge: 202

BeitragVerfasst am: 25 Nov 2011 - 17:35:02    Titel:

Was wir brauchen ist ein gemeinsames Europäisches Geschichtsbuch. Worin alle wichtigen Aspekte der jeweiligen Länder berücksichtigt werden. Wäre doch mal eine Anregung an die Lehrer.
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Anmeldungsdatum: 10.09.2011
Beiträge: 72

BeitragVerfasst am: 26 Nov 2011 - 23:05:39    Titel:

Ich finde alleine schon den Titel dieses Threads "Totschweigen der Geschichte" eine Unverschämtheit.

Wenn es auf der Welt irgendein Land gibt, das seine Vergangenheit umfassend und hinreichend aufgearbeitet hat, dann ist das Deutschland. Und das in jeder Hinsicht (geistig sowie finanziell in zigfacher Höhe).

Mittlerweile ist es so, dass wir eigentlich schon das Gegenteil erreicht haben.

Dort wo die Nazis im Dritten Reich den Nationalstolz ins Unendliche gehoben haben, da fallen die Linken von Heute ins andere Extrem, in dem sie jede Art von Nationalität leugnen.

Das aktuelle Beispiel mit der Nazibande, auf das du dich am Ende latent bezogen hast, hat rein gar nichts mit Geschichtsbewältigung zu tun. Es gibt im jeden Land ein paar Verrückte. Und der Staat kann nicht jede Tat verhindern, ansonsten müsste der Staat sich in einen Überwachungsstaat verwandeln, und das kann von jedem überzeugten Demokraten eigentlich nicht gewollt sein.

Es wäre wünschenswert, wenn in Deutschland Rechts- und Linksextremismus, Islamisierung und Ausländergewalt auf eine Stufe gestellt und gleichermaßen bekämpft und geächtet werden. Aber alleine dass das passiert - da fehlt mir der Glaube.
Gaisler
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Anmeldungsdatum: 12.08.2009
Beiträge: 1279

BeitragVerfasst am: 27 Nov 2011 - 23:50:47    Titel:

Ach, Adel und Klerus sind also auch an den Verbrechen der Gegenseite und für den Naziterror in jüngerer Vergangenheit schuld?

Langsam wirds langweilig.
A.H.Hattray
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Anmeldungsdatum: 11.07.2011
Beiträge: 940

BeitragVerfasst am: 29 Nov 2011 - 18:51:20    Titel: "Totschweigen der Geschichte"

bezieht sich auf die Tatsache, dass niemand die Verantwortung der Kirchen publizieren will.

Natürlich ist es richtig, dass Aufarbeitung in den Schulen, in der Gesellschaft hinreichend gelungen ist.

Die Frage bezieht sich auf Dr. Martin Luther, der ja der geistige Urheber für die Judenermordung auf protestantischer Seite ist und dennoch als Vorbild gefeiert wird, Straßen , Plätze und Kirchen seinen Namen tragen.

Die katholische Kirche hat bereits mit ihren frühen Kirchenvätern den antijüdischen, antisemitischen, antijudaistischen Trend implementiert, in dem sie die Juden als Gottesmörder diffamierten.

Nirgendwo hat der Papst die vergangenen Päpste und Kirchenväter(Siehe "Kriminalgeschichte des Christentums Bd.I von Karlheinz Deschner)darum verurteilt, im Gegenteil die wurden Heilig oder Selig gesprochen.

Hat jemand schon davon gehört, dass über Luther wegen seiner mörderischen Vergangenheit wenigstens in den Hintergrund des Protestantismus gerückt worden wäre?

Abdul
tokyob
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Anmeldungsdatum: 19.06.2006
Beiträge: 2047
Wohnort: Tokyo, Japan

BeitragVerfasst am: 07 Dez 2011 - 09:04:16    Titel: Re: "Totschweigen der Geschichte"

A.H.Hattray hat folgendes geschrieben:
Die Frage bezieht sich auf Dr. Martin Luther, der ja der geistige Urheber für die Judenermordung auf protestantischer Seite ist und dennoch als Vorbild gefeiert wird, Straßen , Plätze und Kirchen seinen Namen tragen. ... Hat jemand schon davon gehört, dass über Luther wegen seiner mörderischen Vergangenheit wenigstens in den Hintergrund des Protestantismus gerückt worden wäre?


Luther wurde auch als 'Ausloeser' der Bauernkriege beschuldigt, da konnte er sich noch persoenlich distanzieren. Ihn auch schuldig fuer den Holocaust zu machen ist wohl etwas weit hergeholt.

Warum das nicht diskutiert wird ? Die ev. Kirche tut sich wohl besser daran, das 'totzuschweigen' als erstmal auszuwaelzen wie antisemitisch ihr Gruender doch war.

DANN wirst Du bei so gut wie ALLEN historischen Figuren stoerende Aspekte finden. Dann wuerden in Dtl. (und allen anderen Laendern) wohl nur noch 'Lindenstrassen' und 'Plaetze des Friedens' uebrigbleiben...
A.H.Hattray
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Anmeldungsdatum: 11.07.2011
Beiträge: 940

BeitragVerfasst am: 10 Dez 2011 - 21:15:47    Titel: Die Rolle Luthers

Zitat Dr. Martin Luther aus seinen zahlreichen Hetzschriften gegen Juden:

"Darum wisse Du lieber Christ, und zweifel nichts daran, Dass Du nähest dem Teufel, keinen bittern, giftigern, heftigeren Feind habest, denn einen echten Juden..
Ich will meinen treuen Rat geben: Erstlich, dass man ihre Synagoge oder Schule mit Feuer anstecke, und was nicht brennen will, mit Erde überhäufe und beschütte,dass kein Mensch einen Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich....
Zum andern, dass man auch ihre Häuser dergleichen zerbreche und zerstöre...."

Nachzulesen bei Gerhard Czermak/Christen und Juden:Geschichte einer Verfolgung erschienen bei Reinbek 1997.

Dass Luther darüber hinaus die Ausrottung der Juden propagierte ist allgemein bekannt, gehört zur Allgemeinbildung, die offenkundig Personen, die Luther huldigen, wie etwa die Göring Eckhardt(GRÜNE)Käßmann, Jepsen, Huber und oder Schneider und Schorlemmer nicht haben, weil sie sonst nicht dazu aufrufen würden, einer solchen Person zu huldigen, oder sie als Gallionsfigur des Protstantismus anzuerkennen.

Siehe auch Horst Herrmann: Martin Luther.Eine Biographie

Siehe auch "Die Kriminalgeschichte des Christentums" Bd 8 ab Seite 383ff vom Philosophen und Theologen Karlheinz Deschner.

Gruß Abdul
oberhaenslir
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Anmeldungsdatum: 20.09.2007
Beiträge: 774

BeitragVerfasst am: 03 März 2012 - 18:30:59    Titel: Und wie lautet bitte deine Frage?

[quote="A.H.Hattray"]Wenn von Rechtsradikalismus die Rede ist, dann ist Ausländerfeindlichkeit ein Thema.

Dem Rechtsradikalismus innewohnend ist der Antisemitismus und hier wird die schelchte Vorbildwirkung der Kirchen in Deutschland verschwiegen.

Sowohl die protestantische Kirche mit dem antijüdischen hetzer als Gallionsfigur, als auch die katholische Kirche mit einer über 1700 jährigen antisemitischen Tradition, dienen den Alt- und Neonazis als Vorbild und Rechtfertigung für ihre flachen Positionen.

Warum weder die Kirchen, noch die Politik bereit sind dieses Thema aufzuarbeiten, erschließt sich nicht.

Es hat mit Ignoranz zu tun, aber vor allem mit mächtigen Bündnissen, die sich die "Wahrung unwürdiger Geheimnisse" zur vorrangigen Angelegenheit machen.

Rechtsradikale sind, wie die unkritischen Gläubigen gefährliche Kreise der Gesellschaft. Die Linksextremen, die glauben alles besser zu wissen, sind es auch. Ihr Motto, die Destruktivität, wurde jahrhundertelang von den Kirchen und den Religionen vorgelebt, die eine Blutspur des Massenmords durch Europa zogen um die herschaft von Adel und Klerus zu erhalten.

Das sollte nun wirklich Geschichte sein. Aber ohne Aufarbeiten wird das weiterhin die Gegenwart bestimmen, wie wir aktuell wieder erfahren haben.

Abdul[/quote]

Und wie lautet bitte deine Frage?
A.H.Hattray
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Anmeldungsdatum: 11.07.2011
Beiträge: 940

BeitragVerfasst am: 07 März 2012 - 12:48:25    Titel: Wenn Du überfordert bist, oberhaenslir!

dann such' Dir einen anderen Thread.

Abdul
EldoradoO
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Anmeldungsdatum: 01.10.2009
Beiträge: 202

BeitragVerfasst am: 01 Apr 2012 - 22:09:08    Titel:

abdul hat geschrieben

Zitat:
weil sie sonst nicht dazu aufrufen würden, einer solchen Person zu huldigen, oder sie als Gallionsfigur des Protstantismus anzuerkennen.




Ich denke, dass das nicht so einfach das zu begreifen ist. Ich denke, dass du zu sehr pauschalisierst. Sicherlich hatte Luther seine Antisemitischen Ansichten aber wer hatte diese nicht in dieser Zeit? Es gehörte zum guten Ton. Es gibt viele Persönlichkeiten in der Geschichte die was geleistet haben und trotzdem antisemitische Gedanken hegten. Es wäre aber schwierig diese Person und ihre Leistungen nur auf diesen Ausschnitt zu reduzieren und sie nur danach zu beurteilen. Deswegen wird man sich bei solchen Aussagen von Personen der Zeitgeschichte nie nach einzelnen Aussagen richten sondern das gesamte Werk betrachten. Und Luther hat eben für die Evangeliken eben viel geleistet und das rechnen sie ihm an. Das bedeutet aber nicht, dass sie alle seine Thesen vertreten.

Nebenbei: der junge Luther war durchaus nicht antisemitisch. Erst nach seiner Begegnung mir Rosendahl änderte sich seine Einstellung zu den Juden.
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