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Die marode FDP
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jo icke eben
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Anmeldungsdatum: 08.09.2010
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BeitragVerfasst am: 21 Dez 2011 - 18:33:26    Titel:

Zitat:
Niedriglöhner, Mini-Jobber sowie befristet Beschäftigte lassen sich als prekär Beschäftigte zusammenfassen, welche insg. 20% der Arbeitnehmerschaft ausmachen. Niemand bestreitet, dass es einen Niedriglohnsektor gibt. Das ist definitorisch fixiert. Der Niedriglohn liegt bei <2/3 des Medialbruttos. Wenn alle 1 Mio Euro verdienen ist derjenige mit 650k ein Niedriglöhner. Als arbeitsmarktpolitisches Instrument ist der Ausweis des Niedriglohnsektors umstritten.
Ich selbst hatte auch ein befristeten Vertrag, mit einem Jahresgehalt von ~60k. Damit bin ich prekär beschäftigt gewesen und zähle von der Steuerlast zu den oberen 50%.


Kann ich nicht ganz mitgehen. Das die prekäre Beschäftigung 20% der Arbeitnehmerschaft ausmacht kann nicht stimmen, da es allein 8 Mio Minijobs gibt - nachzulesen bei der BA. Wenn du noch Niedriglöhner, sowie befristete Jobs dazu zählst - wie du sagst - kommst du auf weit über 10 Mio.
Nicht eingerechnet sind zudem Leiharbeiter, Zeitarbeiter, ungewollt Teilzeitbeschäftigte, usw.

Zitat:
Das Problem ist vielmehr, dass der Spitzensteuersatz eher greift als vor 20 Jahren und die Eingangsbesteuerung gesenkt wurde, ist aber ein anderes Thema. Die Frage, die du dir stellen solltest, wenn bereits 50% für die Steuerlast aufkommen und die anderen 50% eben nicht, du aber das Steuersystem als ungerecht empfindest, eine Änderung aber gleichzeitig eine Belastung für die unteren 50% bedeuten würde, wie sähe dein Vorschlag bzgl. des Steuerwesens aus?


Schauen wir uns doch die möglichen Fälle mal an:
Die unteren 50% der Arbeitnehmerschaft können nicht mehr Steuern zahlen - nicht weil sie nicht wollen - sondern weil schlichtweg das Geld fehlt. Die oberen 50% tragen bereits heute fast die gesamte Steuerlast und können nicht weiter belastet werden. Und spätestens hier sollte es Klick machen, Accounting. Wir sind in einem System gefangen das keinen Ausweg gibt - es gibt einfach keine Lösung für die Steuerprobleme.

Im übrigen stellst du die falsche Frage, Accounting. Es geht doch gar nicht um die Steuerproblematik, sondern viel mehr um die Frage wie entwickelt sich der Arbeitsmarkt.
Solange die Niedriglöhner weiter Niedriglöhne beziehen, können sie keine Steuern zahlen und da der Niedriglohnsektor eher noch weiter wachsen wird, wird das Steueraufkommen der unteren 50% allenfalls konstant bleiben, vielleicht sogar sinken. Insofern müssten wir doch erstmal die Probleme auf dem Arbeitsmarkt lösen, statt über Steuern zu diskutieren, oder?
Womit wir wiederum beim nächsten Punkt wären: Nehmen wir mal an, das wir die Löhne erhöhen. Auch das bietet keinen Ausweg, denn wenn die Löhne im Niedriglohnsektor steigen, steigt auch die Arbeitslosigkeit. Auch hier sind wir wieder in einer Zwickmühle gefangen, die keine Lösung bietet. Meine Meinung: Wir müssen zwangslaüfig über alternative Wirtschaftssysteme nachdenken, wie z.B. über das Bandbreitenmodel.

Zitat:
Ja diese ist existent, nur in welchen Bereichen, das war doch wohl die Frage. Du unterstellst, dass Unternehmen die sich nicht in der FCL wiederfinden automatisch über das Praktikum Missbrauch betreiben. Ich unterstelle, dass die die nicht in der Liste sind von vornherein das nicht tun würden. Und nun?


Ach König, du nun wieder. Leider grober Unfug den du wieder von dir gibst.
Accountig's Argumentation war, das das Problem der "Generation Praktikum" gelöst ist und als Grund dafür er die FCL anführte. Wenn aber weniger als 1% der Unternehmen auf dieser Liste aufgeführt ist, kann man keineswegs von einem "gelösten Problem" sprechen.
Aber bitte, befassen wir uns doch mal mit den 99% anderen Unternehmen die nicht auf der Liste stehen.
Es ist doch weiss Gott nicht so, das alle Unternehmen Missbrauch betreiben, es gibt seriöse und eben unseriöse Unternehmen - Unternehmen die billige Praktiken als reguläre Arbeitskräfte missbrauchen und jene die es nicht tun! Wobei doch die Frage erlaubt sei, warum dann nicht mehr Unternehmen das FC Gütesiegel erhalten.
Ich unterstellen den Unternehmen also nichts.

Nun, wenn du jedem Unternehmen unterstellst das sie keinen Missbrauch betreiben, warum aber gibt es dann die Generation Praktikum? Warum wurde der Begriff geprägt?
Womit deine Argumentation hinlänglich Blödsinn ist, denn die Generation Praltikum ist sehr wohl real und existent.
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
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BeitragVerfasst am: 21 Dez 2011 - 19:05:47    Titel:

http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/0,1518,759837,00.html
Steve2525
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Anmeldungsdatum: 20.06.2008
Beiträge: 1465

BeitragVerfasst am: 21 Dez 2011 - 22:32:48    Titel:

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Steve2525 hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Privatisieren bedeutet, nicht nur bei Post, Bahn,Gesundheit , Bildung usw. immer(ohne Ausnahme) schlechter, teurer und unseriöser.


Das ist Unsinn, das ganze ist vielschichtiger. Private Unternehmen sind wesentich stärker auf Rentabilitätsziele fokusiert als Staatsunternehmen. D.h. in den profitablen Bereichen können Sie Dienstleistungen günstiger anbieten als Staatsunternehmen. Hingegen ist die Neigung, sich von nichtrentablen Bereichen zu trennen größer, d.h. Postämter, Bahnstrecken usw. werden stillgelegt. Das ist letztlich der Tradeoff dessen man sich bewußt sein muss. Eine flächendeckende Verkehrsversorgung wird es mit einer privatisierten Bahn etwa nicht geben (außer der Fiskus buttert weiterhin Milliarden dazu).


Dürften private Unternehmen unrentrable Bereiche denn in dem Ausmaß subventionieren wie es eine staatliche Bahn kann?


Was soll eigentlich immer diese dämliche Fragerei? Wir betreiben hier keine Rabulistik.
Steve2525
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Anmeldungsdatum: 20.06.2008
Beiträge: 1465

BeitragVerfasst am: 21 Dez 2011 - 22:33:55    Titel:

[quote="Steve2525"]
koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Steve2525 hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Privatisieren bedeutet, nicht nur bei Post, Bahn,Gesundheit , Bildung usw. immer(ohne Ausnahme) schlechter, teurer und unseriöser.


Das ist Unsinn, das ganze ist vielschichtiger. Private Unternehmen sind wesentich stärker auf Rentabilitätsziele fokusiert als Staatsunternehmen. D.h. in den profitablen Bereichen können Sie Dienstleistungen günstiger anbieten als Staatsunternehmen. Hingegen ist die Neigung, sich von nichtrentablen Bereichen zu trennen größer, d.h. Postämter, Bahnstrecken usw. werden stillgelegt. Das ist letztlich der Tradeoff dessen man sich bewußt sein muss. Eine flächendeckende Verkehrsversorgung wird es mit einer privatisierten Bahn etwa nicht geben (außer der Fiskus buttert weiterhin Milliarden dazu).


Dürften private Unternehmen unrentrable Bereiche denn in dem Ausmaß subventionieren wie es eine staatliche Bahn kann?


Was soll eigentlich immer diese dämliche Fragerei? Wir betreiben hier keine Rabulistik sondern tauschen Argumente aus.
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11490
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 21 Dez 2011 - 23:36:56    Titel:

Steve2525 hat folgendes geschrieben:
Was soll eigentlich immer diese dämliche Fragerei?


ja versuch mal drauf zu verzichten.

Blödsinnige Unterstellung. Wie kommst Du drauf, das es sich so völlig ohne Begleittext um eine rethorische Frage handeln könne. Ein Austausch von Argumenten kann auch damit beginnen das man welchen fragt.
jo icke eben
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Anmeldungsdatum: 08.09.2010
Beiträge: 4132

BeitragVerfasst am: 22 Dez 2011 - 00:41:53    Titel:

Och nein, jetzt versucht er gegen Fakten zu argumentieren.
Ich könnte nun 100 Artikel posten die genau Gegenteiliges darstellen. Hast du noch mehr zu bieten als Einzelmeinungen oder wars das schon?

Der Autor ist Direktor des IAB, die Forschungsstelle gehört zur BA.
Fassen wir also zusammen, dieser Herr Möller arbeitet für die IAB, dessen Geldgeber die BA ist. Und rein zufällig stellt er in seinem Artikel fest, hoppla, es gibt keine Generation Praktikum, na was für eine Überraschung...Meine Fresse König, wann wachst du endlich auf?? Oder willst du für den Rest deines Lebens in einer Traumwelt leben?

Ich ignoriere einfach mal die Quelle. Machst du ja genauso. Wenn ich nun meine Artikel poste die darstellen, das es die Generation Praktikum gibt, dann ignorierst du sie mit Sicherheit auch. Warum? Weil sie dir zu links sind und hier ist mir eben diese Quelle nicht objektiv für eine Aussage.

Also ich halte mal fest: Du hast keine Argumente, nur Einzelmeinungen und eine Quelle von der BA, deren redliches Interesse es ist allen Leuten zu suggerien das auf dem Arbeitsmarkt alles super ist und es überhaupt keine Probleme gibt.

Oh, im übrigen möchte ich mal für zukünftige Mindestlohn Diskussionen mal das anführen: http://www.spiegel.de/karriere/0,1518,748568,00.html
Ja was nun, stellt das nicht deine Welt über den Mindestlohn auf den Kopf?
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11490
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 22 Dez 2011 - 06:55:44    Titel:

jo icke eben hat folgendes geschrieben:
Och nein, jetzt versucht er gegen Fakten zu argumentieren.
Ich könnte nun 100 Artikel posten die genau Gegenteiliges darstellen. Hast du noch mehr zu bieten als Einzelmeinungen oder wars das schon?

Der Autor ist Direktor des IAB, die Forschungsstelle gehört zur BA.
Fassen wir also zusammen, dieser Herr Möller arbeitet für die IAB, dessen Geldgeber die BA ist. Und rein zufällig stellt er in seinem Artikel fest, hoppla, es gibt keine Generation Praktikum, na was für eine Überraschung...Meine Fresse König, wann wachst du endlich auf?? Oder willst du für den Rest deines Lebens in einer Traumwelt leben?

Ich ignoriere einfach mal die Quelle. Machst du ja genauso. Wenn ich nun meine Artikel poste die darstellen, das es die Generation Praktikum gibt, dann ignorierst du sie mit Sicherheit auch. Warum? Weil sie dir zu links sind und hier ist mir eben diese Quelle nicht objektiv für eine Aussage.

Also ich halte mal fest: Du hast keine Argumente, nur Einzelmeinungen und eine Quelle von der BA, deren redliches Interesse es ist allen Leuten zu suggerien das auf dem Arbeitsmarkt alles super ist und es überhaupt keine Probleme gibt.

Oh, im übrigen möchte ich mal für zukünftige Mindestlohn Diskussionen mal das anführen: http://www.spiegel.de/karriere/0,1518,748568,00.html
Ja was nun, stellt das nicht deine Welt über den Mindestlohn auf den Kopf?


>>Die Befunde basierten überwiegend auf "allgemeinen Eindrücken und Beobachtungen im Umfeld von Freunden und Bekannten", stellten die Hochschulforscher Kolja Briedis und Karl-Heinz Minks von der Hochschul-Informations-System GmbH bereits im Jahr 2007 fest. Ihr Projektbericht "Generation Praktikum - Mythos oder Massenphänomen?" beantwortet die Frage eindeutig: Zwar gibt es Hinweise, dass die Zahl der Praktika nach dem Studium zugenommen hat, dennoch handelt es sich dabei um kein Massenphänomen, wenn man die Studierenden insgesamt betrachtet.<<

heißt also, Journalisten, die in ihrem Umfeld die Generation Praktikum bemerkten betrachteten dazu ihr Umfeld, da aber die 3 mio Unternehmen etwas vielschichtiger zusammengesetzt sind, kann die Schlußfolgerung dieser Journalisten nicht für alle Akademiker angewandt werden.
Steve2525
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Anmeldungsdatum: 20.06.2008
Beiträge: 1465

BeitragVerfasst am: 22 Dez 2011 - 14:46:03    Titel:

Zitat:
Die Befunde basierten überwiegend auf "allgemeinen Eindrücken und Beobachtungen im Umfeld von Freunden und Bekannten", stellten die Hochschulforscher Kolja Briedis und Karl-Heinz Minks von der Hochschul-Informations-System GmbH bereits im Jahr 2007 fest. Ihr Projektbericht "Generation Praktikum - Mythos oder Massenphänomen?" beantwortet die Frage eindeutig: Zwar gibt es Hinweise, dass die Zahl der Praktika nach dem Studium zugenommen hat, dennoch handelt es sich dabei um kein Massenphänomen, wenn man die Studierenden insgesamt betrachtet.

Der Begriff "Generation Praktikum" führt also in die Irre. Doch diese Erkenntnis ist nicht im öffentlichen Bewusstsein angekommen. Woran das liegt, ist leicht zu erklären: Es gibt Bereiche, in denen Praktika nach dem Studium tatsächlich stark verbreitet sind.

Problem vor allem für Geistes- und Sozialwissenschaftler

Während technische und naturwissenschaftliche Fächer mit wenigen Ausnahmen wie Architektur, Bauingenieurwesen oder Biologie davon kaum betroffen sind, spielen sie bei Geistes- und Sozialwissenschaftlern durchaus eine Rolle. Jeder vierte Sprach- und Kulturwissenschaftler absolviert nach dem Studium ein Praktikum, zuweilen gleich eine Praktikumsserie. Auch unter Wirtschaftswissenschaftlern und Juristen sind Praktika nach dem Studium nicht selten. Übrigens findet man unter Praktikanten Frauen häufiger als Männer - und das ist keineswegs nur durch die Fächerwahl bedingt.


Entscheidend ist, dass die Medien eine besonders praktikumsintensive Branche sind. Presse, Hörfunk, Fernsehen, Verlage, auch PR- und Werbeagenturen oder Museen: Praktika sind hier nach dem Studium weit verbreitet. Das mag akzeptabel sein, wenn die Ausbildung dabei tatsächlich im Vordergrund steht. Oft erledigen Praktikanten aber auch kostengünstig die Arbeit, die eigentlich von Festangestellten gemacht werden sollte. Dahinter muss nicht immer böser Wille zur Ausbeutung stehen. Denn manch engagierter Kleinverlag wäre wohl anders gar nicht überlebensfähig.

Da Journalisten mit der Situation in der Medienbranche in der Regel besser vertraut sind als mit der Lage in anderen Bereichen des Wirtschafts- und Arbeitslebens, verwundert es nicht, dass die spezifische Situation hier mit einem allgemeinen Phänomen gleichgesetzt wird. Und so wird etwas zum Problem einer ganzen Generation erklärt, was nur für einen Teil der Hochschulabsolventen ein echtes Problem ist.


Nun, genau das deckt sich auch mit meinen Beobachtungen bei Kommilitonen: Praktika kommen zwar auch in den zuerst genannten Fächern -- Naturwissenschaften, Technik, Mathematik, BWL, Informatik -- vor, aber meist nur dann, wenn Absolventen über wenig bis keine Praxiserfahrungen verfügen, oder man sich bei besonders "beliebten" Arbeitgebern bewirbt, die für die Besetzung einer Stelle aus hunderten Bewerbern auswählen können. Einige betreiben nach dem Studium sogar eine Reihe von Praktika bei Unternehmen mit gutem Namen, um Ihre Vita weiter aufzuhübschen, ohne das dafür eine zwingende Notwendigkeit besteht. Als weiter verbreitet sehe ich hingegen den Einstieg über die Zeitarbeit.

Hingegen ist der Einstieg bspw. in die Medienbranche schon immer ein hartes Brot gewesen. Wer hier anfängt muss sich darüber im klaren sein, dass es ein langer Weg bis zur gesicherten Festanstellung ist. Der Bereich ist einfach hoffnungslos überlaufen.

Es lohnt sich also einen differenzierten Blick auf den Arbeitsmarkt für Akademiker zu werfen. Nun muss man dazu sagen, dass sich die Erfahrungen auf die Zeit der letzten zwei Jahre beziehen, wo es am Arbeitsmarkt ziemlich gut aussah. Ich will nicht ausschließen, dass es in anderen Jahren schlechter ist.
jo icke eben
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Anmeldungsdatum: 08.09.2010
Beiträge: 4132

BeitragVerfasst am: 22 Dez 2011 - 17:59:18    Titel:

Zitat:
>>Die Befunde basierten überwiegend auf "allgemeinen Eindrücken und Beobachtungen im Umfeld von Freunden und Bekannten", stellten die Hochschulforscher Kolja Briedis und Karl-Heinz Minks von der Hochschul-Informations-System GmbH bereits im Jahr 2007 fest. Ihr Projektbericht "Generation Praktikum - Mythos oder Massenphänomen?" beantwortet die Frage eindeutig: Zwar gibt es Hinweise, dass die Zahl der Praktika nach dem Studium zugenommen hat, dennoch handelt es sich dabei um kein Massenphänomen, wenn man die Studierenden insgesamt betrachtet.<<

heißt also, Journalisten, die in ihrem Umfeld die Generation Praktikum bemerkten betrachteten dazu ihr Umfeld, da aber die 3 mio Unternehmen etwas vielschichtiger zusammengesetzt sind, kann die Schlußfolgerung dieser Journalisten nicht für alle Akademiker angewandt werden.


Aha, und wer bitte hat gesagt das nur die Meinungen der Journalisten ausschlaggebend sind?
Zunächst mal kann ich dir etliche Artikel zeigen die anhand Zahlen und Fakten die Generation Praktikum dokumentieren und nicht anhand "allgemeiner Eindrücke von Freunden und Bekannten". Desweiteren frage ich mich, was hast du bei deiner Antwort als Bezugsgröße angenommen. Etwa das jeder Journalist nur über seine Erfahrungen in der Medienbranche berichtet? Hey Leute schaut mal, wir haben in der Abteilung 5 Praktikanten - da muss ich sofort etwas darüber schreiben! So hantieren aber keine seriösen Journalisten.
Auch geht es nicht darum welche Branche betroffen sind, denn es sicher für jeden nachvollziehbar, das die Unternehmen Absolventen der MINT-Sparte bevorzugt einstellen und sich dies auch einiges kosten lassen. Geisteswissenschaftler haben eher das nachsehen - aber, so frage ich, nur weil es eine Branchenspezifische Unterschied gibt, ist dann die Generation Praktikum nur ein Mythos?
Eindeutig nein, denn das Einstellen von Praktikanten als regulärer Mitarbeiter findet definitiv statt, nur eben vermehrt bei den Geisteswissenschaftlern.
Auch das Absolventen gezwungen sind Praktikas anzunehmen - weil sie keine Stelle finden - damit sie keine Lücken im Lebenslauf haben findet ebenfalls definitiv statt und wurde bereits mehrfach dokumentiert. Die Branchenzugehörigkeit zeigt uns nur ein differenzierteres Bild der ganzen Thematik.
Ich glaube auch nicht das es ein Massenphänomen ist, mit dem wir hier konfrontiert sind. Die überwiegende Mehrheit der Absolventen findet reguläre Stelle, völlig klar, dennoch hat die Zahl der Praktikas nach dem Studium zugenommen - so steht es im Artikel.

Deine ganze Argumentation klammert sich an eine einzige Quelle, die zugegebenermaßen nicht wissenschaftlich fundiert ist. Es wird langsam aberwitzig hier noch weiter zu diskutieren, solange du nicht mehr zu bieten hast...ich gehe mal davon aus, das wir das Thema beenden können.
A.H.Hattray
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Anmeldungsdatum: 11.07.2011
Beiträge: 940

BeitragVerfasst am: 22 Dez 2011 - 18:41:51    Titel: Das alte Lied von "Äpfel und Birnen

Accounting, ich gestehe Dir ja zu, dass die BWLer und VWLer nicht perse arbeitslos sind.

Das liegt aber daran, dass sie nicht auf der faulen Haut liegen, aber gewiss nicht daran dass alle BWLer und VWLer Jobs auf dem Gebiet bekommen, das sie studiert haben.

Von 6 BWLern und 2VWLern die ich kenne, arbeiten 2 im Fach. Dieanderen fahren Taxi, kellnern oder sind in der Fortbildung. Was hast Du da an ERfahrungen accounting?

Wenn Großkonzerne Steuern zurückerhalten, anstatt zu zahlen, dann sind das versteckte Subventionen. Subventionen sind auch wenn Städte und Gemeinden in denen sich Konzerne ansiedeln erst einmal die nötige Verkehrswege und Infrastruturanbindung schaffen müssen , ehe sich die Firmen bequemen Arbeitsplätze aufzubauen.

Subventionen war auch die Übernahme der Rententräger von älteren Arbeitnehmern die gehalts- oder lohnmäßig als zu hoch eingeschätzt wurden und darüber Frühverrentungen ermöglicht wurden und werden.

Subventionen sind das gesamte Bürgschaftswesen(Hermes etc.) das den Unternehmen die größten Risiken nimmt und mit einem Pyseudoächzen an Risikolasten, den Bürger immer mehr zur Kasse bitten wollen.

Wer, accounting zahlt denn die Zeche nach der Misswirtschaft in Unternehmen? Die Bürger zahlen das über die Jobagenturen und Steuerlasten.

Was nun die Lufthansa angeht, so ist das ein Paradebeispiel für Unternehmen die Gehälter ihrer Angestellten an allen Ecken und Ende zu drücken versuchen und mit "Dumpingpreisen" zu Lasten der Umwelt(also wieder der Allgemeinheit und dem Steuerzahler die Schäden aufs Auge drücken, die von ERkrankungen durch Kerosin, über Lärm und bis zu zerrütteten Familien reichen.

Du musst da über den Tellerrand hinausblicken accounting.

Was nun den Ramsch angeht, so genügt ein Blick in die Fußgängerzonen der Innenstädte, wo an vielen Ecken die Ramschkultur aufgeblüht ist, von Produkten, die gesundheitsschädlich sind bis zu denen die einfach nichts taugen, also qualitativ unter geltenden Standards liegen.

Die Nachfrage nach diesen Billigprodukten ist ja deshalb gegeben, weil sich viele Bürger Qualitätsprodukte nicht leisten können, woran Parteien wie die SPDCDUCSU und FDP einen großen Anteil haben, die den UNternehmen jedes Lohndumping durchgehen lassen.

Entweder bist Du schon zu alt accounting oder noch zu jung, um etwas von der Generation Praktikum gehört zu haben, die kostenlos, oder gegen geringes Entgelt von Firma zu Firma ziehen um dort die "Drecksarbeit zu machen und danach wieder weiterziehen. Die Unternehmenskultur hat charakterlose Mithglieder. Da sind sogar welche die offen drohen, falls ihnen Subventiuonen gestrichen werden, ihre Arbeitsplätze ins Ausland zu verlegen. Das sind wahre Patrioten auf die Deutschland längst verzichten sollte. Sie sollen gehen und nicht wiederkommen. Denn die braucht keiner.Schon garnicht zum Verzehr von Steuergeldern.

Ein anderes Thema sind die Hartz IV Empfänger und die Unternehmen, die Kurzarbeitergeld bezogen haben, ohne dass die entsprechenden Mitarbeiter tatsächlich in Kurzarbeit waren.

Während man auf die kleinen Betrüger um Hartz IV Euros unter den 7 Millionen Hartz IV Empfängern mit dem Finger zeigt, weist allein ein Unternehmen mit 1000 Mitarbeitern einen höheren Schaden an Betrug auf alle Hartz IV Empfänger zusammengenommen. Das liegt daran, dass Unternehmen kaum kontrolliert werden und die bekannten Betrügereien schlicht zu spät aufgedeckt wurden.

Aber das gehört schon in den Zusammenhang über die Zu- und Umstände in einer Gesellschaft, die den Neoliberalismus der FDP,CDUCSU und SPD als Ziel ausgab. Defacto verarmt die Gesellschaft. Wer das bestreiten will, ist nicht von dieser Welt.

Abdul
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