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Die marode FDP
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Die marode FDP
 
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A.H.Hattray
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Anmeldungsdatum: 11.07.2011
Beiträge: 940

BeitragVerfasst am: 03 Jan 2012 - 01:15:35    Titel: Erinnerung:

darf ich an die Thesen des Moralphilosophen Peter Singer erinnern? Vor allem auch über das was Singer über die Auswirkungen des Internets(in "Visible Man") darstellt.


In Beziehung dazu die Ideen von Wolf Singer, der so treffend über die Einheit des Bewusstseins reflektiert(im Interview mit Thomas Metzinger/Philosoph und Bewusstseinsforscher) in dessen Buch der EGO-Tunnel (ab Seite 102)Erhellendes über die Verarbeitung und Codierung von Informationen zu erfahren ist.

Ist man moralisch bindungslos dann kann man leicht alle die dämonisieren, die der Wirtschaft eine soziale Kompenente abverlangen. Insbesondere wen man weiß, dass das Fehlen der sozialen Komponente im Wirtschaften stets auch Schuldenmachen heißt , was selbst Adam Smith als "Kontrollierten Bankrott" bezeichnete und der FDP-Atemlose Christian Lindner mit seiner persönlichen Pleite erfahren hat.

Kant, gewiss kein Linker Philosoph, hat die "gefährliche Geldmacht" zur existentiellen Gefahr von Staaten herauf beschworen und als "Schatz zum Kriegführen" bezeichnet.

Niemand hat die Analyse der Ökonomie so auf die Spitze getrieben wie Karl Marx, in dessen Kapital über die Finanzwirtschaft Sätze zu lesen sind, von denen man meinen könnte, sie seien gestern gedruckt worden.

Und John Maynard Keynes hat die Staatsverschuldung dahingehend erklärt, dass auf(Zitat) "lange Sicht sind wir alle tot. Die Volkswirtschaft macht es sich zu leicht und macht ihre Aufgaben wertlos, wenn sie in stürmischen Zeiten nur sagen kann, dass, nachdem der Sturm vorüber ist, der Ozean wieder ruhig sein wird."

Und für den ehemaligen "Tea-Party"-Anhänger Robert Nozick(Republican) bedeutet Staatsverschuldung den "direkten Weg in die Knechtschaft".

In der Tat ist liberal denken ein positives Lebensgefühl. Das was die neoliberlae Wirtschaft macht ist aber weder liberal noch positiv. Sie zerstört die Menschen und die Natur, solange Finanzkapital die Fäden in der hält(Profit over People/Chomsky)

Mit freundlichen Grüßen Abdul
GLÜ
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Anmeldungsdatum: 02.03.2009
Beiträge: 130

BeitragVerfasst am: 12 Jan 2012 - 15:56:31    Titel: Re: Die marode FDP

A.H.Hattray hat folgendes geschrieben:


Wer FDP wählt, wählt den Neoliberalismus, wählt eine Partei die glaubt dass die Fesselung durch den Marktradikalismus "Freiheit" bedeutet, obwohl für die Mehrheitsgesellschaft genau das Gegenteil der Fall ist.

Die FDP ist die Partei die nur ein Konzept favorisiert: Die Gewinne privatisieren und die Verluste sozialisieren!



Abdul



Nicht zu vergessen , man sorgt nicht nur für seine Klientel .

Da eine große Dürre bevohrsteht bringt man noch schnell seine Zöglinge in gesicherten Beamten-Verhältnissen unter .
Dirk Niebel der als Generalskretär das Entwicklungsministerium abschaffen wollte , stockt es noch schnell um 180 Pöstchen auf .


Hierzu siehe : Report München " Rette sich, wer kann - FDP unter Druck"
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=9225482


Bürger einer demokratisch gewählten LOBBYKRATIE
GLÜ2010
A.H.Hattray
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Anmeldungsdatum: 11.07.2011
Beiträge: 940

BeitragVerfasst am: 12 Jan 2012 - 19:14:09    Titel: Die charakteristischen Aussagen der FDP:

Gerade jetzt in der Frage einer Börsentransaktionssteuer, gegen die die FDP noch Front zu machen ist deutlich: die FDP ist die Partei der Spekulanten.

Sie will nicht einmal im Ansatz eine solche Steuer, wenigstens für die Eurozone, zulassen, weil sie dann von den Spekulanten nicht mehr gesponsert würde.

Wer FDP wählt begünstigt das Spekulantentum. Wer sich die Ausagen der FDP Spitze gegen die Börsentransaktionssteuer genau ansieht, der erkennt leicht, wessen Partei die FDP ergreift. Das ist ein Pool von maximal 2,5 % der Wählerschaft, weshalb man schon mal fragen muss, wieso die FDP in den letzten Jahrzehnten jeweils die 5 % Hürde schaffte. Viele wissen es: ZU der Zeit, als viele Wähler noch auf das "C" bei der CDUCSU hereingefallen sind, konnten der FDP Stimmen "geliehen" werden. Diese Zeit ist vorbei, insbesondere deshalb, weil der Wähler der CDUCSU dasselbe Schicksal zuteil werden lassen sollte, wie der FDP. Wie marode die CDUCSU im allgemeinen, und an ihrer Spitze im Besonderen ist, wird doch nicht nur durch Wulff, Guttenberg oder Kohl deutlich.

Abdul
Gaisler
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Anmeldungsdatum: 12.08.2009
Beiträge: 1280

BeitragVerfasst am: 12 Jan 2012 - 20:03:40    Titel:

Die FDP ist gegen eine einseitige Einführung im Euro-Raum. Die gesamte Bankenwelt würde dann wohl einhellig nach London abwandern. Gegen eine EU-weite Einführung hat die FDP überhaupt nichts.

Spekulation kann gefährlich sein, egal wo sie stattfindet. Nur verdient der deutsche Staat an dieser Spekulation nicht mehr mit (tut er über die Besteuerung der Gewinne und der Kapitalerträge ja jetzt schon). Für den deutschen Staat würden keine Mehrgewinne entstehen, es wäre sogar ein Minusgeschäft.
Tonka
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Anmeldungsdatum: 03.08.2005
Beiträge: 2263

BeitragVerfasst am: 12 Jan 2012 - 20:37:20    Titel:

Ist die FDP denn noch zu retten? Ich sehe keine Rettung mehr. Rösler macht den Job als Vorsitzender ja noch schlechter als Westerwelle, auch wenn er deutlich sympathischer als sein Vorgänger im Amt. Was muss denn passieren, damit die FDP noch über die 5%-Hürde kommt? Wieder ein anderer Vorsitzender, vielleicht ein anderes Parteiprogramm?

Nach der Wahl in Schleswig-Holstein im Mai und vermutlich wieder weniger als 5% der Stimmen wird die Führungsdebatte in der FDP wieder von neuem beginnen. Vielleicht wird dann Rainer Brüderle als neuer Vorsitzender nach vorne geschickt, das wäre dann die allerletzte Chance, die FDP überhaupt noch ins Parlament zu bringen.
GLÜ
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Anmeldungsdatum: 02.03.2009
Beiträge: 130

BeitragVerfasst am: 14 Jan 2012 - 18:41:18    Titel:

Gaisler hat folgendes geschrieben:
Die FDP ist gegen eine einseitige Einführung im Euro-Raum. Die gesamte Bankenwelt würde dann wohl einhellig nach London abwandern.


Was bei einer Besteuerung von 0,01% abzuwarten wäre .

Gaisler hat folgendes geschrieben:
Gegen eine EU-weite Einführung hat die FDP überhaupt nichts.


Da London IHR das Blockieren ja abnimmt




Gaisler hat folgendes geschrieben:
Spekulation kann gefährlich sein, egal wo sie stattfindet. Nur verdient der deutsche Staat an dieser Spekulation nicht mehr mit (tut er über die Besteuerung der Gewinne und der Kapitalerträge ja jetzt schon). Für den deutschen Staat würden keine Mehrgewinne entstehen, es wäre sogar ein Minusgeschäft.


Da der Staat mit diesen Gewinnen kaum die durch diese Spekulationen entstehenden Schäden an Banken etc. abdecken kann , würde die Abwanderung eher ein Gewinn für die €-Zone

Bürger einer demokratisch gewählten LOBBYKRATIE
GLÜ2010
Gaisler
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Anmeldungsdatum: 12.08.2009
Beiträge: 1280

BeitragVerfasst am: 15 Jan 2012 - 17:21:46    Titel:

GLÜ hat folgendes geschrieben:
Gaisler hat folgendes geschrieben:
Die FDP ist gegen eine einseitige Einführung im Euro-Raum. Die gesamte Bankenwelt würde dann wohl einhellig nach London abwandern.


Was bei einer Besteuerung von 0,01% abzuwarten wäre .


Die Argumentation ist paradox:
Entweder es käme bei der Besteuerung (ohne Berücksichtigung der Abwanderung) ein erheblicher Betrag zu stande - dann würden die Banken abwandern. Oder die Besteuerung wäre so niedrig, dass die Zusatzbelastungen gegen null gingen, aber dann bringt auch die Steuer nichts.
Davon abgesehen: Fast alle Banken haben schon Offices in London; das der Deutschen Bank ist mindestens so bedeutend wie das Frankfurter Stammoffice. Insofern gingen die Kosten eine Verlegung des Firmensitzes nach London gegen 0.

GLÜ hat folgendes geschrieben:

Gaisler hat folgendes geschrieben:
Gegen eine EU-weite Einführung hat die FDP überhaupt nichts.


Da London IHR das Blockieren ja abnimmt


Die Haltung wurde von der FDP (pragmatisch gesehen auch vollkommen berechtigterweise) schon vor dem Londoner Veto vertreten.

GLÜ hat folgendes geschrieben:
Gaisler hat folgendes geschrieben:
Spekulation kann gefährlich sein, egal wo sie stattfindet. Nur verdient der deutsche Staat an dieser Spekulation nicht mehr mit (tut er über die Besteuerung der Gewinne und der Kapitalerträge ja jetzt schon). Für den deutschen Staat würden keine Mehrgewinne entstehen, es wäre sogar ein Minusgeschäft.


Da der Staat mit diesen Gewinnen kaum die durch diese Spekulationen entstehenden Schäden an Banken etc. abdecken kann , würde die Abwanderung eher ein Gewinn für die €-Zone


Lies meinen Post noch einmal gründlich.
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7834
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BeitragVerfasst am: 15 Jan 2012 - 19:03:02    Titel:

Die Abschaffung der Kinderarbeit in Deutschland hat dazu geführt, dass deutsche Hersteller ihre Textilien nun von Kindern in Pakistan fertigen lassen.
Soll ich das jetzt gut finden?
Einerseits ist das Problem nicht gelöst, andererseits habe ich ein besseres Gewissen. Und nochmals andererseits: der Wirtschaftsstandort Deutschland ist dadurch nicht langfristig geschädigt worden...

Gruß
Pauker
A.H.Hattray
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Anmeldungsdatum: 11.07.2011
Beiträge: 940

BeitragVerfasst am: 16 Jan 2012 - 20:26:43    Titel: Dass es noch Menschen gibt,

die auf die FDP hereinfallen, sich deren Texte, Vorschläge und Ideen als Leitschnur für Politik zu eigen machen, ist trauig.

Jeder weiß, dass neoliberale Politik einseitig Unternehmerinteressen dient und langfristig die Zerstörung jeder Kultur anrichtet.

Abdul
Pauker
Moderator
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7834
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 16 Jan 2012 - 22:57:35    Titel:

Jeder weiß dass liberales Gedankengut zu Demokratie und Marktwirtschaft in den Ländern in denen Sie eingeführt wurden zu einem historisch und weltweit einzigartigen Wohlstand geführt hat. Das ist die andere Seite der Medaille.
Also bitte nicht gleich das Kind mit dem Bade ausschütten.

Gruß
Pauker
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