Mit (WHU-)Bachelor ins Investment Banking?
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PistolShrimp Full Member

Anmeldungsdatum: 14.09.2011 Beiträge: 120
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Verfasst am: 19 Jan 2012 - 03:06:44 Titel: |
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stichwort: "technische ebene"
was lernt man?
man lernt, dass der wacc-ansatz schwachsinn ist und eigtl nur multiples zählen - exit, ntm und das beste: historic! forward looking... forward betas etc. im training lernt man auch nichts neues. die modeling bücher druckt man sich sowieso schon nach dem ersten praktikum. zugegeben: bei größeren live deals kann's, je nach engagement, mal komplizierter werden, wenn's um PPA, exit routes oder minority interest val. geht. und das meist auch nur auf der buyside, wenn die sponsoren einen bumsen. und generell hat man sowieso kaum die zeit sich richtig einzuarbeiten. nicht mal für die top-line growth für ein popliges DCF nimmt man sich richtig zeit. man sieht wahnsinnig viele business models (general m&a), aber wirklich verstehen tut man nur einen bruchteil. im prinzip tickert man einfach pi mal daumen daten ein und hofft, dass die ausgespuckten graphiken u tables defendable erscheinen. die peer groups sind auch relativ willkürlich gewählt. hauptsache iwie 'defendable' und multiples möglichst hoch - egal ob sell- oder buyside. accounting-mäßig lernt man eigtl auch nichts, das vorher nicht schon gewusst hätte - bis evtl. auf goodwill und branchenspezifika.
was lernt man?
-dateien umbennen (datenraum-management yeah), logos kopieren, versch. graphiken basteln, tolle pfeile zu einem möglichst sophisticated aussehendem business model zusammenklatschen, shortcuts, aussagelose sätze konstruieren...
der "wirkliche mehrwert" der sich ergibt ist:
- mit vorständen quatschen (strategie, branchenkenntnisse, systeme)
- wahre PE strategien erkennen (viele investieren quasi wahllos, um ihr dry powder loszuwerden)
- SMALL TALK (calls, meetings, dinner, lunch, calls calls calls)
- komplexere dealstrukturen (besonders kapitalmarktorientierte)
- rechtliche angelegenheiten
- betriebsverträge und -organisationen
die genannten vorteile zermürben einen jedoch eher, da man als fleißiger unistudent fachlich einfach enttäuscht wird. frag mal einen deiner MDs, ob er zb eine schlüssige erklärung hat warum CAPM immernoch gebraucht wird, statt eines der 'wissenschaftlicheren' modelle heranzuziehen. die kennt der wahrs. nicht mal mehr. bei einfachen dingen wie DDM prämissen, hörts dann auch schon auf. ab VP ebene macht man sowieso kaum noch etwas fachliches.
verrate mir: was lernst du gerade spannendes? oder noch besser: was machst du gerade? footballfield sauber reinpasten oder konntest dafür noch presentations buchen?....wie hältst du es noch aus? |
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EMG08 Senior Member

Anmeldungsdatum: 06.07.2008 Beiträge: 282
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Verfasst am: 19 Jan 2012 - 11:59:42 Titel: |
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| Das ist der bisher der aussagekräftigste Beitrag zum Thema Investment Banking den ich hier im Forum gelesen habe. |
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Zzono Senior Member

Anmeldungsdatum: 25.10.2008 Beiträge: 261
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Verfasst am: 19 Jan 2012 - 22:02:57 Titel: |
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Puh..Was habe ich in der 10. Klasse gemacht?..
Ich habe nie gelernt, Handball gespielt, mich jedes Wochenende beim Spiel mit anderen Mannschaften angelegt und ab und zu mal rote Karten bekommen. Wenn wir Pokalsieger waren, waren wir nur betrunken. Also ich saß bestimmt nicht am Tisch, um irgendwelche Wirtschaftskrams zu lesen und zu beobachten, wie Schweine gerade unsere Wirtschaft versaufen.
Ich hatte mich für BWL beworben und nur Absagen bekommen. Ein Jahr musste ich wieder "chillen" und danach VWL studieren, weil ich sowieso wieder überall eine Absage in BWL bekommen würde.
Anfangs habe ich mit VWL durchgeboxt und irgendwie durch Kontakte Praktika gehabt und auch bei einer sehr sehr großen IB mein letztes Praktikum absolviert.
Ich weiß nicht, wie die Welt aussieht, wenn du dein Studium abgeschlossen hast. Aber die Zukunft wäre jetzt, dann würdest du niemals im Trading-Bereich einen Job bekommen, es sei denn du bist super talentiert und zeigst, dass Schweine auch fliegen können.
Wie alle hier schon gesagt haben, verstehst du bestimmt nicht viel, was IB ist.
Geh saufen, feiern und schnapp dir Mädels. Die Teenage-Phase gibt´s nicht umsonst. |
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Berliner44 Senior Member

Anmeldungsdatum: 07.10.2006 Beiträge: 451
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Verfasst am: 20 Jan 2012 - 02:21:47 Titel: |
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| PistolShrimp hat folgendes geschrieben: | stichwort: "technische ebene"
was lernt man?
man lernt, dass der wacc-ansatz schwachsinn ist und eigtl nur multiples zählen - exit, ntm und das beste: historic! forward looking... forward betas etc. im training lernt man auch nichts neues. die modeling bücher druckt man sich sowieso schon nach dem ersten praktikum. zugegeben: bei größeren live deals kann's, je nach engagement, mal komplizierter werden, wenn's um PPA, exit routes oder minority interest val. geht. und das meist auch nur auf der buyside, wenn die sponsoren einen bumsen. und generell hat man sowieso kaum die zeit sich richtig einzuarbeiten. nicht mal für die top-line growth für ein popliges DCF nimmt man sich richtig zeit. man sieht wahnsinnig viele business models (general m&a), aber wirklich verstehen tut man nur einen bruchteil. im prinzip tickert man einfach pi mal daumen daten ein und hofft, dass die ausgespuckten graphiken u tables defendable erscheinen. die peer groups sind auch relativ willkürlich gewählt. hauptsache iwie 'defendable' und multiples möglichst hoch - egal ob sell- oder buyside. accounting-mäßig lernt man eigtl auch nichts, das vorher nicht schon gewusst hätte - bis evtl. auf goodwill und branchenspezifika.
was lernt man?
-dateien umbennen (datenraum-management yeah), logos kopieren, versch. graphiken basteln, tolle pfeile zu einem möglichst sophisticated aussehendem business model zusammenklatschen, shortcuts, aussagelose sätze konstruieren...
der "wirkliche mehrwert" der sich ergibt ist:
- mit vorständen quatschen (strategie, branchenkenntnisse, systeme)
- wahre PE strategien erkennen (viele investieren quasi wahllos, um ihr dry powder loszuwerden)
- SMALL TALK (calls, meetings, dinner, lunch, calls calls calls)
- komplexere dealstrukturen (besonders kapitalmarktorientierte)
- rechtliche angelegenheiten
- betriebsverträge und -organisationen
die genannten vorteile zermürben einen jedoch eher, da man als fleißiger unistudent fachlich einfach enttäuscht wird. frag mal einen deiner MDs, ob er zb eine schlüssige erklärung hat warum CAPM immernoch gebraucht wird, statt eines der 'wissenschaftlicheren' modelle heranzuziehen. die kennt der wahrs. nicht mal mehr. bei einfachen dingen wie DDM prämissen, hörts dann auch schon auf. ab VP ebene macht man sowieso kaum noch etwas fachliches.
verrate mir: was lernst du gerade spannendes? oder noch besser: was machst du gerade? footballfield sauber reinpasten oder konntest dafür noch presentations buchen?....wie hältst du es noch aus? |
Gut, dass die Krabbe während des Praktikums den Realitätssinn nicht verloren hat. Es gibt hier in diesem Forum halt genug Trottel, die von der M&A-Idee so besoffen sind, dass sie glauben M&A wäre das Nonplusultra. |
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