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Mit FHR an eine Uni
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SAM88
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Anmeldungsdatum: 19.03.2007
Beiträge: 104

BeitragVerfasst am: 27 Dez 2011 - 20:57:05    Titel: Mit FHR an eine Uni

Hallo,
wie der Titel schon verrät möcht ich genaueres dazu erfahren, gehe im Moment an eine BOS 12 und werde in einigen Monanten die FHR haben.
Ich überlege ob ich in Hessen an eine Uni gehn soll, gibt es hier vll Studenten die in Hessen an einer Uni studiern? Würd gern bisschen was fragen Wink und vll gibts noch mehr die das Gleiche vorhaben?
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 2352

BeitragVerfasst am: 27 Dez 2011 - 21:21:02    Titel:

hab bekannte an der uni in kassel und der in paderborn, die mit der fachhochschulreife zugelassen wurden. bei letzterer kenne ich sogar jemanden, der zur zeit promoviert und über die fachoberschule sein studium dort begonnen hat.

zum schwierigkeitsgrad lässt sich schlecht was sagen. ein gutes beispiel sind da zwei bekannte. beide in der klasse 12 der fachoberschule hängen geblieben, beim zweiten versuch (2,6 und 2,8 ). den eignungstest an der uni paderborn, den man zur zulassung mit fhr bestehen muss, haben beide bestanden, der eine quält sich gerade an einer fh (5 fachsemester, aber prüfungen vom 2 semester) und der andere kommt an der uni paderborn mit zweien und dreien ganz gut durch, zumindest ist er nicht ganz so weit hinten.
heißt das jetzt, dass die uni paderborn einfacher ist? nicht unbedingt, eventuell ist der eine auch bloß fleißiger (geworden). lässt sich aber auch blöd vergleichen, es sind zwar beides wirtschaftsingenieure, aber der an der uni in der fachrichtung maschinenbau und der an der fh elektrotechnik (der wahre grund xD).

ich kenne auch noch einige, die nach ihrem fh bachelor nun einen uni master draufsetzen. bisher hat keiner geklagt, die meisten reden sogar von besseren noten als vorher (aber auch intensiverer vorbereitung, dafür mehr zeit zum lernen).
der an der uni kassel kommt auch ganz gut klar. in mathe wirst du natürlich keinen so guten einstieg haben wie die leute mit mathe lk, aber dafür hast du meistens gewisse vorteile in der fachrichtung deiner ausbildung/fhr. nach 2-3 semestern pendelt sich das aber zwischen allen ein.
es geht in der regel eh bei 0 los, aber dann sehr schnell...

wenn du in mathe große probleme hast, dann wäre vielleicht noch die 13 der bos empfehlenswert, aber ansonsten mach dir kein kopf. die kochen alle nur mit wasser. mit genügend sitzfleisch schafft man es. stell doch einfach die fragen.
SAM88
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Anmeldungsdatum: 19.03.2007
Beiträge: 104

BeitragVerfasst am: 27 Dez 2011 - 21:36:28    Titel:

Achso, danke für deine auführliche Antwort Wink
Also ich interessier mich vor allem für Uni Gießen (Lebensmittelchemie), Uni Marburg ( Chemie oder Physik) und TU Darmstadt ( Wirtschaftsingeneurwesen)
Werde mich mal für diese Studiengänge bewerben, in Mathe hab ich keine Probleme (13p) und Physik auch ned ^^
Also mach mir auch keine großen Sorgen, und kann mir nicht vorstellen , dass die vom Gymi viel mehr können^^

Aber bin auch noch am überlegen, vll geh ich auch auf eine Fh z.b in München oder Nürnberg... mhhh
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 2352

BeitragVerfasst am: 27 Dez 2011 - 22:24:50    Titel:

schau dir die modulhandbücher/studienverlaufspläne an und nimm das, was dir am meisten zusagt.
Cetacea
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Anmeldungsdatum: 12.11.2005
Beiträge: 140

BeitragVerfasst am: 28 Dez 2011 - 00:16:38    Titel:

Ich studiere gerade in Gießen Biologie, mit FHR. Ich bin noch im 1. Semester, kann also noch nicht so viel zu sagen. Hab schon ein paar Prüfungen geschrieben, sie sind nicht so gut verlaufen wie erhofft, aber ich hab ein besseres Gefühl als die meisten anderen meiner Kommilitonen... Also ich glaub nicht, dass jemand der FHR hat das Studium wahrscheinlich schlechter abschneidet als jemand mit AHR.
Es kommt vor allem auf deine Motivation an! Das STudium (zumindest ein Naturwissenschaftliches!) ist nicht einfach! Du musst dich auf tägliche Pflichtveranstaltungen bis 17:00 oder 18:00 Uhr einstellen und wenn du danach nicht noch jeden Tag nacharbeitest kannst du das 1. Semester zumindest, ziemlich schnell vergessen. Und bei uns haben da jetzt schon viele nach den paar Wochen keine Lust mehr, auch die mit AHR!
Ich hatte übrigens nicht das Gefühl, dass es bei 0 angefangen hat! Chemie ist bisher kein großes Problem, aber Bio hat meiner Meinung nach weit über LK-Niveau angefangen und ich bin sehr froh, dass ich vorher eine Ausbildung in dem Bereich gemacht habe. Aber nicht verzagen! Prof fragen, Bücher ausleihen und immer alles nacharbeiten! Am Anfang hats mich echt umgehauen und es gab bestimmt niemanden, der nicht mal kurz überlegt hat, ob das wirklich das richtige ist, aber nach ein paar Wochen hat man sich dran gewöhnt und wenn man wirklich motiviert ist und mit Spaß dabei ist, geht das.

Ansonsten bin ich mit Gießen ganz zufrieden. Die Organisation ist ok und obwohl die Uni so groß ist und wir 150 Stundenten in meinem Studiengang haben bin ich von der Betreuung positiv überascht.
Gießen ist ein süßes kleines Städtchen, besser als der Ruf! Man kann fast alles ziemlich schnell zu Fuß oder Bus erreichen.
Wir haben auch ziemlich viele bei uns, die mit FHR oder über andere Wege reingekommen sind. Also man ist immerhin kein Außenseiter!

Übrigens kann man mittlerweile auch in Niedersachsen mit FHR rein.
Falls du noch Fragen hast, frag einfach.
SAM88
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Anmeldungsdatum: 19.03.2007
Beiträge: 104

BeitragVerfasst am: 28 Dez 2011 - 11:57:28    Titel:

Hey Wink Danke für deine Antwort.
Hört sich interessant an, vll hast Lust wo anders zu schreiben?
Weil hät schon noch Fragen Wink und muss ja nicht jeder lesen^^
Vll über Facebook?
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 3972
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 28 Dez 2011 - 12:43:12    Titel:

Meine Erfahrungen im weiteren Bekanntenkreis ist zwar nicht der Standpunkt, den die Goethe-Uni ja offiziell vertritt (kurz: FHRler haben an der Uni nichts verloren) allerdings ist die Erfahrung schon, dass sich die FHRler durchaus, vor allem zu Beginn, mit einigen Fächern inbs. Naturwissenschaften und Mathematik schwerer tun als Abiturienten.

Allerdings würde ich daraus nicht automatisch auf eine höhere Abbruchquote oder schlechtere Abschlüsse schließen. Ob man es als FHRler schafft oder nicht hängt - wie bei jedem Abiturienten - davon ab sich den fehlenden Stoff reinzupauken. Das ist nicht immer ganz leicht, sollte aber meist machbar sein.
Ich würde es im Zweifel einfach versuchen.

Grüße
Gozo
Cetacea
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Anmeldungsdatum: 12.11.2005
Beiträge: 140

BeitragVerfasst am: 28 Dez 2011 - 22:19:19    Titel:

Ich denke, es kommt v.a. auf den Fachbereich an den man bei der FHR gemacht hat.
Ich hab z.B. nach der 12.Klasse mit grottenschlechten Noten (auch im Bio-LK) abgebrochen und ne biologische Ausbildung angefangen und bin dadurch zur FHR gekommen.
Ich hatte keinen besonders guten Bio-LK, Chemie musste ich abwählen (häts gerne behalten), Physik-GK war mein einzig gutes Fach.
In der Ausbildung hatte ich dann so einen guten Chemieunterricht, der ging weit über den Chemie-LK hinaus. Bio in der Ausbildung war natürlich auch wesentlich besser als der Bio-LK, als meiner sowieso, da mein Lehrer damals leider nicht viel drauf hatte.
Außerdem hab ich bisher das Gefühl, dass es im Studium v.a. auf deine Leistungsbereitschaft und dein Durchhaltevermögen ankommt, weniger auf dein Vorwissen (kann sich aber natürlich noch ändern, bin ja noch ganz am Anfang). Aber in der Schule lernte man so viele Dinge einfach nur vereinfacht, außerdem haben die meisten Menschen ein begrenztes Gedächtnis und behalten nicht mal ansatzweise alles, was sie irgendwann mal für eine Klausur auswendiggelernt haben.
Ich habe bei mir wie gesagt den Eindruck als ob bei uns bestimmt fast 40% der Leute durch FHR, berufliche Eignung, Abitur an der Abendschule, über Hauptschule zur Realschule bis zum Abitur oder sonst irgendwelche anderen, ich sage mal "exotischere" Wege zu uns gekommen sind. Nach meiner Erfahrung haben die sich oft viel intensiver überlegt, ob und was sie studieren wollen, mussten aufgrund schlechterer Schnitte länger auf den Studienplatz warten u.ä. und überlegen sich demnach auch einen Abbruch ziemlich genau. Ich empfinde die Leute teils als wesentlich reifer und vernünftiger als diejenigen, die direkt vom Gymnasium ausgespuckt wurden. Dass man danach ein Studium anfängt gilt dann oft als völlig selbstverstänlich, meistens zahlen auch die Eltern. Viele gehen meiner Erfahrung nach viel naiver an sie Sache ran.
Das soll nicht negativ gemeint sein, ich war mit 19 auch viel naiver als jetzt 2 Jahre später und Berufserfahrung dazwischen und meine Eltern werden mir hoffentlich, sobald meine Ersparnisse aufgebraucht sind auch etwas unter die Arme greifen, aber ich will damit sagen, dass ich denke, dass AHRler vielleicht mehr Faktenwissen besitzen, dass aber ausschließlich nicht ausreicht und andere dafür z.B. besser gelernt haben wie man mit Kriesen umgeht (die Überlegung eines Studienabbruchs sehe ich einfach mal als Kriese) oder wie man über Durststrecken hinwegkommt.
Aber wie gesagt, selbst über das Faktenwissen bin ich mir nicht sicher. Ich behaupte, dass ich doch mindestens so viel theoretisches Wissen habe wie jemand mit Bio- und Chemie-LK. Mathe wird mir sicherlich noch Probleme bereiten, aber das wird nicht daran liegen, dass ich kein Abi habe (hatten in der Ausbildung auch Oberstufenmathematik) sondern dass ich Mathe nicht ausstehen kann.
Und selbstverständlich könnte ich z.B. auch ein Germanistikstudium nicht erfolgreich bestehen, aber das will ich ja auch gar nicht. Das sollen ruhig die studieren, die AHR haben/ sich dafür interessieren.
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