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Erstwohnsitz - Zweitwohnsitz
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619
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Anmeldungsdatum: 03.07.2007
Beiträge: 53

BeitragVerfasst am: 28 Dez 2011 - 16:22:57    Titel: Erstwohnsitz - Zweitwohnsitz

Hallo,

ich habe meinen derzeitigen Hauptwohnsitz (Erstwohnsitz) an meinem Studentenort. Einen Zweitwohnsitz habe ich bisher nicht.

Ich bin derzeit im dritten Semester und kriege auch ein wenig Bafög.

Ich Möchte nun meinen Erstwohnsitz wieder ummelden, undzwar da hin, wo man Opa wohnt, mein Zweitwohnsitz soll mein jetziger Studienort werden.

Kann ich das einfach so machen?, obwohl ich dann die meiste Zeit an meinem Zweitwohnsitz verbringe?


Mfg
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5130

BeitragVerfasst am: 28 Dez 2011 - 17:17:13    Titel:

ja kannst du, denn deine angaben kann niemand überprüfen. auf anfrage bei der ummeldung solltest du aber schon sagen, dass du die meiste zeit am erstwohnsitz verbringst...
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5436
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 28 Dez 2011 - 17:23:54    Titel:

Theoretisch: Nein. Normalerweise ist der Erstwohnsitz dort, wo man sich gewöhnlicherweise die Merheit im Jahr aufhält und den Lebensmittelpunkt hat.

Allerdings hängt es stark von der Gemeinde und von steuerlichen Aspekten ab, wo und wie stark diese Grundlage strapaziert wird.

Rein von der Gemeinde (wenn nicht irgendwo Zweitwohnsitzsteuer fällig wird) ist es ihr wahrscheinlich sogar relativ egal.

Wenn Du brauchst um mehr Bafög zu bekommen oder steuerlich etwas gelten zu machen, ist die Sache durchaus etwas komplizierter. Hier könnte man annehmen, dass Du Deinen Erstwohnsitz und damit den angeblichen Lebensmittelpunkt absichtlich verlegt hast um Vorteile für Dich zu erreichen. In dem Moment könnte der wirkliche Lebensmittelpunkt greifen (was häufig bei Familienvätern akzeptiert wird, auch wenn sie > 180 d im Jahr am Zweitwohnsitz sind), der von der Meldung abweichen kann. Das dieser auf einmal jetzt beim Großvater liegen sollte dürfte schwer begründbar sein.

grüße
Gozo
619
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Anmeldungsdatum: 03.07.2007
Beiträge: 53

BeitragVerfasst am: 29 Dez 2011 - 13:42:03    Titel:

Hi Danke für die Antworten.
Ich habe mich mal in derjenigen Stadt erkundigt und man hat mir mitgeteilt, dass für Studenten keine Steuer erhoben wird.

Also für mich würden keine Kosten enstehen, aber wie sieht das mit meinem Opa aus? Wird sich bei ihm finanziell irgendetwas ändern?

Mfg
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5436
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 29 Dez 2011 - 14:21:59    Titel:

Was soll sich für Deinen Großvater ändern, wenn Du umziehst?
Mir würde da von der Seite die Du hier diskutierst echt nichts einfallen.

Mir allerdings ist nicht klar, was Du mit dieser Ummelderei erreichen willst?! Je nachdem was du vorhast (mir würden da jetzt auf Anhieb drei Dinge einfallen), wäre ich recht vorsichtig. Zwei davon könnten u.U. strafbar sein.

Grüße
Gozo
619
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Anmeldungsdatum: 03.07.2007
Beiträge: 53

BeitragVerfasst am: 29 Dez 2011 - 14:45:32    Titel:

Hi, ich dachte an GEZ, Wassergebühren, Müllgebühren etc., dass sich also da etwas ändern könnte.

Welche Drei Dinge wären dass? Kannst mir auch gerne eine PN schreiben, ich kann dich dann auch aufklären Smile
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5436
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 29 Dez 2011 - 15:19:51    Titel:

Für die GEZ dürfte es keinen Unterschied machen, denn die ist bundesweit gleich und richtet sich nach den Geräten. Demnach egal wo sie stehen. Wenn der geräteunabhängige Rundfunkbeitrag kommt, dann richtet es sich nach Wohnungen - unabhängig von Erst- und Zweitwohnsitz - bzw. dann könnte es sein, dass sogar ein Wohnsitz sinnvoller wäre.

Müll- und Wassergebühren könnten theoretisch unterschiedlich sein von den Gemeinden. Zumindest weiß ich, dass in manchen Regionen eine "Zweitwohnsitztonne" billiger ist, allerdings auch nur alle vier Wochen geleert wird.
Bei uns jetzt hängt es aber nicht vom Erst- oder Zweitwohnsitz ab.

Sparen würdest Du daher im Grunde nur, wenn diese Kosten dann Dein Großvater für Dich übernimmt - dafür müsstest Du aber richtig umziehen. Ansonsten wirst Du diese Kosten weiterhin in Deiner Miete am Zweitwohnsitz haben bzw. bei Eigentum diese auch weiter berappen müssen. Denn Wasser und Müllbeseitigung brauchst Du letztlich vor allem dort, wo Du wohnst.

Oder bin ich hier völlig schief gewickelt?

Wenn man ein Auto hat, könnte das interessant sein. Weil das Auto i.d.R. am Erstwohnsitz gemeldet ist. Ist dieser Kreis in der Versicherung preisgünstiger, könnte es ein paar EUR ausmachen.

Von daher erscheint mir der Sinn immer noch sehr begrenzt.


Was mir da so einfällt?
Eigentlich ganz einfach und auch schon angedeuted. Wenn Du im Bafög-Antrag oder im Rahmen der Steuererklärung Kosten anführst, die entstanden sein sollen aufgrund deines Erstwohnsitzes beim Großvater, du aber mehrheitlich am Zweitwohnsitz lebst (Reisekosten etc.) wird schnell die Frage nach dem wahren Lebensmittelpunkt laut und damit auch die Korrektheit angezweifelt. Im schlimmsten Fall kommt es zum Anfangsverdacht des Steuervergehens bzw. des Betruges.
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5130

BeitragVerfasst am: 29 Dez 2011 - 18:23:37    Titel:

wenn er mit der entfernung nicht zu sehr übertreibt, kommt da vom finanzamt auch weiter nichts. also alles unter 100km einfache entfernung sollte problemlos akzeptiert werden. zweitwohnsitz brauch gar nicht angegeben werden.
die argumentation vom finanzamt würde mich sonst interessieren. ist doch völlig natürlich bei der familie oder in der nähe leben zu wollen. unrealistisch wäre doch eher, wenn er von familie UND uni wegzieht xD
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5436
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 30 Dez 2011 - 15:30:31    Titel:

konstantin87 hat folgendes geschrieben:
wenn er mit der entfernung nicht zu sehr übertreibt, kommt da vom finanzamt auch weiter nichts. also alles unter 100km einfache entfernung sollte problemlos akzeptiert werden. zweitwohnsitz brauch gar nicht angegeben werden.

Naja - das Vorgehen macht solange Sinn, solange die Kosten die man durch den Zweitwohnsitz hat durch die erhöhte Angabe von Kilometern überkompensiert werden. Das dürfte in den seltesten Fällen passieren, wenn jemand Miete zahlt. Dann würden die Kosten des Zweitwohnsitzes und ein gewisser Anteil an Fahrtkilometern ja zu ansetzbaren Kosten.

Zitat:
die argumentation vom finanzamt würde mich sonst interessieren. ist doch völlig natürlich bei der familie oder in der nähe leben zu wollen. unrealistisch wäre doch eher, wenn er von familie UND uni wegzieht xD

Argumentation? Dazu gibt es Urteile...

Nur mal hier eine mögliche Konstellation angenommen:

A ist bei B in b ausgezogen um in c zu studieren. Grundsätzlich ist die Annahme schon legitim, dass b und c soweit auseinanderliegen, dass A in c ihren Erstwohnsitz angemeldet hat. Das ungefähr dürfte die Ausgangssituation sein.

Einschub: Für das FA wäre jetzt ein Zweitwohnsitz bei c völlig legitim, wenn A weiterhin behaupted den wahren Lebensmittelpunkt in b zu haben (Familie, Freunde (!), Vereine...sprich das Lebensumfeld). Zumindest eine gewisse Zeit dürfte es null Nachfragen geben.

Jetzt kommt es aber, dass A nach einer gewissen Zeit sagt, dass c nur noch der Zweitwohnsitz ist und ihr Erstwohnsitz in d bei D. Das zuständige FA wechselt deswegen von c nach d.
Unterstellen wir weiterhin, dass d auch soweit von c entfernt ist, dass ein Zweitwohnsitz weiterhin sinnvoll ist (sonst könnte man ihn auflösen). Jetzt fängt sie an Heimfahrten, Miete etc. bei der Steuer anzugeben - Heimfahrten nach d.

Die Argumentation des FA wird jetzt sinngemäß folgende sein.
Die Ansetzung der Kosten für den Zweitwohnsitz sowie den Heimfahrten wird nicht entsprochen, weil d nicht der wahre Lebensmittelpunkt von A ist, unberührt wo der Erstwohnsitz ist. A hatte ihren ursprünglichen Lebensmittelpunkt in b und veränderte in zugunsten von c. Es ist nicht plausibel warum, trotz eines Familienmitgliedes, dieser jetzt sich auf d verlagert, während die Mehreit der Zeit in c verbracht wird. Das praktische Lebensumfeld ist daher weiterhin in c zu vermuten.
Ein einzelnes Familienmitglied reicht als Begründung nicht zwangsläufig aus (dazu gibt es sogar ein Urteil - ich finde es gerade nur nicht) sondern es müssen weitere Verwurzelungen wie Freundschaften, Vereine etc. hinzukommen. Das diese sich, nach einer gewissen Zeit in c auf einmal nach d verlagert haben sollen - auch mit Blick auf die Entfernung - ist nicht anzunehmen.

Was jetzt passiert, könnte folgendes sein.
1.) Das FA nimmt die Kosten als wirklich angefallen und streicht sie nur. Fertig.
2.) Das FA nimmt an, dass bestimmte Kosten, die erklärt wurden, nicht angefallen sind und eröffnet eine weitere Prüfung bis hin zur Prüfung eines Steuerstrafverfahrens.

Gerade bei kleineren Steuererklärungen dürfte es 1. sein oder, wenn sie Zweifel haben, erkennen sie das Konstrukt an, verlangen aber ein Fahrtenbuch etc. in Zukunft.


Um das Spiel mal weiterzuspielen:

A wohnt in c jetzt seit bspw. 12 Monaten und stellt fest, dass sie aber nicht Tritt fast sondern der wahre Lebensmittelpunkt immer noch b ist. Dort ist sie nahezu jedes WE, trifft Freunde, ist evtl. noch in Vereinen etc. Daher meldet sie sich zurück, Zweitwohnsitz in c und fängt an die Kosten des Zweitwohnsitzes abzusetzen, inkl. Heimfahrten.

Das gibt es in aller Regel schon Schwierigkeiten mit dem FA, weil es berechtigt einwirft, dass der wahre Lebensmittelpunkt doch anscheinend nach c ging, warum sollte er dann wieder nach b wechseln? Analog zu den Meldungen, denn eigentlich meldet man - so die Argumentation - den Erstwohnsitz nur dort an, wo der (wahre) Lebensmittelpunkt ist.
Das es sich hierbei um einen Irrtum handelt und der wahre Lebensmittelpunkt sich nicht verändert hat, ist nicht ganz einfach zu argumentieren.

Das ist übrigens ein Fall, mit dem sich eine Freundin von mir mit ihrem FA fast geprügelt hat und es lange Zeit so aussah, als ob es vor Gericht gehen würde. Sie war allerdings auch keine Studentin mehr.

Grüße
Gozo
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5130

BeitragVerfasst am: 30 Dez 2011 - 17:41:51    Titel:

ja gut, so ist deine argumentation logisch, aber im finanzamt läuft das ganze etwas anders ab. da soll auch nicht jede kleinigkeit nachgeprüft werden. der sachgebietsleiter tritt dem beamten in den arsch, wenn er meint jemanden etwas streichen zu müssen dessen zvE eh ziemlich niedrig ist und im zweifel der steuerpflichtige recht kriegen könnte.

in deinem fall wird das fa ja gar nicht wissen, ob er nur wegen dem opa dahin ist oder auch eine freundin dort hat. nur mal so als einwurf, so weit gehen die dann doch nicht.
schwierig ist nur ein fall, und zwar wenn ein familienvater angeblich nicht seinen mittelpunkt bei seiner familie hat. das glaubt das FA nicht, alles andere ist normal easy.

habe schon mal einem kumpel den tipp gegeben, der bloß vergessen hat sich umzumelden. der ist dann halt mal 10 monate 80km einfache entfernung jeden tag gefahren, hat keinen gejuckt, weil er ebend bei seiner familie gemeldet war Wink
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