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Schwieriger Fall
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roht
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Anmeldungsdatum: 02.03.2011
Beiträge: 254

BeitragVerfasst am: 29 Dez 2011 - 21:33:23    Titel: Schwieriger Fall

Mich hat ein Bekannter auf einen Fall aufmerksam gemacht, den ich hier rein theoretisch besprechen möchte. Es soll auf keinen Fall eine Rechtsberatung stattfinden.

A hat einen Laptop einer namhaften Marke, der durch einen Konstruktionsfehler einen Defekt am Gehäuse erlitten hat.
A hat das Gerät zum Fachgeschäft B gebracht und eine Datenrettung unternehmen lassen. Während B anwesend war, wurde das Gerät untersucht und es wurde festgestellt, dass nur das Gehäuse defekt ist. Leider lies sich durch diesen Fehler aber das Gerät nicht einschalten.
Ein Stecker wurde von B mit einer Folie abgeklebt um weiteren Schaden zu verhindern. Leider hat A keine schriftliche Bestätigung über die Tätigkeit erhalten. Ein Freund des A, der Zeuge Z hat das aber gesehen.
Nach einigen Tagen hat A das Gerät zum Hersteller gebracht, der das Gehäuse kostenlos repariert hat. Dort wurde aber festgestellt, dass die von B verwendete Folie keine Schutzfolie war und diese vermutlich einen Schaden am Mainboard verursacht hat, sodass jetzt ein Schaden von 500 Euro entstanden ist.
B behauptet mit dem Vorwurf von A konfrontiert, dass es nicht sein kann, dass die von ihm verwendete Folie einen Schaden verursacht haben kann.
Der Hersteller hat die Folie entsorgt, bestätigt aber schriftlich, dass keine richtige Schutzfolie verwendet wurde.

Wie würdet ihr diesen Fall aus der Sicht des A beurteilen?
bais411
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Anmeldungsdatum: 30.12.2011
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 30 Dez 2011 - 16:59:02    Titel:

hallo ,
bin zwar noch relativ neu aber ich schreib einfach mal wie ich das beurteilen würde..


1.)
Zitat:
Dort wurde aber festgestellt, dass die von B verwendete Folie keine Schutzfolie war und diese vermutlich einen Schaden am Mainboard verursacht hat, sodass jetzt ein Schaden von 500 Euro entstanden ist.


Anspruch aus §280 I BGB i.V.m §241 II BGB

-> Schuldverhältnis in Form eines Werkvertrages liegt vor.

-> Pflichtverletzung durch Verletzung des Rechtsguts ist gegeben.

Wenn: durch die Folie der Laptop beschädigt wurde.
Beweispflicht liegt hier aber beim A.
A müsste es also mit Hilfe des Herstellers schaffen Beweise
vorzubringen. Könnte jedoch schwierig werden, da der
Hersteller die Folie weggeschmissen hat und vermutlich
auch keine Fotos oder Ähnliches vorweisen kann.
Es wird außerdem schwer zu beweisen, dass die Folie den
Schaden verursacht hat. Dies wird ja auch nur vermutet
vom Hersteller.

-> B müsste den Schaden auch zu vertreten haben.

Grundsätzlich gilt §276 I BGB. Also Vorsatz und
Fahrlässigkeit. Aber der B wird vermutlich AGB haben, in
denen er leichte Fahrlässigkeit ausschließen kann.
Aber wenn es wirklich keine Schutzfolie war und nicht nur
eine die für dieses Modell nicht geeignet war (warum auch
immer) dürfte das problemlos mehr als leicht fahrlässig sein.


Also falls es beweisbar ist, dass die Folie ungeeignet war, und den Schaden verursacht hat hat A einen Anspruch auf Schadensersatz. Ich glaube jedoch, man wird es sehr schwer haben das zu beweisen.
Man müsste halt mit dem Hersteller in Kontakt treten und mal anfragen wie es mit möglichen Beweisen aussieht.


ist mein erster Beitrag hier.. würd gern mal wissen wie das die anderen sehen.
roht
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Anmeldungsdatum: 02.03.2011
Beiträge: 254

BeitragVerfasst am: 30 Dez 2011 - 21:20:40    Titel:

Der Hersteller behauptet den Techniker, der das Gerät bearbeitet hat, als Zeugen bereitsstellen zu können. Außerdem wurde auf dem Befund zu dem Gerät vom Techniker festgestellt, dass keine geeigente Folie verwendet wurde. Der Hersteller meint, dass dies ausreichen würde.

Müsste A denn irgendwie beweisen, dass das Gerät nicht defekt war als A es zu dem Geschäft gebracht hat, der das Gerät beschädigt hat?
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