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Kfz-Reparaturvertrag - Werkvertrag
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roht
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Anmeldungsdatum: 02.03.2011
Beiträge: 254

BeitragVerfasst am: 30 Dez 2011 - 15:18:35    Titel: Kfz-Reparaturvertrag - Werkvertrag

Angenommen As Auto macht merkwürdige, atypische Geräusche.
Er geht zur Werkstatt B und sagt, die Werkstatt soll das Fahrzeug reparieren.
Tatsächlich ist das Getriebe defekt. Die Werkstatt erkennt dies aber nicht und glaubt, es sei ein Bauteil des Motors und tauscht für 2200 Euro dieses aus. Nach der Abholung des Fahrzeugs stellt A jedoch fest, dass das Fahrzeug weiterhin defekt ist.

Ich habe inzwischen herausgefunden, dass ein solcher Reparaturvertrag ein Werkvertrag ist und A Nachbesserung verlangen könnte.
Wie sieht es aber mit der Bezahlung für die erste, unnötige Reparatur aus?
Flauschi
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Anmeldungsdatum: 30.06.2008
Beiträge: 505

BeitragVerfasst am: 02 Jan 2012 - 11:37:38    Titel:

werkvertrag heißt ja, dass ein erfolg geschuldet wird, in dem fall, dass das auto wieder einwandfrei läuft. der erfolg ist bei der ersten reparatur ja nicht eingetreten, also hat die werkstatt den vertrag nicht ordnungsgemäß erfüllt.
nach § 634 hat er dann folgende möglichkeiten:


Ist das Werk mangelhaft, kann der Besteller, wenn die Voraussetzungen der folgenden Vorschriften vorliegen und soweit nicht ein anderes bestimmt ist,
1. nach § 635 Nacherfüllung verlangen,
2. nach § 637 den Mangel selbst beseitigen und Ersatz der erforderlichen Aufwendungen verlangen,
3. nach den §§ 636, 323 und 326 Abs. 5 von dem Vertrag zurücktreten oder nach § 638 die Vergütung mindern und
4. nach den §§ 636, 280, 281, 283 und 311a Schadensersatz oder nach § 284 Ersatz vergeblicher Aufwendungen verlangen.
roht
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Anmeldungsdatum: 02.03.2011
Beiträge: 254

BeitragVerfasst am: 02 Jan 2012 - 16:51:10    Titel:

Also muss die erbrachte Arbeitsleistung und die Materialkosten nicht bezahlt werden, wenn man vom Vertrag zurücktritt?

Was ist, wenn man 1500 Euro für ein Austauschgetriebe und 500 Euro für die Arbeitsleistung bezahlt hat und sich dann bei der Nacherfüllung herausstelt, dass nur ein Bauteil am Motor für 100 Euro defekt war,
daher die Reparatur eigentlich nur 150 Euro gekostet hätte.
Hat man dann einen Anspruch auf 2000-150 Euro?

Man kann also auch in eine andere Werkstatt gehen und wenn man nachweist, dass der Fehler, der angeblich beseitigt wurde, eben nicht beseitigt wurde und das ausgetauschte Bauteil nicht defekt war, die bereits bezahlten Kosten der ersten Werkstatt einfordern und auch darüber hinaus Aufwendungen, die durch die mangelhafte Reparatur getätigt wurden?
roht
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Anmeldungsdatum: 02.03.2011
Beiträge: 254

BeitragVerfasst am: 08 Jan 2012 - 12:30:31    Titel:

Ich bitte um Antwort.
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