Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Republikanische Vorwahlen
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5  Weiter
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Republikanische Vorwahlen
 
Autor Nachricht
am_dream
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 11.01.2009
Beiträge: 1107

BeitragVerfasst am: 30 Jan 2012 - 12:22:42    Titel:

Obama kann schon versuchen den Kommi zu geben, aber solch banaler Klassenkampf zieht in den USA einfach nicht. Diese linksradikale Umverteilungsrhetorik gepaart mit seiner fanatischen Umweltpolitik verstärkt doch nur die These, dass Obama der radikalste Präsident der amerikanischen Geschichte ist. Allerdings war das schon vor der Wahl im Jahr 2008 klar, da Obamas congressional record unheimlich links war. Wie kann man denn gegen die Keystone Pipeline sein? Obama wird wohl erst verstehen, dass Jobs wichtig sind, wenn er seinen dieses Jahr verliert. Wie Gingrich sagte hat er Umweltvorstellungen wie in Disneyland, bei dem Löwe, Elefant und Giraffe friedlich zusammen leben. Und dann rüstet er auch noch ab.
Bezüglich der Gesundheitpolitik muss man sagen, dass drittes Reich Vergleiche ein wenig überrzogen sind. Fakt ist aber, dass eine verpflichtende Versicherung sozialistische Züge hat (abgesehen davon, dass es gegen die Verfassung geht, was der Supreme Court wohl auch bald entscheiden wird) und Sozialismus und Nationalsozialismus in einem Verhältnis wie Nordpol zu Südpol stehen.
Obenstehendes muss die republikanische Angriffslinie dieses Jahr sein. Allerdings räume ich dem Food-Stamp-Presidenten gute Chancen ein. Das liegt an einer teils guten Wirtschaftspolitik, die natürlich von den Ökonomen gemacht wurde und von einer erstaunlich guten Außenpolitik, die das Leben von Bin Laden forderte.
Obama profitierte natürlich noch vom der Antiterrorstrategie Bushs und langfristig ist Obama die größte Gefahr für den Weltfrieden seit Neville Chamberlain.
cyrix42
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24257

BeitragVerfasst am: 30 Jan 2012 - 12:28:53    Titel:

@am_dream: Interessant, dass es auch für dich zwischen Marktradikalismus und Sozialismus/Kommunismus keine Form von Mittelweg zu geben scheint.

Deiner Meinung nach leben wir in Deutschland also im Sozialismus, oder? Wink


Ich meine, eine allgemeine Krankenversicherung für alle. Oh nein! Oder Kapitalertragssteuern von 25%; wie geht denn das?! Oder Auflagen zum Umweltschutz, statt ne Pipeline durch ein Naturschutzgebiet zu treiben. Nein sowas aber auch...


Cyrix
am_dream
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 11.01.2009
Beiträge: 1107

BeitragVerfasst am: 30 Jan 2012 - 12:55:44    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
@am_dream: Interessant, dass es auch für dich zwischen Marktradikalismus und Sozialismus/Kommunismus keine Form von Mittelweg zu geben scheint.

Deiner Meinung nach leben wir in Deutschland also im Sozialismus, oder? Wink


Ich meine, eine allgemeine Krankenversicherung für alle. Oh nein! Oder Kapitalertragssteuern von 25%; wie geht denn das?! Oder Auflagen zum Umweltschutz, statt ne Pipeline durch ein Naturschutzgebiet zu treiben. Nein sowas aber auch...


Cyrix


Klar gibt es einen Mittelweg und jedes Land muss seine eigene Position auf dem Spektrum finden. Je weniger Markt, desto weniger Wirtchaftswachstum und Innovation, desto mehr soziale Sicherheit. Amerika setzt halt auf small government und free markets und ist deswegen pro Kopf reicher als Deutschland und co und ist mit Silicon Valley eine Ideenfabrik. Obama will statt Silicon Valley staatliche Förderprogramme, aber dass das nicht funktioniert wissen wir seit der Sowjetunion oder zumindest seit dem Solyndra-Debakel.
Wer schert sich den einen Dreck um das Naturschutzgebiet? Es wird ja unten durch gebaut. Risiken gibt es so gut wie keine. Heutzutage kann man einfach nichts mehr bauen ohne dass sich ein radikaler Naturschützer an einem Baum festkettet. Fakt ist doch, dass diese Leute fortschrittsfeidlich sind und zurück in die Höhlen wollen. Die gleichen Leute wollen kein Fracking in den USA, weil sie hin zum teuren Solarstrom wollen. Drill, baby drill! Macht euch der Erde Untertan. Statt aus dem netten Kanada oder Amerika muss man dann das Öl von Ahmadinedjad und co importieren. Das darf doch nicht sein. Diese radikalen Höhlenmenschen dürfen nicht auch in den USA die Oberhand gewinnen. In Europa sind sie doch schon überall. Wegen ihnen haben wir bald keine eigene Stromversorgung mehr nachdem die AKWs abgeschaltet werden und man darf noch nicht mal gentechnisch veränderte Produkte anbauen, obwohl diese 10% billiger sind mit weiterem Potenzial. Fakt ist, dass wir langfristig deswegen verarmen werden. Ich will nur, dass die USA nicht auch dieses Schicksal ertragen müssen.
cyrix42
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24257

BeitragVerfasst am: 30 Jan 2012 - 13:11:41    Titel:

Nun, man kann natürlich seine Meinung haben, wo man sich in dem Spektrum positioniert und was man für gut oder weniger gut hält.

Fakt ist aber, dass Obama deutlich liberaler ist als beispielsweise die Union in Deutschland, die UMP in Frankreich (die jetzt eine Finanztransaktionssteuer einführt) oder vergleichbare, konservative Parteien sonstwo in Europa.

Wäre man mit der Bezeichnung Obamas als Sozialist konsequent, würde das dann ja automatisch auch für ganz Europa - egal wer hier wie regiert - gelten.

Geschichtlich übrigens auch für den ausgesprochenen Sozialistenfreund Bismarck...


Insofern ist diese Wahlkampfrhetorik in keinster Weise mit Inhalt untermauert. Dagegen habe ich mich gewandt.

Cyrix
A.H.Hattray
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 11.07.2011
Beiträge: 940

BeitragVerfasst am: 30 Jan 2012 - 20:31:06    Titel: Wer verblendet ist

blendet natürlich die Kosten der beiden Kriege im Irak und Afghanistan aus. Wer sich ein Bild über diese Kosten macht, der erkennt, dass die Führung der Administration George W.Bush die Hauptverursacher des Schuldenstaates USA sind.

Das galt ja schon für Bush sen. und Reagan, deren Schulden die Clinton-Regierrung wieder herunter schraubte. Was die Democrats vorne aufbauten, rissen die Reps hinten wieder ab.

Ich stimme Dir insoweit zu Westkultur, dass Bush ehrlicher war als Obama, dessen Versprechungen überwiegend leere, rethorische Worthülsen waren. darauf beruht auch die spät, aber nicht zu spät, eingesehene Depression der US-Gesellschaft in der lt. Gíngrich 65 %(Rede in Atlanta) in Armut leben. Das weiß auch Obama, aber es gibt kein Mittel dies zu ändern, weil die Schulden schwer wiegen. Dass das Armutsthema eine Rolle zu spielen beginnt, hängt damit zusammen, dass die Reps jetzt wissen, aus welchem Lager die meisten Stimmen kommen.

Abdul
konstantin87
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5968

BeitragVerfasst am: 30 Jan 2012 - 22:05:05    Titel:

ja echt klasse alternativen zu obama:

Zitat:
Sie grölen, brüllen, johlen. Sie lassen keine Gelegenheit aus, ihren Zu- oder Widerspruch kundzutun, gerne zu den umstrittensten Vorschlägen (Ausländer raus, Kinder zur Arbeit zwingen, alle Staatsfeinde töten). Sie pfeifen die Kandidaten aus, wenn sie nicht rechtslastig genug poltern. Sie jubeln, wenn sie parieren. Sie machen die Moderatoren zur Schnecke. Und Newt Gingrich, der ihrer Sezessions- und Kriegslust am eifrigsten nach dem Munde redet, ehren sie mit Standing Ovations.


http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,809494,00.html
Tonka
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 03.08.2005
Beiträge: 2263

BeitragVerfasst am: 31 Jan 2012 - 00:19:53    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Fakt ist aber, dass Obama deutlich liberaler ist als beispielsweise die Union in Deutschland, die UMP in Frankreich (die jetzt eine Finanztransaktionssteuer einführt) oder vergleichbare, konservative Parteien sonstwo in Europa.

Wäre man mit der Bezeichnung Obamas als Sozialist konsequent, würde das dann ja automatisch auch für ganz Europa - egal wer hier wie regiert - gelten.


Jede kleinste Kleinigkeit in Sachen Steuererhöhung oder Regulierung der Finanzmärkte wird von den Republikanern und teilweise auch von einem guten Teil der Bevölkerung sofort als sozialistisch abgestempelt. Da sind die Amerikaner ja sehr schnell dabei mit solchen Begrifflichkeiten. Ich würde Obama nie als Sozialisten bezeichnen und ich denke auch nicht, dass dies irgendjemand in Deutschland tun würde, weil es ja auch nicht stimmt. Teile der Amerikaner sehen das wiederum anders, warum weiß ich nicht.

Aber ist es eigentlich nicht immer so, dass Politiker außerhalb ihres Landes positiver gesehen werden als im Land selbst? Obama ist in Deutschland sehr beliebt, während er in Amerika auch nicht mehr unumstritten ist und seine Wiederwahl nicht gesichert ist.

Die Vorwahlen finde ich relativ unübersichtlich: In einigen Bundesstaaten gehen die kompletten Wahlmänner an den Sieger, in anderen Bundesstaaten werden die Wahlmänner prozentual nach ihrem Stimmenanteil aufgeteilt, was ich für deutlich sinnvoller halte als dass der Sieger direkt alle Wahlmänner bekommt.
am_dream
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 11.01.2009
Beiträge: 1107

BeitragVerfasst am: 31 Jan 2012 - 00:37:56    Titel:

[quote="Tonka"]
cyrix42 hat folgendes geschrieben:


Aber ist es eigentlich nicht immer so, dass Politiker außerhalb ihres Landes positiver gesehen werden als im Land selbst? .


Stimmt, Adolf Hitler war im Ausland auch unheimlich beliebt, vor allem z.B. bei den Franzosen, Engländern oder Polen...

Bezüglich des Begriffs Sozialismus muss man sagen, dass Die zweitgrößte französische Partei "sozialistisch" ist. Selbiges gilt für Zapateros Partei in Spanien oder die ehemalige griechische Regierungspartei. Die haben alle Sozialismus im Namen. Und wenn man sich deren neue Programme anschaut, z.B. das von Francois Hollande, dann sieht man, dass diese stark an Obamas Ideen anknüpfen. Nicht die Amerikaner verwenden den Begriff zu freizügig, sondern die Deutschen ihn zu restriktiv.
cyrix42
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24257

BeitragVerfasst am: 31 Jan 2012 - 09:53:41    Titel:

@am_dream: Die sozialistischen Parteien in West-Europa sind allesamt sozialdemokratisch. Sie gehören zum Großteil der SPE - Sozialdemokratischen und Sozialistischen Partei Europas - an.

Demzufolge muss mindestens die SPD in Deutschland deiner Meinung nach sozialistisch sein. Wie du das mit den Reformen um die Agenda 2010 u.ä. in Verbindung bringen willst, ist mir schleierhaft... (Damit habe ich keine Wertung über diese Reformen getroffen; aber sozialistisch war diese Politik nun weiß Gott nicht.)


Wo du Spanien und Griechenland ansprichst: Die jetzt abgewählten sozialistischen Regierungen dort waren für das Haushaltsdesaster nicht verantwortlich, einfach, weil diese noch gar nicht im Amt waren, als der Spaß losging...


Die Steuer- und Sozialpolitik Obamas ist noch immer deutlich libertärer als sie eine Union in Deutschland vertritt. Nicht einmal die Torries in GB würden ihr verhältnismäßig geringes Sozialsystem auf us-amerikanischen Standard abbauen. Für diese Richtung stehen eher die mehr oder minder liberalen Parteien in Europa (wobei man die LibDems in GB da nur begrenzt dazu zählen kann, da die auch starke sozial-liberale Strömungen beinhalten; nicht aber in der Person Clegg).


Was die meisten - unabhängig von der Coleur - versuchen sich von Obama abzuschauen, ist seine Wahlkampfstrategie, die den Einzelnen in den Mittelpunkt nahm und sich an ihn ganz persönlich richtete. Man bekam 2008 aus dem Wahlkampfbüro recht regelmäßig, wenn man sich angemeldet hatte, "persönliche" eMails, die diese "Graswurzel-Kampagne" erst ermöglichten, die ihn dann bis ins Weiße Haus getragen hat.

In D 2009 war das eher ein kläglicher Versuch, was da im Bundestagswahlkampf von den Parteien in dieser Richtung unternommen wurde. Noch nutzte man das Medium Internet eher wie TV oder Straßen-Plakat-Wände, aber nicht diese Interaktivität, die dadurch möglich ist.

Mit ein bisschen Glück wird das 2013 anders...


Cyrix
Kobi85
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 07.02.2010
Beiträge: 251

BeitragVerfasst am: 01 Feb 2012 - 22:22:12    Titel:

Hm, sympathisch finde ich keinen der Kandidaten. Aber letztendlich sollte auch nicht danach entschieden werden.

Romney hat im Gegensatz zu Gingrich (Mondkolonie haha.. dazu seine bescheuerten Romane) wenigstens einiges an Kompetenz vorzuweisen. Er hat immerhin Bain aus der Krise geführt und mit Bain Capital eine der erfolgreichen PE-firmen ins Leben gerufen (PE ist nicht Investmentbanking - wer meint Private Equity wäre böse, der sollte sich lieber erst mal ausreichend informieren). Dazu seine erfolgreiche Amtszeit als Gouverneur von MA..

Ich denke er hat seine Chance verdient, genauso wie Obama sie verdient hatte (und leider nicht genutzt hat, wenn man die Bilanz bis heute sieht).
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Republikanische Vorwahlen
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5  Weiter
Seite 3 von 5

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum