Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Franz Kafka der Prozess; Der Advokat
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Deutsch-Forum -> Franz Kafka der Prozess; Der Advokat
 
Autor Nachricht
Louisnws
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 14.01.2012
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 14 Jan 2012 - 21:54:56    Titel: Franz Kafka der Prozess; Der Advokat

Hallo Leute,
Ich bin Louis Schüler kurz vor dem Abi muss Dienstag meine GFS halten und zwar über K. und den Advokaten in Kafkas Werk: Der Proceß
Also ich mache eine Präsentation und gebe noch eine schriftliche Gesamtinterpräsentation über K. und den Advokaten ab ich arbeite gerade an dem schriftlichen Teil und will natürlich unbedingt inhaltliche Fehler vermeiden.
Ich weiß das ist jetzt ziemlich viel verlangt weil es mittlerweile schon 2 Seiten sind aber es wäre super wenn einer oder zwei von euch sich das mal ansehen könnte und eventuell ein paar Verbesserungsvorschläge geben.
Kriterien
Was ist falsch?
Was habe ich vergessen?
Was muss ich mehr hervorheben?
Was ist denn überhaupt der wichtigste Aspekt in der Beziehung von K. und dem Advokaten (wenn ihr es auf keinen Fall lesen wollt antwortet nur auf diese Frage da muss man meins nicht gelesen haben)
Ich würde mich sehr über Hilfe freuen!







Hier meine Arbeit, natürlich noch nciht fertig!!! Ich mach immer wenn ich wieder bisschen was getan habe ein update Smile



Der Auftritt des Advokaten beginnt im Kapitel Der Onkel/Leni, bis dahin war K. mit dem Prozess eher sorglos umgegangen. Er war zwar zu den Verhandlungen erschienen allerdings nur um dort seine Verachtung für diesselbigen auszudrücken.
Nach einem Briefwechsel mit seinem Onkel besucht ihn dieser und bringt ihn zum Advokaten Huld, ein Armenadvokat.
Zu Beginn versucht das neue Hausmädchen des Advokaten, Leni die beiden abzuwimmeln, was der Onkel aber nicht zulässt. Ab diesem Moment hegt der Onkel einen Groll gegen Leni und versucht später auch den Advokaten gegen sie aufzubringen (vgl. S.105) K. hingegen ist von dem Mädchen fasziniert (vgl. S.105. „K. staunte das Mädchen noch an“).
Der Advokat ist Krank, ein Herzleiden welches ihn auch ans Bett fesselt. Er wirkt die ganze Zeit müde, doch sobald der Onkel den Namen Joseph K. ausspricht wird er lebhafter. Anscheinend sind seine Beziehungen zum Gericht so gut das er über die meisten Prozesse Bescheit weiß. Der Prozess scheint ihm neues Leben zu verleihen (vgl. S.107 „“Oh“, sagte der Kranke viel lebhafter“). Sein Interesse an K’s Prozess zeigt sich vor allem an den Worten: „Um aufrichtig zu sein, interessiert mich diese Sache zu sehr, als dass ich es über mich bringen könnte, auf jede Beteiligung zu verzichten.“(S.107). Doch allzu optimistisch scheint er auch nicht zu sein, auch scheint er diesen Prozess als eine Art Märtyrerakt zu sehen (Hält es mein Herz nicht aus, so wird es doch wenigstens hier eine würdige Gelegenheit finden, gänzlich zu versagen.) Er scheint sich vor allem über die Gelegenheit zu freuen noch einmal an etwas zu kämpfen anstatt langsam im Bett dem Tod entgegenzukommen. K. ist hochgradig verwirrt darüber das der Advokat schon bei der Erwähnung seines Namens über die ganze Angelegenheit bescheit zu wissen scheint. Auf K’s Nachfrage erklärt der Advokat dass er dieses Wissen aus seinem engen Kontakt mit den Gerichtskreisen gezogen hat. Er bezeichnet es als „nichts merkwürdiges“. Joseph K’s Reaktion auf diese Information zeigt wie sehr er sich schon gegen das Gericht eingestellt hat. Für ihn scheint es unglaublich das jemand aus diesem verwirrenden und ihm so feindlich gesinnten Apperat, ihm helfen soll. Für den Onkel und den Advokaten hingegen scheint es ganz normal zu sein (vgl. S. 108 Advokat: „Mit wem soll ich denn sonst verkehren, wenn nicht mit Leuten meines Faches?“ ). Aus der darrauffolgenden Erklärung des Advokaten kann man etwas über das Gericht schließen. Nicht Engagement scheint dort von Wichtigkeit zu sein sondern gute Beziehungen zu höheren Beamten (vgl S. 108 Advokat: „Sie müssen doch bedenken, dass ich aus einem solchen Verkehr auch große Vorteile für meine Klientel ziehe undzwar in vielfacher Hinsicht,[…]“).
Der Advokat beweist nun eben genannte gute Beziehungen indem er seinen beiden Besuchern einen Dritten vorstellt, den Herr Kanzleidirektor. Diese Anrede wiederholt der Advokat im Laufe einer Rede, in der er die Gäste einander vorstellt und versucht den Herr Kanzleidirektor für K’s Prozess zu gewinnen, immer wieder (vgl. S109-110). Und tatsächlich ist dieser bereit sich mit ihnen zusammenzutun. K. spielt hier nur die Rolle des Zuhörers, doch was dort beredet wird scheint ihn nicht sonderlich zu interessieren (vgl.: „Übrigens wußte er kaum wovon die Rede war und dachte bald an die Pflegerin und an die schlechte Behandlung, die sie vom Onkel erfahren hatte, bald daran, ob er den Kanzleidirektor nicht schon einmal gesehen hatte[…]). Seine eher unwichtigen Gedanken während drei Herren die alle viel mehr über das Gericht wissen und auch viel mehr Macht haben als er, sich Pläne überlegen um den Prozess für ihn zu gewinnen, zeigen wie wenig Bedeutung K. dem Prozess zu diesem Zeitpunkt noch beimisst. Dieses Desinteresse für seine eigene Sache ist auch der Grund weswegen er bei dem Geräusch von außen sofort hinausgeht. Draußen ist es dunkel und noch während K. versucht sich zurechtzufinden legt Leni ihre Hand auf seine. Die Hand kann hier vor allem als Verbindung zwischen den beiden gesehen werden. Das erste was sie allein verbindet ist dieser Berührung. Da der Fokus dieser Interpretation auf dem Advokaten und K. liegen soll werde ich auch K.’s Beziehung nicht näher eingehen. Während ihres Gespräches bezeichnetK. Die Unterredung der Männder als „[…] Geschwätz de alten Herren[…]. Dies weist wiederum darauf hin das ihm alles wichtiger ist als sein Prozess.
Nachdem K. das Haus verlassen hat fängt ihn der Onkel ab den K. aus lauter Zerstreutheit nicht einmal bemerkt hat ab, und hält ihm vor wie sehr er seiner Sache geschadet hat. Im ganzen Buch verliert K. kein Wort darüber. Das zeigt das er es nicht bereut und das wiederum zeigt wieder wie unwichtig ihm die ganze Angelegenheit zu diesem Zeitpunkt noch ist.

Damit endet das Kapitel „Der Onkel/Leni“ und das Kapitel „Advokat/Farbrikant/Maler“ beginnt.
Das Kapitel beginnt mit einer Beschreibung von K’s Situation. Das schlechte Wetter mit Schneefall und das „[…]trübe[…] Licht“ deuten auf die shclechte Verfassung K.’s hin und auch auf seine Hoffnungslosigkeit, dies wird verdeutlicht durch die Worte: „[…]und blieb mit gesenktem Kopf unbeweglich sitzen.“.
K. arbeitet nicht, im Gegensatz zum Beginn des Buches, dort stellte die Arbeit noch den Mittelpunkt seines Lebens dar (S. 118). Dieser Mittelpunkt verschiebt sich aber immer mehr in Richtung des Prozesses. Dies erkennt man auch an den Worten: „Der Gedanke an den Proceß verließ ihn nicht mehr.“ (S.118)
Der Hauptgrund für K.’s wachsende Sorge über den Prozess ist der Advokat beziehungsweise die Arbeit des Advokaten.
K. ist sehr unzufrieden mit dessen Arbeit und so überlegt er nun selbst eine Verteidigungsschrift zu verfassen (S. 118). Diese Überlegung zeigt eine entscheidende Veränderung in K.’s Einstellung zum Prozess. Zuvor hatte er das ganze für Irsinn gehalten, er war sich sicher das er keinerlei Schuld auf sich geladen hatte und somit auch überzeugt das man ihn nicht verurteilen würde, er hielt es auch nicht für notwendig irgendeine Art Verteidigung zu beschaffen, da er sich für unschuldig hielt. Am ersten Satz des Buches zeigt sich wie K. zu Beginn zum Prozess steht: „Jemand musste Joseph K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.“ (S. 9). Hier ist er sich seiner Unschuld völlig sicher und auch die Überlegung eine Verteidigungsschrift zu verfassen zeigt wie wichtig es ihm ist diese Unschuld zu verteidigen. Er will in dieser Schrift: „[…] bei jedem irgendwie wichtigern Ereignis erklären, aus welchen Gründen er so gehandelt hatte[…]“ und erläutern: „[…]ob diese Handlungsweise nach seinem gegenwärtigen Urteil zu verwerfen oder zu billigen war[..]“.
Er will sich nun also nicht nur verteidigen, er will sein ganzes Leben jede einzelne Entscheidung vor dem Gericht rechtfertigen.
Das zeigt eindeutig eine Wendung in seiner Beziehung zum Gericht. K. ist nun tatsächlich ein Angeklagter der mit allen Mitteln versucht das Gericht von seiner Unschuld zu überzeugen.

K. denkt nun an die Gespräche mit dem Advokaten.
Die schlechte Arbeit des Advokaten könnte daran liegen das er als ehemaliger geliebter Lenis von K.’s Verhältnis zu ihr weiß (vgl. : S.119 „[…] blickte auf den Teppich nieder, vielleicht gerade auf die Stelle, wo K. mit Leni gelegen war.“) oder aber auch daher das, dass Gericht eine richtige Verteidigung gar nicht zulässt (S. 120 „Es gibt daher strenggenommen gar keine vom Gericht anerkannten Advokaten,[…], sind im Grunde nur Winkeladvokaten.“, „[…] enge niedrige Kamme zeige die Verachtung, die das Gericht für diese Leute [die Advokaten] hat.
Er erinnert sich an darauffolgende weitere Beschreibungen der schlechten Situation der Advokaten und wie das Gericht damit absichtlich eine Verteidigung nahezu unmöglich macht. Gleichzeitig betont der Advokat aber die Wichtigkeit eines Verteidigers, da dieser im Gegensatz zum Angeklagten, Beziehungen zum Gericht hat (vgl. S. 126). Die weitestgehend inhaltslose Rede des Advokaten wird hier Wort für Wort wiedergegeben in dieser Rede macht der Advokat hauptsächlich Werbung für sich selbst und rechtfertigt das langsame Fortschreiten seiner Arbeit. In diesem Abschnitt wird vor allem K.’s machtlosigkeit hervorgehoben die sich einerseits durch seine Abhängigkeit zum Advokaten, andererseits in der Ohnmacht des Advokaten zeigt.
K. ist von dem langsamen Fortschreiten der Verteidigung enttäuscht (vgl. S. 129 „Bemerkte K. manchmal, ganz ermattet von den Reden, daß es doch selbst unter Berücksichtigung aller Schwierigkeiten, sehr langsam vorwärtsgehe“)
Außerdem verdächtigt Joseph K. den Advokaten die ihm aufgetragene Verteidigung und die damit verbundene Abgabe der ersten Eingabe die dieser immer weiter herauszögert (siehe S. 129 „Immerfort wurde an der ersten Eingabe gearbeitet, aber sie wurde nicht fertig, was sich meistens beim nächsten Besuch als großer Vorteil herausstellte,[…]“. K. vermutet das der Advokat Huld mit den niederen Beamten zusammenarbeitet, da der berufliche Werdegang dieser von dem Ausgang einiger Prozesse abhängt, und der Advokat nur zu diesen Beziehungen hat (vgl. S. 130 : „Benützten sie vielleicht den Advokaten dazu, um solche für den Angeklagten natürlich immer ungünstige Wendungen zu erzielen?“).
Er beginnt den Advokaten als Hindernis in seinem Prozess zu sehen und befürchtet die Chance auf eine Verteidigung in diesem Stadium des Prozesses zu verpassen.
Wieder zeigt sich wie sich die Beziehung K.’s zum Prozess verändert hat
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Deutsch-Forum -> Franz Kafka der Prozess; Der Advokat
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum