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Gynäkomastie OP Erfahrungsbericht
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aloha123
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Anmeldungsdatum: 13.08.2013
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 14 Nov 2014 - 21:18:15    Titel:

Hey,

auch wenn ich damals keine Antwort bekommen habe, möchte ich meine Geschichte doch nochmal runterschreiben, um nachfolgende zu Ermutigen und die Angst zu nehmen.
Nochmal kurz zu mir, ich bin 23 Jahre alt und Student und die Gynäkomastie entwickelte sich erst richtig im Alter von 16 oder 17 Jahren und blieb dann auch. Vorher verwuchs sich das ganze immer wieder, da ich mit 2m relativ groß gewachsen bin. mit 15 war ich bei 1,95 und dann war schluss mit dem "verwachsen".

Nun dannn, mit 21 im Sommer habe ich mir ein Herz gefasst und das Thema beim Hausarzt angesprochen. Er hat zunächst ein Blutbild/Hormonspiegel mit Testosteron und co. veranlasst, da war die Schilddrüse leicht aus dem Grünbereich gesunken/gestiegen, weiß ich nichtmehr, hatte sie letztens nochmal checken lassen, alles i.O... Danach hat er mich zum Endokrinologen geschickt um die Schilddrüse zu checken (Tastcheck und kleiner Stimulationstest an insgesamt zwei Terminen). Nachdem da alles okay war, musste ich zum MRT um die Hirnanhangdrüse checken zu lassen, quasi die Wachstumsdrüse wie ich das verstanden habe, Theorie war, dass evtl. ein Adenom (gutartiger Tumor) der Hormone ausschüttet vorhanden sein könnte. Hat sich aber nicht bestätigt. Nach Rücksprache mit meinem Hausarzt hab ich dann eine Überweisung zum plastischen Chirungen erhalten, der erste den ich besuchte war ein richtiges Arschloch, der überhaupt keine Rücksicht auf meine psychische Belastung durch die Gynäkomastie genommen hat. Kurz darauf habe ich mir im Internet einen anderen Chirugen gesucht. War zwar eine Privatklinik, aber an der Gesundheit sollte man nicht sparen und nur Menschen schnibbeln lassen, denen man zu 120% vertraut.
Ab hier wirds jetzt interessant:

Thema Krankenkasse, ich bin gesetzlich familienversichert bei der Techniker Krankenkasse. Habe mich daraufhin mit der KK in Verbindung gesetzt um eine Kostenzusage zu erhalten. Zunächst forderten die noch zig weiter Untersuchungen an...Urologe Hoden und Penis checken, diverse Laborwerte von Leber, Nieren und co und eine Ultraschalluntersuchung, bei der sich herausstellte, dass angeblich kein Drüsenkörper ausgebildet wäre. Somit war die Diagnose "Pseudogynäkomastie" welche von der KK nicht bezahlt wird.

Meine Eltern haben zu dieser Zeit eine größere Summe geerbt, da meine Oma gestorben war und entschieden sich die OP zu zahlen. 4200€ sollte sie kosten.

Nachdem die Kostenfrage geklärt war, hatte ich einen OP Termin für Ende März 2014. Der Chirug klärte mich natürlich über Risikien usw auf und entschied sich dann für eine deutlich schonendere fettabsaugung anstatt einen kompletten Hautring rauszuschneiden. Die Heilung und das endgültige Ergebnis dauert damit etwas länger und evtl. ist eine Hautstraffung im Nachhinein nötig, so er, aber das Endergebnis würde gegenüber anderen Verfahren eben gewisse Vorteile bringen.
Jetzt ist das ganze über 6 MOnate her und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Ich bin noch dran etwas abzunehmen und Muskulatur aufzubauen, damit die Haut sich noch etwas strafft, was langsam auch Früchte trägt. Ich habe 4 Narben, links u. rechts neben den Achseln richtung Brust, und am unteren Brustbein links und rechts. Die inneren sind schon fast verblasst, die äußeren werden noch etwas brauchen. OP fand übrigens ambulant und in Teilnarkose statt und ich konnte nach ca. 3h wieder heim. Die komplette Ausheilung dauerte allerdings 6 Monate, Nach 3 Tagen war ich gesellschaftsfähig, nach 6 Wochen habe ich wieder Sport gemacht.

So, zurück zur Krankenkasse: Ich habe mich nicht mit einer Absage abgefunden und mich nach der OP wieder bei der KK gemeldet, diesmal mit OP Bericht (hier stand, es wurde ein deutlicher Drüsenkörper entfernt, was auch so war) und habe noch ein psychologisches Gutachten und einen gesalzenen 3 Seitigen Brief in denen ich die eigenn AUssagen der KK vom medizinischen Dienst widerlegt hatte.
Resultat: Die Kosten wurden vor kurzem vollständig erstattet. Ich will sagen, kämpfen lohnt! Nicht gleich mit der ersten Absage zufriedengeben, sondern notfalls auch mit dem Anwalt anrücken.
Ich habe natürlich auch alle Henseleien und Blicke durch, die ich von Freunden und Nichtfreunden bekommen habe. Mittlerweile gehe ich wieder ins Schwimmbad, auch wenn ich die Narben noch etwas abdecke, aber das Schwimmen wirkt sich im Endeffekt auch förderliche für das Endergebnis aus! :)

Nach fast 2,5 Jahren ist das Thema endgültig durch und es geht bergauf.
Auch ich will alle Ermutigen, das Thema anzusprechen, denn es gibt Abhilfe.

Genug von mir, bei Fragen fragen. Ich werde von Zeit zu Zeit mal hier vorbeischauen! :)

Gruß
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