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Problem mit dem internen Zinsfuss
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TonyJoa
Junior Member
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Anmeldungsdatum: 17.06.2010
Beiträge: 29

BeitragVerfasst am: 22 Jan 2012 - 18:29:35    Titel: Problem mit dem internen Zinsfuss

Hallo,

ich lerne gerade für eine BWL-Klausur. Da komme ich irgendwie nicht hinter den internen Zinsfuss. Ich habe bei Kruschwitz und Götze gelesen, dass es bei der Beurteilung von konkurrierenden Investitionen zu Fehlentscheidungen kommen kann (auch im Bezug auf die Kapitalwertmethode). Führen KWM und IZF zur gleichen Entscheidungsempfehlung bei konkurrierenden und einzelnen Investitionen?

Ich habe diesbezüglich gelesen (konkurrierende), dass eine Investition A einen größeren Kapitalwert als Investition B, aber gleichzeitig Investition A einen kleineren IZF als B aufweisen kann. Aber warum ist das so? Das habe ich leider nicht verstanden Sad.

Führen denn KWM und IZF zu gleichen Entscheidungsempfehlungen?

Kann mir da bitte jemand helfen?

LG
Malile
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 18.02.2011
Beiträge: 394

BeitragVerfasst am: 22 Jan 2012 - 18:35:36    Titel: Re: Problem mit dem internen Zinsfuss

Ein positiver Net Present Value impliziert eine höhere, interne Verzinsung, die du mindestens haben wolltest. Sprich, wenn du bei einem Diskontierungssatz von 10% auf einen positiven NPV kommst, hast du sicher einen IRR > 10%.

Diesen Unterschied, dass der NPV von A grösser, der IZF aber kleiner als das jeweilige von B ist, würde ich so erklären: du nimmst bei Projekt B ein höheres Risiko an, was zu einem tieferen (aber noch positiven) NPV führt als bei A, aber eben einen höheren IRR (weil du bspw. bei B mit 15% anstatt mit 10% diskontierst -> niedrigere Barwerte, aber u.U. höherer IZF.

Wie immer, ohne Gewähr.
TonyJoa
Junior Member
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Anmeldungsdatum: 17.06.2010
Beiträge: 29

BeitragVerfasst am: 22 Jan 2012 - 18:55:25    Titel:

wow, vielen Dank für die schnelle Antwort. Das ging ja wirklich schnell.

Ich habe es leider nicht verstanden was Sie meinen. Vielleicht habe ich meine Frage auch etwas verwirrend gestellt.

Also der IZF (IRR) ist der Zinssatz bei dem der Kapitalwert 0 wird. Also ist die Investition absolut vorteilhaft wenn IZF größer ist als der Kalkulationszinsfuss.
Bei der Fragestellung, ob die KWM und der IZF zu gleichen Entscheidungen darüber führen, welche Investition vorteilhaft ist, komme ich nicht weiter. Also bei Einzelinvestitionen bzw. Normalinvestitionen (ein Vorzeichenwechsel während der Laufzeit - also Auszahlung und dann nur Einzahlungen??) führen KWM und IZF zur gleichen Entscheidungsempfehlung wenn ich das richtig verstanden habe.

Aber wie genau sieht es bei den konkurrierenden Investitionen aus? Warum führen sie nicht zu gleichen Entscheidungsempfehlungen bei konkurrierenden Investitionen?

LG und danke!!!
karriere2012machen
Full Member
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Anmeldungsdatum: 11.01.2012
Beiträge: 205

BeitragVerfasst am: 22 Jan 2012 - 19:03:03    Titel: Re: Problem mit dem internen Zinsfuss

[quote]

Wie immer, ohne Gewähr.
Zitat:


Oh man zum Glück, ist voll falsch was du da sagst
aristokrates
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 20.04.2010
Beiträge: 773

BeitragVerfasst am: 22 Jan 2012 - 19:15:20    Titel:

TonyJoa hat folgendes geschrieben:

Aber wie genau sieht es bei den konkurrierenden Investitionen aus? Warum führen sie nicht zu gleichen Entscheidungsempfehlungen bei konkurrierenden Investitionen?

LG und danke!!!

Sie führen nicht zwangsweise zur gleichen Entscheidung. Der absolute Wert des IZF sagt dir ja erstmal überhaupt nichts. Bei solchen Vergleichen spielen alle möglichen Dinge eine Rolle (Laufzeit, Höhe der Anfangsinvestition, Kapitalkosten,...).
_________________
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Otscho
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Anmeldungsdatum: 03.09.2006
Beiträge: 1303

BeitragVerfasst am: 22 Jan 2012 - 19:15:38    Titel:

TonyJoa hat folgendes geschrieben:
Warum führen sie nicht zu gleichen Entscheidungsempfehlungen bei konkurrierenden Investitionen?


Weil beim IZF die Laufzeit keine Rolle spielt, bei der Kapitalwertmethode schon.

Beispiel:

Investition 1
- Laufzeit 20 Jahre
- Kapitalwert 100
- IZF 5%

Investition 2
- Laufzeit 5 Jahre
- Kapitalwert 90
- IZF 15%

Nur nach dem Kapitalwert ist die erste Investition vorteilhaft, allerdings ist das Kapital sehr viel länger gebunden und die Verzinsung ist geringer. Jeder vernünftig denkende Kaufmann würde sich hier klar für Investition 2 entscheiden.

Darum:
Immer Kapitalwert, IZF und Amortisationsdauer verwenden, ansosnten lässt sich keine vernünftige Investitionsentscheidung treffen.
Malile
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 18.02.2011
Beiträge: 394

BeitragVerfasst am: 22 Jan 2012 - 19:20:07    Titel: Re: Problem mit dem internen Zinsfuss

[quote="karriere2012machen"][quote]

Wie immer, ohne Gewähr.
Zitat:


Oh man zum Glück, ist voll falsch was du da sagst
Fresse halten, Dumpfbacke.

@Fragesteller:
Ich habe dir kurz folgendes Szenario durchgerechnet:

Nimm an, die Investitionssumme für beide Projekte belaufen sich auf 100.-, du musst eines davon auswählen.
Bei Projekt A fallen folgende Zahlungsströme an:
Jahr 0: -100 (Investition)
Jahr 1: 20
Jahr 2: 80
Jahr 3: 80

Du diskontierst mit 10%.

Das ergibt für Projekt A einen NPV von 44.4, also lukrativ.
Da der NPV schonmal grösser 0 ist, ist dein IRR sicher grösser als 10%. Bei genauer Berechnung kommst du auf einen IRR von 29.49%, also eine sehr gute interne Verzinsung.

Bei B fallen folgende Zahlungsströme an:
Jahr 0: -100 (Investition)
Jahr 1: 65
Jahr 2: 65
Jahr 3: 65

Hier diskontierst du mit 20%, weil diese Investition einfach riskanter ist, weil bspw. neue Technologie oder unsicherere Zahlungsströme, die du mit dieser Investition voraussagen kannst.

Dies ergibt für Projekt B einen NPV von 36.92, also auch lukrativ vom NPV her gesehen.
Bei genauer Berechnung kommst du auf einen IRR von 42.57%, also deutlich bessere interne Verzinsung als bei Projekt A.

Quintessenz: wärst du lediglich vom NPV ausgegangen, hättest du dich für A entschieden, wenn du aber deine Entscheidung von der IRR abhängig machst, würdest du dich für B entscheiden.
Jetzt kommt es einfach drauf an, z.B. was für Risikopräferenzen du hast. Lieber "sicherere" Cashflows von 25 in Jahr 1, je 80 in Jahr 2 und 3 oder unsicherere Cashflows von 65 pro Jahr.

Hilft das etwas?

Klar, ist ein bisschen ein konstruiertes Beispiel, aber es kommt halt wirklich drauf an, wie die Aufgabenstellung dann aussieht.

Edit: jo, andere waren schneller.
karriere2012machen
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Anmeldungsdatum: 11.01.2012
Beiträge: 205

BeitragVerfasst am: 22 Jan 2012 - 19:56:20    Titel:

immer gleich beleidigen ist das eine dikussionskultur Rolling Eyes

hab deinen text (eher ein roman *g*) nicht ganz gelesen aber wir hatten das so dass das problem auch bei einheitlichem marktzins auftaucht also gehen deine (Mlaile) Beispiele ziemlich am Problem vorbei

bei sowas kannst du einfch nach dem NPV gehen

habe aber keine lust diese zahlungsströme jetzt umzuformen

kannst du ja selbst mal machen (bei gleichem diskontierungssatz)

dann siehst du dass ich recht habe Cool
Malile
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Anmeldungsdatum: 18.02.2011
Beiträge: 394

BeitragVerfasst am: 22 Jan 2012 - 20:02:51    Titel:

karriere2012machen hat folgendes geschrieben:
immer gleich beleidigen ist das eine dikussionskultur Rolling Eyes

hab deinen text (eher ein roman *g*) nicht ganz gelesen aber wir hatten das so dass das problem auch bei einheitlichem marktzins auftaucht also gehen deine (Mlaile) Beispiele ziemlich am Problem vorbei

bei sowas kannst du einfch nach dem NPV gehen

habe aber keine lust diese zahlungsströme jetzt umzuformen

kannst du ja selbst mal machen (bei gleichem diskontierungssatz)

dann siehst du dass ich recht habe Cool
Dann stell es richtig, was ich falsch gesagt habe. Dumpfbacke.

Man kann nicht vereinheitlichend sagen, dass immer die Investition mit der und der Eigenschaft immer besser ist als eine andere.

Man kann sich alles zurechtbiegen.
karriere2012machen
Full Member
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Anmeldungsdatum: 11.01.2012
Beiträge: 205

BeitragVerfasst am: 22 Jan 2012 - 20:24:23    Titel:

dumm ist nur wer Dummes tut Cool

Du musst und hast da was ganz falsch verstanden:

Du darfst nicht einmal mit 10 und einmal mit 20 abzinsen weil wir ja sicherheit haben oder gleiche risikoklasse und also gleiches k (von MM these Cool )

Und jetzt kommt es zum unterschied weil die beiden dinger (izf und kw) verschiedenens dazu sagen wie man das geld das wieder freiwird anlegt: KW sagt zu i (sinnvoll Very Happy ) und IRR sagt zu r ( Twisted Evil total komisch)

je nachdem was du jetzt für eine annahme nimmst kann es zu anderen empfehlungen kommen Idea

Musst nochmal wiederholen bis zum Praktikum in der Bank *g*

PS: deswegen sagt man ja IZF rendite des jeweils gebundenen kapital Wink
TonyJoa
Junior Member
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Anmeldungsdatum: 17.06.2010
Beiträge: 29

BeitragVerfasst am: 23 Jan 2012 - 12:17:18    Titel:

Hallo,

vielen Dank für die Hilfe und die ganze Mühe!

Wenn ich das richtig verstanden habe, führen KWM +IZF bei konkurrierenden Investition nicht zu gleichen Entscheidungsempfehlungen, da zum einen die Anschaffungsauszahlung und zum anderen die Nutzungsdauer unterschiedlich sein kann.

Wann führen die Investitionen denn zu gleichen Entscheidungsempfehlungen? Also wann führen KWM und IZF zur selben Rangfolge?

Viele Grüße
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