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Warum funktioniert der Kommunismus nicht?
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Warum funktioniert der Kommunismus nicht?
 
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physik-player
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Anmeldungsdatum: 10.01.2011
Beiträge: 91

BeitragVerfasst am: 26 Jan 2012 - 20:12:00    Titel: Warum funktioniert der Kommunismus nicht?

hi,

ich muss für powi in einem referat erklären, warum der kommunismus unterging und nicht funktionierte.
natürlich müsst ihr mir jetzt nicht das gesamte referat vorbeten. ein kleines stichwort reicht mir schon, den rest arbeite ich mir heraus.
und bitte kommt jetzt nicht mit "weil die menschen eben zu gierig sind" oder mit "die theorie ist in sich schön, scheitert jedoch an der gier der menschen"!

ich brauche fakten und tatsachen und nicht irgendein gesülze von halbwissenden möchtegern-ökonomen!

danke an alle die helfen;)
physik-player
Super-Gau
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Anmeldungsdatum: 18.03.2011
Beiträge: 277
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BeitragVerfasst am: 26 Jan 2012 - 20:51:12    Titel: Kommunismus

Nun, der Kommunismus basiert auf dem Prinzip des "Materialismus", welcher die Metaphysik ablehnt (hat Marx bei Feuerbach abgekupfert).
Also:
"Metaphysisch" wäre die Aussage: "Die Dinge ändern sich, weil es die Zeit gibt".
"Materialistisch" wäre folgende Aussage:
"Die "Zeit" ist lediglich eine Abstraktion, die dadurch entsteht, weil die Dinge sich ändern."

Das heisst also, eine Idee entsteht nur durch die Dinge, welche sie verursachen.

Insofern kann "der Kommunismus" als reine Idee gar nicht funktionieren, das heisst, die Idee des Kommunismus entsteht erst nach seiner Verwirklichung.
_________________
Wer die Welt verändern will, muss sie zuvor erst einmal interpretieren können.
physik-player
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Anmeldungsdatum: 10.01.2011
Beiträge: 91

BeitragVerfasst am: 26 Jan 2012 - 20:58:14    Titel:

das war genau die art von antwort, die ich befürchtete.
noch einmal, damit auch leute wie Super-Gau es verstehen:
wieso funktionierte der kommunismus nicht?

nicht verstanden? kein problem:
wieso wurde der zustand des kommunismus nicht erreicht/ging es den arbeitern in kommunistischen ländern generell schlechter als in kapitalistischen/ hat es der sozialismus nicht geschafft, die verhältnisse, wie propagiert, auszugleichen?

bin dankbar für eine antwort mit qualität, leute wie Super-Gau lassen einen wenigstens lächeln:)
physik-player
Gaisler
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Anmeldungsdatum: 12.08.2009
Beiträge: 784

BeitragVerfasst am: 26 Jan 2012 - 21:06:06    Titel:

Die Planwirtschaft scheiterte, weil in ihr weder für die Individuen noch für die Unternehmen die richtigen Anreize gegeben waren, um effizient zu wirtschaften.

Durch die Vergesellschaftung der Gewinne unterdrückte man unternehmerisches Wagnis und Innovation.

Außerdem investierten die kommunistischen Länder überproportional viel in die Rüstung und es wurden Posten in der Regel nicht nach Qualifikation, sondern nach (rotem) Parteibuch vergeben.
physik-player
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Anmeldungsdatum: 10.01.2011
Beiträge: 91

BeitragVerfasst am: 26 Jan 2012 - 21:11:19    Titel:

DANKE das reicht mir schon vielen dank
godaime
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 358

BeitragVerfasst am: 27 Jan 2012 - 00:47:57    Titel:

Weil der Kommunismus nicht erzwungen werden kann.
Super-Gau
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Anmeldungsdatum: 18.03.2011
Beiträge: 277
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 27 Jan 2012 - 18:29:11    Titel:

physik-player hat folgendes geschrieben:
das war genau die art von antwort, die ich befürchtete.
noch einmal, damit auch leute wie Super-Gau es verstehen:
wieso funktionierte der kommunismus nicht?

nicht verstanden? kein problem:
wieso wurde der zustand des kommunismus nicht erreicht/ging es den arbeitern in kommunistischen ländern generell schlechter als in kapitalistischen/ hat es der sozialismus nicht geschafft, die verhältnisse, wie propagiert, auszugleichen?

bin dankbar für eine antwort mit qualität, leute wie Super-Gau lassen einen wenigstens lächeln:)
physik-player


@ player:

Also, du sagst, der "Zustand des Kommunismus wurde nicht erreicht"........
redest du hier von den Ländern des "real existierenden Sozialismus", oder aber, von allen anderen "kommunistischen Staaten", also, z.B. von China oder aber Albanien?

Um es kurz zu machen: Um diese Frage zu beantworten, bedarf es einer eindeutig verifizierten Aussage darrüber, was Komminismus (in der Theorie überhaupt sein soll; und, ich wage zu bezweifeln, dass die Werke von Marx, Engels oder Lenin eine solche liefern können!
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Super-Gau
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Anmeldungsdatum: 18.03.2011
Beiträge: 277
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 27 Jan 2012 - 18:32:03    Titel:

Gaisler hat folgendes geschrieben:
Die Planwirtschaft scheiterte, weil in ihr weder für die Individuen noch für die Unternehmen die richtigen Anreize gegeben waren, um effizient zu wirtschaften.

Durch die Vergesellschaftung der Gewinne unterdrückte man unternehmerisches Wagnis und Innovation.

Außerdem investierten die kommunistischen Länder überproportional viel in die Rüstung und es wurden Posten in der Regel nicht nach Qualifikation, sondern nach (rotem) Parteibuch vergeben.


Diese Phrasen wusste aber vorher schon jeder, insbesondere die Befürworter der Marktwirtschaft!
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GLÜ
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Anmeldungsdatum: 02.03.2009
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 27 Jan 2012 - 18:55:45    Titel: Motor Egoismus nicht abschaffen sondern kanalisieren .

Gaisler hat folgendes geschrieben:
Die Planwirtschaft scheiterte, weil in ihr weder für die Individuen noch für die Unternehmen die richtigen Anreize gegeben waren, um effizient zu wirtschaften.

Durch die Vergesellschaftung der Gewinne unterdrückte man unternehmerisches Wagnis und Innovation.

Außerdem investierten die kommunistischen Länder überproportional viel in die Rüstung und es wurden Posten in der Regel nicht nach Qualifikation, sondern nach (rotem) Parteibuch vergeben.



Kann Gaisler nur zustimmen .

Möchte Ihn folgendermaßen ergänzen :
Der Kommunismus wollte u.a. den Egoismus abschaffen . Der Egoismus ist aber durchaus ein starker Antriebsmotor , der in der Natur (durchaus auch in der menschlichen) als ein Antrieb unter vielen verankert ist .(Das hat nichts mit falschverstandenem Darwinismus zutun . In der Natur und bei Darwin haben andere Antriebe z.B. Liebe durchaus Erfolgchancen)

Ideologien die gegen die Prinzipien der Natur des Menschen handeln , sind nun mal auf lange Sicht zum Scheitern verurteilt .

Man soll den Egoismus daher nicht verbieten sondern diesen starken Antriebsmotor durch entsprechende Rahmengesetze z.B. im Sinne einer (wirklichen) Sozialen-Marktwirtschaft kanalisieren .

Bürger einer demokratisch gewählten LOBBYKRATIE

GLÜ2010
Gaisler
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Anmeldungsdatum: 12.08.2009
Beiträge: 784

BeitragVerfasst am: 27 Jan 2012 - 20:00:14    Titel:

@Super-Gau

Physik-Player wusste es scheinbar nicht. Da er bei seinem Referat wohl nicht über den Historischen Materialismus reden soll half dein Beitrag ihm halt wirklich gar nicht weiter (hatte mit der Frage auch wenig zun tun).

Davon abgesehen hätte er das, was ich geschrieben habe, auch in Minuten selbst recherchieren können, aber das ist ein anderes Thema.
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7568
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 27 Jan 2012 - 20:05:52    Titel:

Mit der Antwort von Super-GAU hätte er aber seinen Lehrer mal verblüfft. Mir hätte es auf jeden Fall gefallen - wenn ers auch hätte erklären können.

Smile
Gruß
Pauker
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physik-player
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Anmeldungsdatum: 10.01.2011
Beiträge: 91

BeitragVerfasst am: 27 Jan 2012 - 20:22:10    Titel:

der kommunismus ist laut marx höchstpersönlich ein zustand, der nach der proletarischen revolution in einer vollkommen sozialistischen welt erreicht werden soll.

das weiß sogar ich;)


Zuletzt bearbeitet von physik-player am 28 Jan 2012 - 13:13:46, insgesamt einmal bearbeitet
TheConvexity
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Anmeldungsdatum: 29.06.2010
Beiträge: 245

BeitragVerfasst am: 28 Jan 2012 - 12:29:11    Titel:

Kommunismus, so wie er sich ideell vorgestellt werden kann, wäre wahrscheinlich ein hervorragendes Konzept um den Gesamtwohlstand einer Gesellschaft zu maximieren (Abnehmender Grenznutzen: Milliardäre brauchen keine weiteren Millionen, arme Familien sind für 10000 Euro extra unendlich dankbar).

Problem: Kommunismus ist nicht kompatibel mit der Basis menschlicher Existenz, d.h. unseren ureigenen Verhaltensmustern. Egoismus, Gewinnstreben etc... gab es in jeder Gesellschaft und zu jeder Zeit. Das Verhalten sorgt dafür, dass jeder kommunistische Apparat sofort korumpiert wird durch jene, die ihn steuern, da diese über Macht verfügen. Das wäre an sich nicht schlimm, wenn die Menschen nicht dazu neigen würden, Macht auszunutzen. Tun sie aber.

Und richtig ist: Warum soll ich noch Arbeiten? Warum mir noch Mühe geben? Das Incentiv, etwas für die Gesellschaft zu leisten, klappt beim perfekten Altruisten, dieser ist aber nicht dominant in der Menge der Menschen. Also hat die Mehrheit keinen Anreiz, sich wertschöpfenden Tätigkeiten zu widmen.
GLÜ
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Anmeldungsdatum: 02.03.2009
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 29 Jan 2012 - 13:12:14    Titel:

TheConvexity hat folgendes geschrieben:


Problem: Kommunismus ist nicht kompatibel mit der Basis menschlicher Existenz, d.h. unseren ureigenen Verhaltensmustern. Egoismus, Gewinnstreben etc... gab es in jeder Gesellschaft und zu jeder Zeit.



Wie ich bereits oben sagte :
Ideologien die gegen die Prinzipien der Natur des Menschen handeln , sind nun mal auf lange Sicht zum Scheitern verurteilt .

Ich muß mich ergänzen : Der Kommunismus ist allerdings nicht das einzige System , das gegen die Prinzipien der menschlichen Natur verstößt .

Der Mensch ist nicht nur egoistisch , er ist durchaus auch sozial . Er hat überlebt dank seines Geistes und weil er sich in Gruppen zusammengeschlossen hat , die soziales Verhalten voraussetzten .
Gegen das soziale Verhalten verstößt das kapitalistische neoliberale System der letzten Jahrzehnte erheblich .
Wir haben uns von der Sozialen-Marktwirtschaft immer weiter entfernt , anstatt uns ihr zu nähern .Ob dieses System sooo mit seinem zügellosen unkanalisierten Egoismus überlebt , wage ich zu bezweifeln .

Denk ich an Deutschland in der Nacht . . . .

Bürger einer demokratisch gewählten LOBBYKRATIE

GLÜ2010

Pauker
Moderator
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7568
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 29 Jan 2012 - 20:55:40    Titel:

Mich wundert auch das etwas eigentümliche Axiom, der Mensch sei ausschließlich oder zumindest im Wesentlichen egoistisch. Vielleicht bestimmt hier auch eher das Sein das Bewusstsein.

Der Mensch existiert aus meiner Sicht seit ewiger Zeit im Spannungsfeld zwischen Egoismus und Altruismus. Nicht umsonst hat der Mensch im Wesentlichen in der Gruppe und nicht als Einzelkämpfer überlebt.

mfG
M. Menzemer
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A.H.Hattray
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Anmeldungsdatum: 11.07.2011
Beiträge: 669

BeitragVerfasst am: 30 Jan 2012 - 00:25:44    Titel: Der von Marx als "Ideologie der Befreiung"

verstandene Kommunismus konnte sich nicht durchsetzen, weil er starke Gegner hatte.

Diese Gegner, das Kapital, der Adel und der Klerus waren in den entwickelten Ländern ein starkes Bündnis, das von den medien gestützt wurde.

Ab 1917 hat sich die Ideologie des Kommunismus durch Lenin, Trotzki und Stalin selber diskreditiert, weil er genau die Mittel anwandte, gegen die er zum Kampf aufrief....

Stat die Privilegierten des Adel, Klerus und dem Kapital, war es nun eine NOmenklatura, die Vorrechte beanspruchte und sich Privilegien anmaßte.

Dennoch war der Weg zum Kommunismus, auch Sozialismus genannt so populär, dass sich selbst die Nazis den Sozialismus in ihr Logo packten, obwohl jeder wusste, dass der Nationalsozialismus mit dem Adel, dem Klerus und den Kapitalisten paktierte.

Die vielen sich kommunistisch nennenden Sekten taten ein Übriges, die Ideen von Marx und Engels nicht mehr ernst zu nehmen,obwohl selbst heute n och einiges aktuell ist.

Abdul
tokyob
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Anmeldungsdatum: 19.06.2006
Beiträge: 1527
Wohnort: Tokyo, Japan

BeitragVerfasst am: 30 Jan 2012 - 03:03:03    Titel:

Gaisler hat folgendes geschrieben:
Die Planwirtschaft scheiterte, weil in ihr weder für die Individuen noch für die Unternehmen die richtigen Anreize gegeben waren, um effizient zu wirtschaften.

Durch die Vergesellschaftung der Gewinne unterdrückte man unternehmerisches Wagnis und Innovation.

Außerdem investierten die kommunistischen Länder überproportional viel in die Rüstung und es wurden Posten in der Regel nicht nach Qualifikation, sondern nach (rotem) Parteibuch vergeben.


Ja, ich wuerde auch aehnliche Punkte nennen :
a) Niedrige Produktivitaet
+ mangelnde Anreize fur den Einzelnen
+ Planwirtschaft fuehrt zu Engpassen/Ueberproduktion
=> geringer Lebensstandard

b) Totalitaerer Ueberwachungsstaat :
+ unproduktive Stellen bei Stasi, Armee, Grenzschutz
+ politische Gesinnung wichtiger als berufliches Koennen
+ 'Entmuendigung der Buerger' (Wahlfaelschungen, fehlende Reisefreiheit)

Persoenlich denke ich uebrigens, dass durch neueste Computerleistungen und Software wie SAP eine Planwirtschaft heutzutage deutlich besser funktionieren wuerde.
Super-Gau
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Anmeldungsdatum: 18.03.2011
Beiträge: 277
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 30 Jan 2012 - 17:34:20    Titel: Scheitern

@ All:

Immer noch unklar, ob mit dem (gescheiterten) Kommunismus das Sowietstem gemeint war.
Im Übrigen muss man bei diesem System sehr wohl zwischen der Tendenz, kommunistische Ideale erreichen zu wollen unterscheiden und jener, welche das System rein praktisch gesehen war; deswegen muss man sich einerseits schon der marxistisch-leninistischen Theorie widmen, wenn man davon ausgeht, dass dieses System diese Theorie umsetzen wollte.
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physik-player
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Anmeldungsdatum: 10.01.2011
Beiträge: 91

BeitragVerfasst am: 30 Jan 2012 - 20:02:25    Titel:

danke an euch alle für die diskussion.

ich habe einfach im referat im ganzen erwähnt dass der kommunismus an der menschlichen natur scheiterte und die planwirtschaft eher wirtschaft als planung war.
hab auch ne 2 bekommen:P

eine frage stellt sich mir aber immernoch:
ihr behauptet doch, das menschliche Grundverhalten sei egoismus. laut marx ist aber, wie in wikipedia behauptet(ob die die wahrheit sagen is ne andere sache), der egoismus wurzel "des kapitals". würde man das kapital entfernen, verschwände auch der egoismus.

so gesehen ist dieses verhaltensaxiom von euch eigentlich kein argument.

ich hab dafür aber trotzdem ne 2 gekriegtxD

DANKE AN ALLE:D
pundit
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Anmeldungsdatum: 26.11.2009
Beiträge: 507

BeitragVerfasst am: 30 Jan 2012 - 21:08:15    Titel:

physik-player hat folgendes geschrieben:
danke an euch alle für die diskussion.

ich habe einfach im referat im ganzen erwähnt dass der kommunismus an der menschlichen natur scheiterte und die planwirtschaft eher wirtschaft als planung war.
hab auch ne 2 bekommen:P

eine frage stellt sich mir aber immernoch:
ihr behauptet doch, das menschliche Grundverhalten sei egoismus. laut marx ist aber, wie in wikipedia behauptet(ob die die wahrheit sagen is ne andere sache), der egoismus wurzel "des kapitals". würde man das kapital entfernen, verschwände auch der egoismus.

so gesehen ist dieses verhaltensaxiom von euch eigentlich kein argument.

ich hab dafür aber trotzdem ne 2 gekriegtxD

DANKE AN ALLE:D


Wie um alles in der Welt kommst du denn auf den desaströsen Gedanken, dass Marx mit dieser abstrusen These Recht hat?
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 3207
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 31 Jan 2012 - 05:45:46    Titel:

physik-player hat folgendes geschrieben:
danke an euch alle für die diskussion.

ich habe einfach im referat im ganzen erwähnt dass der kommunismus an der menschlichen natur scheiterte und die planwirtschaft eher wirtschaft als planung war.
hab auch ne 2 bekommen:P

eine frage stellt sich mir aber immernoch:
ihr behauptet doch, das menschliche Grundverhalten sei egoismus. laut marx ist aber, wie in wikipedia behauptet(ob die die wahrheit sagen is ne andere sache), der egoismus wurzel "des kapitals". würde man das kapital entfernen, verschwände auch der egoismus.

so gesehen ist dieses verhaltensaxiom von euch eigentlich kein argument.

ich hab dafür aber trotzdem ne 2 gekriegtxD

DANKE AN ALLE:D


Marx hat sich eben geirrt, nach Entfernung des Kapitals, Wegfall der Tauschbarkeit zum Beispiel für die DDR Mark und die Einführung von Einheitslöhnen hat sich das Interesse der Menschen verlagert auf Dinge und Leistungen und man hat seinen Egoismus über die Schattenwirtschaft und ein grauen Markt ausgelebt inklusive einer sehr egoistischen Auslegung des Begriffes Volkseigentum durch lange Finger der Mitarbeiter.
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Die deutsche Form von Anerkennung ist Neid!
tokyob
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Anmeldungsdatum: 19.06.2006
Beiträge: 1527
Wohnort: Tokyo, Japan

BeitragVerfasst am: 31 Jan 2012 - 08:42:41    Titel:

physik-player hat folgendes geschrieben:
eine frage stellt sich mir aber immernoch:
ihr behauptet doch, das menschliche Grundverhalten sei egoismus. laut marx ist aber, wie in wikipedia behauptet(ob die die wahrheit sagen is ne andere sache), der egoismus wurzel "des kapitals". würde man das kapital entfernen, verschwände auch der egoismus.


Dazu mehrere Punkte :
In Marx' Lehre gibt es ja nur die Produktionsfaktoren Arbeit, Boden und Kapita. Zu seiner Zeit der Industrialisierung war das sicher ok und man konnte eine grosse Industriefirma nur mit genug Kapital (=Geld) betreiben und der Einzelne hatte ohne 'massig' Kaptal praktisch keine Moeglichkeit, eine eigene Firma zu gruenden. Das ist heute nur noch teilweise richtig. Gerade fuer Dienstleister oder im IT-Bereich ist know-how viel wichtiger als Geld - der Aufstieg von Firmen wie Apple, Microsoft, Google oder SAP beweist das.

In seiner Theorie gibt es ja immer den Klassenkampf zwischen den 'Besitzenden' (Sklavenhaltern, Feudalherren, Kapitalisten) und den 'Nicht-Besitzenden' (Sklaven, Tageloehnern, Arbeitern), die 'ausgebeutet' werden waehrend die 'Bosse' den 'Mehrwert' einkassieren. Klar kann man das theoretisch dadurch loesen, dass man 'niemanden' mehr den Besitz der Produktionsmittel gestattet. In der DDR gab es ja dann auch nur noch 'volkseigene' Betriebe. Aber dort hat sich gezeigt, dass die Parteibonzen, die ueber den Einsatz dieser Produktionsmittel bestimmen quasi wieder dieselbe Macht ueber die Arbeiter haben, wie die Kapitalisten. Googel mal nach 'Waldsiedlung Wandlitz'. In Orwell's 'Animal Farm' wird gut beschrieben, wie die urspruengliche Forderung von 'Gleichheit' nach der Revolution umschlaegt.

Das menschliche Verhalten ist nicht nur Egoismus. Aber es reicht oft schon ein 'Egoist', der dann die anderen unterdrueckt.
Super-Gau
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Anmeldungsdatum: 18.03.2011
Beiträge: 277
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 31 Jan 2012 - 13:47:25    Titel:

physik-player hat folgendes geschrieben:
danke an euch alle für die diskussion.

ich habe einfach im referat im ganzen erwähnt dass der kommunismus an der menschlichen natur scheiterte und die planwirtschaft eher wirtschaft als planung war.
hab auch ne 2 bekommen:P

eine frage stellt sich mir aber immernoch:
ihr behauptet doch, das menschliche Grundverhalten sei egoismus. laut marx ist aber, wie in wikipedia behauptet(ob die die wahrheit sagen is ne andere sache), der egoismus wurzel "des kapitals". würde man das kapital entfernen, verschwände auch der egoismus.

so gesehen ist dieses verhaltensaxiom von euch eigentlich kein argument.

ich hab dafür aber trotzdem ne 2 gekriegtxD

DANKE AN ALLE:D


Das ist ja eben gerade der Unterschied zwischen "Idealismus" und "Materialismus" !!!

Idealisten sehen im Ideal "Egoismus" den Grund der "Materie" Kapitalismus, Materialisten sagen, verschwünde des "materialistische Ding" namens "Kapital", sich damit auch das Ideal "Egoismus" ändern würde.
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Universitätsprofessor
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Anmeldungsdatum: 02.07.2007
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Wohnort: Karl-Marx-Stadt

BeitragVerfasst am: 31 Jan 2012 - 14:35:59    Titel:

tokyob hat folgendes geschrieben:

Das menschliche Verhalten ist nicht nur Egoismus. Aber es reicht oft schon ein 'Egoist', der dann die anderen unterdrueckt.

Genauer gesagt: Der Kommunismus ist nicht im sozialdarwinistischen Sinne konkurrenzfähig zum Kapitalismus, da er ein ganz anderes Konzept verfolgt. Das hat schon Friedrich Engels erkannt. Nur eine weltweite Überwindung des Kapitalismus, zumindest in den wichtigsten Ländern (schon zu Engels Zeiten: USA, England, Deutschland, Frankreich) kann nach einer Revolution zum Weltkommunismus führen.

Der Kapitalismus funktioniert auch nur dort, wo der Egoismus durch staatliche Einflußnahme möglichst stark gefördert wird, z.B. in Westeuropa, Nordamerika oder neuerdings in Ostasien. So sind z.B. fast alle kapitalistischen Staaten weniger produktiv als die bislang existierenden sozialistischen und können ihrer Bevölkerung weniger Wohlstand bieten, von sozialer Sicherheit ganz zu schweigen. Nun geben gerade die erfolgreichen kapitalistischen Staaten und deren Produkte weltweit den Ton an (z.B. die USA), und nicht etwa die gewaltige Überzahl der nicht erfolgreichen wie etwa Birma oder Burkina Faso.


Gez.
Der Universitätsprofessor
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Dieses Schreiben wurde mit einer EDV-Anlage erstellt und ist ohne persönliche Unterschrift rechtsverbindlich.
physik-player
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Anmeldungsdatum: 10.01.2011
Beiträge: 91

BeitragVerfasst am: 31 Jan 2012 - 18:46:58    Titel:

hey regt euch ab, ich habe doch nur marx zitiert und an keiner stelle erwähnt dass ich diese meinung teile.

ich wollte doch nur eure argumente gegen diese these von marx hören-.-
Aloha08
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 11.07.2008
Beiträge: 892

BeitragVerfasst am: 31 Jan 2012 - 19:27:44    Titel:

Universitätsprofessor hat folgendes geschrieben:
So sind z.B. fast alle kapitalistischen Staaten weniger produktiv als die bislang existierenden sozialistischen und können ihrer Bevölkerung weniger Wohlstand bieten


Statistiken als Beweis? Halte die Aussage sonst für falsch.


Universitätsprofessor hat folgendes geschrieben:
Nun geben gerade die erfolgreichen kapitalistischen Staaten und deren Produkte weltweit den Ton an (z.B. die USA), und nicht etwa die gewaltige Überzahl der nicht erfolgreichen wie etwa Birma oder Burkina Faso.


Burma ist eine Militärdiktatur Shocked Klar hast du da allgemein eine Survivorship bias drin, aber der Misserfolg der afrikanischen Länder hat wohl weniger mit dem (theoretischen) politischen System zu tun. Zur Zeit des Kalten Krieges gab es sozialistische, kapitalistische und kommunistische Systeme in Afrika und allen ging es gleich dreckig. In China wiederum ist es anders, man kann nicht abstreiten, dass es fast allen Chinesen durch die Öffnung besser geht als vorher.
pundit
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 26.11.2009
Beiträge: 507

BeitragVerfasst am: 01 Feb 2012 - 01:12:53    Titel:

physik-player hat folgendes geschrieben:
hey regt euch ab, ich habe doch nur marx zitiert und an keiner stelle erwähnt dass ich diese meinung teile.

ich wollte doch nur eure argumente gegen diese these von marx hören-.-


Es regt sich doch niemand auf!?
Da es sich hierbei um eine reine These handelt, ist eine Argumentation für oder dagegen auf logischer Ebene unmöglich, die These muss sich durch hinreichende Beobachtung bewahrheiten. Und das hat sie nicht, im Gegenteil. Es hat sich vielmehr gezeigt, dass die Beseitigung des Kapitals den Egoismus sogar noch verstärkt...

Marx war eben kein Prophet, sondern ein konventioneller Spinner...
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