A.H.Hattray Senior Member


Anmeldungsdatum: 11.07.2011 Beiträge: 941
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Verfasst am: 30 Jan 2012 - 21:59:24 Titel: Die Philosophie kann Brücken schlagen |
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Nach einigen Berichten über das Wirtschaftsforum in Davos und dem Sozialforum im schönen Porto Alegre ist erkennbar, welche philosophischen Ausrichtungen in beiden Foren zum Tragen kommen.
Es wäre zu einfach zu meinen Davos(Sloterdijk und Liberalismus) oder Porto Alegre(Honneth und die Anerkennensphilosophie) würden dominieren, dennoch ist am meisten von ihnen die Rede, wenn man bestimmte Thesen begründen will, warum und wieso ein Wirtschaftssystem dominieren soll.
Fast übersehbar die Delegation aus China, die als "graue Eminenz" Lehren aus den eigenen neokapitalistischen Praktiken Konsequenzen ziehen will.
Aber so einfach ist das nicht. Wie die übrige Welt steckt das System China in der Falle der Ressourcenknappheit und des theoretischen Unterbaus, weshalb vieles wacklig erscheint, was als feste Größen ausgegeben wird. So kommt es nicht von ungefähr, dass zur Zeit der beiden Foren, die Zeitung "Recherche" einen ausgezeichneten Report von Dominic Sachsenmaier veröffentlicht hat, der klare Konturen des heutigen Chinas zeigt und welche theoretischen Unterlagen zur Begründung der zeitgenössischen chinesischen Politik und Wirtschaft dienen.
Dominic Sachsenmaier führt die über die chinesischen Grenzen hinaus bekannten Intellektuellen Luo Rongqo , Yu Dan und Wang Hui an, die eine Vernetzung mit der übrigen Welt bekennen und selbst die Kolonialmächte in einem realen Licht erkennen lassen, sowie deren Einfluss auf China im Anfang des 20. Jahrunderts und heute(Rongqo verstarb 1998)aufzeigen, und wie eine Brücke in die Zukunft gebaut werden kann.
Von den Ansprüchen eine Weltmacht zu sein keine Spur, auch wenn sich die Chinesen selbst ihrer großen Bevölkerungszahl(90% Han) bewusst sind.
Mit freundlichen Grüßen
Abdul |
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