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Sprachlos : Wetten auf den schnellen Tod
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GLÜ
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Anmeldungsdatum: 02.03.2009
Beiträge: 134

BeitragVerfasst am: 08 Feb 2012 - 14:31:38    Titel: Sprachlos : Wetten auf den schnellen Tod

Sprachlos


Das haut dem Faß den ohnehin nicht mehr vorhandenen Boden aus .

Siehe WDR/AKS : Montag, 06. Februar 2012, 18.50 - 19.30 Uhr

Deutsche Bank - zynisches Investment?
Wetten auf den schnellen Tod

• Montag, 06. Februar 2012, 18.50 - 19.30 Uhr .

Die Deutsche Bank steht wegen eines bedenklichen Investments in der Kritik. Anleger können ihre Rendite steigern, wenn Menschen aus einem ausgewählten Personenkreis frühzeitig sterben.
Normalerweise läuft das Geschäft so: Ein Versicherungsnehmer will seine Lebensversicherung vor Ablauf verkaufen. Statt sie zum Rückkaufswert an seine Versicherung zu geben, verkauft er die Police für einen höheren Wert an eine Fondsgesellschaft. Diese wartet nun darauf, dass die Vertragslaufzeit endet oder der Versicherungsnehmer vorzeitig stirbt. Wie viele ehemalige Besitzer von Lebensversicherungen der Fondsgesellschaft vorzeitig ableben, weiß niemand im Vorfeld. Aber man kann mit Zertifikaten darauf wetten.
Satten Gewinn bei frühen Tod der anderen
Die Deutsche Bank geht jetzt wie die Wochenzeitschrift der Spiegel berichtet noch einen Schritt weiter. Sie kauft gar keine Lebensversicherungen mehr, sondern beschränkt sich auf die Wette. Dazu sind 500 Amerikaner ausgewählt worden. Leben sie zwölf Monate länger als erwartet, machen die Anleger immer noch sechs Prozent Gewinn. Leben die Ausgewählten allerdings 38 Monate länger als erwartet - was man normalerweise jeden wünscht - machen die Anleger 50 Prozent Verlust.

Satten Gewinn gibt es nur bei einem frühen Tod der anderen. Mehr dazu in unserer Sendung am Montag (06.02.2012).

http://www.wdr.de/tv/aks/sendungsbeitraege/2012/kw06/0206/deutsche_bank.jsp


Das haut tatsächlich dem Faß den ohnehin nicht mehr vorhandenen Boden aus .
Hat doch gerade erst die Koalition SoFFin 2 mit 480 Milliarden € neu aufgelegt mit dem Zusatz , das Banken auch marode Staatsanleihen zu Lasten der Steuerzahler in die Bad-Bank auslagern können .
Bei Schieflage der Banken können Verluste bei solchen Wetten sicherlich auch in die Bad-Bank ausgelagert werden !


Siehe Deutsche Welle :
Bad Bank für Staatsanleihen
Wie sein Vorgänger, ist auch der SoFFin II 480 Milliarden Euro schwer: Mit Kreditgarantien von bis zu 400 Milliarden Euro kann er Banken bei der Geldbeschaffung am Interbankenmarkt unterstützen. Weitere 70 Milliarden Euro, die auf 80 Milliarden Euro aufgestockt werden können, stehen für Kapitalverstärkungen bereit, etwa durch den Kauf von Bank-Aktien. Anders als beim letzten Mal sollen Banken nicht nur toxische Wertpapiere, sondern auch Staatsanleihen in Bad Banks unter dem Dach des Sonderfonds auslagern können. Gerade diese Papiere haben einen hohen Abschreibungswert und zehren daher am Eigenkapital.

SoFFin :
http://www.dw.de/dw/article/0,,15691732,00.html


Denk ich an Deutschland in der Nacht . . . .

Bürger einer demokratisch gewählten LOBBYKRATIE

GLÜ2010
Kobi85
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Anmeldungsdatum: 07.02.2010
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BeitragVerfasst am: 08 Feb 2012 - 16:39:58    Titel:

Es hört sich im Prinzip makaber an, ist aber ein meiner Ansicht nach ein ganz "normaler" Vorgang. Du kannst auf so ziemlich alles wetten (und im Prinzip ist selbst eine normale Lebensversicherung eine Wette): auf Rohstoffpreise, das Wetter, Wahlergebnisse.. warum sollte man jetzt bestimmte Wetten ausnehmen? Es ist ja nicht so, dass die Wette auf die Lebensdauer sich in irgendeiner Weise auf die Gesundheit dieser Menschen auswirkt, oder?
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24257

BeitragVerfasst am: 08 Feb 2012 - 17:26:01    Titel:

@Kobi: Wie immer bei Wetten ist das Problem dann da, wenn jemand versucht dem, worauf er gewettet hat, nachzuhelfen... Wink

Cyrix
Kobi85
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Anmeldungsdatum: 07.02.2010
Beiträge: 251

BeitragVerfasst am: 08 Feb 2012 - 17:32:34    Titel:

Achso, jetzt verstehe ich auch warum die Deutsche Bank hunderte von externen Headhuntern engagiert hat Rolling Eyes
GLÜ
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Anmeldungsdatum: 02.03.2009
Beiträge: 134

BeitragVerfasst am: 10 Feb 2012 - 17:20:19    Titel: Ganz normaler Vorgang im Bankgeschäft ?!

Kobi85 hat folgendes geschrieben:
Es hört sich im Prinzip makaber an, ist aber ein meiner Ansicht nach ein ganz "normaler" Vorgang. Du kannst auf so ziemlich alles wetten (und im Prinzip ist selbst eine normale Lebensversicherung eine Wette): auf Rohstoffpreise, das Wetter, Wahlergebnisse.. warum sollte man jetzt bestimmte Wetten ausnehmen? Es ist ja nicht so, dass die Wette auf die Lebensdauer sich in irgendeiner Weise auf die Gesundheit dieser Menschen auswirkt, oder?


An den Finanzkrisen der letzten Zeit waren zu 50% die Politiker schuld , indem Sie Staatsschulden auf Staatsschulden häufen , ohne sie jemals in guten Zeiten wieder abzutragen , zu 50% die Finanzjongleure u.a. mit Versicherungen von Werten die Sie nie besaßen , eben Wetten . Es spricht nichts dagegen eigene Werte zu versichern.

Ganz normaler Vorgang im Bankgeschäft ? Wetten gehören ins Wettbüro und nicht an die Börse oder gar in die Banken , wo die Verluste dann möglichst noch vom Steuerzahler bezahlt werden . Er heißt ja auch so . Wofür ist er denn sonst zu gebrauchen .
DIESE WETTBÜROS sind ja schließlich systemrelevant !!!
Es stellt sich allerdings die berechtigte Frage , ob dieses neo-neo-liberale System noch relevant für die Weltwirtschaft ist .

Diese Wetten verdeutlichen nur einmal mehr die Perversität und weltwirtschaftliche Untauglichkeit dieses Sytems .

Wie bereits gesagt : Das haut tatsächlich dem Faß den ohnehin nicht mehr vorhandenen Boden aus . Hat doch gerade erst die Koalition SoFFin 2 mit 480 Milliarden € neu aufgelegt mit dem Zusatz , das Banken auch marode Staatsanleihen zu Lasten der Steuerzahler in die Bad-Bank auslagern können . Bei Schieflage der Banken können Verluste bei solchen Wetten sicherlich auch in die Bad-Bank ausgelagert werden !

Aber ruhig weiter mit dem alten Kohl-Wahlkampfmotto : Weiter so Deutschland .
Schließlich sind wir mit diesem konservativen Motto dahin gekommen , wo wir jetzt stehen : Vor dem Abgrund . Warum sollen wir daran noch was ändern .


Gut´s Nächtle
Denk ich an Deutschland in der Nacht . . . .

Bürger einer demokratisch gewählten LOBBYKRATIE

GLÜ2010
Kobi85
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Anmeldungsdatum: 07.02.2010
Beiträge: 251

BeitragVerfasst am: 11 Feb 2012 - 10:15:03    Titel:

@ GLÜ: Man kann sich jetzt darum streiten, welchen Anteil die Finanzindustrie an der derzeitigen Krise hat. Die Finanzkrise haben sie zweifellos zu verschulden (und die Konsequenzen die daraus gezogen wurden sicht absolut nicht ausreichend, da stimme ich zu). Man kann ihnen aber kaum eine Hauptschuld an der Staatsschuldenkrise geben.. daran arbeiten die meisten Länder seit Jahrzehnten unerbittlich. Wer mehr ausgibt als er einnimmt kann nicht auf Dauer damit durchkommen - das gilt für dich als Privatperson, das gilt für Firmen, und eben auch für Staaten wie man nun einsieht.

Zu den "Wetten": Es ist bei diesen Instrumenten teilweise schwer abzugrenzen was nun aus rein spekulativer Natur passiert oder was als vernünftige Absicherung. Die meisten Derivate waren eigentlich als Absicherung gedacht, werden aber vor allem nun zu Spekulationen missbraucht. Das Problem: Wenn man sie generell abschafft leidet darunter auch die Realwirtschaft (die meisten Unternehmen sichern sich mit Hedges gegen ungewisse Preissteigerungen bei Rohstoffen z.B. ab).

Ich habe persönlich auch nichts gegen spekulative Derivate, solange die Beteiligten der Spekulation (dazu gehören ja immer zwei Seiten - ein Anbieter und ein Käufer) die potentiellen Ausfälle auch selbst tragen müssen.

Und kannst du mir mal bitte vorrechnen was die Bankenkrise Deutschland (den Steuerzahler) bisher real gekostet hat? Manche Leute sind nicht einmal fähig eine beschissene Bilanz zu lesen.. aber Hauptsache groß rummaulen.
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