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Brauche dringend Lösung für Beispielfall im Studium
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Max Musterman
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Anmeldungsdatum: 09.02.2011
Beiträge: 145

BeitragVerfasst am: 08 Feb 2012 - 20:33:42    Titel: Brauche dringend Lösung für Beispielfall im Studium

"Der dritte Mann"


A und B sind Gesellschafter der "Mogelcom GmbH" mit jeweils 50 von Hundert der Gesellschaftsanteile. A möchte nun die Hälfte seines Anteils an C "verkaufen". Der Vertrag über die Abtretung von Gesellschaftsanteilen bedarf nach §15 III GmbH-Gesetz der notariellen Beurkundung. A und C gehen zum Notar und lassen die Abtretung zu einem Preis von 100.000 € beurkunden. Zusätzlich vereinbaren Sie mündlich, dass C weitere 50.000 € als "Zugabe" an A zahlen soll.

Nachdem C schon insgesamt 75.000 Euro angezahlt hat, kommt es zwischen A und C zu einem heftigen Streit in Folge dessen C erklärt, A könne sich seinen Gesellschaftsanteil an den Hut stecken und er werde keinen Cent mehr für Anteile an dieser Betrügerfirma zahlen.

Welche Ansprüche bestehen zwischen A und C?


Ich glaube ja, dass C sein Geld, also die 75.000 € zurückfordern kann, da es sich bei der ganzen Sache um ein Scheingeschäft handelt, der Vertrag also auf Grund des Verstoßes gegen geltendes recht nichtig ist.

Stimmt das? Liege ich völlig falsch? Es wäre genial wenn mir ganz geschwinde jemand darauf antworten könnte!

Danke euch im Voraus!
Majestix
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 113

BeitragVerfasst am: 10 Feb 2012 - 13:59:49    Titel:

Der Zessionar des Gesellschafteranteiles könnte allerdings eventuell nach den "Grundsätzen der fehlerhaften Gesellschaft" Gesellschafter geworden sein, so dass der Vertrag insoweit bereits erfüllt worden sein könnte, genauso wie in Höhe von 75.0000 Euro.
Nach der Saldotheorie könnte dann insoweit grundsätzlich nichts rückzugewähren sein. Dies zumal beide Seiten auch eventuell von der Unrichtigkeit der Beurkundung und damit Unwirksamkeit des Vertrages und dadurch der mangelnden Leistungspflicht gewußt haben könnten.
Wenn der objektive Wert des abgetretenen Gesellschafteranteiles höher als die geleisteten 750000 Euro läge, könnte eventuell sogar daran gedacht werden, dass noch ein weitergehender Zahlungsanspruch bis in Höhe zum objektiven Wert bestehen könnte.
Allerdings könnte eine solche mögliche Konsequenz der Anwendung der Grds. der fehlerhaften Gesellschaft mit grundsätzlichen gesetzlichen Wertungen der Unwirksamkeit eines "beurkundeten Scheingeschaftes" zu Lasten der Beteiligten unvereinbar sein, so dass ein weitergehender Zahlungsanspruch doch entfallen könnte.
Max Musterman
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Anmeldungsdatum: 09.02.2011
Beiträge: 145

BeitragVerfasst am: 11 Feb 2012 - 23:34:47    Titel:

Danke für die Antwort!

Und ja, du könntest damit richtig liegen... Allerdings scheint du dir ja auch nicht ganz sicher zu sein, sondern formulierst das lieber etwas vorsichtig und ich, hätte gerne Sicherheit Smile

Aber das ist bei diesem Fall wohl nicht so ganz einfach...
Majestix
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 113

BeitragVerfasst am: 13 Feb 2012 - 08:45:46    Titel:

Mein Post war nur als unverbindlicher Diskussionsansatz gemeint, wie man das Ganze vielleicht lösen könnte und was man in die eigenen Überlegungen mit einbeziehen könnte.
Eine ausreichende Überzeugung muss man dann schon selbst aufgrund seiner eigenen Überlegungen gewinnen und dann (wohl ohne Konjunktiv) so darstellen und vermitteln.
(Ohne Philosphie-Experte zu sein, meine ich, dass es in der Philosophie eine Denkrichtung gibt, die besagt, dass man nichts mit Gewissheit oder Sicherheit wissen könne.) Wink
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