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Hausarbeit StR Passau WS 2011/2012 Quentin Tarantino
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Bonjourtristesse
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Anmeldungsdatum: 17.02.2012
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 17 Feb 2012 - 18:20:03    Titel: Hausarbeit StR Passau WS 2011/2012 Quentin Tarantino

Meine erste HA steht an und nachdem ich den Sachverhalt ganz gut kannte, dachte ich Strafrecht wird es. Nun bin ich ich trotzdem unsicher bei einigen Dingen.

1. Wofür ist denn der J strafbar? Anstiftung? (Irgendwie verstehe ich hier die ganze Täterschaft/Teilnahme nicht)

2. Und ansonsten ist das doch ein Raub mit tollen Qualifikationen, eine KV, sowie ein versuchter Mord/Totschlag und eine verwirklichte KV sowie ein Verstoß gegen das Waffengesetz, oder?

Ich würde mich über Denkanstösse freuen!


Sachverhalt:


Joe Cabot (J) verdient sein Geld als Überfall-Organisator. Als er von einem seiner Kontakte erfährt,
dass an einem bestimmten Tag im Juweliergeschäft „Karina’s Diamantenhandel“ eine große Ladung
Diamanten im dortigen Zahlenschloss-Tresor zwischengelagert sein wird, plant er, diese an sich zu
bringen. Hierfür „castet“ er zunächst mithilfe seines Netzwerks zwei ihm bislang unbekannte Ganoven,
denen er die Tarnnamen Mr. White (W) und Mr. Blonde (B) verpasst. In den Folgewochen werden
die beiden von J akribisch auf den Coup vorbereitet. Am Ende steht folgender Plan: Während J
am Tattag zu Hause bleibt, sollen W und B – bewaffnet und mit Sturmhauben bekleidet – in das Juweliergeschäft
stürmen. W soll zunächst mit einem geladenen Revolver die Verkäuferin und etwaige
Kunden in Schach halten. B, der ein Butterfly-Messer dabei hat, soll im Hinterzimmer den Filialleiter
(F) mit vorgehaltener Klinge zum Verraten des Tresor-Codes zwingen, bevor er F in den Verkaufsraum
zurückführt und dem W die Zahlenkombination nennt. Dann soll W eigenhändig den Panzerschrank
öffnen und die Diamanten in mitgebrachte Taschen verstauen, während nunmehr B den Verkaufsraum
beaufsichtigt. Anschließend wollen die beiden mit ihrem einige Straßen entfernt geparkten
Wagen flüchten und J anrufen, damit dieser ihnen einen bis dahin geheimen Treffpunkt für die
Beuteteilung nennt. Dabei soll J die Hälfte der Edelsteine bekommen, W und B müssen sich die andere
Hälfte gleichmäßig teilen. Hinsichtlich des Waffengebrauchs wird vereinbart, dass im Laden
allenfalls der Filialleiter geschlagen, Kunden und Verkäuferin hingegen in jedem Fall von Gewalt
verschont bleiben sollen. Falls jedoch bei der Flucht einem von ihnen die Festnahme und/oder der
Verlust der Beute drohe, solle W etwaige Verfolger zur Not auch erschießen.
Am Tattag verläuft zunächst alles nach Plan. Als jedoch W mit der Beute aus dem Tresorraum
kommt, hört er im Verkaufsraum Schreie und Tumult, außerdem Sirenengeheul aus der Ferne. Grund
hierfür ist, dass die Verkäuferin (V) einen Alarmknopf betätigt und B ihr aus Verärgerung darüber
mit dem Messer das rechte Ohr abgeschnitten hat. Während W und B sodann mitsamt der Beute hastig
zum Fluchtwagen rennen, wähnen sie die Polizei bereits dicht hinter sich. Als W, rückwärts
schauend, eine 2 bis 3 Meter hinter ihm laufende Person bemerkt, hält er diese für einen Polizisten.
Um nicht gefasst zu werden und um die Diamanten nicht wieder zu verlieren, schießt er, wie im Tatplan
vereinbart, mit Tötungsvorsatz auf den Verfolger. Tatsächlich handelt es sich bei dem „Verfolger“
aber um B, der einen lebensgefährlichen Bauchschuss erleidet. Sodann fahren W und der stark
blutende B zum von J telefonisch durchgegebenen Treffpunkt. B überlebt.
Wie haben sich J, W und B nach dem StGB strafbar gemacht? (Ggf. erforderliche Strafanträge
sind gestellt.)


[/i]
Franzi_90
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Anmeldungsdatum: 14.02.2012
Beiträge: 30

BeitragVerfasst am: 18 Feb 2012 - 07:30:25    Titel: Hausarbeit

Hallo,
es könnte doch bei J evtl. eine Mittäterschaft vorliegen!! Oder?
Vielleicht hilft dir dass weiter!! Wink

Gruß

Franzi_90
jura313
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Anmeldungsdatum: 24.02.2012
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 24 Feb 2012 - 09:50:49    Titel:

Hallo,

erstmal muss ich sagen: Reservoir Dogs ist ein toller Film und sollte geguckt werden Smile

Zu dem SV:

Also bei J ist auf jeden Fall mittelbare Täterschaft anzuprüfen. Stichworte wie "Fäden zusammen halten" oder "Eingriff in die Tatausführung" sollten kommen. Vergleichbar mit den ganzen Mafiapaten ist das wohl.
Hier muss wohl abgegrenzt werden zur Mittäterschaft (gemeinsamer Tatplan und wesentlicher Tatbeitrag) und der erwähnten mittelbaren Täterschaft.

Dann kommen mir noch Ideen bzgl einer Bildung einer kriminellen Vereinigung. Da er ja wohl Leute "castet" und man dies vielleicht kurz ansprechen kann. Muss aber nicht.

Die Beihilfe zur Tat der anderen könnte man anprüfen, wäre aber subsidiär.

Sprich bloß keine Strafbarkeit nach dem WaffenG an. Gefragt ist nur noch der Strafbarkeit der Personen nach dem StGB.

Hoffe konnte dir ein wenig helfen.
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