Julia9494 Newbie

Anmeldungsdatum: 10.03.2012 Beiträge: 1
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Verfasst am: 10 März 2012 - 14:50:14 Titel: Neurobiologie - Saltatorische Erregungsleitung |
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Hallo! Ich lerne gerade für eine Bio-Klausur nächste Woche. Bin in der 11. Klasse und habe Bio-LK. Wir schreiben über das Thema Neurobiologie. Ich versteh allerdings die saltatorische und die kontonuierliche Erregungsleitung noch nicht so ganz. Das grobe Prinzip habe ich, denke ich, verstanden, aber mir sind die Einzelheiten noch nicht ganz klar. Zum Beispiel habe ich das mit dem Zustandekommen des elektrischen Feldes und dessen Ausbreitung noch nicht ganz verstanden. Ich habe zu der saltatorischen Erregungsleitung einen Text geschrieben. Wäre nett, wenn sich den jmd. durchlesen würde und mich evtl. verbessern könnte, falls etwas nicht ganz richtig sein sollte oder etwas fehlt. Ansonsten würde ich mich nochmal über eine ausführliche Erklärung über die kontinuierliche und die saltatorische Erregungsleitung freuen!
Hier der Text zur saltatorischen Erregungsleitung:
Bei Wirbeltieren sind die Axone meist von einer Myelinscheide umgeben und somit vom Außenmedium isoliert, weshalb dort kein Aktionspotential ausgelöst werden kann.
Lediglich den Ranvierschen Schnürringen fehlt eine solche Myelinscheide. Das bedeutet, dass nur dort ein Aktionspotential entstehen kann.
Die saltatorische Erregungsleitung ist also eine sprunghafte Weiterleitung der Aktionspotentiale von Ranvierschem Schnürring zu Ranvierschem Schnürring.
Dabei öffnen sich am ersten Schnürring durch einen ankommenden Reiz die spannungsabhängigen Natrium-Kanäle in der Axonmembran, wodurch die Natrium-Ionen ins Zellinnere des Axons strömen. Es kommt zur Depolarisation, bis ein Aktionspotential erreicht ist. Die Natrium-Ionen werden unmittelbar nach Öffnung der Natrium-Kanäle von der negativen Ladung am benachbarten Schnürring angezogen. Dadurch erreichen die Natrium-Ionen den nächsten Schnürring noch bevor das Aktionspotential im ersten Schnürring wieder auf das ursprüngliche Ruhepotential abgesunken ist. Die hinzukommenden Natrium-Ionen am benachbarten Schnürring bewirken eine Veränderung des Ruhepotentials, was zur Öffnung von Natrium-Kanälen und den Einstrom von Natrium-Ionen an diesem Schnürring führt. Es entsteht ein Aktionspotential. Dieser Vorgang setzt sich immer weiter fort.
Durch die abströmenden Natrium-Ionen kommt es am ersten Schnürring zur Repolarisation, während sich die Membran am benachbarten Schnürring bereits depolarisiert. Das ist wichtig, denn wenn das Aktionspotential am benachbarten Schnürring entstehen würde, wenn das Aktionspotential am ersten Schnürring bereits vollständig abgeschlossen wäre (d.h. inklusive Refraktärzeit durch die Hyperpolarisation), dann würde das Aktionspotential am benachbarten Schnürring wiederrum ein Aktionspotential am ersten Schnürring auslösen, was bedeuten würde, dass der Reiz zurücklaufen würde.
Die isolierten Axonbereiche werden bei der saltatorischen Erregungsleitung fast ohne zeitliche Verzögerung übersprungen. Im Endeffekt hat dies den Vorteil, dass die Leitungsgeschwindigkeit höher und der Energiebedarf niedriger ist, weil weniger ATP für die Natrium-Kalium-Pumpe, die für die Repolarisation wichtig ist, benötigt wird.
Danke im Voraus für die Antworten!
Liebe Grüße, Julia  |
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