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Ausbildungsvergütung - Steuerfachangestellte
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Foren-Übersicht -> Sonstige Berufe -> Ausbildungsvergütung - Steuerfachangestellte
 
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cajaboo
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Anmeldungsdatum: 11.03.2012
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 11 März 2012 - 01:00:19    Titel: Ausbildungsvergütung - Steuerfachangestellte

Hallo,

ich hoffe hier kann mir jemand helfen.

Aaaalso, ich habe letztes Jahr Abitur gemacht, wusste aber da noch nicht was ich machen möchte. Dann kam auch noch etwas gesundheitliches dazwischen.
Jedenfalls habe ich vor einem Monat ein Praktikum in einem Steuerbüro angefangen und werde dort auch ab August meine Ausbildung machen.

Für das Praktikum bekomme ich 400€ brutto + die Einstiegsqualifizierung vom Arbeitsamt. "Eigentlich" Vollzeit, Chef hat mir aber erlaubt zwei Nachmittage pro Woche frei zu machen.

Jetzt aber zu meinem "Problem". Im Ausbildungsvertrag steht als Ausbildungsvergütung 400€ im ersten, 450€ im zweiten und 520€ im dritten Lehrjahr. Im Bewerbungsgespräch und auch als wir den Vertrag gemacht haben hat er aber gesagt er zahlt eben diese Mindestvergütung plus eine leistungsbezogene Vergütung, im Sinne von "nur das was im Vertrag steht kriegst du nur, wenn du wirklich faul bist". Wink
Nun würde ich ihn aber gerne nochmal darauf ansprechen, auf wieviel ich denn letztlich ungefähr kommen würde, wenn ich weiterhin den Einsatz zeige wie jetzt im Praktikum.
Was wäre eine angemessene Vergütung? Auf der Seite vom Arbeitsamt habe ich das gefunden:

Im Bundesdurchschnitt betragen im Jahr 2012 die empfohlenen Ausbildungsvergütungen im 1. Ausbildungsjahr € 526, im 2. Ausbildungsjahr € 595 und im 3. Ausbildungsjahr € 679 im Monat.


Ist das etwas was ich ihm "vorlegen" könnte? Falls das wichtig ist: Ich komme aus Niedersachsen und der Betrieb hat 10 Angestellte und zwei Azubis (eine im 1. LJ und einen im 2.).

Mit der anderen Auszubildenden habe ich natürlich schon gesprochen und die sagte mir was von knapp 300€ netto, was sie jetzt bekommt. Shocked
Das wäre dann ja doch eher nur die Mindestvergütung, oder? MIR hatte Chef gesagt, sie bekäme auch mehr als das was im Vertrag steht...

Und noch eine Frage: Ich mache jetzt und dann wohl bis nächstes Jahr bis ein neuer Praktikant kommt die Post und Besorgungsfahrten.
Die Postfahrt sind für mich jeden Tag 5km die ich extra fahre nach der Arbeit und ich bin mindestens eine halbe Stunde später zu Hause als wenn ich direkt fahren würde.
Das mit der Zeit finde ich blöd, aber okay, ich bin halt Praktikantin bzw. Azubi, aber wäre es in Ordnung mir die Benzinkosten erstatten zu lassen?
Ebenso für die Fahrten zur Bank und zum Einkaufen usw., da gurkt man u.U. 1,5 Stunden durch die Gegend mit dem eigenen Auto. Es gibt zwar einen Firmenwagen, aber 1. ist Chef damit oft selbst unterwegs und 2. möchte ich damit auch gar nicht fahren, weil wohl nicht unbedingt immer ganz verkehrssicher...

Könnte ich ihm vorschlagen immer aufzuschreiben, wieviele km ich gefahren bin und ihm das am Ende des Monats vorlegen und mir zurückzahlen lassen?
Wäre das angemessen? Oder muss ich das selbst zahlen, weil ja zumindest für alles während der Arbeitszeit theoretisch ein Firmenwagen zur Verfügung steht?


Danke schonmal im Voraus! Smile

LG
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5255

BeitragVerfasst am: 11 März 2012 - 02:18:19    Titel:

steuerberater nehmen ihre angestellten halt richtig aus, während sie sich die taschen vollstecken (bin ehemaliger finanzbeamte und weiß das). mehr als im vertrag steht wirst du wohl auch nicht sehen, denn auszubildene dürfen nur begrenzt überstunden leisten.
dazu müsste auch eine vergütung für die überstunden im vertrag stehen. das gleiche gilt für den ersatz von fahrtkosten, wenn es sowas geben sollte. wenn es nicht erwähnt wird, kannst du ihn ja mal fragen, aber sei nicht zu enttäuscht. ich kann mir nicht vorstellen, dass er dir etwas gewährt, was andere auszubildene nicht haben.
cajaboo
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Anmeldungsdatum: 11.03.2012
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 11 März 2012 - 14:33:57    Titel:

Danke für die Antwort. Smile

Also sollte ich ihn wirklich jetzt fragen wieviel ich bekommen werde und das ich es schriftlich haben will? Genauso wie die Erstattung der Fahrtkosten?

Ich werds einfach probieren und wenn er bei mir wieder ausweicht (jaja, das regeln wir dann schon, kriegen wir schon hin, werden wir dann sehen usw. Rolling Eyes ) werde ich meinem Vater sagen, dass er einen Termin mit ihm machen und mit ihm sprechen soll. Er hat mit meinem Chef nämlich schon vor mir gesprochen und mir den Praktikumsplatz sozusagen besorgt.
Und wenn der das dann immernoch nicht machen will, dann suche ich mir einen anderen Ausbildungsplatz... aber ich hoffe mal er geht darauf ein, ein anderer Praktikant ist ihm nämlich schon weggelaufen und es sind alle sehr bemüht darum, dass ich bleibe. Wink Würde ich eigentlich auch gerne, die Kollegen mag ich nämlich alle total gerne.

Mein Problem ist, dass ich Ende des Jahres Zuhause ausziehen will und dementsprechend wissen muss, was mir dann letztlich wirklich zur Verfügung steht.
Mein Chef meinte dazu, ich solle Wohngeld beantragen, dann wäre die Miete ja bezahlt, aber mein Vater verdient zu viel und mir steht keine Unterstützung vom Staat zu...


Geht es denn überhaupt, dass ich mehr bekomme als die anderen Azubis? Klar wäre das ungerecht, aber rein theoretisch? Müssen die das überhaupt erfahren? *räusper* Wink
Ist das was auf der Arbeitsamtseite steht etwas, was ich als "Argument" nehmen kann?
Freemaster
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Anmeldungsdatum: 15.12.2010
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 15 Apr 2012 - 17:22:14    Titel:

Hallo,

Ich mache gerade ebenfalls eine Ausbildung zum Steuerfachangestellten und denke, das du mit der Ausbildungsvergütung nicht viel wirst machen können. Du könntest evtl. Ausbildungsbeihilfe bekommen aber auch das musst du vorher absprechen.
Es ist zwar theoretisch Möglich, das du mehr kriegst als die anderen Azubis aber darauf wird sich ein Betrieb wahrscheinlich nur einlassen, wenn du auch naja besser bist als sie und da du ja erst mit dem Abi fertig bist und nicht z.B. vorher ein paar Jahre BWL hinter dir hast, würde ich da nicht drauf wetten.

Ich würde dir auch raten, dir das Ausziehen gut zu überlegen, erst recht wenn du noch ein eigenes Auto hast, da ich mir eigentlich nicht vorstellen kannst das du als Azubi groß über 700 Euro(vor allem nicht bei wohlhabenden Eltern) kommst und dies schon sehr knapp ist.
Bolzman
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Anmeldungsdatum: 08.08.2012
Beiträge: 4
Wohnort: Darmstadt

BeitragVerfasst am: 08 Aug 2012 - 05:56:46    Titel: Ausbildungsvergütung bei Steuerfachangestellten

Hi cajaboo,

die Steuerberaterkammern geben Empfehlungen heraus, wie hoch die Ausbildungsvergütung sein sollte. Von der Steuerberaterkammer Hessen weiß ich, dass diese dort just die Ausbildungsvergütung angehoben haben: [url]http://www.ausbildung-steuerfachangestellte.eu/59/Ausbildungsvergütung.html[/url]). Ich bin sicher, die Kammer deines Bundeslandes hat solche Zahlen auch veröffentlicht.

Auch dein Ausbildungsberater kann dir behilflich sein.

Beste Grüße und weiterhin viel Erfolg bei der Ausbildung,

Bolzman
woodstock.
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Anmeldungsdatum: 08.08.2007
Beiträge: 2328
Wohnort: Franken

BeitragVerfasst am: 08 Aug 2012 - 07:09:54    Titel:

Hallo,

gerade bei dieser Ausbildungrichtung ist die Ausbildungsvergütung extrem dünn.
tst
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Anmeldungsdatum: 11.07.2012
Beiträge: 223

BeitragVerfasst am: 08 Aug 2012 - 22:37:14    Titel:

konstantin87 hat folgendes geschrieben:
steuerberater nehmen ihre angestellten halt richtig aus, während sie sich die taschen vollstecken (bin ehemaliger finanzbeamte und weiß das).


Das Feindbild hast du dir aber bewahrt Rolling Eyes

Da lediglich der Examinierte für allgegenwärtige Haftungsrisiken Verantwortung übernimmt, ist dessen Einkommen nicht in Frage zu stellen.

Als Auszubildender wird man nicht definitiv reich. Als Steuerfachangestellter mit langjähriger Berufserfahrung und regelmäßigen Fortbildungen kann man allerdings auch jenseits von 3.000 € brutto verdienen.
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5255

BeitragVerfasst am: 08 Aug 2012 - 22:52:20    Titel:

tst hat folgendes geschrieben:
konstantin87 hat folgendes geschrieben:
steuerberater nehmen ihre angestellten halt richtig aus, während sie sich die taschen vollstecken (bin ehemaliger finanzbeamte und weiß das).


Das Feindbild hast du dir aber bewahrt Rolling Eyes

Da lediglich der Examinierte für allgegenwärtige Haftungsrisiken Verantwortung übernimmt, ist dessen Einkommen nicht in Frage zu stellen.

Als Auszubildender wird man nicht definitiv reich. Als Steuerfachangestellter mit langjähriger Berufserfahrung und regelmäßigen Fortbildungen kann man allerdings auch jenseits von 3.000 € brutto verdienen.


was für ein feindbild? viele steuerberater sind dipl. finanzwirte, die bloß mehr kohle verdienen wollten (z.b. meine nachbarn).
ich konnte sehen, was die steuerberater am ende abgreifen und was die ihren steuerfachangestellten zahlen. für mich ist das abzocke. aber gut, wer sich damit zufrieden gibt, ist meiner meinung nach selbst schuld.
lächerlich, wenn man einer azubine nur 300 im monat im westen zahlt. im finanzamt gibts fast 900 für den mittleren dienst. dabei ist die arbeit sehr ähnlich, nur ohne leistungsdruck im amt xD

"nicht in frage zu stellen" xD man kann alles in frage stellen, oder sind wir hier in nordkorea? natürlich trägt er das risiko und sollte mehr verdienen, aber ist es okay deutlich mehr zu verdienen, wenn seine fachangestellten bei 1100 netto rumdümpeln und die hälfte davon allein für miete raushauen müssen? dabei sollte man nicht vergessen, dass die meisten 0815-steuererklärungen nicht viel zeit kosten und von den angestellten erledigt werden.

mit langjähriger berufserfahrung und fortbildungen über 3000 brutto, von wie vielen jahren berufserfahrung sprechen wir hier? ich kenne ungelernte schichtarbeiter mit wenig berufserfahrung, die über 3000 brutto im monat verdienen. aber 3000 brutto wären schon gut, während meiner zeit im amt habe ich noch KEINEN steuerfachangestellten gesehen, der über 2200 brutto im monat kam. hier etwas das meine erfahrung bestätigt, achte genau auf die max.-gehälter der jeweiligen bundesländer http://www.meinchef.de/gehaltsvergleich/beruf-region/de/steuerfachangestellte-steuerfachangestellter.html

du kannst die miserable bezahlung abstreiten, aber man muss nur mal etwas googlen und wird dazu viel bestätigung finden.
ich habe kein problem mit steuerberatern, warum auch? nie für einen gearbeitet und nie mit einem gestritten. ich habe auch keine steuerfachangestellten im freundeskreis, also versuche das ganze wirklich objektiv zu betrachten.
tst
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Anmeldungsdatum: 11.07.2012
Beiträge: 223

BeitragVerfasst am: 08 Aug 2012 - 23:22:15    Titel:

konstantin87 hat folgendes geschrieben:
was für ein feindbild? viele steuerberater sind dipl. finanzwirte, die bloß mehr kohle verdienen wollten (z.b. meine nachbarn).
ich konnte sehen, was der steuerberater am ende abgreift und was die steuerfachangestellten verdienen. für mich ist das abzocke. aber gut, wer sich damit zufrieden gibt, ist meiner meinung nach selbst schuld.
lächerlich, wenn man einer azubine nur 300 im monat im westen zahlt. im finanzamt gibts über 800.


Was hat ausgerechnet ein Finanzwirt in der Steuerberatung zu suchen? Und 300 € sind lächerlich weit weg von der Realität - woher nimmst du denn solche Zahlen?

konstantin87 hat folgendes geschrieben:
"nicht in frage zu stellen" xD man kann alles in frage stellen, oder sind wir hier in nordkorea? natürlich trägt er das risiko und sollte mehr verdienen, aber ist es okay deutlich mehr zu verdienen, wenn seine fachangestellten bei 1100 netto rumdümpeln und die hälfte davon allein für miete raushauen müssen? dabei sollte man nicht vergessen, dass die meisten 0815-steuererklärungen nicht viel zeit kosten und von den angestellten erledigt werden.


Wer trägt das unternehmerische Risiko? Ja, es ist okay deutlich mehr zu verdienen. Nicht umsonst existiert im deutschen Rechtsstaat das Examen. Diese Qualitätssicherung findet sich auch in der StBGebV wieder. Interessant, dass es schon hohe Mindestsätze für Beratungsleistungen gibt, an welchen auch ein Steuerberater nichts ändern kann, oder?

Dass ein Steuerfachangestellter auf lange Sicht nicht bei 1100 € netto "rumdümpeln" muss, ist dir wahrscheinlich nicht bewusst, aber Fakt.

konstantin87 hat folgendes geschrieben:
wooow mit langjähriger berufserfahrung und fortbildungen über 3000 brutto Laughing von wie vielen jahren berufserfahrung sprechen wir hier? ich kenne ungelernte schichtarbeiter mit wenig berufserfahrung, die über 3000 brutto im monat verdienen.


Seltsam...wer sich - bezogen auf dein Mustergehalt - ausbeuten lässt, ist selber schuld. Ein deutlich höheres erreichbares Gehalt ist aber auch nicht genug. Wer "nur" Steuerfachangestellte/r sein will, muss sich damit abfinden, dass in anderen Branchen besser gezahlt wird.
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5255

BeitragVerfasst am: 08 Aug 2012 - 23:38:50    Titel:

ich bin in keiner steuerberatung, sondern bald ingenieur. jedoch habe ich während meiner finanzwirt-ausbildung im zuge meiner ausbildung zugriff auf solche daten gehabt. wie erwähnt, die meisten steuerfachangestellten lagen unter 2000 brutto monatlich. jemand der auch nur in die nähe von 3000 kam habe ich nie gesehen. das bestätigt auch der link in meinem letzten editierten beitrag, solltest du dir mal anschauen.

die 300€ hat die threaderstellerin oben erwähnt, also das eine andere azubine dort diese vergütung erhält. kann ich mir aber gut vorstellen. friseure oder einzelhandelskaufleute liegen während der ausbildung auch oft um 400€ brutto.

wo ist das bitte fakt? google mal etwas, wenn du mir nicht glaubst. die realität sieht so aus, dass die meisten unter der 2000€-brutto-marke dümpeln. wie bereits erwähnt, ich hatte durch meine tätigkeit einen überblick über gehälter. die steuerfachangestellten lagen dabei eindeutig im unteren bereich.

btw, wie hoch ist das unternehmerische risiko eigentlich? ein büro? die steuerfachangestellten setzt man vor die tür und arbeitet wieder als angestellter in anderen kanzleien.
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